Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
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@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
1. Verstehe, was Du sagst.
und will hier nicht mit Anekdoten um mich werfen, aber:
2. In Mega-Cities werden die Menschen eher nicht leben wollen (sonder müssen).
3. Läden des täglichen Bedarfs gibt es in den Städten auch nur noch soweit es Lebensmittel betrifft (den Rest liefert überall das Internet).
4. ÖPNV macht in 15 Jahren die selbstfahrende Drohne (eher früher)
5. Medizinische Versorgung lasse ich für den Bereich Notfallmedizin gelten; das Risiko werden Menschen eingehen. -
@Laird_Dave @musevg Das sehe ich eher auch so. Für viele ist das eine Armutsfalle.
Ich kenne Leute, die für eine Doppelhaushalte in BW mal eben 1,2 Mio gezahlt haben. Sie tilgen bis zur Rente nur auf 80% und hoffen auf eine Wertsteigerung.
Wenn die aber nicht kommt...
️@AwetTesfaiesus @musevg soviel zu "wer zocken will geht an die Börse und Immobilien sind sicher"
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@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
@larsmb Kultur stimmt vermutlich, aber dass davon in Großstädten wirklich die Massen profitieren ist eine komplette Illusion.
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@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
@larsmb @AwetTesfaiesus Leider gibt es dazu keine ehrliche politische Debatte. Zumindest keine die ich bisher wahrgenommen habe. Aber alleine der Erhalt der bestehenden Infrastruktur (Straßen, medizinische Versorgung, Bildung, etc.) wird bei abnehmender Bevölkerungsdichte in einigen Regionen unbezahlbar. Von einem Ausbau, z.B. Glasfaser „an jede Milchkanne“ ganz zu schweigen. Ist halt leider nicht besonders sexy zu verkünden dass bestimmte Regionen irgendwann nicht mehr versorgt werden (können).
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Ich kenne diverse Leute, die einen Abschluss an einer Uni gemacht haben, an der sie nur gelegentlich und an einigen Wochenenden waren.
Ich vermute es ist (sehr, sehr viel) leichter, das Bildungssystem- und Arbeitsystem anzupassen als zum hundertsten Mal in Stuttgarter Kessel nachzuverdichten.
@AwetTesfaiesus @musevg *Im Stuttgarter Kessel ist kaum Uni.
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1. Verstehe, was Du sagst.
und will hier nicht mit Anekdoten um mich werfen, aber:
2. In Mega-Cities werden die Menschen eher nicht leben wollen (sonder müssen).
3. Läden des täglichen Bedarfs gibt es in den Städten auch nur noch soweit es Lebensmittel betrifft (den Rest liefert überall das Internet).
4. ÖPNV macht in 15 Jahren die selbstfahrende Drohne (eher früher)
5. Medizinische Versorgung lasse ich für den Bereich Notfallmedizin gelten; das Risiko werden Menschen eingehen.@AwetTesfaiesus @larsmb Der mangelnde Zugang zu Bildung ist nach meiner Erfahrung ein relevanter Punkt gerade für Familien nicht zu weit weg von Städten zu wohnen. Und da sieht es leider immer schlechter aus. Gerade im frühkindlichen Bereich wo die Kinder noch nicht alleine per Bus zum nächsten Schulstandort kommen haben wir da eine Entwicklung zur Konzentration. Anekdotisches Beispiel: https://www.tagesschau.de/inland/regional/brandenburg/rbb-kita-schliessungen-in-wittstock-diese-entscheidung-laesst-den-frust-in-den-doerfern-wachsen-100.html
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@larsmb @AwetTesfaiesus Leider gibt es dazu keine ehrliche politische Debatte. Zumindest keine die ich bisher wahrgenommen habe. Aber alleine der Erhalt der bestehenden Infrastruktur (Straßen, medizinische Versorgung, Bildung, etc.) wird bei abnehmender Bevölkerungsdichte in einigen Regionen unbezahlbar. Von einem Ausbau, z.B. Glasfaser „an jede Milchkanne“ ganz zu schweigen. Ist halt leider nicht besonders sexy zu verkünden dass bestimmte Regionen irgendwann nicht mehr versorgt werden (können).
Aber wenn Du 2 Schritte zurück machst gilt doch auch:
Du kannst versuchen die goldene Zukunft in Beton zu gießen und die Städte wachsen zu lassen.
Oder: Du organisierst das Leben so, dass sich der Zuzugsdruck reduziert. Letzteres wird mE eher weniger Ressourcen brauchen und nachhaltiger wirken.
Die Idee das Land aufzugeben ignoriert m.E. das da trotzdem die Leute (gut) leben sollen, die unser Essen machen.
Jedenfalls bis zur Ankunft des #FullyAutomatedLuxuryCommunism
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@larsmb @AwetTesfaiesus Leider gibt es dazu keine ehrliche politische Debatte. Zumindest keine die ich bisher wahrgenommen habe. Aber alleine der Erhalt der bestehenden Infrastruktur (Straßen, medizinische Versorgung, Bildung, etc.) wird bei abnehmender Bevölkerungsdichte in einigen Regionen unbezahlbar. Von einem Ausbau, z.B. Glasfaser „an jede Milchkanne“ ganz zu schweigen. Ist halt leider nicht besonders sexy zu verkünden dass bestimmte Regionen irgendwann nicht mehr versorgt werden (können).
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@Laird_Dave @musevg Das sehe ich eher auch so. Für viele ist das eine Armutsfalle.
Ich kenne Leute, die für eine Doppelhaushalte in BW mal eben 1,2 Mio gezahlt haben. Sie tilgen bis zur Rente nur auf 80% und hoffen auf eine Wertsteigerung.
Wenn die aber nicht kommt...
️@AwetTesfaiesus
*röchel*
Wer tut sowas? V.a. wer tut sowas in den 2020ern? Wo soll denn die Wertsteigerung für eine 1,2 Mio DHH noch herkommen?Insbesondere da jeder sehen kann dass die Zeichen für den Verbrennerwohlstand in DE (und damit in Ba-Wü) schlecht stehen.
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@AwetTesfaiesus
*röchel*
Wer tut sowas? V.a. wer tut sowas in den 2020ern? Wo soll denn die Wertsteigerung für eine 1,2 Mio DHH noch herkommen?Insbesondere da jeder sehen kann dass die Zeichen für den Verbrennerwohlstand in DE (und damit in Ba-Wü) schlecht stehen.
Viele tun das m.E. Ich wünsche ihnen, dass es für sie persönlich klappt. Kenne einen Fall; kauf in 2019 kurz vor der Pandemie.
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Ich kenne diverse Leute, die einen Abschluss an einer Uni gemacht haben, an der sie nur gelegentlich und an einigen Wochenenden waren.
Ich vermute es ist (sehr, sehr viel) leichter, das Bildungssystem- und Arbeitsystem anzupassen als zum hundertsten Mal in Stuttgarter Kessel nachzuverdichten.
@AwetTesfaiesus
Ja, solche Leute kenne ich auch: Mitte Vierzig, Familie und ETW irgendwo, Masterstudium remote irgendwo anders
Für Zwanzigjährige auf dem Weg zur familiären Abnabelung und zum ersten Bachelor ist das eher nicht so die Option :))
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@AwetTesfaiesus
Ja, solche Leute kenne ich auch: Mitte Vierzig, Familie und ETW irgendwo, Masterstudium remote irgendwo anders
Für Zwanzigjährige auf dem Weg zur familiären Abnabelung und zum ersten Bachelor ist das eher nicht so die Option :))
Ich will niemandem vorschreiben, was sie tun oder lassen soll.
Aber: die Zeiten ändern sich halt auch rapide schnell; einschließlich der Größe der Möglichkeitsräume.
Das BVerfG hat das in seinem Klimabeschluss doch perfekt antizipiert und Scholz und Merz haben uns doch sehenden Auges auf den Pfad gesetzt.
Die Freiheitsräume sind doch schon kleiner geworden, weil zwei weitere Kanzler sich geweigert haben, das erforderliche zu tun.
Nun müssen wir nur eben das (!) gestalten.
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@AwetTesfaiesus
Ja, solche Leute kenne ich auch: Mitte Vierzig, Familie und ETW irgendwo, Masterstudium remote irgendwo anders
Für Zwanzigjährige auf dem Weg zur familiären Abnabelung und zum ersten Bachelor ist das eher nicht so die Option :))
@AwetTesfaiesus
Bildungssystem anpassen, ja da gibt es ermutigende Fortschritte.Aber das Arbeitssystem anzupassen funktioniert bestenfalls nur so mittel: Viele Unternehmen bestehen darauf, dass ihre Kmowledge Worker aus dem Home Office wieder in ihre teuren Beton-Tempel zurückkehren. Angeblich wegen der Produktivität. Oder eben weil eine Anpassung der Arbeitswelt in Richtung Dezentralität die Immobilienwerte i.d. Ballungszentren sinken lässt...
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@AwetTesfaiesus
Bildungssystem anpassen, ja da gibt es ermutigende Fortschritte.Aber das Arbeitssystem anzupassen funktioniert bestenfalls nur so mittel: Viele Unternehmen bestehen darauf, dass ihre Kmowledge Worker aus dem Home Office wieder in ihre teuren Beton-Tempel zurückkehren. Angeblich wegen der Produktivität. Oder eben weil eine Anpassung der Arbeitswelt in Richtung Dezentralität die Immobilienwerte i.d. Ballungszentren sinken lässt...
@musevg gibt’s doch nicht dieses Meme-Foto von dem Linux Hauptquartier: ein Typ mit einem Laufband vor dem Laptop?
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@AwetTesfaiesus @winter @larsmb ÖPNV, Begegnungsorte für Subkulturen, physische Bildungsinfrastruktur und fachmedizinische Versorgung sind imo weitere Faktoren - absolut nicht unlösbar, aber aktuell nicht gelöst, und ehrlicherweise stimmt die breite kommunale Finanznot und die anhaltende Blockade von Steuergerechtigkeit mich nicht wahnsinnig positiv, dass sich das bald ändert.
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@AwetTesfaiesus @winter @larsmb ÖPNV, Begegnungsorte für Subkulturen, physische Bildungsinfrastruktur und fachmedizinische Versorgung sind imo weitere Faktoren - absolut nicht unlösbar, aber aktuell nicht gelöst, und ehrlicherweise stimmt die breite kommunale Finanznot und die anhaltende Blockade von Steuergerechtigkeit mich nicht wahnsinnig positiv, dass sich das bald ändert.
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@AwetTesfaiesus @winter @larsmb Ich meine da Bildung auch wesentlich breiter als das Kultuspolitik-Silo, also dass sich da viel verändert, sicherlich - aber schwimmen lernen, Proberäume für Bands und Chöre, Werkstätten und Makingspaces...
Kann man vielleicht auch alles als Subkultur bezeichnen, aber ich würde schon argumentieren dass das Bildungsinfrastruktur ist, die sich nicht gut in den digitalen Raum verlagern lässt. -
@AwetTesfaiesus @winter @larsmb Ich meine da Bildung auch wesentlich breiter als das Kultuspolitik-Silo, also dass sich da viel verändert, sicherlich - aber schwimmen lernen, Proberäume für Bands und Chöre, Werkstätten und Makingspaces...
Kann man vielleicht auch alles als Subkultur bezeichnen, aber ich würde schon argumentieren dass das Bildungsinfrastruktur ist, die sich nicht gut in den digitalen Raum verlagern lässt.@AwetTesfaiesus @winter @larsmb Diese Dinge gibt es (teilweise) aktuell auch noch mehr auf dem Land als in den Städten, aber vieles ist extrem von Kürzungen, demografischer Verschiebung etc bedroht und dann ists in den Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte eben doch leichter, diese Infrastruktur zu finanzieren.
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Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
Ich vertrete ja die Ansicht, dass wir in Deutschland (wahrscheinlich) schon viel mehr Wohnraum haben, als wir brauchen, nur am falschen Ort (dazu nie Daten gefunden).
Anyway:
Jede Wohnung, die wir neu bauen, entlassen wir in einen (schnell) schrumpfenden Markt.
In 50 Jahren, (Wohnungs-AfA), werden es 12 Mio. weniger Nachfragende sein.
Zurück bauen wir nicht.
"Wir" bauen ja auch nichts,wir warten bis private Unternehmer dies tun. Und denen geht es nur um Profit.
Es ist positiv für Unternehmer eine gewisse Mangellage zu haben. Hohe Nachfrage erlaubt hohe Mietkosten. Je schlechter die Lage desto höhere Preise, desto weniger Ansprüche.Die Politik arbeitet nicht daran Wohnraum zu schaffen sondern wird von deutsche Wohnen und co dafür bezahlt konkurrenz zu verhindern. Ausreichend Sozialwohnungen würden die Gewinne massiv senken.
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Ich will mich hier nicht wrestlen, aber:
Ich denke, der Ort ist eher kein Problem. Vielleicht noch 60% müssen noch an einem bestimmten Ort leben (eher noch weniger wegen des steigenden Renter:innen-Anteils).
Und bei der Art des Wohnens:
Wir werden ja behalten was wir haben.
Was wir zubauen ist m.E. qualitativ oft nicht gut.
In 100 Jahren werden die Leute immer noch auf dem Dorf und im Friedrichshain wohnen wollen.
Im gesichtslosen Neubaugebiet 2020? I doubt it!
@AwetTesfaiesus stimme dir zu - allerdings tun wir meines Erachtens nicht genug, um Orte außerhalb der Stadtzentren attraktiv zu machen. Wohne selbst in einer großen Kreisstadt mit ca. 50 Tsd. Menschen und Dinge wie ÖPNV oder Kulturangebote sind hier… schwierig.
Aber keine Sorge: so wie wir heute teilweise bauen halten viele Wohnobjekte eh keine 50 Jahre mehr. AfA hin oder her
