Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
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@larsmb Nicht überzeugt von der Theorie.
Ich kenne viele (gerade Migrantys übrigens), die so sehr raus aus der Stadt wollen ("Gras unter den Füßen", sagen viele; speziell Kurd:innen).
@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
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@musevg Es werden gerade Finanzierungen über 50 Jahre gemacht.
Korrigiere mich gerne, aber: Das ist allenfalls dann eine gute Idee, wenn der Wert der Immobilie steigt.
Wenn er aber fällt (das hatten wir in Japan ja in den Nullern) ist das eine wirtschaftliche Katastrophe für Kredeitnehmer:innen
@AwetTesfaiesus @musevg das ist auch bei steigenden Werten keine schlaue Idee, schau Dir mal die Zinslasten an, die bei sowas raus kommen. Im Leben kriegste das nicht wieder raus, wtf. Wer unterschreibt sowas?
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@AwetTesfaiesus
Aber was hat eine 50-Jahres-Hypothek (*schauder*) mit dem Wohnungsmarkt 2026 zu tun? Ich kann dir nicht folgen.Und dass "es leichter wird" ist eine spannende Hypothese: Im ländlichen Brandenburg oder Meck-Pomm vielleicht. In München sicher nicht. Was zu deiner ursprünglichen Vermutung (mehr als genug, nur am falschen Ort) passt... die aber eine Binsenweisheit ist. Jemand der in München studieren möchte braucht keine Wohnung in Jüterbog.
Ich kenne diverse Leute, die einen Abschluss an einer Uni gemacht haben, an der sie nur gelegentlich und an einigen Wochenenden waren.
Ich vermute es ist (sehr, sehr viel) leichter, das Bildungssystem- und Arbeitsystem anzupassen als zum hundertsten Mal in Stuttgarter Kessel nachzuverdichten.
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@AwetTesfaiesus @lichtschnuppe Ich sehe da keinen Bezug zu meinem Kommentar.
Kontrollierter Wohnraum ist ... [solcher, an dem du…]
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Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
Ich vertrete ja die Ansicht, dass wir in Deutschland (wahrscheinlich) schon viel mehr Wohnraum haben, als wir brauchen, nur am falschen Ort (dazu nie Daten gefunden).
Anyway:
Jede Wohnung, die wir neu bauen, entlassen wir in einen (schnell) schrumpfenden Markt.
In 50 Jahren, (Wohnungs-AfA), werden es 12 Mio. weniger Nachfragende sein.
Zurück bauen wir nicht.
@AwetTesfaiesus
... sprach so nicht der Bürgermeister von Oldenburg? Wohnraum ist genug vorhanden, nur zum Teil in Orten, wo keine*r hin möchte, zum Teil ungenutzt in grösseren Städten, weil Vermieter es nicht nötig haben, ihre Wohnungen zu vermieten, zum Teil Schrottimmobilien in diversen Stadien des Herunterwirtschaften (s.a. DLF 1000 Studierendenwohnungen in München unbewohnbar) und nicht zu vergessen die Menschen, die nicht nur 1 Eigenheim, sondern viele ihr eigen nennen. -
@AwetTesfaiesus @musevg das ist auch bei steigenden Werten keine schlaue Idee, schau Dir mal die Zinslasten an, die bei sowas raus kommen. Im Leben kriegste das nicht wieder raus, wtf. Wer unterschreibt sowas?
@Laird_Dave @musevg Das sehe ich eher auch so. Für viele ist das eine Armutsfalle.
Ich kenne Leute, die für eine Doppelhaushalte in BW mal eben 1,2 Mio gezahlt haben. Sie tilgen bis zur Rente nur auf 80% und hoffen auf eine Wertsteigerung.
Wenn die aber nicht kommt...
️ -
@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
1. Verstehe, was Du sagst.
und will hier nicht mit Anekdoten um mich werfen, aber:
2. In Mega-Cities werden die Menschen eher nicht leben wollen (sonder müssen).
3. Läden des täglichen Bedarfs gibt es in den Städten auch nur noch soweit es Lebensmittel betrifft (den Rest liefert überall das Internet).
4. ÖPNV macht in 15 Jahren die selbstfahrende Drohne (eher früher)
5. Medizinische Versorgung lasse ich für den Bereich Notfallmedizin gelten; das Risiko werden Menschen eingehen. -
@Laird_Dave @musevg Das sehe ich eher auch so. Für viele ist das eine Armutsfalle.
Ich kenne Leute, die für eine Doppelhaushalte in BW mal eben 1,2 Mio gezahlt haben. Sie tilgen bis zur Rente nur auf 80% und hoffen auf eine Wertsteigerung.
Wenn die aber nicht kommt...
️@AwetTesfaiesus @musevg soviel zu "wer zocken will geht an die Börse und Immobilien sind sicher"
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@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
@larsmb Kultur stimmt vermutlich, aber dass davon in Großstädten wirklich die Massen profitieren ist eine komplette Illusion.
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@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
@larsmb @AwetTesfaiesus Leider gibt es dazu keine ehrliche politische Debatte. Zumindest keine die ich bisher wahrgenommen habe. Aber alleine der Erhalt der bestehenden Infrastruktur (Straßen, medizinische Versorgung, Bildung, etc.) wird bei abnehmender Bevölkerungsdichte in einigen Regionen unbezahlbar. Von einem Ausbau, z.B. Glasfaser „an jede Milchkanne“ ganz zu schweigen. Ist halt leider nicht besonders sexy zu verkünden dass bestimmte Regionen irgendwann nicht mehr versorgt werden (können).
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Ich kenne diverse Leute, die einen Abschluss an einer Uni gemacht haben, an der sie nur gelegentlich und an einigen Wochenenden waren.
Ich vermute es ist (sehr, sehr viel) leichter, das Bildungssystem- und Arbeitsystem anzupassen als zum hundertsten Mal in Stuttgarter Kessel nachzuverdichten.
@AwetTesfaiesus @musevg *Im Stuttgarter Kessel ist kaum Uni.
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1. Verstehe, was Du sagst.
und will hier nicht mit Anekdoten um mich werfen, aber:
2. In Mega-Cities werden die Menschen eher nicht leben wollen (sonder müssen).
3. Läden des täglichen Bedarfs gibt es in den Städten auch nur noch soweit es Lebensmittel betrifft (den Rest liefert überall das Internet).
4. ÖPNV macht in 15 Jahren die selbstfahrende Drohne (eher früher)
5. Medizinische Versorgung lasse ich für den Bereich Notfallmedizin gelten; das Risiko werden Menschen eingehen.@AwetTesfaiesus @larsmb Der mangelnde Zugang zu Bildung ist nach meiner Erfahrung ein relevanter Punkt gerade für Familien nicht zu weit weg von Städten zu wohnen. Und da sieht es leider immer schlechter aus. Gerade im frühkindlichen Bereich wo die Kinder noch nicht alleine per Bus zum nächsten Schulstandort kommen haben wir da eine Entwicklung zur Konzentration. Anekdotisches Beispiel: https://www.tagesschau.de/inland/regional/brandenburg/rbb-kita-schliessungen-in-wittstock-diese-entscheidung-laesst-den-frust-in-den-doerfern-wachsen-100.html
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@larsmb @AwetTesfaiesus Leider gibt es dazu keine ehrliche politische Debatte. Zumindest keine die ich bisher wahrgenommen habe. Aber alleine der Erhalt der bestehenden Infrastruktur (Straßen, medizinische Versorgung, Bildung, etc.) wird bei abnehmender Bevölkerungsdichte in einigen Regionen unbezahlbar. Von einem Ausbau, z.B. Glasfaser „an jede Milchkanne“ ganz zu schweigen. Ist halt leider nicht besonders sexy zu verkünden dass bestimmte Regionen irgendwann nicht mehr versorgt werden (können).
Aber wenn Du 2 Schritte zurück machst gilt doch auch:
Du kannst versuchen die goldene Zukunft in Beton zu gießen und die Städte wachsen zu lassen.
Oder: Du organisierst das Leben so, dass sich der Zuzugsdruck reduziert. Letzteres wird mE eher weniger Ressourcen brauchen und nachhaltiger wirken.
Die Idee das Land aufzugeben ignoriert m.E. das da trotzdem die Leute (gut) leben sollen, die unser Essen machen.
Jedenfalls bis zur Ankunft des #FullyAutomatedLuxuryCommunism
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@larsmb @AwetTesfaiesus Leider gibt es dazu keine ehrliche politische Debatte. Zumindest keine die ich bisher wahrgenommen habe. Aber alleine der Erhalt der bestehenden Infrastruktur (Straßen, medizinische Versorgung, Bildung, etc.) wird bei abnehmender Bevölkerungsdichte in einigen Regionen unbezahlbar. Von einem Ausbau, z.B. Glasfaser „an jede Milchkanne“ ganz zu schweigen. Ist halt leider nicht besonders sexy zu verkünden dass bestimmte Regionen irgendwann nicht mehr versorgt werden (können).
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@Laird_Dave @musevg Das sehe ich eher auch so. Für viele ist das eine Armutsfalle.
Ich kenne Leute, die für eine Doppelhaushalte in BW mal eben 1,2 Mio gezahlt haben. Sie tilgen bis zur Rente nur auf 80% und hoffen auf eine Wertsteigerung.
Wenn die aber nicht kommt...
️@AwetTesfaiesus
*röchel*
Wer tut sowas? V.a. wer tut sowas in den 2020ern? Wo soll denn die Wertsteigerung für eine 1,2 Mio DHH noch herkommen?Insbesondere da jeder sehen kann dass die Zeichen für den Verbrennerwohlstand in DE (und damit in Ba-Wü) schlecht stehen.
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@AwetTesfaiesus
*röchel*
Wer tut sowas? V.a. wer tut sowas in den 2020ern? Wo soll denn die Wertsteigerung für eine 1,2 Mio DHH noch herkommen?Insbesondere da jeder sehen kann dass die Zeichen für den Verbrennerwohlstand in DE (und damit in Ba-Wü) schlecht stehen.
Viele tun das m.E. Ich wünsche ihnen, dass es für sie persönlich klappt. Kenne einen Fall; kauf in 2019 kurz vor der Pandemie.
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Ich kenne diverse Leute, die einen Abschluss an einer Uni gemacht haben, an der sie nur gelegentlich und an einigen Wochenenden waren.
Ich vermute es ist (sehr, sehr viel) leichter, das Bildungssystem- und Arbeitsystem anzupassen als zum hundertsten Mal in Stuttgarter Kessel nachzuverdichten.
@AwetTesfaiesus
Ja, solche Leute kenne ich auch: Mitte Vierzig, Familie und ETW irgendwo, Masterstudium remote irgendwo anders
Für Zwanzigjährige auf dem Weg zur familiären Abnabelung und zum ersten Bachelor ist das eher nicht so die Option :))
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@AwetTesfaiesus
Ja, solche Leute kenne ich auch: Mitte Vierzig, Familie und ETW irgendwo, Masterstudium remote irgendwo anders
Für Zwanzigjährige auf dem Weg zur familiären Abnabelung und zum ersten Bachelor ist das eher nicht so die Option :))
Ich will niemandem vorschreiben, was sie tun oder lassen soll.
Aber: die Zeiten ändern sich halt auch rapide schnell; einschließlich der Größe der Möglichkeitsräume.
Das BVerfG hat das in seinem Klimabeschluss doch perfekt antizipiert und Scholz und Merz haben uns doch sehenden Auges auf den Pfad gesetzt.
Die Freiheitsräume sind doch schon kleiner geworden, weil zwei weitere Kanzler sich geweigert haben, das erforderliche zu tun.
Nun müssen wir nur eben das (!) gestalten.
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@AwetTesfaiesus
Ja, solche Leute kenne ich auch: Mitte Vierzig, Familie und ETW irgendwo, Masterstudium remote irgendwo anders
Für Zwanzigjährige auf dem Weg zur familiären Abnabelung und zum ersten Bachelor ist das eher nicht so die Option :))
@AwetTesfaiesus
Bildungssystem anpassen, ja da gibt es ermutigende Fortschritte.Aber das Arbeitssystem anzupassen funktioniert bestenfalls nur so mittel: Viele Unternehmen bestehen darauf, dass ihre Kmowledge Worker aus dem Home Office wieder in ihre teuren Beton-Tempel zurückkehren. Angeblich wegen der Produktivität. Oder eben weil eine Anpassung der Arbeitswelt in Richtung Dezentralität die Immobilienwerte i.d. Ballungszentren sinken lässt...
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@AwetTesfaiesus
Bildungssystem anpassen, ja da gibt es ermutigende Fortschritte.Aber das Arbeitssystem anzupassen funktioniert bestenfalls nur so mittel: Viele Unternehmen bestehen darauf, dass ihre Kmowledge Worker aus dem Home Office wieder in ihre teuren Beton-Tempel zurückkehren. Angeblich wegen der Produktivität. Oder eben weil eine Anpassung der Arbeitswelt in Richtung Dezentralität die Immobilienwerte i.d. Ballungszentren sinken lässt...
@musevg gibt’s doch nicht dieses Meme-Foto von dem Linux Hauptquartier: ein Typ mit einem Laufband vor dem Laptop?