Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
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@Skeptiker @LThiry magst du erklären was du meinst mit „keine Rolle spielen“
@AwetTesfaiesus @LThiry Ich meinte speziell diesen Thread. Klar die Diskussion um den Wohnraum muss geführt werden. Aber das geht nicht ohne die notwendige energetische Sanierung zu betrachten.
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@Laird_Dave @taschenorakel @musevg ja.
Und dennoch muss ich sagen: der (rechtliche) Schutz von Wohneigentum ist krass viel besser als jeder Mietvertrag. Deshalb sage ich: in einem abbezahlten Wohneigentum zu leben ist als Element der sozialen Sicherung unter den aktuellen Umständen quasi unübertrefflich.
@AwetTesfaiesus @taschenorakel @musevg kommt halt auf die Umstände an. Kaufst Du eine Wohnung im großen Block und die Mehrheit findet PV und Wärmepumpe blöd hast Du ein Problem. Selbst genutztes EFH ist da was anderes.
Als Mieter kann ich mir in Ruhe was besseres suchen und für kleines Geld umziehen.
Es gibt keinen Königsweg, es sind immer Tradeoffs.
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@AwetTesfaiesus Rein anekdotisch gebe ich dir recht. Hier in meiner Umgebung stehen diverse Immobilien leer und verrotten, weil die Besitzer kein Interesse an einer Vermietung haben. Ich kenne auch Eigentümer, die sich gern verkleinern würden, denen aber tatsächlich das Geld dafür fehlt. Zusätzlich bauen "wir" lauter Eigentumswohnungen für Leute mit Kohle statt bezahlbaren Wohnraum für alle.
@maikek@fedifreu.de @AwetTesfaiesus@mastodon.social
Wir selbst haben eine kleine Wohnung komplett über.
Sie ist aber technisch mit dem Haupthaus verbunden.
Wir sind im Moment nicht dringend auf Einnahmen angewiesen.
Wir haben absolut keinen Bock auf schwierige Mieter oder Mietverträge. Da würden wir dann in der Verantwortung stehen.
Bei uns könnten nur Menschen wohnen, mit den wir in einer Art WG zusammenarbeiten können. Die bereit sind über den dicken Daumen abzurechnen, wo schlicht die "Chemie" stimmt.
Dennoch: Günstiger Wohnraum steht leer, weil der Nutzung zu kompliziert ist bzw. Ansprüche an den Umgang im Miteinander stellt. -
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@AwetTesfaiesus @LThiry Ich meinte speziell diesen Thread. Klar die Diskussion um den Wohnraum muss geführt werden. Aber das geht nicht ohne die notwendige energetische Sanierung zu betrachten.
@Skeptiker @LThiry ich kenne die Situation auf dem Land sehr gut. Ich würde zu bedenken geben:
Energie ist dort eher seltener ein Problem und
die Möglichkeit jetzt neu und sehr solide und ohne Pfadabhängigkeiten zu gestalten, ist eher groß
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@Skeptiker @LThiry ich kenne die Situation auf dem Land sehr gut. Ich würde zu bedenken geben:
Energie ist dort eher seltener ein Problem und
die Möglichkeit jetzt neu und sehr solide und ohne Pfadabhängigkeiten zu gestalten, ist eher groß
@Skeptiker @LThiry wohingegen du in der Stadt ja quasi immer an (leider relativ junge) Einrichtungen für fossile Energieträger gekettet bist. Alle Leute wollen ihre „erst 5 Jahre junge“ Ölheizung unbedingt bezahlt bekommen.
Und kluge Käuferinnen denken sich: von wegen! dafür solltest du mir was vom Preis nachlassen.
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@MargaXeyat @lichtschnuppe weshalb ich finde, dass kontrollierter Wohnraum ab einer bestimmten Größe besteuert werden sollte
@AwetTesfaiesus @lichtschnuppe Was ist denn "kontrollierter Wohnraum"?
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@AwetTesfaiesus @lichtschnuppe Was ist denn "kontrollierter Wohnraum"?
@MargaXeyat @lichtschnuppe solcher, an dem du (mittelbar über Gesellschaftsbeteiligungen oder unmittelbar selbst) Eigentum hast. Wo du also sagen kannst wie es genutzt wird und von wem.
Im Bankwesen wäre das der „wirtschaftlich Berechtigte“.
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@musevg wenn du die Daten zur vorhandenen Wohnfläche/vorhandenen Wohneinheiten findest, gebe ich ein Kaltgetränk aus.
Ich kenne Leute, die eine 50 Jahre-Finanzierung haben 🫠
Wir sind doch gerade am Peak. Ich würde argumentieren: Es ist wohl zu erwarten, dass es jedes Jahr leichter wird, oder?
@AwetTesfaiesus
Aber was hat eine 50-Jahres-Hypothek (*schauder*) mit dem Wohnungsmarkt 2026 zu tun? Ich kann dir nicht folgen.Und dass "es leichter wird" ist eine spannende Hypothese: Im ländlichen Brandenburg oder Meck-Pomm vielleicht. In München sicher nicht. Was zu deiner ursprünglichen Vermutung (mehr als genug, nur am falschen Ort) passt... die aber eine Binsenweisheit ist. Jemand der in München studieren möchte braucht keine Wohnung in Jüterbog.
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@MargaXeyat @lichtschnuppe solcher, an dem du (mittelbar über Gesellschaftsbeteiligungen oder unmittelbar selbst) Eigentum hast. Wo du also sagen kannst wie es genutzt wird und von wem.
Im Bankwesen wäre das der „wirtschaftlich Berechtigte“.
@AwetTesfaiesus @lichtschnuppe Ich sehe da keinen Bezug zu meinem Kommentar.
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@AwetTesfaiesus
Aber was hat eine 50-Jahres-Hypothek (*schauder*) mit dem Wohnungsmarkt 2026 zu tun? Ich kann dir nicht folgen.Und dass "es leichter wird" ist eine spannende Hypothese: Im ländlichen Brandenburg oder Meck-Pomm vielleicht. In München sicher nicht. Was zu deiner ursprünglichen Vermutung (mehr als genug, nur am falschen Ort) passt... die aber eine Binsenweisheit ist. Jemand der in München studieren möchte braucht keine Wohnung in Jüterbog.
@musevg Es werden gerade Finanzierungen über 50 Jahre gemacht.
Korrigiere mich gerne, aber: Das ist allenfalls dann eine gute Idee, wenn der Wert der Immobilie steigt.
Wenn er aber fällt (das hatten wir in Japan ja in den Nullern) ist das eine wirtschaftliche Katastrophe für Kredeitnehmer:innen
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@larsmb Nicht überzeugt von der Theorie.
Ich kenne viele (gerade Migrantys übrigens), die so sehr raus aus der Stadt wollen ("Gras unter den Füßen", sagen viele; speziell Kurd:innen).
@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
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@musevg Es werden gerade Finanzierungen über 50 Jahre gemacht.
Korrigiere mich gerne, aber: Das ist allenfalls dann eine gute Idee, wenn der Wert der Immobilie steigt.
Wenn er aber fällt (das hatten wir in Japan ja in den Nullern) ist das eine wirtschaftliche Katastrophe für Kredeitnehmer:innen
@AwetTesfaiesus @musevg das ist auch bei steigenden Werten keine schlaue Idee, schau Dir mal die Zinslasten an, die bei sowas raus kommen. Im Leben kriegste das nicht wieder raus, wtf. Wer unterschreibt sowas?
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@AwetTesfaiesus
Aber was hat eine 50-Jahres-Hypothek (*schauder*) mit dem Wohnungsmarkt 2026 zu tun? Ich kann dir nicht folgen.Und dass "es leichter wird" ist eine spannende Hypothese: Im ländlichen Brandenburg oder Meck-Pomm vielleicht. In München sicher nicht. Was zu deiner ursprünglichen Vermutung (mehr als genug, nur am falschen Ort) passt... die aber eine Binsenweisheit ist. Jemand der in München studieren möchte braucht keine Wohnung in Jüterbog.
Ich kenne diverse Leute, die einen Abschluss an einer Uni gemacht haben, an der sie nur gelegentlich und an einigen Wochenenden waren.
Ich vermute es ist (sehr, sehr viel) leichter, das Bildungssystem- und Arbeitsystem anzupassen als zum hundertsten Mal in Stuttgarter Kessel nachzuverdichten.
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@AwetTesfaiesus @lichtschnuppe Ich sehe da keinen Bezug zu meinem Kommentar.
Kontrollierter Wohnraum ist ... [solcher, an dem du…]
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Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
Ich vertrete ja die Ansicht, dass wir in Deutschland (wahrscheinlich) schon viel mehr Wohnraum haben, als wir brauchen, nur am falschen Ort (dazu nie Daten gefunden).
Anyway:
Jede Wohnung, die wir neu bauen, entlassen wir in einen (schnell) schrumpfenden Markt.
In 50 Jahren, (Wohnungs-AfA), werden es 12 Mio. weniger Nachfragende sein.
Zurück bauen wir nicht.
@AwetTesfaiesus
... sprach so nicht der Bürgermeister von Oldenburg? Wohnraum ist genug vorhanden, nur zum Teil in Orten, wo keine*r hin möchte, zum Teil ungenutzt in grösseren Städten, weil Vermieter es nicht nötig haben, ihre Wohnungen zu vermieten, zum Teil Schrottimmobilien in diversen Stadien des Herunterwirtschaften (s.a. DLF 1000 Studierendenwohnungen in München unbewohnbar) und nicht zu vergessen die Menschen, die nicht nur 1 Eigenheim, sondern viele ihr eigen nennen. -
@AwetTesfaiesus @musevg das ist auch bei steigenden Werten keine schlaue Idee, schau Dir mal die Zinslasten an, die bei sowas raus kommen. Im Leben kriegste das nicht wieder raus, wtf. Wer unterschreibt sowas?
@Laird_Dave @musevg Das sehe ich eher auch so. Für viele ist das eine Armutsfalle.
Ich kenne Leute, die für eine Doppelhaushalte in BW mal eben 1,2 Mio gezahlt haben. Sie tilgen bis zur Rente nur auf 80% und hoffen auf eine Wertsteigerung.
Wenn die aber nicht kommt...
️ -
@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
1. Verstehe, was Du sagst.
und will hier nicht mit Anekdoten um mich werfen, aber:
2. In Mega-Cities werden die Menschen eher nicht leben wollen (sonder müssen).
3. Läden des täglichen Bedarfs gibt es in den Städten auch nur noch soweit es Lebensmittel betrifft (den Rest liefert überall das Internet).
4. ÖPNV macht in 15 Jahren die selbstfahrende Drohne (eher früher)
5. Medizinische Versorgung lasse ich für den Bereich Notfallmedizin gelten; das Risiko werden Menschen eingehen. -
@Laird_Dave @musevg Das sehe ich eher auch so. Für viele ist das eine Armutsfalle.
Ich kenne Leute, die für eine Doppelhaushalte in BW mal eben 1,2 Mio gezahlt haben. Sie tilgen bis zur Rente nur auf 80% und hoffen auf eine Wertsteigerung.
Wenn die aber nicht kommt...
️@AwetTesfaiesus @musevg soviel zu "wer zocken will geht an die Börse und Immobilien sind sicher"
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@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
@larsmb Kultur stimmt vermutlich, aber dass davon in Großstädten wirklich die Massen profitieren ist eine komplette Illusion.
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@AwetTesfaiesus Es wird halt bei abnehmender Bevölkerungsdichte immer schwieriger, Infrastruktur sinnvoll anzubieten - ÖPNV, medizinische Versorgung, RTW Einsatzzeiten, Läden des täglichen Bedarfs, Bildung, Kultur ... wir sehen das schon teilweise in Dörfern (gerade auch im Osten).
Wer kann, zieht da weg in eine "größere" Stadt.
@larsmb @AwetTesfaiesus Leider gibt es dazu keine ehrliche politische Debatte. Zumindest keine die ich bisher wahrgenommen habe. Aber alleine der Erhalt der bestehenden Infrastruktur (Straßen, medizinische Versorgung, Bildung, etc.) wird bei abnehmender Bevölkerungsdichte in einigen Regionen unbezahlbar. Von einem Ausbau, z.B. Glasfaser „an jede Milchkanne“ ganz zu schweigen. Ist halt leider nicht besonders sexy zu verkünden dass bestimmte Regionen irgendwann nicht mehr versorgt werden (können).