Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist.
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@adfichter
@marcel
Ist das dann nicht eigentlich ein Fall für's Kartellamt und/oder DSGVO?@vampirdaddy Text lesen;) @marcel
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@marcel @geist @adfichter mir fehlen ehrlich gesagt die Worte, aber ich werde mich weigern. Mit meinem e/OS Smartphone wird das auch nicht schwer
@miro @geist @adfichter
Auch mit e/OS und GrapheneOS und und und wird es schwer, da Google direkt und indirekt dagegen vorgeht. Mit der Attestation API, mit dem CAPTCHA-QR-Google-Konto-Zwang, mit dem Entzug der Basis für OSS-Apps, …Das werden auch alternative Android-Varianten und ihre Nutzer:innen direkt zu spüren bekommen.
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@miro @geist @adfichter
Auch mit e/OS und GrapheneOS und und und wird es schwer, da Google direkt und indirekt dagegen vorgeht. Mit der Attestation API, mit dem CAPTCHA-QR-Google-Konto-Zwang, mit dem Entzug der Basis für OSS-Apps, …Das werden auch alternative Android-Varianten und ihre Nutzer:innen direkt zu spüren bekommen.
@marcel @miro @adfichter Leider. Führt nichts an einem anderen OS ohne Google eigentlich vorbei. Warte schon lang auf was Vernünftiges in Linux
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@marcel @miro @adfichter Leider. Führt nichts an einem anderen OS ohne Google eigentlich vorbei. Warte schon lang auf was Vernünftiges in Linux
@geist @miro @adfichter
Der Android-Kernel und etliches mehr ist ja bereits Linux. Das Problem wird aber dort auch das Ökosystem sein, das du aufbauen musst. Und mit der Tendenz, dass immer mehr Operationen nicht mehr in einem normalen, unauthentisierten Browserfenster möglich sind, bewegt sich der Rest der Welt in eine andere Richtung.Unsere beste Hoffnung ist, dass Google und die App-Firmen nicht noch mehr zum Gatekeeper werden.
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@gsc @adfichter @marcel bei der UBS app reicht das nicht
@julianfairfax @adfichter @marcel schade... Wechsel die Bank (in the long run).
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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
Grossen Dank für Inspiration an Leser R.F.
Und an inhaltliches Peer Review @marcel!

@adfichter @marcel
Ich finde es auch zunehmend unerträglich wie big tech uns bevormundet und versklavt und mit KI wird es noch schlimmer werden.
In zukünftigen Generationen wird es nur noch Lemminge geben die wie Marionetten von big tech tanzen. Dagegen war Orwell's Dystopie einfältig. -
@adfichter @marcel seit einem Monat läuft die UBS app auch nicht mehr auf GrapheneOS. Ich weiss nicht, was ich dagegen tun kann
@julianfairfax @adfichter @marcel Die Bank wechseln?
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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
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Ich besitze Hardware, die durch Software unbrauchbar gemacht wird!
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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
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@adfichter ich möchte auch keine Google-Hardware. Für mich daher eher ein Jolla Phone mit Sailfish OS. Aber ja, die Bevormundung zugunsten Google und Apple und überhaupt auch der grassierende App-Zwang für jeden kleinen Scheiß (statt Webversion!) bleiben.
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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
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@adfichter Noch sicherer und datensparsamer ist allerdings das Trump Handy, das muss man ihm neidlos zugestehen https://www.20min.ch/story/flop-trotz-mega-hype-trump-soehne-werben-fuer-us-handy-geliefert-wird-nichts-103560806
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@geist @miro @adfichter
Der Android-Kernel und etliches mehr ist ja bereits Linux. Das Problem wird aber dort auch das Ökosystem sein, das du aufbauen musst. Und mit der Tendenz, dass immer mehr Operationen nicht mehr in einem normalen, unauthentisierten Browserfenster möglich sind, bewegt sich der Rest der Welt in eine andere Richtung.Unsere beste Hoffnung ist, dass Google und die App-Firmen nicht noch mehr zum Gatekeeper werden.
@marcel @miro @adfichter
Ja, macht mich ja so wütend, eigendlich Linux Based und dann in Googles Geiselhaft. -
@marcel Nach Redaktionsschluss kam noch das rein:
Für Nutzer Google-freier Android-Versionen könnten reCAPTCHAs künftig zum Problem werden. Betreiber Google stellt das System um: Zum Schutz gegen KI-Bots sollen in bestimmten Fällen QR-Codes die Bilderrätsel ersetzen, vor denen Internetnutzer bislang häufig stehen, wenn sie sich auf einer Website als Menschen verifizieren sollen. Unter Android erfordern die neuen QR-Code-reCAPTCHAs Google-Play-Dienste – die gibt es regulär nur in der von Google bereitgestellten, offiziellen Android-Version.
Neues reCAPTCHA erschwert Google-freie Android-Nutzung
Googles neues reCAPTCHA-System erfordert bei Android-Systemen Play-Dienste. Das könnte für google-freie Varianten zum Problem werden.
heise online (www.heise.de)
@adfichter Das kann man ja noch leicht poofen.
Die zunehmenden Einschränkungen wie ich MEIN Gerät installieren und benutzen darf, sind schon das Kernproblem. Irgendwann Enden wir in einem Browserzwang, dann kann man solche Webristrektionen auch nicht mehr aushebeln. -
Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
Grossen Dank für Inspiration an Leser R.F.
Und an inhaltliches Peer Review @marcel!

@adfichter @marcel Alles klar, das #Duopol wird die EU Dienste dann vor solchen Bot-Farmen schützen


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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
Grossen Dank für Inspiration an Leser R.F.
Und an inhaltliches Peer Review @marcel!

@adfichter @marcel Ich sag ja schon lange, dass Android und Chrome von Google abgespalten werden sollten. Ein Betriebssystem und ein Browser in den Händen einer werbefinanzierten Datenkrake sind einfach große

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@marcel Nach Redaktionsschluss kam noch das rein:
Für Nutzer Google-freier Android-Versionen könnten reCAPTCHAs künftig zum Problem werden. Betreiber Google stellt das System um: Zum Schutz gegen KI-Bots sollen in bestimmten Fällen QR-Codes die Bilderrätsel ersetzen, vor denen Internetnutzer bislang häufig stehen, wenn sie sich auf einer Website als Menschen verifizieren sollen. Unter Android erfordern die neuen QR-Code-reCAPTCHAs Google-Play-Dienste – die gibt es regulär nur in der von Google bereitgestellten, offiziellen Android-Version.
Neues reCAPTCHA erschwert Google-freie Android-Nutzung
Googles neues reCAPTCHA-System erfordert bei Android-Systemen Play-Dienste. Das könnte für google-freie Varianten zum Problem werden.
heise online (www.heise.de)
@adfichter Kann die @EUCommission dann wieder mal zeigen, wie wichtig und Europäern digitale Souveränität, fairer Wettbewerb und Datenschutz sind. Ich wünsche mir sehr, dass unsere Institutionen agil genug sind, um auf diese Angriffe auf unsere Souveränität binnen Wochen zu reagieren, statt binnen Jahrzehnten.
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@adfichter Kann die @EUCommission dann wieder mal zeigen, wie wichtig und Europäern digitale Souveränität, fairer Wettbewerb und Datenschutz sind. Ich wünsche mir sehr, dass unsere Institutionen agil genug sind, um auf diese Angriffe auf unsere Souveränität binnen Wochen zu reagieren, statt binnen Jahrzehnten.
@taschenorakel @adfichter @EUCommission
Wäre schön, macht aber eher nicht den Anschein.
https://www.lobbycontrol.de/pressemitteilung/von-der-leyen-stoppt-milliardenstrafe-gegen-google-kritik-von-parlament-und-zivilgesellschaft-125080/ -
@adfichter @marcel Ich sag ja schon lange, dass Android und Chrome von Google abgespalten werden sollten. Ein Betriebssystem und ein Browser in den Händen einer werbefinanzierten Datenkrake sind einfach große

@nilscb @adfichter
Gab ja mal ein Verfahren in den USA. Aber das ist glaube ich im Trump-Sand verlaufen. -
Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
Grossen Dank für Inspiration an Leser R.F.
Und an inhaltliches Peer Review @marcel!

@adfichter Das schlimme ist das das die Firmen wie die Ticketapp, Bank und Post das wahrscheinlich gar nicht in böser Absicht machen. Die sind eventuell genauso Opfer wie du weil die auf außenstehende Berater hören und von diesen Systemen keine Ahnung haben. Die Berater sind dann auch noch Lobbyisten für die Datenmafia und wo das hinführt bekommst du am eigenen Leib zu spüren. Da hilft nur aufklären, aufklären und noch mehr aufklären.
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