Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist.
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@marcel Nach Redaktionsschluss kam noch das rein:
Für Nutzer Google-freier Android-Versionen könnten reCAPTCHAs künftig zum Problem werden. Betreiber Google stellt das System um: Zum Schutz gegen KI-Bots sollen in bestimmten Fällen QR-Codes die Bilderrätsel ersetzen, vor denen Internetnutzer bislang häufig stehen, wenn sie sich auf einer Website als Menschen verifizieren sollen. Unter Android erfordern die neuen QR-Code-reCAPTCHAs Google-Play-Dienste – die gibt es regulär nur in der von Google bereitgestellten, offiziellen Android-Version.
Neues reCAPTCHA erschwert Google-freie Android-Nutzung
Googles neues reCAPTCHA-System erfordert bei Android-Systemen Play-Dienste. Das könnte für google-freie Varianten zum Problem werden.
heise online (www.heise.de)
@adfichter @marcel Einfach Google komplett nicht nutzen.Weiss, schwer für viele, aber man gewöhnt sich.
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@adfichter
@marcel
vielleicht liegt da die schweizer schmerzgrenze deutlich niedriger als in deutschland.
die idee, dass die eigene intimsphäre innerhalb der großen strukturen noch irgendwie geschützt werden könnte, ist hier bei uns jedenfalls lange passé. wenn ich mich mit menschen treffen will, musik und kunst erleben will, die den staat und die konzerne nichts angehen, lasse ich mein bigtechhandy grundsätzlich zu hause. und wenn eine veranstaltung mein bigtechhandy benötigt, gehe ich entweder nicht hin oder lasse meine intimsphäre zu hause.
dass staat und konzerne nicht mehr zu trennen sind, war lange ein offenes geheimnis. und seit The Racket von Matt Kennard gibt es darüber keine illusionen mehr. es gibt nur grade der ehrlichkeit.
bei uns missbraucht die polizei in drei bundesländern palantir, obwohl das verfassungsgericht es in dieser form untersagt hat. dass das in wirklichkeit niemanden wichtiges interessiert, trauen sie sich jetzt offen zuzugeben. das verfassungsgericht hat auch die anpassungen der deutschen klimagesetze für verfassungswidrig erklärt. das hat bisher nichts bewirkt. und wenn eines tages beschlossen wird, die verbotswürdigkeit unserer nazipartei zu prüfen, wird das ergebnis voraussichtlich genauso wenig bewirken.
die illusion der rechtsstaaten wird langsam in salamitaktik aufgelöst.
menschen halten weiterhin sentimental an alten glaubenssystemen fest, können ihren wohlstand nicht loslassen und der wahrheit noch nicht ins auge sehen. das gute gewissen, die beruhigende propaganda und die vollen supermarktregale sind einfach zu verlockend.
aber wir haben dieses spiel verloren und können nicht mehr aufholen. glyphosat ist weiterhin auf unseren feldern. und im waldboden sind keine käfer mehr. die bäume sind still. jeder, der mal das halbe monopoly-spielbrett besessen hat, weiß, dass die anderen keine chance mehr haben.
da hilft nur den gewinner krönen, das spielbrett wegräumen und etwas neues spielen. etwas ohne geld, vielleicht ohne handys und auf jeden fall ohne bürokratie. -
@adfichter @marcel seit einem Monat läuft die UBS app auch nicht mehr auf GrapheneOS. Ich weiss nicht, was ich dagegen tun kann
@julianfairfax @adfichter @marcel
Schau dir in den App Einstellungen die verschiedenen Schalter (memory hardening, jit compiler...) an.
Erstmal alles ausmachen und wenn das geht, schrittweise wieder einschalten. Ist keine Garantie, hat für mich aber schon öfter geklappt. -
@adfichter @marcel Einfach Google komplett nicht nutzen.Weiss, schwer für viele, aber man gewöhnt sich.
@geist @adfichter
Google direkt nutze ich sehr selten. Aber indirekt nutzt man Google dauernd. Und mit den Google-QR-Captchas wird sich eine de-facto-Google-Konto-Pflicht an so vielen Stellen einschleichen. -
@adfichter @marcel seit einem Monat läuft die UBS app auch nicht mehr auf GrapheneOS. Ich weiss nicht, was ich dagegen tun kann
@julianfairfax ja UBS findet, dein Phone ist unsicher. Hab schon protestiert. @marcel
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@adfichter @marcel Der nächste asshole-google-move folgt schon: https://www.heise.de/news/Googles-neues-reCAPTCHA-Moegliche-Huerde-fuer-Google-freie-Android-Varianten-11288423.html
@datacyclist @adfichter
Ja, habe ich gestern schon was fürs morgige DNIP-Briefing geschrieben …
https://dnip.ch -
@julianfairfax @adfichter @marcel
Schau dir in den App Einstellungen die verschiedenen Schalter (memory hardening, jit compiler...) an.
Erstmal alles ausmachen und wenn das geht, schrittweise wieder einschalten. Ist keine Garantie, hat für mich aber schon öfter geklappt.@gsc @adfichter @marcel bei der UBS app reicht das nicht
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@geist @adfichter
Google direkt nutze ich sehr selten. Aber indirekt nutzt man Google dauernd. Und mit den Google-QR-Captchas wird sich eine de-facto-Google-Konto-Pflicht an so vielen Stellen einschleichen.@marcel @geist @adfichter mir fehlen ehrlich gesagt die Worte, aber ich werde mich weigern. Mit meinem e/OS Smartphone wird das auch nicht schwer
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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
Grossen Dank für Inspiration an Leser R.F.
Und an inhaltliches Peer Review @marcel!
@adfichter
@marcel
Ist das dann nicht eigentlich ein Fall für's Kartellamt und/oder DSGVO? -
@adfichter
@marcel
Ist das dann nicht eigentlich ein Fall für's Kartellamt und/oder DSGVO?@vampirdaddy Text lesen;) @marcel
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@marcel @geist @adfichter mir fehlen ehrlich gesagt die Worte, aber ich werde mich weigern. Mit meinem e/OS Smartphone wird das auch nicht schwer
@miro @geist @adfichter
Auch mit e/OS und GrapheneOS und und und wird es schwer, da Google direkt und indirekt dagegen vorgeht. Mit der Attestation API, mit dem CAPTCHA-QR-Google-Konto-Zwang, mit dem Entzug der Basis für OSS-Apps, …Das werden auch alternative Android-Varianten und ihre Nutzer:innen direkt zu spüren bekommen.
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@miro @geist @adfichter
Auch mit e/OS und GrapheneOS und und und wird es schwer, da Google direkt und indirekt dagegen vorgeht. Mit der Attestation API, mit dem CAPTCHA-QR-Google-Konto-Zwang, mit dem Entzug der Basis für OSS-Apps, …Das werden auch alternative Android-Varianten und ihre Nutzer:innen direkt zu spüren bekommen.
@marcel @miro @adfichter Leider. Führt nichts an einem anderen OS ohne Google eigentlich vorbei. Warte schon lang auf was Vernünftiges in Linux
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@marcel @miro @adfichter Leider. Führt nichts an einem anderen OS ohne Google eigentlich vorbei. Warte schon lang auf was Vernünftiges in Linux
@geist @miro @adfichter
Der Android-Kernel und etliches mehr ist ja bereits Linux. Das Problem wird aber dort auch das Ökosystem sein, das du aufbauen musst. Und mit der Tendenz, dass immer mehr Operationen nicht mehr in einem normalen, unauthentisierten Browserfenster möglich sind, bewegt sich der Rest der Welt in eine andere Richtung.Unsere beste Hoffnung ist, dass Google und die App-Firmen nicht noch mehr zum Gatekeeper werden.
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@gsc @adfichter @marcel bei der UBS app reicht das nicht
@julianfairfax @adfichter @marcel schade... Wechsel die Bank (in the long run).
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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
Grossen Dank für Inspiration an Leser R.F.
Und an inhaltliches Peer Review @marcel!
@adfichter @marcel
Ich finde es auch zunehmend unerträglich wie big tech uns bevormundet und versklavt und mit KI wird es noch schlimmer werden.
In zukünftigen Generationen wird es nur noch Lemminge geben die wie Marionetten von big tech tanzen. Dagegen war Orwell's Dystopie einfältig. -
@adfichter @marcel seit einem Monat läuft die UBS app auch nicht mehr auf GrapheneOS. Ich weiss nicht, was ich dagegen tun kann
@julianfairfax @adfichter @marcel Die Bank wechseln?
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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
Grossen Dank für Inspiration an Leser R.F.
Und an inhaltliches Peer Review @marcel!
Ich besitze Hardware, die durch Software unbrauchbar gemacht wird!
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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
Grossen Dank für Inspiration an Leser R.F.
Und an inhaltliches Peer Review @marcel!
@adfichter ich möchte auch keine Google-Hardware. Für mich daher eher ein Jolla Phone mit Sailfish OS. Aber ja, die Bevormundung zugunsten Google und Apple und überhaupt auch der grassierende App-Zwang für jeden kleinen Scheiß (statt Webversion!) bleiben.
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Seit einigen Jahren habe ich ein Pixel-Smartphone, auf dem GrapheneOS installiert ist. Das ist ein datenschutzorientiertes und alternatives Android-Betriebssystem, das ohne vorinstallierte Google-Dienste auskommt.
Eingerichtet habe ich das aus mehreren Gründen: um dem Duopol Apple und Google zu entgehen. Und vor allem: damit es schwierig wird, mir einen «Staatstrojaner» unterzujubeln.
Damit ist Spionagesoftware gemeint, die die Sicherheitslücken von Betriebssystemen wie jenen von Google oder Apple ausnutzt und selbst Nachrichten mitlesen kann, die Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Zwar ist auch GrapheneOS nicht zu 100 Prozent immun gegen solche Angriffe – aber wegen des mehrstufigen robusten Sicherheitsprozesses ist bislang kein erfolgreicher Spyware-Angriff bekannt.
Kurz gesagt: GrapheneOS erfüllt viele «Best Practices» im IT-Sicherheitsbereich.
Insgesamt lief das bisher für eine privacybewusste Nutzerin wie mich ohne spezifischen IT-Hintergrund ganz gut. Denn die wichtigsten Apps erhalte ich ohnehin aus dem Google Play Store, der in einer isolierten Umgebung (im Jargon: Sandbox) läuft. Und trotzdem ist das darunterliegende Betriebssystem weder datengierig, noch gehört es zu einem unsympathischen IT-Konzern aus den USA.
Ich habe somit das Beste aus zwei Welten auf einem Smartphone vereint.
Und: Da ich als Journalistin von den Schweizer Überwachungsgesetzen nicht ausgenommen bin, kann ich mit GrapheneOS zumindest selber das höchstmögliche technische Mass an Quellenschutz bieten. Das sorgt auch nach aussen für Vertrauen bei potenziellen Informanten.
Doch im Verlauf des letzten Jahres habe ich schon erste Komforteinbussen zu spüren bekommen. So hat etwa die für das Kulturleben wichtige Ticketcorner-App – respektive die Firma dahinter – entschieden, dass ihre App alternativen Betriebssystemen nicht zur Verfügung steht. Ich war deshalb letztes Jahr auf mein zweites Handy angewiesen, um etwa die Shows rund um den Eurovision Song Contest in der Schweiz besuchen zu können.
Auf Anfrage wird der Entscheid so begründet: Man müsse sicherstellen, «Nutzer von Bots zu unterscheiden und somit Missbrauch effektiv zu verhindern». Dieselbe fadenscheinige Begründung lieferte die Post zu ihrer (mittlerweile eingestellten) Swiss-ID-App.
Und seit diesem Jahr haben sich die Banken-Apps dazugesellt.
Warum mich und viele, viele datenschutzbewusste User das verärgert. Und warum diese Schikane von Google sowie auch die neuesten Identitätsprüfung von App-Entwickler:innen ein klarer Fall von Machtmissbrauch ist...
insgesamt gab es nämlich 150 Beschwerden bei der Schweizer Wettbewerbskommission.
Der Text:
Grossen Dank für Inspiration an Leser R.F.
Und an inhaltliches Peer Review @marcel!
@adfichter Noch sicherer und datensparsamer ist allerdings das Trump Handy, das muss man ihm neidlos zugestehen https://www.20min.ch/story/flop-trotz-mega-hype-trump-soehne-werben-fuer-us-handy-geliefert-wird-nichts-103560806
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@geist @miro @adfichter
Der Android-Kernel und etliches mehr ist ja bereits Linux. Das Problem wird aber dort auch das Ökosystem sein, das du aufbauen musst. Und mit der Tendenz, dass immer mehr Operationen nicht mehr in einem normalen, unauthentisierten Browserfenster möglich sind, bewegt sich der Rest der Welt in eine andere Richtung.Unsere beste Hoffnung ist, dass Google und die App-Firmen nicht noch mehr zum Gatekeeper werden.
@marcel @miro @adfichter
Ja, macht mich ja so wütend, eigendlich Linux Based und dann in Googles Geiselhaft.