Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
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@taschenorakel @musevg stell dir vor, am Ende der 50 Jahre stehen 15% Wertverlust.
Und: wenn morgen neue Nachbarn einziehen, die dir nicht passen ziehst du bei Miete um.
Bei Eigentum…

️@AwetTesfaiesus Bei Eigentum ziehst Du halt auch um.
Entweder temporär in eine Mietwohnung, wobei Du Dein Eigentum vermietest. Oder direkt in neues Eigentum, wenn Du Glück hast.
Oder noch realistischer: Du arrangierst Dich, weil die Preise bei Neuvermietung oder Kauf massiv angestiegen sind und Du nicht in der Lage bist, diese neuen Marktpreise zu zahlen.
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Müsste dann nicht erst recht jetzt zugebaut werden, um bei zukünftigen Migrationswellen nicht wieder in die Verteilungsangst zu rutschen? Stattdessen wäre man möglicherweise froh, den Leerstand beleben zu können.
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@taschenorakel @musevg der Punkt war : die Frage aufzuwerfen, wie knapp das Gute eigentlich in der Zukunft noch ist
@AwetTesfaiesus Irgendwann wird man auch bei SPD, Union und AfD auf den Trichter kommen, dass wir unseren Wohlstand nur halten können, wenn wir Migration fördern.
Wenn dieses Szenario dort oben tatsächlich eintreffen sollte, sollte man übers Auswandern nachdenken, weil sonst der Lebensabend prekär wird.
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@AwetTesfaiesus @cveng meine naive Annahme wäre: wenn Milliarden hungern und sich ein Teil davon in der belebbaren Welt verteilen, werden schon ein paar Prozent (also absolut Millionen) bis nach Europa kommen.
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@AwetTesfaiesus @cveng und zum Leerstand: das ist halt das Problem mit Immobilien.
Hier in Braunschweig merke ich relativ wenig von massenhaftem Leerstand und endloser Auswahl an Wohnungsmöglichkeiten.Mir fehlt auch die Phantasie, den Leerstand mit der Bahn hierher transportieren zu können

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@AwetTesfaiesus Irgendwann wird man auch bei SPD, Union und AfD auf den Trichter kommen, dass wir unseren Wohlstand nur halten können, wenn wir Migration fördern.
Wenn dieses Szenario dort oben tatsächlich eintreffen sollte, sollte man übers Auswandern nachdenken, weil sonst der Lebensabend prekär wird.
@AwetTesfaiesus Und ich denke da wirklich nicht an Migration fördern wegen Pflege, sondern tatsächlich an die produzierenden Unternehmen: Sobald eine kritische Masse an innovativen Köpfen unterschritten ist, können produzierende Unternehmen nur noch zuschauen, aber kaum noch mithalten, was die Konkurrenz treibt. Bis dann irgendwann zur Liquidation.
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@AwetTesfaiesus @cveng meine naive Annahme wäre: wenn Milliarden hungern und sich ein Teil davon in der belebbaren Welt verteilen, werden schon ein paar Prozent (also absolut Millionen) bis nach Europa kommen.
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@AwetTesfaiesus Und ich denke da wirklich nicht an Migration fördern wegen Pflege, sondern tatsächlich an die produzierenden Unternehmen: Sobald eine kritische Masse an innovativen Köpfen unterschritten ist, können produzierende Unternehmen nur noch zuschauen, aber kaum noch mithalten, was die Konkurrenz treibt. Bis dann irgendwann zur Liquidation.
@taschenorakel @musevg dad sieht DIHK / BDW ähnlich. von deren Sollgrößen sind wir aktuell aber krass weit weg.
Außerdem: für Akademie und highly skilled ist Deutschland aktuell wenig attraktiv.
Schau mal auf Reddit in die Communities, da ist keine Aufbruchstimmung in Schwarz Rot Gold
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@AwetTesfaiesus @cveng und zum Leerstand: das ist halt das Problem mit Immobilien.
Hier in Braunschweig merke ich relativ wenig von massenhaftem Leerstand und endloser Auswahl an Wohnungsmöglichkeiten.Mir fehlt auch die Phantasie, den Leerstand mit der Bahn hierher transportieren zu können

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@AwetTesfaiesus @cveng da bei einem Anstieg des Meeresspiegels auch viele europäische Metropolen betroffen sein werden und bspw das Grundwasservorkommen in Deutschland jetzt schon geringer wird: in Teilen nein.
Wir brauchen also halbwegs robuste Projektionen, wo es relativ wahrscheinlich am wenigsten Katastrophal wird. Überschneidet sich die Projektionsfläche mit heutiger Wohnungsnachfrage, sollte dort dringend gebaut werden (ggf subventioniert).
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@AwetTesfaiesus @cveng da bei einem Anstieg des Meeresspiegels auch viele europäische Metropolen betroffen sein werden und bspw das Grundwasservorkommen in Deutschland jetzt schon geringer wird: in Teilen nein.
Wir brauchen also halbwegs robuste Projektionen, wo es relativ wahrscheinlich am wenigsten Katastrophal wird. Überschneidet sich die Projektionsfläche mit heutiger Wohnungsnachfrage, sollte dort dringend gebaut werden (ggf subventioniert).
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@taschenorakel @musevg dad sieht DIHK / BDW ähnlich. von deren Sollgrößen sind wir aktuell aber krass weit weg.
Außerdem: für Akademie und highly skilled ist Deutschland aktuell wenig attraktiv.
Schau mal auf Reddit in die Communities, da ist keine Aufbruchstimmung in Schwarz Rot Gold
@AwetTesfaiesus Mal ganz verklausuliert: Meine Chefs haben inzwischen aufgegeben, auf Wirtschaftswachstum und Auftragszuwachs dank Sondervermögen zu hoffen. Obwohl das genau unser Ding gewesen wäre: Wo nachhaltig investiert wird, braucht man unsere Produkte. Wir "diversifizieren" deshalb gerade.
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@AwetTesfaiesus @cveng natürlich existiert "das Land" für mich. Aber ich ziehe nirgends hin, wo ich meine Kinder dauerhaft mit dem Auto kutschieren muss, parallel dann 80 km in die Stadt zur Arbeit pendle und dann irgendwann auch noch die Eltern pflegen muss. Der Tag hat nur 24 Stunden. Und solange das 15 Minuten Prinzip in der ländlichen Raumplanung nicht Einzug erhält, bleibt der ländliche Raum unattraktiv und somit leer.
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Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
Ich vertrete ja die Ansicht, dass wir in Deutschland (wahrscheinlich) schon viel mehr Wohnraum haben, als wir brauchen, nur am falschen Ort (dazu nie Daten gefunden).
Anyway:
Jede Wohnung, die wir neu bauen, entlassen wir in einen (schnell) schrumpfenden Markt.
In 50 Jahren, (Wohnungs-AfA), werden es 12 Mio. weniger Nachfragende sein.
Zurück bauen wir nicht.
@AwetTesfaiesus die Frage ist ob es wirklich klimafreundlich ist den wohnraum und Arbeitsplätze auf Hochdruck in Städte zu zentralisieren? Wenn Arbeitsplätze dezentral sind sind Wohnräume dezentral und wir müssen weniger Beton gießen. In der DDR hatten wir im Dorf viel mehr Industrie. Jetzt nur in Städte und Home-Office voll programmieren ist auch nicht mehr bis die nächste Pandemie. Neue Stellen drücken auf 50% maximal Home-Office.
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@AwetTesfaiesus @cveng natürlich existiert "das Land" für mich. Aber ich ziehe nirgends hin, wo ich meine Kinder dauerhaft mit dem Auto kutschieren muss, parallel dann 80 km in die Stadt zur Arbeit pendle und dann irgendwann auch noch die Eltern pflegen muss. Der Tag hat nur 24 Stunden. Und solange das 15 Minuten Prinzip in der ländlichen Raumplanung nicht Einzug erhält, bleibt der ländliche Raum unattraktiv und somit leer.
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@AwetTesfaiesus @cveng zur regionalen Verteilung des Leerstands existiert doch bestimmt irgendwo vernünftiges Kartenmaterial, oder #GISchat?
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@AwetTesfaiesus @cveng zur regionalen Verteilung des Leerstands existiert doch bestimmt irgendwo vernünftiges Kartenmaterial, oder #GISchat?
@AwetTesfaiesus @cveng
Mit dem Material ließe sich dann weiterarbeiten:
Existiert Leerstand "weit an vom Schuss"? Dann ist die Frage, ob dort die Besiedlung aufrecht erhalten werden muss oder ob wir der Natur wieder mehr Raum geben. Finanzierbar wäre das evtl über Ausgleichsmaßnahmen von anderen Baumaßnahmen.
Existiert Leerstand im Speckgürtel? Dann ist ggf die umgebende Infrastruktur (Schulen, ÖPNV, Schwimmbad,..) unzureichend.
Usw... -
@AwetTesfaiesus @cveng
Mit dem Material ließe sich dann weiterarbeiten:
Existiert Leerstand "weit an vom Schuss"? Dann ist die Frage, ob dort die Besiedlung aufrecht erhalten werden muss oder ob wir der Natur wieder mehr Raum geben. Finanzierbar wäre das evtl über Ausgleichsmaßnahmen von anderen Baumaßnahmen.
Existiert Leerstand im Speckgürtel? Dann ist ggf die umgebende Infrastruktur (Schulen, ÖPNV, Schwimmbad,..) unzureichend.
Usw...@AwetTesfaiesus @cveng und eigentlich war ich nur interessiert, ob klimabedingte Migration (von wo nach wo auch immer) berücksichtigt ist

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Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
Ich vertrete ja die Ansicht, dass wir in Deutschland (wahrscheinlich) schon viel mehr Wohnraum haben, als wir brauchen, nur am falschen Ort (dazu nie Daten gefunden).
Anyway:
Jede Wohnung, die wir neu bauen, entlassen wir in einen (schnell) schrumpfenden Markt.
In 50 Jahren, (Wohnungs-AfA), werden es 12 Mio. weniger Nachfragende sein.
Zurück bauen wir nicht.
@AwetTesfaiesus
Menschenwürdiges Wohnen ist (sollte) ein Grundrecht (sein). Die Umsetzung von Grundrechten darf nicht dem "Markt" überlassen werden, da ist der Staat in der Pflicht.Ja, es ist auf jeden Fall viel Wohnraum, vielleicht auch genügend Wohnraum vorhanden. Nur eben schlecht verteilt. Immer mehr ältere Menschen wohnen in großen, teils viel zu großen Wohnungen und Häusern. Familien zwängen sich andererseits in den Städten in viel zu kleinen Wohnungen. Umziehen ist unbezahlbar, für die gleiche, gar niedrigere Miete der zu großen Wohnung eine kleinere zu finden, mit besagter Familie gar einzutauschen, ist real unmöglich. Da könnte Staat im Hier und Jetzt helfen. Z. B. durch die dauerhafte garantierte Übernahme der Mehrkosten bei Wohnungstausch. Und es gäbe bestimmt noch mehr gesetzliche Hebel, wenn man wollte.
(ich z. B. würde meine sehr günstige 3-Zimmer-Altbauwohnung durchaus gegen eine kleinere Wohnung tauschen. Nur bekäme ich für meine jetzige Miete kaum ein WG-Zimmer, geschweige denn eine kleine 2-Zimmer-Wohnung) -
Ich will mich hier nicht wrestlen, aber:
Ich denke, der Ort ist eher kein Problem. Vielleicht noch 60% müssen noch an einem bestimmten Ort leben (eher noch weniger wegen des steigenden Renter:innen-Anteils).
Und bei der Art des Wohnens:
Wir werden ja behalten was wir haben.
Was wir zubauen ist m.E. qualitativ oft nicht gut.
In 100 Jahren werden die Leute immer noch auf dem Dorf und im Friedrichshain wohnen wollen.
Im gesichtslosen Neubaugebiet 2020? I doubt it!
@AwetTesfaiesus "Vielleicht noch 60% müssen noch an einem bestimmten Ort leben (eher noch weniger wegen des steigenden Renter:innen-Anteils)."
Renter*innen ziehen aber nicht einfach aus ihren sozialen Bezügen auf's Land, wo die kulturelle und soziale Infrastruktur viel schlechter ist.
Und in den Großstädten zahlen sie für eine kleinere Wohnung mehr Miete als für die große, in der sie jahrzehntelang mit anderen Familienmitgliedern gewohnt haben.