Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
-
@AwetTesfaiesus Irgendwann wird man auch bei SPD, Union und AfD auf den Trichter kommen, dass wir unseren Wohlstand nur halten können, wenn wir Migration fördern.
Wenn dieses Szenario dort oben tatsächlich eintreffen sollte, sollte man übers Auswandern nachdenken, weil sonst der Lebensabend prekär wird.
@AwetTesfaiesus Und ich denke da wirklich nicht an Migration fördern wegen Pflege, sondern tatsächlich an die produzierenden Unternehmen: Sobald eine kritische Masse an innovativen Köpfen unterschritten ist, können produzierende Unternehmen nur noch zuschauen, aber kaum noch mithalten, was die Konkurrenz treibt. Bis dann irgendwann zur Liquidation.
-
@AwetTesfaiesus @cveng meine naive Annahme wäre: wenn Milliarden hungern und sich ein Teil davon in der belebbaren Welt verteilen, werden schon ein paar Prozent (also absolut Millionen) bis nach Europa kommen.
-
@AwetTesfaiesus Und ich denke da wirklich nicht an Migration fördern wegen Pflege, sondern tatsächlich an die produzierenden Unternehmen: Sobald eine kritische Masse an innovativen Köpfen unterschritten ist, können produzierende Unternehmen nur noch zuschauen, aber kaum noch mithalten, was die Konkurrenz treibt. Bis dann irgendwann zur Liquidation.
@taschenorakel @musevg dad sieht DIHK / BDW ähnlich. von deren Sollgrößen sind wir aktuell aber krass weit weg.
Außerdem: für Akademie und highly skilled ist Deutschland aktuell wenig attraktiv.
Schau mal auf Reddit in die Communities, da ist keine Aufbruchstimmung in Schwarz Rot Gold
-
@AwetTesfaiesus @cveng und zum Leerstand: das ist halt das Problem mit Immobilien.
Hier in Braunschweig merke ich relativ wenig von massenhaftem Leerstand und endloser Auswahl an Wohnungsmöglichkeiten.Mir fehlt auch die Phantasie, den Leerstand mit der Bahn hierher transportieren zu können

-
@AwetTesfaiesus @cveng da bei einem Anstieg des Meeresspiegels auch viele europäische Metropolen betroffen sein werden und bspw das Grundwasservorkommen in Deutschland jetzt schon geringer wird: in Teilen nein.
Wir brauchen also halbwegs robuste Projektionen, wo es relativ wahrscheinlich am wenigsten Katastrophal wird. Überschneidet sich die Projektionsfläche mit heutiger Wohnungsnachfrage, sollte dort dringend gebaut werden (ggf subventioniert).
-
@AwetTesfaiesus @cveng da bei einem Anstieg des Meeresspiegels auch viele europäische Metropolen betroffen sein werden und bspw das Grundwasservorkommen in Deutschland jetzt schon geringer wird: in Teilen nein.
Wir brauchen also halbwegs robuste Projektionen, wo es relativ wahrscheinlich am wenigsten Katastrophal wird. Überschneidet sich die Projektionsfläche mit heutiger Wohnungsnachfrage, sollte dort dringend gebaut werden (ggf subventioniert).
-
@taschenorakel @musevg dad sieht DIHK / BDW ähnlich. von deren Sollgrößen sind wir aktuell aber krass weit weg.
Außerdem: für Akademie und highly skilled ist Deutschland aktuell wenig attraktiv.
Schau mal auf Reddit in die Communities, da ist keine Aufbruchstimmung in Schwarz Rot Gold
@AwetTesfaiesus Mal ganz verklausuliert: Meine Chefs haben inzwischen aufgegeben, auf Wirtschaftswachstum und Auftragszuwachs dank Sondervermögen zu hoffen. Obwohl das genau unser Ding gewesen wäre: Wo nachhaltig investiert wird, braucht man unsere Produkte. Wir "diversifizieren" deshalb gerade.
-
@AwetTesfaiesus @cveng natürlich existiert "das Land" für mich. Aber ich ziehe nirgends hin, wo ich meine Kinder dauerhaft mit dem Auto kutschieren muss, parallel dann 80 km in die Stadt zur Arbeit pendle und dann irgendwann auch noch die Eltern pflegen muss. Der Tag hat nur 24 Stunden. Und solange das 15 Minuten Prinzip in der ländlichen Raumplanung nicht Einzug erhält, bleibt der ländliche Raum unattraktiv und somit leer.
-
Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
Ich vertrete ja die Ansicht, dass wir in Deutschland (wahrscheinlich) schon viel mehr Wohnraum haben, als wir brauchen, nur am falschen Ort (dazu nie Daten gefunden).
Anyway:
Jede Wohnung, die wir neu bauen, entlassen wir in einen (schnell) schrumpfenden Markt.
In 50 Jahren, (Wohnungs-AfA), werden es 12 Mio. weniger Nachfragende sein.
Zurück bauen wir nicht.
@AwetTesfaiesus die Frage ist ob es wirklich klimafreundlich ist den wohnraum und Arbeitsplätze auf Hochdruck in Städte zu zentralisieren? Wenn Arbeitsplätze dezentral sind sind Wohnräume dezentral und wir müssen weniger Beton gießen. In der DDR hatten wir im Dorf viel mehr Industrie. Jetzt nur in Städte und Home-Office voll programmieren ist auch nicht mehr bis die nächste Pandemie. Neue Stellen drücken auf 50% maximal Home-Office.
-
@AwetTesfaiesus @cveng natürlich existiert "das Land" für mich. Aber ich ziehe nirgends hin, wo ich meine Kinder dauerhaft mit dem Auto kutschieren muss, parallel dann 80 km in die Stadt zur Arbeit pendle und dann irgendwann auch noch die Eltern pflegen muss. Der Tag hat nur 24 Stunden. Und solange das 15 Minuten Prinzip in der ländlichen Raumplanung nicht Einzug erhält, bleibt der ländliche Raum unattraktiv und somit leer.
-
@AwetTesfaiesus @cveng zur regionalen Verteilung des Leerstands existiert doch bestimmt irgendwo vernünftiges Kartenmaterial, oder #GISchat?
-
@AwetTesfaiesus @cveng zur regionalen Verteilung des Leerstands existiert doch bestimmt irgendwo vernünftiges Kartenmaterial, oder #GISchat?
@AwetTesfaiesus @cveng
Mit dem Material ließe sich dann weiterarbeiten:
Existiert Leerstand "weit an vom Schuss"? Dann ist die Frage, ob dort die Besiedlung aufrecht erhalten werden muss oder ob wir der Natur wieder mehr Raum geben. Finanzierbar wäre das evtl über Ausgleichsmaßnahmen von anderen Baumaßnahmen.
Existiert Leerstand im Speckgürtel? Dann ist ggf die umgebende Infrastruktur (Schulen, ÖPNV, Schwimmbad,..) unzureichend.
Usw... -
@AwetTesfaiesus @cveng
Mit dem Material ließe sich dann weiterarbeiten:
Existiert Leerstand "weit an vom Schuss"? Dann ist die Frage, ob dort die Besiedlung aufrecht erhalten werden muss oder ob wir der Natur wieder mehr Raum geben. Finanzierbar wäre das evtl über Ausgleichsmaßnahmen von anderen Baumaßnahmen.
Existiert Leerstand im Speckgürtel? Dann ist ggf die umgebende Infrastruktur (Schulen, ÖPNV, Schwimmbad,..) unzureichend.
Usw...@AwetTesfaiesus @cveng und eigentlich war ich nur interessiert, ob klimabedingte Migration (von wo nach wo auch immer) berücksichtigt ist

-
Ich weiß, dass das hier ein Reizthema ist; dennoch:
Ich vertrete ja die Ansicht, dass wir in Deutschland (wahrscheinlich) schon viel mehr Wohnraum haben, als wir brauchen, nur am falschen Ort (dazu nie Daten gefunden).
Anyway:
Jede Wohnung, die wir neu bauen, entlassen wir in einen (schnell) schrumpfenden Markt.
In 50 Jahren, (Wohnungs-AfA), werden es 12 Mio. weniger Nachfragende sein.
Zurück bauen wir nicht.
@AwetTesfaiesus
Menschenwürdiges Wohnen ist (sollte) ein Grundrecht (sein). Die Umsetzung von Grundrechten darf nicht dem "Markt" überlassen werden, da ist der Staat in der Pflicht.Ja, es ist auf jeden Fall viel Wohnraum, vielleicht auch genügend Wohnraum vorhanden. Nur eben schlecht verteilt. Immer mehr ältere Menschen wohnen in großen, teils viel zu großen Wohnungen und Häusern. Familien zwängen sich andererseits in den Städten in viel zu kleinen Wohnungen. Umziehen ist unbezahlbar, für die gleiche, gar niedrigere Miete der zu großen Wohnung eine kleinere zu finden, mit besagter Familie gar einzutauschen, ist real unmöglich. Da könnte Staat im Hier und Jetzt helfen. Z. B. durch die dauerhafte garantierte Übernahme der Mehrkosten bei Wohnungstausch. Und es gäbe bestimmt noch mehr gesetzliche Hebel, wenn man wollte.
(ich z. B. würde meine sehr günstige 3-Zimmer-Altbauwohnung durchaus gegen eine kleinere Wohnung tauschen. Nur bekäme ich für meine jetzige Miete kaum ein WG-Zimmer, geschweige denn eine kleine 2-Zimmer-Wohnung) -
Ich will mich hier nicht wrestlen, aber:
Ich denke, der Ort ist eher kein Problem. Vielleicht noch 60% müssen noch an einem bestimmten Ort leben (eher noch weniger wegen des steigenden Renter:innen-Anteils).
Und bei der Art des Wohnens:
Wir werden ja behalten was wir haben.
Was wir zubauen ist m.E. qualitativ oft nicht gut.
In 100 Jahren werden die Leute immer noch auf dem Dorf und im Friedrichshain wohnen wollen.
Im gesichtslosen Neubaugebiet 2020? I doubt it!
@AwetTesfaiesus "Vielleicht noch 60% müssen noch an einem bestimmten Ort leben (eher noch weniger wegen des steigenden Renter:innen-Anteils)."
Renter*innen ziehen aber nicht einfach aus ihren sozialen Bezügen auf's Land, wo die kulturelle und soziale Infrastruktur viel schlechter ist.
Und in den Großstädten zahlen sie für eine kleinere Wohnung mehr Miete als für die große, in der sie jahrzehntelang mit anderen Familienmitgliedern gewohnt haben. -
@AwetTesfaiesus Da bin ich absolut sicher. Die Miete ist weg. Die Tilgung hingegen, egal wie klein, ist Vermögensaufbau.
Sprich: Selbst wenn Du die 50-Jahre-Wette nach 10 Jahren abbrichst: Zumindest die Tilgung bekommst Du zurück. Plus eventuelle Spekulationsgewinne, durch permanente Verteuerung eines knappen Gutes. Aber diese möge man ignorieren, weil spekulativ.
@taschenorakel @AwetTesfaiesus @musevg eigengenutzte Immobilie ist eine Lifestyle-Entscheidung und wird in Deutschland viel zu oft schöngerechnet.
Den Vermögrnsaufbau kannst Du auch als Mieter machen wenn Du die Differenz zu ner realistischen Tilgungsrate in Dein Depot steckst.
Miete ist wohnen as a service, Du gibst jemand anderem Geld, damit Du Dich mit dem Zeug nicht beschäftigen musst und kannst viel leichter umziehen.
Das ist bei weitem nicht so schwarz/weiß wie es gern dargestellt wird.
-
@AwetTesfaiesus "Vielleicht noch 60% müssen noch an einem bestimmten Ort leben (eher noch weniger wegen des steigenden Renter:innen-Anteils)."
Renter*innen ziehen aber nicht einfach aus ihren sozialen Bezügen auf's Land, wo die kulturelle und soziale Infrastruktur viel schlechter ist.
Und in den Großstädten zahlen sie für eine kleinere Wohnung mehr Miete als für die große, in der sie jahrzehntelang mit anderen Familienmitgliedern gewohnt haben.@LThiry @AwetTesfaiesus Gilt übrigens auch für Eigentum. Es gibt keinerlei Anreize für Ältere, sich zu verkleinern. Hier in der Gegend sitzen 70- bis 90-Jährige allein in ihren 180-qm-Häusern. Da bräuchte es Anreize für mit Rente finanzierbaren Umbau und in der Nachbarschaft attraktive, barrierefreie, bezahlbare Wohnprojekte als Wechsel-Option.
-
@AwetTesfaiesus "Vielleicht noch 60% müssen noch an einem bestimmten Ort leben (eher noch weniger wegen des steigenden Renter:innen-Anteils)."
Renter*innen ziehen aber nicht einfach aus ihren sozialen Bezügen auf's Land, wo die kulturelle und soziale Infrastruktur viel schlechter ist.
Und in den Großstädten zahlen sie für eine kleinere Wohnung mehr Miete als für die große, in der sie jahrzehntelang mit anderen Familienmitgliedern gewohnt haben.@LThiry das ist mir klar
Andererseits romantisiert diese Darstellung den Alltag von Renter:innen mE. Die soziale Infrastruktur stirbt. Die Teilnahme an Kultur scheitert an den real existierenden Umständen.
Alte auf dem Land führen mE eher ein (subjektiv) zufriedeneres Leben als in der Stadt (ausgenommen extrem privilegierte Alte)
-
@AwetTesfaiesus wir bauen schon lange sehr viel zurück. Mir wir sind in diesem Fall die ostdeutschen Wohnungsbaugenossenschaften und -gesellschaften gemeint. Aber die gehören möglicherweise schon auch zu diesem wir.
Führt zu der absurden Situation, dass in den boomenden Ost-Städten, an den Stellen wo vor 15 Jahren noch mit staatlichen Mitteln zurückgebaut oder besser abgerissen wurde, heute wieder neu gebaut oder nachverdichtet wird.
-
@AwetTesfaiesus "Vielleicht noch 60% müssen noch an einem bestimmten Ort leben (eher noch weniger wegen des steigenden Renter:innen-Anteils)."
Renter*innen ziehen aber nicht einfach aus ihren sozialen Bezügen auf's Land, wo die kulturelle und soziale Infrastruktur viel schlechter ist.
Und in den Großstädten zahlen sie für eine kleinere Wohnung mehr Miete als für die große, in der sie jahrzehntelang mit anderen Familienmitgliedern gewohnt haben.@LThiry @AwetTesfaiesus Also ich werde zur Rente aufs Land ziehen.
Erschrecked ist eher der bedauernswerte energetische Zustand des Bestands.
Und dass das in einer grünen Diskussion keine Rolle spielt