Weil ich oft zum Verhältnis von #Union und #Grüns gefragte werde, möchte ich (als progressive Grüne) mal versuchen zu femsplainen :
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@AwetTesfaiesus aber die Unionler, die das noch interessiert, sind doch kaum noch vorhanden...
@sonjalemke
Beziehungsweise sind die #konservativenWerte zu oft Floskeln, die in dem Augenblick ihre Priorität verlieren, wo man was dafür aufgeben muss. -
@truls46 da ist sicher vieles dran.
Allerdings kann man einer konservativen Partei auch schwerlich vorwerfen, dass sie nicht progressiv genug ist.
@AwetTesfaiesus @truls46
Doch natürlich. Man sollte aber nicht überrascht sein. -
@AwetTesfaiesus @truls46
Doch natürlich. Man sollte aber nicht überrascht sein.@iamlayer8 @truls46 fair enough
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Oft hört man bei #Grüns auch die Aussage:
„Die Zusammenarbeit mit Sozialdemokraten gelingt auf der Sachebene und scheitert am Personal; bei der Zusammenarbeit mit der Union ist es umgekehrt.“
Ich bin mir persönlich nicht sicher, ob ich das so mitgehen würde, aber es könnte eine Erklärung sein, warum S-H eher gut läuft und die Ampel unter Scholz ein Trainwreck war.
@AwetTesfaiesus Außer die Grünen fressen dem Partner (CDU oder SPD) die Wähloj weg. Siehe die Redaktion der CDU in BW.
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@truls46 da ist sicher vieles dran.
Allerdings kann man einer konservativen Partei auch schwerlich vorwerfen, dass sie nicht progressiv genug ist.
@AwetTesfaiesus @truls46 Jain, alle Politik geschieht ja irgendwie im und ums Overton-Fenster und auch einer konservativen Partei würde man eher nicht verzeihen, wenn sie zum Beispiel so konservativ wäre, dass sie gern wieder einen Kaiser hätte.
Dass man auf der "Bewahrung der Schöpfung"-Ebene zusammenfindet, würde ich mir auch wünschen, und das war ja auch der Punkt, wo man sich im linken Klimaaktivismus ganz unerwartet plötzlich neben den Kirchen wiederfand. Ich würde mir sehr wünschen, dass die entsprechende Strömung innerhalb der Union stärker wird.
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Oft hört man bei #Grüns auch die Aussage:
„Die Zusammenarbeit mit Sozialdemokraten gelingt auf der Sachebene und scheitert am Personal; bei der Zusammenarbeit mit der Union ist es umgekehrt.“
Ich bin mir persönlich nicht sicher, ob ich das so mitgehen würde, aber es könnte eine Erklärung sein, warum S-H eher gut läuft und die Ampel unter Scholz ein Trainwreck war.
@Awet Tesfaiesus, MdB für scholz waren die grünen der wahre gegner. die spd war heilfroh, dass die fpd die aufgabe übernommen hatte, der politik der grünen steine in den weg zu legen. da fiel die animosität nicht so auf und sie konnten sich unbeteiligt geben. ich vermute, das ist bei der spd auch heute noch so. -
Weil ich oft zum Verhältnis von #Union und #Grüns gefragte werde, möchte ich (als progressive Grüne) mal versuchen zu femsplainen :
Durch die Brille des Rechts-Links-Spektrums/progressive versus konservativ ist nicht viel Gemeinsames zu sehen.
Aber die Überschneidungen zwischen „wir sind Bewahrer dessen, was uns hinterlassen wurde“ und „wir sind Treuhänder:innen dessen, was unsern Kindern bleiben soll“ ist nicht so klein, wie viele denken.
@AwetTesfaiesus für die einzelnen Ökothemen mag das reichen. Aber die zentrale Frage der Verteilungsgerechtigkeit lässt sich mit dieser Union nicht lösen. Dazu die zunehmende "Arschlochigkeit".
Ohne den Versuch, so was wie Gerechtigkeit herzustellen, kann alles andere nichts werden.Warum ist es so unmöglich, ein breites linkes Wahlbündnis um die Themen: Umverteilung, Klimaschutz, Bildung, etc. auszustellen und damit wieder Wahlen zu gewinnen?
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Oft hört man bei #Grüns auch die Aussage:
„Die Zusammenarbeit mit Sozialdemokraten gelingt auf der Sachebene und scheitert am Personal; bei der Zusammenarbeit mit der Union ist es umgekehrt.“
Ich bin mir persönlich nicht sicher, ob ich das so mitgehen würde, aber es könnte eine Erklärung sein, warum S-H eher gut läuft und die Ampel unter Scholz ein Trainwreck war.
In der Ampel gab es ja erschwerend noch den neoliberalen Stimmenzwerg, der alle nach seiner Pfeife tanzen lassen wollte. Das war dann auch das Ende der Ampel.
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@AwetTesfaiesus Außer die Grünen fressen dem Partner (CDU oder SPD) die Wähloj weg. Siehe die Redaktion der CDU in BW.
@lgehr das kann wohl passieren, aber es ist mE zwangsläufig dann die Folgen eines lang anhalten Zersetzungsprozesses im dortigen Lager.
Du musst schon inhaltlich ganz schön bankrott sein, um an eine Partei zu verlieren, die eigentlich keine Volkspartei sein will sondern sich als ein Häuflein der Randgruppen versteht (aber strittig: es gibt viele bei GRÜNS, die eine Volkspartei sein wollen).
Deshalb fühlen Grüns in unterschiedlichen Bundesländern evtl. auch so unterschiedlich an.
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Weil ich oft zum Verhältnis von #Union und #Grüns gefragte werde, möchte ich (als progressive Grüne) mal versuchen zu femsplainen :
Durch die Brille des Rechts-Links-Spektrums/progressive versus konservativ ist nicht viel Gemeinsames zu sehen.
Aber die Überschneidungen zwischen „wir sind Bewahrer dessen, was uns hinterlassen wurde“ und „wir sind Treuhänder:innen dessen, was unsern Kindern bleiben soll“ ist nicht so klein, wie viele denken.
@AwetTesfaiesus
Aus anderen Gründen hab ich heute früh nachgeschaut, was das BMUKN dieses Jahr als Jahresbudget für die Zwischen- und Endlagerung nuklearer Abfälle zur Verfügung hat. Zur Erinnerung: Wir produzieren seit 2023 keine neuen Abfälle mehr zur Stromerzeugung.Dieses Jahr sind es 1,4 Mrd Euro. Und es ist davon auszugehen, dass diese Summe auch nächstes Jahr benötigt wird. Und 2028. Und die Jahre danach.
Ich verstehe, dass wir dafür den Wirtschaftsboom in den 60ern bekommen haben. Und ein paar Konzerne sind sehr reich geworden. Der Preis dafür sind jährlich 1,4 Mrd Euro für... wie lange eigentlich? 100 Jahre? 1000 Jahre? ...die wir jetzt und dann unsere Kinder zahlen müssen. Und nach ihnen unsere Enkel und Urenkel (Danke, Boomer!).
Aber verzeih mir, wenn Konservative von dem sprechen, was unseren Kindern bleiben soll, hab ich irgendwie ein bisschen Kotze im Mund. So für 1,4 Mrd, keine Ahnung warum.
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@Awet Tesfaiesus, MdB für scholz waren die grünen der wahre gegner. die spd war heilfroh, dass die fpd die aufgabe übernommen hatte, der politik der grünen steine in den weg zu legen. da fiel die animosität nicht so auf und sie konnten sich unbeteiligt geben. ich vermute, das ist bei der spd auch heute noch so.
@jabgoe2089 das würde ich unterschreiben. Von Angstbeißerei war die Rede
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@AwetTesfaiesus für die einzelnen Ökothemen mag das reichen. Aber die zentrale Frage der Verteilungsgerechtigkeit lässt sich mit dieser Union nicht lösen. Dazu die zunehmende "Arschlochigkeit".
Ohne den Versuch, so was wie Gerechtigkeit herzustellen, kann alles andere nichts werden.Warum ist es so unmöglich, ein breites linkes Wahlbündnis um die Themen: Umverteilung, Klimaschutz, Bildung, etc. auszustellen und damit wieder Wahlen zu gewinnen?
@daccle das sehe ich auch als größte Herausforderung der CDU, zumal sogar ihre Mitgliederschaft ja eine Vermögenssteuer deutlich befürwortet
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In der Ampel gab es ja erschwerend noch den neoliberalen Stimmenzwerg, der alle nach seiner Pfeife tanzen lassen wollte. Das war dann auch das Ende der Ampel.
@sinistrerOptimismus die zeitweise den Kanzler stellte

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@daccle das sehe ich auch als größte Herausforderung der CDU, zumal sogar ihre Mitgliederschaft ja eine Vermögenssteuer deutlich befürwortet
@AwetTesfaiesus kannst Du mir erklären, warum das Thema Gerechtigkeit und Vermögensverteilung so wenig eine Rolle spielt? In der Ampel wurde da nix erreicht. Eigentlich müssten alle Nachrichten, ständig darüber berichten und es müsste ein Selbstläufer sein, um Wahlen zu gewinnen.
Stattdessen bekommen wir alle relevanten Systeme kaputtgespart und den Vorwurf der Faulheit gedrückt.
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Oft hört man bei #Grüns auch die Aussage:
„Die Zusammenarbeit mit Sozialdemokraten gelingt auf der Sachebene und scheitert am Personal; bei der Zusammenarbeit mit der Union ist es umgekehrt.“
Ich bin mir persönlich nicht sicher, ob ich das so mitgehen würde, aber es könnte eine Erklärung sein, warum S-H eher gut läuft und die Ampel unter Scholz ein Trainwreck war.
@AwetTesfaiesus Wir machen im kommunalen die Erfahrung, auch wenn das jetzt der Wahrnehmung der Flitzpiepen in Berlin widerspricht, die CDU der verlässlichere Partner war/ist. Wenn man da eine Zusage hat, gilt die. So kann jeder "seine Themen" voranbringen, auch wenn es mal schmerzlich für den anderen ist.
Bei der SPD gibt es Ausschüsse in denen man sich einigen soll, alles in Frage gestellt wird, und nichts passiert. -
@AwetTesfaiesus
Aus anderen Gründen hab ich heute früh nachgeschaut, was das BMUKN dieses Jahr als Jahresbudget für die Zwischen- und Endlagerung nuklearer Abfälle zur Verfügung hat. Zur Erinnerung: Wir produzieren seit 2023 keine neuen Abfälle mehr zur Stromerzeugung.Dieses Jahr sind es 1,4 Mrd Euro. Und es ist davon auszugehen, dass diese Summe auch nächstes Jahr benötigt wird. Und 2028. Und die Jahre danach.
Ich verstehe, dass wir dafür den Wirtschaftsboom in den 60ern bekommen haben. Und ein paar Konzerne sind sehr reich geworden. Der Preis dafür sind jährlich 1,4 Mrd Euro für... wie lange eigentlich? 100 Jahre? 1000 Jahre? ...die wir jetzt und dann unsere Kinder zahlen müssen. Und nach ihnen unsere Enkel und Urenkel (Danke, Boomer!).
Aber verzeih mir, wenn Konservative von dem sprechen, was unseren Kindern bleiben soll, hab ich irgendwie ein bisschen Kotze im Mund. So für 1,4 Mrd, keine Ahnung warum.
Nichts für ungut, aber Entscheidungen aus den 1960ern den damaligen Kleinkindern anzulasten funktioniert nicht. Die Boomer haben in ihren späten 20ern in Wackersdorf demonstriert und den weiteren Ausbau der Kernkraft gestoppt.
Sie adressieren die falsche Generation.PS: bin kein Boomer
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@jabgoe2089 das würde ich unterschreiben. Von Angstbeißerei war die Rede
@AwetTesfaiesus @jabgoe2089 So hat sich das auch angefühlt von außen – es war pure Machtpolitik innerhalb der Koalition und null gemeinsames Regierungsprojekt von sowohl SPD und vor allem FDP. Vertane Chance für beide Parteien, eine positive Erzählung ihrer selbst zu präsentieren.
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@AwetTesfaiesus
Aus anderen Gründen hab ich heute früh nachgeschaut, was das BMUKN dieses Jahr als Jahresbudget für die Zwischen- und Endlagerung nuklearer Abfälle zur Verfügung hat. Zur Erinnerung: Wir produzieren seit 2023 keine neuen Abfälle mehr zur Stromerzeugung.Dieses Jahr sind es 1,4 Mrd Euro. Und es ist davon auszugehen, dass diese Summe auch nächstes Jahr benötigt wird. Und 2028. Und die Jahre danach.
Ich verstehe, dass wir dafür den Wirtschaftsboom in den 60ern bekommen haben. Und ein paar Konzerne sind sehr reich geworden. Der Preis dafür sind jährlich 1,4 Mrd Euro für... wie lange eigentlich? 100 Jahre? 1000 Jahre? ...die wir jetzt und dann unsere Kinder zahlen müssen. Und nach ihnen unsere Enkel und Urenkel (Danke, Boomer!).
Aber verzeih mir, wenn Konservative von dem sprechen, was unseren Kindern bleiben soll, hab ich irgendwie ein bisschen Kotze im Mund. So für 1,4 Mrd, keine Ahnung warum.
@momo @AwetTesfaiesus Wenn der »Wirtschaftsboom durch Atomkraft« in den Sechzigern stattgefunden hat, sehe ich nicht, wie man dafür die sogenannten Boomer verantwortlich machen kann. Die waren damals noch sehr klein.
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Weil ich oft zum Verhältnis von #Union und #Grüns gefragte werde, möchte ich (als progressive Grüne) mal versuchen zu femsplainen :
Durch die Brille des Rechts-Links-Spektrums/progressive versus konservativ ist nicht viel Gemeinsames zu sehen.
Aber die Überschneidungen zwischen „wir sind Bewahrer dessen, was uns hinterlassen wurde“ und „wir sind Treuhänder:innen dessen, was unsern Kindern bleiben soll“ ist nicht so klein, wie viele denken.
@AwetTesfaiesus
Worin die Union auch toll ist,den Reichtum der Kirche mehren,unsere bescheidenes Bistum hat trotz Austritten so viel Kohle wie nie gemacht,ob das nun aus Altenkasten oder krankenhäusern gepresst wurde sollte mal einer genauen Betrachtung...
Leistungskürzungen& Beitragserhöhung ist ja deren regelmässige Antwort,wie auch jammern zu den Lohnnebenkosten -
Nichts für ungut, aber Entscheidungen aus den 1960ern den damaligen Kleinkindern anzulasten funktioniert nicht. Die Boomer haben in ihren späten 20ern in Wackersdorf demonstriert und den weiteren Ausbau der Kernkraft gestoppt.
Sie adressieren die falsche Generation.PS: bin kein Boomer
@tutnich_zursache @momo Boomer ist nur in zweiter Linie ein Alter und in erster eine Geisteshaltung.
Außerdem: wenn die Boomer (alle! Oder auch nur die Mehrheit) in Brokdorf mit dem Wasserwerfer vom Zaun gefegt worden wären, hätte es in den 90ern eine Grüne Kanzlerin gegeben.
