Was konkret kann nicht mit Open-Souce gemacht werden?
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Software, die mit öffentlichen Mitteln finanziert wird und innerhalb einer Behörde angepasst wird, kann auch von einer anderen Behörden weiterverwendet werden.
Deshalb: Open-Source-Software muss im gesamten öffentlichen Sektor Deutschlands zum Standard werden.
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Es braucht eine ernst gemeinte Strategie: weg von kurzfristiger Bequemlichkeit, hin zu resilienten, offenen und europäischen digitalen Strukturen.
@RebeccaLenhard eigentlich müsste man konsequenterweise noch weiter gehen und auf Freie-Software-Lizenzen wie die EUPL setzen, nicht „nur“ auf Open Source. Letzteres wurde explizit gegründet, um solche Projekte wieder privatisieren zu können. Erstere sichern solche öffentlich finanzierten Projekte langfristig als Gemeingut.
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@RebeccaLenhard
Wenn ich 100.000€ pro Jahr pro gutem Entwickler rechne (inkl Arbeitgeber-Nebenkosten), dann könnte man alleine von den Bundes-Lizenzkosten rund 5.000 Entwickler einstellen, die exklusiv Bundes-Verwaltungssoftware bauen bzw anpassen.Das haben wir tatsächlich seit Jahrzehnten erfolgreich so gemacht. Nun haben wir aber einen neuen Oberboss, der alles auseinanderreißt, unsere bisherigen maßgeschneiderten Entwicklungen völlig ignoriert und alles durch "irgendwas mit KI und Cloud" ersetzen will. Zu einem Vielfachen an Kosten und einem Bruchteil an Qualität. Vom erforderlichen Aufwand für die Einführung, Parametrisierung und Integration von gekaufter Software ganz zu schweigen.
Ich kann mich dem glücklicherweise entziehen, in dem ich vier Jahre verfrüht in Rente gehe. Es ist zum heulen. Das kostet mich an Abzügen zwei Jahresgehälter, wenn ich noch 20 Jahre lebe. Es geht aber nicht anders. -
@Aubrieta @RebeccaLenhard Und der muss dann wieder "technologieneutral" formuliert werden, weil sonst die Closed-Source-Anbieter die Ausschreibung juristisch angreifen und damit alles verzögern oder Schadenersatzklagen gegen den Ausschreibenden möglich machen.
Und dann muss das billigste statt das passendste Angebot gewählt werden, sonst kommt die nächste Klage.
Und natürlich sind die Closed-Source-Anbieter bei der initialen Ausschreibung billiger.
Die können sich leisten, mit Verlust reinzugehen, weil sie wissen, sobald der vendor-lock-in greift, können sie die Daumenschrauben fast beliebig anziehen.@farbenstau
Das mit dem billigsten Anbieter ist mMn ein verbreiteter Mythos, den die Vergabeordnung so gar nicht erzwingt.Es wird aber oft so ausgelegt bzw. danach verfahren, weil es Usus ist und die Leute sich im Vorfeld weniger Gedanken zu ihrer Entscheidungsmatrix machen müssen.
Weitere Gründe können auch Unkenntnis der ausgeschriebenen Materie sein - da vertraue ich drauf, dass der Dienstleister, der mir die Ausschreibung zusammengeklöppelt hat, schon an alles gedacht hat. Und wenn dem so ist, dann wäre es ja valide, den günstigsten Anbieter zu nehmen. -
Was konkret kann nicht mit Open-Souce gemacht werden? 🤨
Diese Frage habe ich Dorothee Bär im Digitalausschuss gestellt.
Auf den ersten Blick erscheint es einfacher, bestehende Verträge zu verlängern und damit weiter in gewohnten Abhängigkeiten von außereuropäischen Tech-Unternehmen zu bleiben.Genau das macht die Bundesregierung fleißig, im letzten Jahr hat sie 481,4 Mio Euro allein für Microsoft Lizenzen ausgegeben 🤯
(…)da muss man beim @zendis fragen , was D.Bär mit "zu_Langfristig" meint .
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@farbenstau
Das mit dem billigsten Anbieter ist mMn ein verbreiteter Mythos, den die Vergabeordnung so gar nicht erzwingt.Es wird aber oft so ausgelegt bzw. danach verfahren, weil es Usus ist und die Leute sich im Vorfeld weniger Gedanken zu ihrer Entscheidungsmatrix machen müssen.
Weitere Gründe können auch Unkenntnis der ausgeschriebenen Materie sein - da vertraue ich drauf, dass der Dienstleister, der mir die Ausschreibung zusammengeklöppelt hat, schon an alles gedacht hat. Und wenn dem so ist, dann wäre es ja valide, den günstigsten Anbieter zu nehmen.@Aubrieta @RebeccaLenhard Den Unterschied zwischen "günstig" und "billig" überhaupt zu erkennen, ist in Zeiten der auch privat gelebten "Geiz ist geil"-Mentalität leider eine selten gewordene Kunst. Gier frisst Hirn.
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@Aubrieta @RebeccaLenhard Den Unterschied zwischen "günstig" und "billig" überhaupt zu erkennen, ist in Zeiten der auch privat gelebten "Geiz ist geil"-Mentalität leider eine selten gewordene Kunst. Gier frisst Hirn.
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@RebeccaLenhard
Daß Doro Bär nicht im Detail sagen kann, was angeblich nicht geht, ist irgendwie verständlich. Selbst wenn sie Ahnung vom Thema hätte, wäre das arg viel verlangt.
Aber die Antwort ist halt einfach so ein diffuses "Die Leute haben keine Lust, sich umzugewöhnen". Und zwischen "kann nicht" und "mag nicht" ist halt ein himmelweiter Unterschied. Das sollte selbst sie kapieren.@Sascha_Raubal @RebeccaLenhard
Die Södersche Nichterwartungshaltung:
„Keine Frage: Wir erwarten uns nicht viel von dir, aber viel Geld nach Bayern, liebe Doro. Das wäre schön“
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Was konkret kann nicht mit Open-Souce gemacht werden? 🤨
Diese Frage habe ich Dorothee Bär im Digitalausschuss gestellt.
Auf den ersten Blick erscheint es einfacher, bestehende Verträge zu verlängern und damit weiter in gewohnten Abhängigkeiten von außereuropäischen Tech-Unternehmen zu bleiben.Genau das macht die Bundesregierung fleißig, im letzten Jahr hat sie 481,4 Mio Euro allein für Microsoft Lizenzen ausgegeben 🤯
(…)@RebeccaLenhard Es ist spürbar, dass Frau Bär ahnungslos ist.
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Software, die mit öffentlichen Mitteln finanziert wird und innerhalb einer Behörde angepasst wird, kann auch von einer anderen Behörden weiterverwendet werden.
Deshalb: Open-Source-Software muss im gesamten öffentlichen Sektor Deutschlands zum Standard werden.
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Es braucht eine ernst gemeinte Strategie: weg von kurzfristiger Bequemlichkeit, hin zu resilienten, offenen und europäischen digitalen Strukturen.
@RebeccaLenhard
Unterstützt https://publiccode.eu/de/ ! -
Was konkret kann nicht mit Open-Souce gemacht werden? 🤨
Diese Frage habe ich Dorothee Bär im Digitalausschuss gestellt.
Auf den ersten Blick erscheint es einfacher, bestehende Verträge zu verlängern und damit weiter in gewohnten Abhängigkeiten von außereuropäischen Tech-Unternehmen zu bleiben.Genau das macht die Bundesregierung fleißig, im letzten Jahr hat sie 481,4 Mio Euro allein für Microsoft Lizenzen ausgegeben 🤯
(…)@RebeccaLenhard Als jemand, der Open Source und proprietäre Software privat wie beruflich nutzt, sehe ich die Herausforderung nicht im technischen Können, sondern in Workflow, Migration und Support maßgeschneiderter Open-Source-Lösungen. Diese bieten bei Release oft nur einen Bruchteil der Funktionalität ihrer proprietären Pendants. Besonders frustrierend ist, dass sich Nutzer:innen wie unfreiwillige Beta-Tester fühlen – gezwungen, mit unausgereifter Software zu arbeiten. 1/2
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@RebeccaLenhard Als jemand, der Open Source und proprietäre Software privat wie beruflich nutzt, sehe ich die Herausforderung nicht im technischen Können, sondern in Workflow, Migration und Support maßgeschneiderter Open-Source-Lösungen. Diese bieten bei Release oft nur einen Bruchteil der Funktionalität ihrer proprietären Pendants. Besonders frustrierend ist, dass sich Nutzer:innen wie unfreiwillige Beta-Tester fühlen – gezwungen, mit unausgereifter Software zu arbeiten. 1/2
@RebeccaLenhard Versteht mich nicht falsch: Ich befürworte den Umstieg auf Open Source. Doch die Migration ist komplexer, als viele annehmen. Es geht nicht darum, einfach LibreOffice statt MS Office einzusetzen. Es geht um etablierte Workflows, spezifische Funktionalitäten und maßgeschneiderte Anwendungen, die von Dienstleistern als Open Source nachgebaut werden müssen. Dabei fehlen Funktionen, die nachträglich entwickelt werden müssen, und jede dieser Funktionen kostet Geld. 2/x
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@mro Sehen die Juristen anders … (ob's stimmt oder nicht)
@mro @farbenstau In Schleswig-Holstein hat es doch auch funktioniert. Ich sehe das Problem nicht, denn im Kern geht es nur um eine lizenzrechtliche Frage: Public Money, Public Code!
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@mro @farbenstau In Schleswig-Holstein hat es doch auch funktioniert. Ich sehe das Problem nicht, denn im Kern geht es nur um eine lizenzrechtliche Frage: Public Money, Public Code!
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@mro Ich halte auch seit über 10 Jahren regelmäßig Vorträge im Bereich Open Source. Fast niemand will mit Namen als Referenznutzer genannt werden. So, als sei Open Source etwas Schmutziges. Mich beschleicht so langsam der Verdacht, dass es aus der gleichen Denke kommt: "Wenn ich mich da öffentlich als Open-Source-Nutzer präsentiere, werden meine Vergaben juristisch angreifbar, selbst wenn die Ausschreibung neutral formuliert war". Denn natürlich besuchen auch die Closed-Source-Vertriebler solche Events bzw. googeln danach.
@mro @farbenstau abgesehen von der Deutschen Telekom, Stadtsparkasse München, Schleswig-Holstein, diverse Behörden, Städte und Gemeinden (national sowie international), Universitäten usw. Selbst Konzerne wie Daimler und BMW nutzen Open Source. Ich bin bei vielen Projekten überrascht, wenn ich mir die Kunden-/Referenzlisten anschaue.
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Was konkret kann nicht mit Open-Souce gemacht werden? 🤨
Diese Frage habe ich Dorothee Bär im Digitalausschuss gestellt.
Auf den ersten Blick erscheint es einfacher, bestehende Verträge zu verlängern und damit weiter in gewohnten Abhängigkeiten von außereuropäischen Tech-Unternehmen zu bleiben.Genau das macht die Bundesregierung fleißig, im letzten Jahr hat sie 481,4 Mio Euro allein für Microsoft Lizenzen ausgegeben 🤯
(…)480 Mio. jährlich an Open Source!
Da geht was.
Und v.a. anfangen
und nicht vor sich hin warten🥱 -
@mro @farbenstau abgesehen von der Deutschen Telekom, Stadtsparkasse München, Schleswig-Holstein, diverse Behörden, Städte und Gemeinden (national sowie international), Universitäten usw. Selbst Konzerne wie Daimler und BMW nutzen Open Source. Ich bin bei vielen Projekten überrascht, wenn ich mir die Kunden-/Referenzlisten anschaue.
@ruoff @mro @farbenstau
"Nutzen Open Source" ist sehr unscharf definiert.
In der Regel lässt man heutzutage sein sündhaft teure Oracle Datenbank auf einem Linux Server laufen. -
@mro @farbenstau abgesehen von der Deutschen Telekom, Stadtsparkasse München, Schleswig-Holstein, diverse Behörden, Städte und Gemeinden (national sowie international), Universitäten usw. Selbst Konzerne wie Daimler und BMW nutzen Open Source. Ich bin bei vielen Projekten überrascht, wenn ich mir die Kunden-/Referenzlisten anschaue.
Hi @ruoff @farbenstau,
gibt es überhaupt jemanden, der IT hat, aber kein FOSS nutzt - nur mal als Beispiel https://sqlite.org/mostdeployed.html? Haste iOs oder Android - zack - schon hast Du sqlite drin. Oder Minix in der Intel ME.Das "kein FOSS" - Gerede ist Quark, weil das gar niemand macht. Zeig mir einen.
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@ruoff @mro @farbenstau
"Nutzen Open Source" ist sehr unscharf definiert.
In der Regel lässt man heutzutage sein sündhaft teure Oracle Datenbank auf einem Linux Server laufen.@farbenstau @mro @logorok Schau Dir mal die Nutzenden von LibreOffice, Nextcloud & Co. an. Und ja, vieles, was Open Source ist, nehmen wir nicht bewusst wahr. Unsere IT wird von Open Source dominiert. Selbst in Windows steckt mehr Open Source, als Steve Ballmer jemals für möglich gehalten hätte.
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Was konkret kann nicht mit Open-Souce gemacht werden? 🤨
Diese Frage habe ich Dorothee Bär im Digitalausschuss gestellt.
Auf den ersten Blick erscheint es einfacher, bestehende Verträge zu verlängern und damit weiter in gewohnten Abhängigkeiten von außereuropäischen Tech-Unternehmen zu bleiben.Genau das macht die Bundesregierung fleißig, im letzten Jahr hat sie 481,4 Mio Euro allein für Microsoft Lizenzen ausgegeben 🤯
(…)@RebeccaLenhard wie so eine Geht-Nicht-Rückmeldung wohl zustande kommt, wenn doch nicht damit gearbeitet wird? Wie kann jemand behaupten es funktioniert nicht oder wäre zu teuer, wenn es keine Person gibt, welche es ausprobiert? Wie wäre es mit Leuchtturmprojekten, die von europäischen Open-Source-Entwickelnden betreut werden. Dann erst könnte konstruktiv Feedback gegeben werden und einfließen in Entscheidungen. Die Aussage ist grober Humbug und wo kommen diese überhaupt her?
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@mro @farbenstau abgesehen von der Deutschen Telekom, Stadtsparkasse München, Schleswig-Holstein, diverse Behörden, Städte und Gemeinden (national sowie international), Universitäten usw. Selbst Konzerne wie Daimler und BMW nutzen Open Source. Ich bin bei vielen Projekten überrascht, wenn ich mir die Kunden-/Referenzlisten anschaue.
@ruoff @mro Meine Nutzer kommen gefühlt schwerpunktmäßig aus dem behördlichen und universitären Umfeld. Entsprechend an Vergaberecht gebunden. Dieses Jahr habe ich endlich wieder eine Zusage für eine Namensnennung. 2023 Rückzieher in letzter Minute, 2024 von vornherein keine Zusage, 2025 noch ein Rückzieher. Glaube, das Drama geht noch weiter zurück, kann's grad nur nicht so einfach nachschauen. Ärgerlich sind vor allem die kurzfristigen Rückzieher, wenn Du den Vortrag komplett am konkreten Use Case hochgezogen hast und dann alles durchanonymisieren musst oder das Thema sogar komplett wechseln musst, weil es sich nicht sinnvoll anonymisieren und abstrahieren lässt.