Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%).
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Lösung = A. Mehr kommunaler sozialer Wohnbau.
B. höhere Besteuerung von großen Erbschaften.
Mein ehemaliger Vermieter hat von Papi etwas über 40 Immobilien geerbt. Natürlich hat er nur die Immbolienfirma übernommen und konnte da keine Steuern zahlen.
In der Realität bedeutet Kommunaler Wohnungsbau aber nicht, dass die Kommune Eigentümerin wird.
Außerdem -ich sage es immer wieder- ist die Vermögenssteuer viel wichtiger als die Erbschaftssteuer.
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In der Realität bedeutet Kommunaler Wohnungsbau aber nicht, dass die Kommune Eigentümerin wird.
Außerdem -ich sage es immer wieder- ist die Vermögenssteuer viel wichtiger als die Erbschaftssteuer.
Zeit dies ganz real zu ändern. Aufgabe der Politik oder?
Ich bin nicht überzeugt von Vermögenssteuern. So etwas wäre etwas um einmalig die zuvor versäumten Steuern einzunehmen, langfristig halte ich Erbschaftssteuern für eher umsetzbar.
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Zeit dies ganz real zu ändern. Aufgabe der Politik oder?
Ich bin nicht überzeugt von Vermögenssteuern. So etwas wäre etwas um einmalig die zuvor versäumten Steuern einzunehmen, langfristig halte ich Erbschaftssteuern für eher umsetzbar.
Phase 1: Mainstreaming wäre erstmal wichtig.
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Ganz wichtiger Punkt. Und mit nem Hauptschulabschluss.
@billiglarper @residuum @AwetTesfaiesus Mein Opa war Maurer.
Meine Oma hat mit der Heirat aufgehört zu arbeiten.Das Haus, das er hinterlassen hat, hatte 9 Zimmer und 3 separate Gärten.
In der Freizeit ist man mit einem Sportboot aufm Rhein rumgeheizt.Ich gönne es der Generation, aber wenn ich mir mit zwei Studienabschlüssen und permanent den Arsch aufreißen nicht mal 0,5% davon mir leisten könnte, dann kann ichs auch lassen.
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Phase 1: Mainstreaming wäre erstmal wichtig.
@AwetTesfaiesus @TheOneSwit Sobald es relevant wird, wirft irgendwer einen Halbsatz über Einkommenssteuer in die Diskussion, und dann dreht es sich nur noch um das.
Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass das Zufall ist.
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@AwetTesfaiesus Nicht nur die Folgen werden zu selten genannt, auch die Tatsache überhaupt. Weshalb Leute, die heute 60+ sind, oft kein Verständnis für die reale finanzielle Lage von Leuten um die 30 haben. Das ist ein Bereich, wo es absolut in die Irre führt, von der eigenen Erfahrung auf die jüngerer Menschen schließen zu wollen ...
@lipow @AwetTesfaiesus Wen die Zukunft interessiert, sollte nicht in Deutschland leben.
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Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.

@AwetTesfaiesus
Deine Aussage kann man eigentlich weiterführen: Niemand, der Immobilie besitzt, wird sie verkaufenDas führt dazu, dass die "Verkaufszurückhaltung" so hoch wird, dass man eigentlich nur noch mit goldenem Handschlag verkauft. Diesen kann der Durchschnitt nicht leisten und damit kommen der gewerbliche Vermieter wieder zum Zug und das Problem wird sich über die Zeit immer weiter verschärfen.
Also werden vmtl 1 von 5 Immobilien an Neureiche verkauft die es sich leisten können ... -
@AwetTesfaiesus
Deine Aussage kann man eigentlich weiterführen: Niemand, der Immobilie besitzt, wird sie verkaufenDas führt dazu, dass die "Verkaufszurückhaltung" so hoch wird, dass man eigentlich nur noch mit goldenem Handschlag verkauft. Diesen kann der Durchschnitt nicht leisten und damit kommen der gewerbliche Vermieter wieder zum Zug und das Problem wird sich über die Zeit immer weiter verschärfen.
Also werden vmtl 1 von 5 Immobilien an Neureiche verkauft die es sich leisten können ...... und der Rest dem gewerblichen Wohnungsmarkt zugeführt.
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@billiglarper @residuum @AwetTesfaiesus Mein Opa war Maurer.
Meine Oma hat mit der Heirat aufgehört zu arbeiten.Das Haus, das er hinterlassen hat, hatte 9 Zimmer und 3 separate Gärten.
In der Freizeit ist man mit einem Sportboot aufm Rhein rumgeheizt.Ich gönne es der Generation, aber wenn ich mir mit zwei Studienabschlüssen und permanent den Arsch aufreißen nicht mal 0,5% davon mir leisten könnte, dann kann ichs auch lassen.
@soc @residuum @AwetTesfaiesus
Mein Vater war Schlosser. Hauptschulabschluss, Realschulabschluss dann in der Abendschule nachgemacht. Hat auf geerbtem Land den Keller selbst hochgezogen, darauf dann ein Fertighaus-Bungalow.
Im neuen Haus dann erfolgreich für die Meisterprüfung gebüffelt.
Meine Mutter hatte als Erzieherin gearbeitet, aber mit meiner Geburt damit aufgehört.
Dazu einmal im Jahr Urlaub an der französischen Atlantikküste.
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@soc @residuum @AwetTesfaiesus
Mein Vater war Schlosser. Hauptschulabschluss, Realschulabschluss dann in der Abendschule nachgemacht. Hat auf geerbtem Land den Keller selbst hochgezogen, darauf dann ein Fertighaus-Bungalow.
Im neuen Haus dann erfolgreich für die Meisterprüfung gebüffelt.
Meine Mutter hatte als Erzieherin gearbeitet, aber mit meiner Geburt damit aufgehört.
Dazu einmal im Jahr Urlaub an der französischen Atlantikküste.
@soc @residuum @AwetTesfaiesus
Heisst nicht, dass das Geld nicht knapp war. Vieles wurde gebraucht angeschafft.
Aber heutzutage ist dergleichen wie Awet ausführt kaum noch wiederholbar.
Selbst für die Menschen, die nicht im Niedriglohnsektor gefangen sind.
Auch mit Abitur und Studium brauchts mittlerweile oft zwei Stellen um über die Runden zu kommen, und da sind Kinder und Auto teils noch nicht drin. Über Wohneigentum in Frankfurt muss man gar nicht erst reden.
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@AwetTesfaiesus
Deine Aussage kann man eigentlich weiterführen: Niemand, der Immobilie besitzt, wird sie verkaufenDas führt dazu, dass die "Verkaufszurückhaltung" so hoch wird, dass man eigentlich nur noch mit goldenem Handschlag verkauft. Diesen kann der Durchschnitt nicht leisten und damit kommen der gewerbliche Vermieter wieder zum Zug und das Problem wird sich über die Zeit immer weiter verschärfen.
Also werden vmtl 1 von 5 Immobilien an Neureiche verkauft die es sich leisten können ...@circus_maximus das sehe ich nicht ganz so: gerade im Bereich der B- und C-Lagen wird nicht viel übrig bleiben als zu verkaufen, weil die Pflege finanziert werden muss.
Gekauft wird dann aber entweder von einkommensstarken Leuten oder von vermögenden.
Im Umfeld sehen wir, dass Doppel-Ärzte-Ehepaare dort kaufen, wo vor 15 Jahren Paketboten kauften.
Also: die Mittelschicht wird mE aus ihrem Wohnraum gedrückt und ihre Kinder und Enkel werden ewig mieten müssen.
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Phase 1: Mainstreaming wäre erstmal wichtig.
@AwetTesfaiesus ja, da stimme ich zu. Die "PR" ist bei den Grünen eins der massivsten Probleme. Allgemein bei eher linken und mittigen Parteien.
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@lipow @AwetTesfaiesus Wen die Zukunft interessiert, sollte nicht in Deutschland leben.
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@AwetTesfaiesus @soc Ja, das wäre auch meine Frage gewesen: wo dann? Abgesehen davon, dass wir ja nicht alle ne Wahl haben ...
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In der Realität bedeutet Kommunaler Wohnungsbau aber nicht, dass die Kommune Eigentümerin wird.
Außerdem -ich sage es immer wieder- ist die Vermögenssteuer viel wichtiger als die Erbschaftssteuer.
@AwetTesfaiesus
Solange die Vermögenssteuer so ausgelegt ist, dass sie die vielen Mieter nicht trifft, die ihr "Eigenkapital" (noch) nicht für ein Eigenheim ausgeben konnten (oder wollten). Oder halt schlicht für die Rente sparen. -
Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.

@AwetTesfaiesus Warum braucht Mensch eine Eigentumswohnung?
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@AwetTesfaiesus
Solange die Vermögenssteuer so ausgelegt ist, dass sie die vielen Mieter nicht trifft, die ihr "Eigenkapital" (noch) nicht für ein Eigenheim ausgeben konnten (oder wollten). Oder halt schlicht für die Rente sparen.Mein ganz persönliche Liebligsbemessungsgrundlage wären die (mittelbar und unmittelbar) kontrollierten Wohn-Quadratmeter. Die ersten 400 qm werden nie besteuert (plus 150qm für jedes Kind), auch nicht bei der Erbschaft.
Jenseits dessen würde ich persönlich gerne eine sehr deutliche Substanz-Steuer sehen (z.B. 8€/qm/Monat, egal ob vermietet oder nicht).
Aber das ist nur mein persönlicher Liebling.
Danach: Vermögenssteuer für Boote über 5m Länge.
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@AwetTesfaiesus Warum braucht Mensch eine Eigentumswohnung?
@AwetTesfaiesus Also nicht, dass ich nicht für Vermögenssteuer bin, das bin ich sehr wohl. Aber mir hat sich noch nie der Sinn erschlossen, warum man Eigentum haben muss.
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@AwetTesfaiesus
Deine Aussage kann man eigentlich weiterführen: Niemand, der Immobilie besitzt, wird sie verkaufenDas führt dazu, dass die "Verkaufszurückhaltung" so hoch wird, dass man eigentlich nur noch mit goldenem Handschlag verkauft. Diesen kann der Durchschnitt nicht leisten und damit kommen der gewerbliche Vermieter wieder zum Zug und das Problem wird sich über die Zeit immer weiter verschärfen.
Also werden vmtl 1 von 5 Immobilien an Neureiche verkauft die es sich leisten können ...@circus_maximus
Bei uns (Kleine Vorstadt einer kleinen Großstadt) werden die meisten alten Häuser (besser gesagt Grundstücke) von Immobilienfirmen aufgekauft. Die bauen darauf dann Mehrparteienhäuser (nen weißer hässlicher Klotz) und verkaufen die Wohnungen darin dann teuer weiter. Mit diesen Firmen kann natürlich eine normale Familie nicht mithalten. Die alten Besitzer verkaufen natürlich auch zu entsprechenden Mondpreisen für ihre Bruchbuden (also für die Grundstücke). -
@AwetTesfaiesus Warum braucht Mensch eine Eigentumswohnung?
Mensch "braucht" (vor allem:) abbezahlten (!) Wohnraum, weil
- unsere Wirtschafts- und Rechtsordnung Eigentum krass gut schützt und
- kaum etwas sonst so sehr gegen Ausbeutung schützt, wie die Möglichkeit einfach mal ein paar Monate mit wenig Druck durchhängen zu können, wenn's muss.
In einer anderen Wirtschaftsordnung wäre das natürlich alles nicht so wichtig, aber solange die Welt so ist, wie sie ist, ist sie wie sie ist.