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  3. Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten.

Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten.

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  • michaelgiesler@ruhr.socialM michaelgiesler@ruhr.social

    @frank
    Also, ich benutze einen Taschenrechner (oder die KI) nicht dazu, etwas zu lernen, sondern Aufgaben zu bewältigen, und meinen Job zu erledigen. Lernen tue ich dabei andere Dinge.

    @goblin @astefanowitsch

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    #60

    @michaelgiesler
    Ich verstehe den Thread hier so, dass es um die Benutzung dieser Werkzeuge an einer Universität, insbesondere bei studentischen Studienleistungen geht, so lese ich auch das im Ausgangsposting verlinkte Dokument. Solange man ein Studium nicht als Bewältigung von Aufgaben versteht trifft deine Aussage meines Erachtens nicht zu.

    Ich habe als Lehrer dasselbe Problem, und meine Beobachtung ist: Schülerinnen, die diese Werkzeuge zur Lösung von Aufgaben verwenden, sehen diese Aufgaben wie du schreibst als "einen Job", den sie mit Hilfe von LLMs unter Umgehung ihres Gehirns mit möglichst geringem Aufwand "erledigen". Sie berauben sich damit jeder Möglichkeit, das eigentliche Ziel der Aufgaben, nämlich etwas zu lernen, zu erreichen.

    @goblin @astefanowitsch

    astefanowitsch@mastodon.socialA frank@moessingen.socialF 2 Replies Last reply
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    • ennopark@mastodon.socialE ennopark@mastodon.social

      @astefanowitsch Applaus. In der Informatik gibt es durchaus ähnliche Stimmen, auch wenn die einen schweren Stand haben. Wie halten es andere philologische Institute? Seid ihr da eher Regel oder Ausnahme? Und wie denkst du über KI-Einsatz bei großen Datenmengen, etwa in der Korpuslinguistik?

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      astefanowitsch@mastodon.social
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      #61

      @ennopark Als Institut sind wir in unserer Geschlossenheit die Ausnahme, aber viele Kolleg_innen sehen es natürlich wie wir. Über den Einsatz in der Forschung haben wir im Institut nicht diskutiert und wollen das zunächst auch nicht tun. Mir ist bisher aber kein sinnvoller (oder auch nur am Rande plausibler) Einsatz von generativer KI in der Forschung begegnet — höchstens mal, dass man eine Datei von csv in json konvertiert, aber das konnten wir ja vorher auch ohne KI...

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      • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

        @Giliell Das ist nur deshalb unrealistisch, weil die Schulen an einer überholten Vorstellung von Sprachverwendung und Sprachenlernen festhalten, und weil sie nicht berücksichtigen, dass Fremdsprachenunterricht etwas qualitativ völlig anderes ist als andere Schulfächer. In einem modernen Fremdsprachunterricht, der sich an kommunikativen Kompetenzen orientiert, sollten sprachliche Fehler tatsächlich nicht zu (nennenswerten) Punktabzügen führen!

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        giliell@mastodon.social
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        #62

        @astefanowitsch Sehe ich anders. Sprachliche Fehler sind auch kommunikative Kompetenz. Ich rede nicht von dem Rechtschreibfehler, der hier und da mal passiert oder typische Inkongruenz bei gesprochener Sprache. Wenn Rechtschreibung und Grammatik völlig egal sind, warum gibst du selbst dir denn offensichtlich Mühe damit?

        astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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        • frank@moessingen.socialF frank@moessingen.social

          @michaelgiesler
          Ich verstehe den Thread hier so, dass es um die Benutzung dieser Werkzeuge an einer Universität, insbesondere bei studentischen Studienleistungen geht, so lese ich auch das im Ausgangsposting verlinkte Dokument. Solange man ein Studium nicht als Bewältigung von Aufgaben versteht trifft deine Aussage meines Erachtens nicht zu.

          Ich habe als Lehrer dasselbe Problem, und meine Beobachtung ist: Schülerinnen, die diese Werkzeuge zur Lösung von Aufgaben verwenden, sehen diese Aufgaben wie du schreibst als "einen Job", den sie mit Hilfe von LLMs unter Umgehung ihres Gehirns mit möglichst geringem Aufwand "erledigen". Sie berauben sich damit jeder Möglichkeit, das eigentliche Ziel der Aufgaben, nämlich etwas zu lernen, zu erreichen.

          @goblin @astefanowitsch

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          #63

          @frank Sehr schöne Beschreibung des Problems! @michaelgiesler @goblin

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          • frank@moessingen.socialF frank@moessingen.social

            @michaelgiesler
            Ich verstehe den Thread hier so, dass es um die Benutzung dieser Werkzeuge an einer Universität, insbesondere bei studentischen Studienleistungen geht, so lese ich auch das im Ausgangsposting verlinkte Dokument. Solange man ein Studium nicht als Bewältigung von Aufgaben versteht trifft deine Aussage meines Erachtens nicht zu.

            Ich habe als Lehrer dasselbe Problem, und meine Beobachtung ist: Schülerinnen, die diese Werkzeuge zur Lösung von Aufgaben verwenden, sehen diese Aufgaben wie du schreibst als "einen Job", den sie mit Hilfe von LLMs unter Umgehung ihres Gehirns mit möglichst geringem Aufwand "erledigen". Sie berauben sich damit jeder Möglichkeit, das eigentliche Ziel der Aufgaben, nämlich etwas zu lernen, zu erreichen.

            @goblin @astefanowitsch

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            #64

            @michaelgiesler

            Und was den Job angeht, eine persönliche Bemerkung - ich betrachte es als großes Privileg, einen zu haben, bei dem ich jeden Tag etwas lerne. Das wünsche ich auch all meinen Mitmenschen: Dass sie nicht nur viele Stunden am Tag Aufgaben bewältigen müssen, bei denen sie nichts lernen (müssen).

            Wenn man in dieser Richtung weiterdenkt, kommt man schnell zu Fragen wie "Was macht uns zu Menschen", "Wie sollte eine menschenwürdige Welt aussehen" und ähnlichem mehr. Und welchen Einfluss haben Technologien wie die Sprachmodelle, die derzeit als "Intelligenz" verkauft werden auf die Antworten solcher Fragen.

            Ich bin kein Geisteswissenschaftler, und wünsche mir, dass die Geisteswissenschaftler, die sich mit solchen Fragen befassen, die Antworten auf solche Fragen nicht durch ein Sprachmodell generieren lassen.

            Aber das war jetzt schon Off Topic, ich gebs zu...

            @goblin @astefanowitsch

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            • giliell@mastodon.socialG giliell@mastodon.social

              @astefanowitsch Sehe ich anders. Sprachliche Fehler sind auch kommunikative Kompetenz. Ich rede nicht von dem Rechtschreibfehler, der hier und da mal passiert oder typische Inkongruenz bei gesprochener Sprache. Wenn Rechtschreibung und Grammatik völlig egal sind, warum gibst du selbst dir denn offensichtlich Mühe damit?

              astefanowitsch@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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              astefanowitsch@mastodon.social
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              #65

              @Giliell Ich sage nicht, dass sie egal sind, sondern, dass sie als Bewertungskriterium im Fremdsprachenunterreicht ungeeignet sind. (Ich glaube, man lernt sie auch besser durch positives Feedback und positive Vorbilder als durch Angst vor schlechten Noten, aber das wäre noch mal ein anderes Thema).

              giliell@mastodon.socialG 1 Reply Last reply
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              • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                @CerstinMahlow Wie unser Statement zeigt, ist die Recherche ja explizit einer der Bereiche, in denen wir die KI nicht erlauben, aber da kämpfen wir auch durchaus gegen die eigene Uni-Bibliothek, die eine KI in den Bibliothekskatalog integriert hat. Im Moment muss die wenigstens noch explizit aktiviert werden...

                cerstinmahlow@mastodon.acm.orgC This user is from outside of this forum
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                cerstinmahlow@mastodon.acm.org
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                #66

                @astefanowitsch Ja, genau das meine ich: es ist einfach irgendwo drin, man kann dem nicht ausweichen

                astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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                • cerstinmahlow@mastodon.acm.orgC cerstinmahlow@mastodon.acm.org

                  @astefanowitsch Ja, genau das meine ich: es ist einfach irgendwo drin, man kann dem nicht ausweichen

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                  #67

                  @CerstinMahlow Ich würde eher sagen: Es ist immer mehr Reflexion und Aufwand nötig, um dem auszuweichen, aber noch kann man es. Und man kann es um so besser, je mehr man an eigenen Fertigkeiten erwirbt — wer eine gute Zusammenfassung schreiben kann, erkennt, wie schlecht die KI-Zusammenfassungen sind, wer selbst in der Lage ist, relevante Literatur zu erschließen, erkennt, was für eine beliebige Zusammenstellung einem eine KI-gestützte Suche liefert, usw.

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                  • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                    @Giliell Ich sage nicht, dass sie egal sind, sondern, dass sie als Bewertungskriterium im Fremdsprachenunterreicht ungeeignet sind. (Ich glaube, man lernt sie auch besser durch positives Feedback und positive Vorbilder als durch Angst vor schlechten Noten, aber das wäre noch mal ein anderes Thema).

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                    #68

                    @astefanowitsch Ich habe gerade keine Ahnung, worauf du hinaus willst. Schulsystem niederbrennen, bin ich dafür. Noten sind doof, auch gut. Aber ich kann die Sprachrichtigkeit nicht von der kommunikativen Kompetenz entkoppeln.

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                    • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                      Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten. Keine „Prompt-Kompetenz“, kein „Man muss die KI nur *richtig* einsetzen“, kein „Wir können uns dem nicht verschließen“, sondern die einfache Erkenntnis, dass „KI“ das Gegenteil von dem ist, was unsere Studierenden lernen sollen. https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/lehre_und_studium/Studium/Hinweise-zu-Hausarbeiten-und-Pruefungsleistungen/index.html

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                      #69

                      @astefanowitsch
                      Sehe ich zwar auch so, aber ich halte es in der Praxis nicht für umsetzbar, es sei den man schickt die Studenten für ihre Prüfungsarbeit in ein Kloster.

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                      • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                        @ingo _vonstattengehen_ wird seit 2004 als ein Wort geschrieben, aber dafür ziehe ich keine Punkte ab!

                        6d03@mathstodon.xyz6 This user is from outside of this forum
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                        6d03@mathstodon.xyz
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                        #70

                        @astefanowitsch @ingo says who?

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                        • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                          Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten. Keine „Prompt-Kompetenz“, kein „Man muss die KI nur *richtig* einsetzen“, kein „Wir können uns dem nicht verschließen“, sondern die einfache Erkenntnis, dass „KI“ das Gegenteil von dem ist, was unsere Studierenden lernen sollen. https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/lehre_und_studium/Studium/Hinweise-zu-Hausarbeiten-und-Pruefungsleistungen/index.html

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                          fate59@mastodon.social
                          wrote last edited by
                          #71

                          @astefanowitsch Beispiel wie man auch verantwortungsvoll mit KI umgehen kann https://www.ub.ruhr-uni-bochum.de/recherchieren/rechercheunterstuetzung/wissenschaftliches-recherchieren-mit-ki-tools Hier ebenfalls FU - nicht generelles Verbieten, sondern fachliche Weiterbildung https://www.fu-berlin.de/sites/ub/forschen-lehren/fortbildungen_ful/workshops/KI_Recherche_Teil3_2026_05_11.html Und übrigens KI ersetzt nicht das wissenschaftliche Arbeiten, kann es aber sinnvoll ergänzen, wenn man die Grenzen kennt. Für abweichende Meinungen https://link.springer.com/rwe/10.1007/978-981-13-2262-4_337-1 und https://www.forschung-und-lehre.de/forschung/ki-macht-forschende-kreativ-und-china-ist-damit-am-erfolgreichsten-7027

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                          • michaelgiesler@ruhr.socialM michaelgiesler@ruhr.social

                            @glitzersachen @astefanowitsch natürlich gibt es eine Skill-Erosion.
                            Ich kann weder mein Essen selber anbauen, noch mein Dach über dem Kopf selber reparieren.
                            Im Job-Umfeld kann ich weder den Rechner, mit dem ich arbeite, selber bauen, noch einen Großteil der Software, die ich benötige, selber schreiben.

                            Aber muss ich das denn?

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                            glitzersachen@hachyderm.io
                            wrote last edited by
                            #72

                            @michaelgiesler @astefanowitsch

                            Schlüsselwort "aktiv". Nicht durch Nichtgebrauch, sondern schlimmer als wenn man dieselbe Zeit Urlaub macht. Der Effekt ist AFAIK noch nicht richtig verstanden. Aber halt auch nicht widerlegt.

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                              #73

                              @astefanowitsch Ich wäre froh, wenn meine Landesregierung gleiches für unsere Schulen beschließen würde.

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                                #74

                                @astefanowitsch https://ploum.net/2026-01-19-exam-with-chatbots.html

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