@somlu1968 genau - es würde sehr viel bringen– wie viel kann man schlecht sagen. Aber so wie es ist - ist es einfach unfair.
radiologe@chaos.social
Posts
-
TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."Ich bin Arzt. -
TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."Ich bin Arzt.@zappes glaub ich sofort
-
TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."Ich bin Arzt.Deutschland hat eines der solidarischsten Gesundheitssysteme der Welt.
Mehr Geld gezielt dorthin, wo echte Lücken sind. Faire Beiträge von allen. Und weniger Einfluss von Stimmen, die vom Status quo profitieren.
Seht ihr das anders?
#Gesundheitspolitik #GKV #Solidarität #Psychotherapie -
TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."Ich bin Arzt.Krankenkassen behandeln keine Patient:innen. Sie verwalten – und erzeugen dabei erhebliche Bürokratiekosten, die direkt in Arztpraxen landen.
Baas hat ein institutionelles Interesse daran, Leistungen zu begrenzen. Das sollte man beim Lesen wissen. -
TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."Ich bin Arzt.Wer 66.150 € verdient, zahlt genauso viel in die GKV wie jemand mit 3 Millionen.
In Spanien und Italien gilt: wer mehr hat, zahlt mehr – automatisch, weil steuerfinanziert.
Wer behauptet, das System sei vollfinanziert, sollte erklären, warum Spitzenverdiener:innen sich aus der Solidargemeinschaft ausklinken dürfen. -
TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."Ich bin Arzt.„Aber Spanien und Italien kommen mit weniger aus!"
Ja – weil dort Psychotherapie im öffentlichen System kaum existiert. Wer Hilfe braucht, zahlt privat oder verzichtet.
Unser System ist teurer, weil es solidarischer ist. Das ist kein Versagen. Das ist eine Entscheidung. -
TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."Ich bin Arzt.26 Wochen Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz. Psychische Erkrankungen sind heute die häufigste Ursache für Krankheitstage.
Die Antwort des Systems? Honorarkürzungen für Therapeut:innen.
Wer das „genug Geld" nennt, redet an der Versorgungsrealität vorbei. -
TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."Ich bin Arzt.TK-Chef Baas im Spiegel: Mehr Geld ins Gesundheitssystem sei „totaler Unsinn."
Ich bin Arzt. Ich profitiere, wenn Geld im System steckt – das ist mein Bias, den ich offen anspreche. Aber was mich antreibt, ist nicht mein Gehalt. Es sind die Patient:innen, die mir erzählen, dass sie keinen Therapieplatz bekommen. Seit Monaten. Manchmal länger. 🧵 -
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat sich genötigt gesehen, mein LinkedIn-Posting zu kommentieren.@tessarakt ah spannend
-
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat sich genötigt gesehen, mein LinkedIn-Posting zu kommentieren.Die Antwort des G-BA auf LinkedIn war ein Lehrstück in institutioneller Kommunikation: Drei Punkte aufgreifen, bei jedem formal Recht haben, am eigentlichen Argument vorbeireden.
„Die Teilnahme ist freiwillig" – stimmt, war nicht meine Frage.
„Frau Maag hat keine Nebentätigkeiten mehr" – stimmt, verschleiert die Drehtür.
„Sitzungen sind öffentlich" – stimmt, die Interessenlagen der Abstimmenden aber nicht. -
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat sich genötigt gesehen, mein LinkedIn-Posting zu kommentieren.Die Pointe: Die Offenlegungserklärungen der 13 Entscheider*innen sind nicht öffentlich. Der G-BA bestätigt das in seiner Antwort sogar selbst – Einsicht nur für Sitzungsteilnehmende und Justiziare.
Siemens Healthineers gibt 1,3 Mio. €/Jahr für Lobbying aus und führt das Lungenkrebsscreening als Regelungsvorhaben im Lobbyregister. Aber: Das Register erfasst nur Bundestag/Bundesregierung. Kontakte zum G-BA? Dokumentationsfreier Raum. -
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat sich genötigt gesehen, mein LinkedIn-Posting zu kommentieren.Der G-BA hat 13 stimmberechtigte Mitglieder. Sie entscheiden über die Gesundheitsversorgung von 74 Mio. GKV-Versicherten.
Patient*innen? Dürfen beraten, aber nicht abstimmen.
Mein Fund: Eine stimmberechtigte Vertreterin war bis 2020 bei Philips angestellt – einem CT-Hersteller. Eine „unparteiische" Kollegin wurde von der Seite vorgeschlagen, die sie zuvor als Bundestagsabgeordnete reguliert hat. -
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat sich genötigt gesehen, mein LinkedIn-Posting zu kommentieren.Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat sich genötigt gesehen, mein LinkedIn-Posting zu kommentieren. Für alle, die mit dem deutschen Gesundheitssystem nicht täglich zu tun haben: Das ist, als würde das Bundesverfassungsgericht unter einem Blogpost kommentieren.
Kurz: Ich habe recherchiert, wer in Deutschland darüber entscheidet, ob Millionen Raucher*innen ins CT-Screening geschickt werden. 🧵 -
#GeGID: Die Krankenkassen sollen über die ePA-App ein Berichtigungsrecht nach Art. 16 DSGVO auf die Daten der elektronischen Patientenakte bekommen@Chubbypunk totally agree. Ist mir durchgerutscht
-
#GeGID: Die Krankenkassen sollen über die ePA-App ein Berichtigungsrecht nach Art. 16 DSGVO auf die Daten der elektronischen Patientenakte bekommen7/7:
Strukturell könnten Kassen aus ePA-Daten algorithmische Risikoprofile bauen. Chronisch kranke Menschen bekommen „zufällig" schlechtere Erreichbarkeit, längere Bearbeitungszeiten. Stille Steuerung zu Lasten der Schwächsten.
Die ePA muss ein Tresor sein, dessen Schlüssel nur Patient*innen und Ärzt*innen halten.
#ePA #Datenschutz #Gesundheitspolitik -
#GeGID: Die Krankenkassen sollen über die ePA-App ein Berichtigungsrecht nach Art. 16 DSGVO auf die Daten der elektronischen Patientenakte bekommen6/7:
Bei den gesetzlichen Kassen arbeiten hunderttausende Menschen. Jeder Zugriffspunkt ist ein Risiko.
Sachbearbeiter*innen, die die psychiatrische Diagnose der Nachbarschaft lesen oder die HIV-Diagnose von Ex-Partner"innen nachschlagen.
Kein theoretisches Szenario. Menschliche Natur bei unkontrolliertem Zugang zu sensiblen Daten. -
#GeGID: Die Krankenkassen sollen über die ePA-App ein Berichtigungsrecht nach Art. 16 DSGVO auf die Daten der elektronischen Patientenakte bekommen5/7:
Aber Schritt zurück: Warum hat die Krankenkasse überhaupt Lesezugriff auf medizinische Inhalte der ePA?
Kassen sind keine Behandler*innen. Dass der Versicherer weiß, welche Diagnosen und Medikamente seine Versicherten haben, widerspricht meinem Verständnis der ärztlichen Schweigepflicht fundamental.
Für Streitfälle gibt es den MDK. Das sollte reichen. -
#GeGID: Die Krankenkassen sollen über die ePA-App ein Berichtigungsrecht nach Art. 16 DSGVO auf die Daten der elektronischen Patientenakte bekommen4/7:
Selbst im Gutfall entsteht ein Systemfehler: Die Kasse korrigiert einen Befund in der ePA. Aber bei Ärzt*innen bleiben die falschen Quelldaten im Praxissystem.
Zwei Datensätze, die sich widersprechen. Patient*in geht zurück zum*r Ärzt*in wird erneut auf Basis der falschen Daten behandelt.
Korrekturen gehören zum*r Urheber*in Alles andere gefährdet Menschen. -
#GeGID: Die Krankenkassen sollen über die ePA-App ein Berichtigungsrecht nach Art. 16 DSGVO auf die Daten der elektronischen Patientenakte bekommen3/7:
Szenario 2: Schreibzugriff auf Medikationspläne öffnet ein Einfallstor weit über die Kasse hinaus.
Kompromittierte oder erpresste Mitarbeiter*innen könnten gezielt Dosierungen verändern. Ärzt"innen vertrauen der Akte und der oder die Patient*in erhält die falsche Dosis.
Kein Thriller. Logische Konsequenz, wenn Nicht-Behandler"innen Schreibrechte bekommen. -
#GeGID: Die Krankenkassen sollen über die ePA-App ein Berichtigungsrecht nach Art. 16 DSGVO auf die Daten der elektronischen Patientenakte bekommen2/7:
Szenario 1: Eine Kasse „korrigiert" einen Arztbrief, der eine kostenintensive Therapie stützt. Das PDF wird überschrieben aber der oder die Ärzt*in erfährt nichts. Bei der nächsten Behandlung fehlt die Grundlage für die Therapieentscheidung.
Patientenschaden durch Unterlassung — und niemand merkt, warum.