Ich mache gerade einen Kurs zu Claude Code und Command Line für Journalist:innen (Advanced Prompt Engineering for Journalists) und es kommen so ein paar "42-Feelings" auf.
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Ich mache gerade einen Kurs zu Claude Code und Command Line für Journalist:innen (Advanced Prompt Engineering for Journalists) und es kommen so ein paar "42-Feelings" auf. Ihr erinnert euch? An der Schule 42 habe ich schon mal versucht, programmieren zu lernen - und das war...irgendwie krass. Auch der jetzige Kurs ist overwhelming und der Kursleiter arbeitet dran, sich selbst abzuschaffen, weil er bei jeder Frage sagt: "Frag doch KI". Hahaha wieso mache ich denn einen Kurs mit einem Menschen??
@evawolfangel Prompt engineering? Ihr sollt die KI prompten, wie ihr sie am besten promptet?
Bei "42" hab ich auch direkt Assoziationen, was KI anbetrifft und das richtige Stellen von Fragen
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@evawolfangel Wenn man kein Domänenwissen hat, wird "factchecken" aka googlen auch immer schwieriger, die ersten Suchergebnisse sind auch Gemini und viele Quellen haben auch keine klare AI-Policy und sind im Zweifelsfall auch frei erfunden...
Dead Internet Theory eben.@SimonHain Eben. Es endet immer damit, dass man erstmal eine vertrauenswürdige Quelle finden muss. Und das wird immer schwieriger. Ich hatte den Kursleiter für einen solche gehalten - aber der ist ziemlich störrisch.

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@sl007 haha danke, ja, ich fühle mich allein mit meiner KI - und bin mir noch nicht sicher, ob ich den Kurs empfehlen kann.

Gerade wurde die einzige Live-Session nach hinten verschoben und ist inzischen um 23 Uhr deutsche Zeit (obwohl die aktivsten TN aus Europa sind). Ich vermute, er hat Angat vor meinen Fragen und hofft, dass ich dann schon schlafe.
@evawolfangel Notiz an mich: keine Journalist*innen zu meinen Kursen¹ zulassen, die stellen nur unangenehme Fragen.
Ist das wie bei Anwält*innen? Für die will auch niemand Dienstleistungen anbieten, weil die immer gleich klagen.

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¹ ich geb gar keine 🤪 -
Ich mache gerade einen Kurs zu Claude Code und Command Line für Journalist:innen (Advanced Prompt Engineering for Journalists) und es kommen so ein paar "42-Feelings" auf. Ihr erinnert euch? An der Schule 42 habe ich schon mal versucht, programmieren zu lernen - und das war...irgendwie krass. Auch der jetzige Kurs ist overwhelming und der Kursleiter arbeitet dran, sich selbst abzuschaffen, weil er bei jeder Frage sagt: "Frag doch KI". Hahaha wieso mache ich denn einen Kurs mit einem Menschen??
@evawolfangel früher hat man Programmieren gelernt, indem man Schritt für Schritt die Konzepte und Bausteine gelernt hat. Jetzt machen die meisten irgendwie drauflos und versuchen nur noch, irgendein Ding irgendwie zum Laufen zu kriegen. Das hat vor dem KI Hype schon angefangen aber jetzt ist es der Normalfall. Sachen machen, ohne jeden Anspruch dabei zu verstehen was passiert
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@SimonHain Eben. Es endet immer damit, dass man erstmal eine vertrauenswürdige Quelle finden muss. Und das wird immer schwieriger. Ich hatte den Kursleiter für einen solche gehalten - aber der ist ziemlich störrisch.

@evawolfangel @SimonHain Eigentlich müsste das Gesamtsystem so gestaltet sein, dass KI immer ausschließlich Nicht-KI-Informationen als Quellen nutzt.
Das heißt KI müsste auch lernen Informationen aus erster Hand als solche zu erkennen bzw. alles Fact-checken und zweifelhaftes auch so zu behandeln.
Und vorallem: Auch sagen zu können "Das weiß ich nicht" oder "Das kann ich nicht zweifelsfrei feststellen"...
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@evawolfangel @SimonHain Eigentlich müsste das Gesamtsystem so gestaltet sein, dass KI immer ausschließlich Nicht-KI-Informationen als Quellen nutzt.
Das heißt KI müsste auch lernen Informationen aus erster Hand als solche zu erkennen bzw. alles Fact-checken und zweifelhaftes auch so zu behandeln.
Und vorallem: Auch sagen zu können "Das weiß ich nicht" oder "Das kann ich nicht zweifelsfrei feststellen"...
@kuzmandi @evawolfangel Haha, dafür müsste man die generierten Inhalte ja kennzeichnen, da werden sich unsere neuen größten Konzerne der Welt aber mit Händen und Füßen gegen wehren.
Für die Habsburg-KI-Phänomene haben sie ja schon allerlei nicht funktionierende Workarounds, glaube nicht dass es da eine Lösung gibt. -
"Frag doch KI" geht gerne mal schief. Natürlich kann man versuchen, die Auskünfte von KI factzuchecken etc. Aber das ist sehr mühsam, und je weiter man sich in ein Territorium wagt, in dem man nicht so genau bescheid weiß, auch riskant. Gerade jetzt, wo es in Richtung Vibe-Coding geht, will ich mich eben nicht darauf verlassen, dass die KI schon richtig liegt. Weil: die Scherben anderer Vibe-Coder liegen vor meinen Füßen bzw deren sensible Daten in meinen Händen. (Stay tuned, Text in the making)
@evawolfangel programmieren lernt man mit Stift und Papier. Das sage ich meinen Studenten auch immer.
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Gestern hat die KI dann irgendwann geantwortet: Frag doch deinen Kursleiter.

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Gestern hat die KI dann irgendwann geantwortet: Frag doch deinen Kursleiter.

@evawolfangel Wart ab, bald sagt sie: Fahr doch Bahn. 🤭
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"Frag doch KI" geht gerne mal schief. Natürlich kann man versuchen, die Auskünfte von KI factzuchecken etc. Aber das ist sehr mühsam, und je weiter man sich in ein Territorium wagt, in dem man nicht so genau bescheid weiß, auch riskant. Gerade jetzt, wo es in Richtung Vibe-Coding geht, will ich mich eben nicht darauf verlassen, dass die KI schon richtig liegt. Weil: die Scherben anderer Vibe-Coder liegen vor meinen Füßen bzw deren sensible Daten in meinen Händen. (Stay tuned, Text in the making)
@evawolfangel Ich glaube das ist genau die Crux bei programmieren mit AI: entweder man verlässt sich drauf, dass die AI das schon hinbekommt, was einem eher früher als später auf die Füße fallen wird oder man verifiziert alles was bei rauskommt, dann sind die Effizienzsteigerungen lächerlich bis negativ. Und ich bin mir nicht sicher ob es einen guten Zwischenweg gibt.
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@evawolfangel Notiz an mich: keine Journalist*innen zu meinen Kursen¹ zulassen, die stellen nur unangenehme Fragen.
Ist das wie bei Anwält*innen? Für die will auch niemand Dienstleistungen anbieten, weil die immer gleich klagen.

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¹ ich geb gar keine 🤪 -
@evawolfangel Wart ab, bald sagt sie: Fahr doch Bahn. 🤭
@Fischblog
Der wird man die Wokeness schon noch austreiben! 🧐 -
@evawolfangel programmieren lernt man mit Stift und Papier. Das sage ich meinen Studenten auch immer.
Das klingt jetzt vielleicht etwas hart, dennoch muss ich sagen: "Das ist grober Unfug."
Ich kenne tatsächlich keinen Programmierer, der nicht iterativ arbeitet. D.h. Dinge ausprobiert, in den Kompiler/Linter wirft, Fehler korrigiert, testet, bis am Ende das Gewünschte raus kommt.
Papier und Stift verlangt, dass alles auf Anhieb richtig ist.
Diesen Grad von Perfektion schafft kaum jemand. Unnötige Selektion.
War in den 60-70ern mal nötig, heute zum Glück nicht.
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Ich mache gerade einen Kurs zu Claude Code und Command Line für Journalist:innen (Advanced Prompt Engineering for Journalists) und es kommen so ein paar "42-Feelings" auf. Ihr erinnert euch? An der Schule 42 habe ich schon mal versucht, programmieren zu lernen - und das war...irgendwie krass. Auch der jetzige Kurs ist overwhelming und der Kursleiter arbeitet dran, sich selbst abzuschaffen, weil er bei jeder Frage sagt: "Frag doch KI". Hahaha wieso mache ich denn einen Kurs mit einem Menschen??
@evawolfangel Viele Dozierende (akademisch und außerhalb) arbeiten sich ja genüsslich am Thema "kritisches Denken" ab: Wenn man nur kritisch ist, dann geht Vibe-Prompting jeglicher Coleur schon "irgendwie"...
Nur ist meine Hypothese halt, dass kritisches Denken tendenziell sogar *schadet*, wenn kein Welt-Modell mit echter Expertise dahinter steht.
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@evawolfangel Viele Dozierende (akademisch und außerhalb) arbeiten sich ja genüsslich am Thema "kritisches Denken" ab: Wenn man nur kritisch ist, dann geht Vibe-Prompting jeglicher Coleur schon "irgendwie"...
Nur ist meine Hypothese halt, dass kritisches Denken tendenziell sogar *schadet*, wenn kein Welt-Modell mit echter Expertise dahinter steht.
@evawolfangel Die richtig fiesen Fails sind ja die, die man nur dann feststellt, wenn man eigentlich genau dieses Problem schon gelöst hat.
Das haben aber Schüler, Studis und alle, die irgendwie irgendwas neues lernen/erschaffen wollen, eben gerade nicht.
Deshalb ist mein Take, dass man für Vibe Coding *MINDESTENS* wirklich ein kleines Projekt selbst gecodet haben sollte - wobei mehr natürlich mehr und besser natürlich besser ist...
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Das klingt jetzt vielleicht etwas hart, dennoch muss ich sagen: "Das ist grober Unfug."
Ich kenne tatsächlich keinen Programmierer, der nicht iterativ arbeitet. D.h. Dinge ausprobiert, in den Kompiler/Linter wirft, Fehler korrigiert, testet, bis am Ende das Gewünschte raus kommt.
Papier und Stift verlangt, dass alles auf Anhieb richtig ist.
Diesen Grad von Perfektion schafft kaum jemand. Unnötige Selektion.
War in den 60-70ern mal nötig, heute zum Glück nicht.
@eXo_X5 @grauhausen @evawolfangel Glaube nicht, dass das so gemeint war.
Aber Architektur in Pseudo-Code vorher mal draften hilft schon echt extrem.
(Übrigens sogar dann, wenn man sich das dann von Claude coden lässt ... und je kleinteiliger, desto besser. Nicht, dass ich das empfehlen würde.)
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@evawolfangel Ich glaube das ist genau die Crux bei programmieren mit AI: entweder man verlässt sich drauf, dass die AI das schon hinbekommt, was einem eher früher als später auf die Füße fallen wird oder man verifiziert alles was bei rauskommt, dann sind die Effizienzsteigerungen lächerlich bis negativ. Und ich bin mir nicht sicher ob es einen guten Zwischenweg gibt.
@343max @evawolfangel um ehrlich zu sein: wie oft hast Du schon einen Compiler qualifiziert, der Dein Programm in Assembler umsetzt?
Oder verlässt Du Dich darauf, dass der Compiler richtig arbeitet und die angezogen Libs auch? -
@eXo_X5 @grauhausen @evawolfangel Glaube nicht, dass das so gemeint war.
Aber Architektur in Pseudo-Code vorher mal draften hilft schon echt extrem.
(Übrigens sogar dann, wenn man sich das dann von Claude coden lässt ... und je kleinteiliger, desto besser. Nicht, dass ich das empfehlen würde.)
@ftranschel @grauhausen @evawolfangel
Dann hoffe ich, dass das ein Missverständnis war.
Ich hatte an der Uni in den frühen 00ern tatsächlich noch Klausuren, wo ich Algorithmen in echtem Code zu Papier bringen sollte.
Da war dann jedes fehlende Semikolon oder Buchstabendreher gleich Punktabzug.Später im Beruf habe ich vermutlich nie ein Papier zur Hand genommen. Wozu auch?
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@ftranschel @grauhausen @evawolfangel
Dann hoffe ich, dass das ein Missverständnis war.
Ich hatte an der Uni in den frühen 00ern tatsächlich noch Klausuren, wo ich Algorithmen in echtem Code zu Papier bringen sollte.
Da war dann jedes fehlende Semikolon oder Buchstabendreher gleich Punktabzug.Später im Beruf habe ich vermutlich nie ein Papier zur Hand genommen. Wozu auch?
@eXo_X5 @grauhausen @evawolfangel "Wozu auch?"
Um Distanz vom Gegenstand zu bekommen.
Ich mache das schon und es hilft *mir* extrem. YYMV, obviously.
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@343max @evawolfangel um ehrlich zu sein: wie oft hast Du schon einen Compiler qualifiziert, der Dein Programm in Assembler umsetzt?
Oder verlässt Du Dich darauf, dass der Compiler richtig arbeitet und die angezogen Libs auch?


