Ich habe mal über #Altersgrenze für #Socialmedia nachgedacht (snappy Sound Bites sind nicht mein Ding) und mich würde interessieren, was ihr denkt:
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@AwetTesfaiesus Vier mal ja.
Bin mir nur nicht sicher, ob man das Problematische am Geschäftsmodell genau genug fassen kann, um es sinnvoll weg zu regulieren.
@HeptaSean In solchen Situationen haben wir aber eine Lösung:
"Verbot mit Erlaubnisvorbehalt."
Praktizieren wir im Straßenverkehr für das Lenken/Führen von Kraftfahrzeugen seit über 100 Jahren.
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3. Die Altersverifikation führt (m.E. zwangsläufig) zu einer Totalerfassung der Nutzer:innen.
4. Die Altersgrenze wird vermutlich dazu führen, dass (mit Verweis darauf) jede weitere Regulierung zurückgewiesen wird (die Leute sind ja alt genug, selbst zu entscheiden; siehe Tabak, Alkohol, etc.).
#tldr: Wenn man anerkennt, dass es ein anti-soziales Geschäftsmodell ist, warum nicht ran an das Geschäftsmodell insgesamt?
Ich denke, die Diskussion dient als "Deramping" für SoMe-Regulierung.
2/2
@AwetTesfaiesus dem stimme ich so komplett zu.
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@AwetTesfaiesus mit ganz wenig wissen kann sich jeder für 5€ nen Server mieten.
Social Media Software gibt es Haufenweise gratis im Netz.
Somit werden wild wuchernd Haufenweise kleine Netze entstehen, die absolut nicht mehr zu kontrollieren sind.
Ist es wirklich das was wir wollen ?Aber mit 5 Euro bekommst Du keine sozial-destruktiven Algorithmen, oder?
Und 2. wo ist der Unterschied zu E-Mail?
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@HeptaSean In solchen Situationen haben wir aber eine Lösung:
"Verbot mit Erlaubnisvorbehalt."
Praktizieren wir im Straßenverkehr für das Lenken/Führen von Kraftfahrzeugen seit über 100 Jahren.
@AwetTesfaiesus Oh, ich glaube, *das* würde mir dann doch entschieden zu weit gehen. Website darfst Du nur starten, nachdem Du Dir den Stempel vom Website-Erlaubnis-Amt geholt hast? Nee, so auf keinen Fall.
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@AwetTesfaiesus Oh, ich glaube, *das* würde mir dann doch entschieden zu weit gehen. Website darfst Du nur starten, nachdem Du Dir den Stempel vom Website-Erlaubnis-Amt geholt hast? Nee, so auf keinen Fall.
@HeptaSean wer spricht von Webseiten???
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Ergänzend:
"Off-Ramping" meint die "harmonischere" Form von "Derailing" (was zu einem political Trainwreck führt).
Beim "Off-Ramping" (etwa "die Ausfahrt nehmen") wird ein Thema "sanft" von der Regulierungsagenda heruntergeleitet, möglicherweise mit Blessuren, aber in Vermeidung eines (sonst möglicherweise drohenden) Regulierungs-Crashes/-Staus.
@AwetTesfaiesus Ja. Genau.
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Ich habe mal über #Altersgrenze für #Socialmedia nachgedacht (snappy Sound Bites sind nicht mein Ding) und mich würde interessieren, was ihr denkt:
1. Unwidersprochen soll sein, dass #Broligarchen-SoMe eine problematische Industrie ist; und zwar explizit auch gesundheitlich problematisch.
2. Wenn es aber also ein Problem mit (Konzern-)SoMe gibt, dann hört das ja nicht magisch mit erreichen einer Altersgrenze auf (Problemkonsumenten scheinen mir auch eher unter den Boomern gehäuft)1/2
@AwetTesfaiesus
Die Regierigen sollen an die Ursache ran und nicht neue problematische Nebenkriegsschauplätze und neue Bürokratie hochziehen. Die erhoffte Schutzwirkung kann und wird dann wohl auch eh nicht überprüft werden können, man hat aber ein Haufen reale PersDaten der Kinder und Jugendlichen eingesammelt.Druck auf die EU-Kommission ausüben, dass endlich die Möglichkeiten des DSA konsequent genutzt werden, und zwar europaweit. Gesetze sind bereits da, nur zu.
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Ergänzend:
"Off-Ramping" meint die "harmonischere" Form von "Derailing" (was zu einem political Trainwreck führt).
Beim "Off-Ramping" (etwa "die Ausfahrt nehmen") wird ein Thema "sanft" von der Regulierungsagenda heruntergeleitet, möglicherweise mit Blessuren, aber in Vermeidung eines (sonst möglicherweise drohenden) Regulierungs-Crashes/-Staus.
@AwetTesfaiesus Deine Erklärung und Einordnung find ich wieder mal sehr interessant. Danke!
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@AwetTesfaiesus dem stimme ich so komplett zu.
@AwetTesfaiesus ich würde noch ergänzen, dass ein Grundproblem nicht zwingend social Media an sich ist, sondern ein Business Modell bei kommerziellen, gewinnorientierten social Media Plattformen, das auf Werbung fußt und damit zwangsläufig Aufmerksamkeitsmaximierung betreibt.
Gekoppelt mit globalem Markt und fehlenden Incentives, lokale Auswirkungen in allen Märkten zu beobachten, geschweige denn unter Kontrolle zu halten.
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@AwetTesfaiesus Ich frage mich schon länger, warum die SoMe-Kanäle nicht genau so reguliert werden können, wie die Fernsehprogramme. Es sind in beiden Medien die gleichen Mechanismen am Werk: Klicks/Einschaltquoten zum Erzeugen von Werbeeinnahmen. Im TV darf allerdings der ganze Quatsch, der in SoMe ungeprüft veröffentlicht wird, nicht ausgestrahlt werden.
Wenn man also SoMe den gleichen Bedingungen unterwirft wie die TV-Sender, sollte das doch reichen. Oder nicht?@suessholz_ftw hä? Solange mioska regelmäßig von Nazis durchs Studio getreten wird, funktioniert da irgendeine Regulierung ja mal überhaupt nicht. Was soll der Quatsch? @AwetTesfaiesus
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@HeptaSean wer spricht von Webseiten???
@AwetTesfaiesus Social Media *sind* Webseiten. Was denn sonst?!? Ab wann soll es denn „Social Media“ sein? Ab wann sollen die Anti-Tech-Bro-Daumenschrauben angelegt werden? Wenn sich jeder registrieren und kommentieren kann? Wenn die Nutzer*innen eine eigene Timeline auf der Seite bekommen? Wie genau definierst Du, was „böse“ oder „gefährliche“ „Social Media“ ist und was irgendeine andere Form von Web?
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3. Die Altersverifikation führt (m.E. zwangsläufig) zu einer Totalerfassung der Nutzer:innen.
4. Die Altersgrenze wird vermutlich dazu führen, dass (mit Verweis darauf) jede weitere Regulierung zurückgewiesen wird (die Leute sind ja alt genug, selbst zu entscheiden; siehe Tabak, Alkohol, etc.).
#tldr: Wenn man anerkennt, dass es ein anti-soziales Geschäftsmodell ist, warum nicht ran an das Geschäftsmodell insgesamt?
Ich denke, die Diskussion dient als "Deramping" für SoMe-Regulierung.
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@AwetTesfaiesus
Da ist wohl was dran. Zumindest die australische Gesetzgebung wurde anscheinend maßgeblich von Leuten gepusht, die damit stärkere Regulierung von Werbung für online Glücksspiel verhindern wollten
https://www.techdirt.com/2025/12/15/australias-social-media-ban-was-pushed-by-ad-agency-focused-on-gambling-ads-it-didnt-want-banned/ -
Ich habe mal über #Altersgrenze für #Socialmedia nachgedacht (snappy Sound Bites sind nicht mein Ding) und mich würde interessieren, was ihr denkt:
1. Unwidersprochen soll sein, dass #Broligarchen-SoMe eine problematische Industrie ist; und zwar explizit auch gesundheitlich problematisch.
2. Wenn es aber also ein Problem mit (Konzern-)SoMe gibt, dann hört das ja nicht magisch mit erreichen einer Altersgrenze auf (Problemkonsumenten scheinen mir auch eher unter den Boomern gehäuft)1/2
@AwetTesfaiesus
Altersgrenze und damit Identifikationspflicht gefährden jede Form von Vernetzung von marginalisierten, bedrohten oder unter gewissen Umständen auch politischen Gruppen.
Mit Altersgrenze hätte es kein #fridays4future gegeben, las ich hier gestern als These. Vielleicht ein Hintergedanke dabei?Wo ist die Grenze zwischen Messenger und sozialen Medien?
Jugendliche brauchen auch Orte, wo sie sich geschützt vor ihren Eltern usw. mit Themen auseinander setzen können. (1/2)
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3. Die Altersverifikation führt (m.E. zwangsläufig) zu einer Totalerfassung der Nutzer:innen.
4. Die Altersgrenze wird vermutlich dazu führen, dass (mit Verweis darauf) jede weitere Regulierung zurückgewiesen wird (die Leute sind ja alt genug, selbst zu entscheiden; siehe Tabak, Alkohol, etc.).
#tldr: Wenn man anerkennt, dass es ein anti-soziales Geschäftsmodell ist, warum nicht ran an das Geschäftsmodell insgesamt?
Ich denke, die Diskussion dient als "Deramping" für SoMe-Regulierung.
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@AwetTesfaiesus Die Altersverifikation löst kein Problem - sie sorgt nur dafür, dass Kinder erst später davon betroffen sind oder kreative Massnahmen zur Umgehung finden müssen.
Und das zum Preis der Totalerfassung. -
Ergänzend:
"Off-Ramping" meint die "harmonischere" Form von "Derailing" (was zu einem political Trainwreck führt).
Beim "Off-Ramping" (etwa "die Ausfahrt nehmen") wird ein Thema "sanft" von der Regulierungsagenda heruntergeleitet, möglicherweise mit Blessuren, aber in Vermeidung eines (sonst möglicherweise drohenden) Regulierungs-Crashes/-Staus.
@AwetTesfaiesus die Altersbegrenzung ist nichts weiter, als ein Freifahrtschein für Deregulierung. Das Problem bei Social Media ist in erster Linie die Qualität der Regulierung durch die Betreiber. Genau da muss meiner Meinung nach angesetzt werden. Man kann ja über Altersgrenzen sprechen, aber erst, wenn die eigentlichen Probleme angegangen wurden.
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Ich habe mal über #Altersgrenze für #Socialmedia nachgedacht (snappy Sound Bites sind nicht mein Ding) und mich würde interessieren, was ihr denkt:
1. Unwidersprochen soll sein, dass #Broligarchen-SoMe eine problematische Industrie ist; und zwar explizit auch gesundheitlich problematisch.
2. Wenn es aber also ein Problem mit (Konzern-)SoMe gibt, dann hört das ja nicht magisch mit erreichen einer Altersgrenze auf (Problemkonsumenten scheinen mir auch eher unter den Boomern gehäuft)1/2
@AwetTesfaiesus
Vollkommen d'accord.
Zusätzlich stellt sich die Frage, wie Medienbildung funktionieren soll, wenn die angeblich geschützte Zielgruppe die Medien gar nicht benutzen darf. Hier lässt sich deutlich eine Analogie zur (fehlenden) sexueller Aufklärung ziehen: Der fehlende Zugang zu Informationen verschärft alle Probleme, die die Verbote zu bekämpfen vorgeben. -
@AwetTesfaiesus
Altersgrenze und damit Identifikationspflicht gefährden jede Form von Vernetzung von marginalisierten, bedrohten oder unter gewissen Umständen auch politischen Gruppen.
Mit Altersgrenze hätte es kein #fridays4future gegeben, las ich hier gestern als These. Vielleicht ein Hintergedanke dabei?Wo ist die Grenze zwischen Messenger und sozialen Medien?
Jugendliche brauchen auch Orte, wo sie sich geschützt vor ihren Eltern usw. mit Themen auseinander setzen können. (1/2)
@AwetTesfaiesus
beispielsweise denke ich an ungeoutete queere Jugendliche, die erst mal verstehen wollen 'was passiert da mit mir?'.Die großen Firmen sind ne Katastrophe. ganz klar. Aber dann gilt es, die auf den Pott zu setzen, ihre Hausaufgaben zu machen, und nicht Jugendliche mit stumpfen Verboten zu belegen.
Zuletzt: Medienkompetenz lernt man nicht als Delta-Funktion, die mit festgelegtem Alter von 0 auf 1 schaltet.
Altersgrenzen kaschieren ein gescheitertes Bildungssystem. -
3. Die Altersverifikation führt (m.E. zwangsläufig) zu einer Totalerfassung der Nutzer:innen.
4. Die Altersgrenze wird vermutlich dazu führen, dass (mit Verweis darauf) jede weitere Regulierung zurückgewiesen wird (die Leute sind ja alt genug, selbst zu entscheiden; siehe Tabak, Alkohol, etc.).
#tldr: Wenn man anerkennt, dass es ein anti-soziales Geschäftsmodell ist, warum nicht ran an das Geschäftsmodell insgesamt?
Ich denke, die Diskussion dient als "Deramping" für SoMe-Regulierung.
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@AwetTesfaiesus gibts es soziale Geschäftsmodelle?
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@AwetTesfaiesus Social Media *sind* Webseiten. Was denn sonst?!? Ab wann soll es denn „Social Media“ sein? Ab wann sollen die Anti-Tech-Bro-Daumenschrauben angelegt werden? Wenn sich jeder registrieren und kommentieren kann? Wenn die Nutzer*innen eine eigene Timeline auf der Seite bekommen? Wie genau definierst Du, was „böse“ oder „gefährliche“ „Social Media“ ist und was irgendeine andere Form von Web?
@HeptaSean eine Platform; siehe Art. [edit: 3] DSA
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Aber mit 5 Euro bekommst Du keine sozial-destruktiven Algorithmen, oder?
Und 2. wo ist der Unterschied zu E-Mail?
@AwetTesfaiesus
das zweite ist der wichtigste Punkt: Wenn die Grenze zwischen Messenger und sozialen Medien nicht klar ist: Ist dann das Ergebnis eine schleichende Isolation von Jugendlichen vor ALLEN Kommunikationsmitteln?
Geht es am Ende doch nur um patriarchale Macht? (und als Nebenprodukt ne Menge Daten-Gold für andre Patriarchen?)
@Willy_Wuff