Als Kind hab ich oft mit meinen Eltern über Waldsterben geredet und Ozonloch und Tschernobyl und Autoabgase.
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Als Kind hab ich oft mit meinen Eltern über Waldsterben geredet und Ozonloch und Tschernobyl und Autoabgase.
Warum die denn Benzin bräuchten, ob das nicht auch anders ginge, mein Körper würde sich ja auch mit Kartoffeln und Quark bewegen."Es gibt schon Entwicklungen," sagte mein Papa, "die forschen an Wasserstoffautos, da kommen hinten keine Abgase raus, sondern ein paar Tropfen Wasser."
"Und warum kann man keine kaufen?", fragte ich.
Dann erzählte er von OPEC und ich fühlte mich machtlos.
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Als Kind hab ich oft mit meinen Eltern über Waldsterben geredet und Ozonloch und Tschernobyl und Autoabgase.
Warum die denn Benzin bräuchten, ob das nicht auch anders ginge, mein Körper würde sich ja auch mit Kartoffeln und Quark bewegen."Es gibt schon Entwicklungen," sagte mein Papa, "die forschen an Wasserstoffautos, da kommen hinten keine Abgase raus, sondern ein paar Tropfen Wasser."
"Und warum kann man keine kaufen?", fragte ich.
Dann erzählte er von OPEC und ich fühlte mich machtlos.
Heute finde ich es am besten, wenn ich gar kein Auto brauche. Es ergibt meistens wenig Sinn, 1000kg Auto zu bewegen, weil 70kg Mensch irgendwo hin wollen. Ganz abgesehen von gefährlich, Stau und nervig.
Ich verstehe aber, dass aus Gründen des Staatsversagens im Bereich Infrastruktur viele Menschen ein Auto brauchen. Da wäre es doch schön, wenn wenigstens der Verbrenner jetzt mal ganz fix Geschichte wäre.
*seufzt*
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Heute finde ich es am besten, wenn ich gar kein Auto brauche. Es ergibt meistens wenig Sinn, 1000kg Auto zu bewegen, weil 70kg Mensch irgendwo hin wollen. Ganz abgesehen von gefährlich, Stau und nervig.
Ich verstehe aber, dass aus Gründen des Staatsversagens im Bereich Infrastruktur viele Menschen ein Auto brauchen. Da wäre es doch schön, wenn wenigstens der Verbrenner jetzt mal ganz fix Geschichte wäre.
*seufzt*
@megaphon
Erhöhe das Verhältnis auf 2.000 vs. 70 kg.
Welches "vollwertige" Auto (kein 45er) wiegt nur noch 1.000 kg?
Ja, die Größenordnung ist absurd! -
Heute finde ich es am besten, wenn ich gar kein Auto brauche. Es ergibt meistens wenig Sinn, 1000kg Auto zu bewegen, weil 70kg Mensch irgendwo hin wollen. Ganz abgesehen von gefährlich, Stau und nervig.
Ich verstehe aber, dass aus Gründen des Staatsversagens im Bereich Infrastruktur viele Menschen ein Auto brauchen. Da wäre es doch schön, wenn wenigstens der Verbrenner jetzt mal ganz fix Geschichte wäre.
*seufzt*
Ich nehme ganz subjektiv eine Tendenz zum Rückzug ins Private wahr.
Es fehlen Ehrenamtliche, Menschen sind politikmüde, Netflix, Rewe Lieferservice, Türkameras, hygge häkeln, Körper optimieren, alle fahren ihre eigenen Kinder zur Schule, Sprachnachricht statt telefonieren.
Ein Grund könnte Überforderung durch Globalisierung, Informationsflut und Weltlage sein. Und dann das gleiche Ohnmachtsgefühl, dass ich damals empfunden habe.
Also bleibt man bei sich, wo man sich wirkmächtig fühlt.
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Ich nehme ganz subjektiv eine Tendenz zum Rückzug ins Private wahr.
Es fehlen Ehrenamtliche, Menschen sind politikmüde, Netflix, Rewe Lieferservice, Türkameras, hygge häkeln, Körper optimieren, alle fahren ihre eigenen Kinder zur Schule, Sprachnachricht statt telefonieren.
Ein Grund könnte Überforderung durch Globalisierung, Informationsflut und Weltlage sein. Und dann das gleiche Ohnmachtsgefühl, dass ich damals empfunden habe.
Also bleibt man bei sich, wo man sich wirkmächtig fühlt.
Ich labere nur so vor mich hin, mit wirrem Haar auf meiner inneren Parkbank.
Ihr seid die Enten haha

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@megaphon
Erhöhe das Verhältnis auf 2.000 vs. 70 kg.
Welches "vollwertige" Auto (kein 45er) wiegt nur noch 1.000 kg?
Ja, die Größenordnung ist absurd!@fasnix oh okay? Danke, ich habe keine Ahnung von Autos

Hatte nur schnell gegoogelt und da stand 'zwischen 800 und 1500kg'. -
Ich labere nur so vor mich hin, mit wirrem Haar auf meiner inneren Parkbank.
Ihr seid die Enten haha

@megaphon Quak.
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Ich nehme ganz subjektiv eine Tendenz zum Rückzug ins Private wahr.
Es fehlen Ehrenamtliche, Menschen sind politikmüde, Netflix, Rewe Lieferservice, Türkameras, hygge häkeln, Körper optimieren, alle fahren ihre eigenen Kinder zur Schule, Sprachnachricht statt telefonieren.
Ein Grund könnte Überforderung durch Globalisierung, Informationsflut und Weltlage sein. Und dann das gleiche Ohnmachtsgefühl, dass ich damals empfunden habe.
Also bleibt man bei sich, wo man sich wirkmächtig fühlt.
@megaphon naagnaagnaag.

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Ich labere nur so vor mich hin, mit wirrem Haar auf meiner inneren Parkbank.
Ihr seid die Enten haha

@megaphon Hm, Brot. Mehr Brot!
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@megaphon Quak.
@NitroNika *hält lieb etwas Futter hin*
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@megaphon naagnaagnaag.

@giant_awake *wirft Futter*
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@megaphon Hm, Brot. Mehr Brot!
@rike_randomno Brot sollst du nicht! Hier, Haferflocken

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Ich labere nur so vor mich hin, mit wirrem Haar auf meiner inneren Parkbank.
Ihr seid die Enten haha

Eventuell schließt sich hier sogar noch ein Kreis:
Menschen nehmen ihr Auto als einen besonderen privaten Raum wahr. Sie singen dort, essen, sind geschützt vor dem Unbill der Welt (Menschen, Wetter, andere Autos) und viele bleiben nach der Ankunft noch ein bisschen sitzen, bis sie aussteigen.
Wenn Privatheit wegen Überforderung immer wichtiger wird, ist es natürlich noch schwerer, das Auto gegen öffentliche Verkehrsmittel einzutauschen.
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Eventuell schließt sich hier sogar noch ein Kreis:
Menschen nehmen ihr Auto als einen besonderen privaten Raum wahr. Sie singen dort, essen, sind geschützt vor dem Unbill der Welt (Menschen, Wetter, andere Autos) und viele bleiben nach der Ankunft noch ein bisschen sitzen, bis sie aussteigen.
Wenn Privatheit wegen Überforderung immer wichtiger wird, ist es natürlich noch schwerer, das Auto gegen öffentliche Verkehrsmittel einzutauschen.
@megaphon Ohne das in ein »bigger picture« einpassen zu wollen: Ich beobachte an mir selbst, dass mich der sich verändernde ÖPNV zunehmend überfordert: all die mangelnde Rücksichtnahme, das fehlende Benehmen. Laute Gespräche, Telefonate und Sprachnachrichten, Musik
oder Videos ohne Kopfhörer, Verzehr stark riechender Speisen. Von Drogen, Übergriffen, sonstiger Aggression mal ganz abgesehen: That's too much. Und das sage ich, obwohl ich Bahnfahren eigentlich liebe und Autofahren nicht. -
Eventuell schließt sich hier sogar noch ein Kreis:
Menschen nehmen ihr Auto als einen besonderen privaten Raum wahr. Sie singen dort, essen, sind geschützt vor dem Unbill der Welt (Menschen, Wetter, andere Autos) und viele bleiben nach der Ankunft noch ein bisschen sitzen, bis sie aussteigen.
Wenn Privatheit wegen Überforderung immer wichtiger wird, ist es natürlich noch schwerer, das Auto gegen öffentliche Verkehrsmittel einzutauschen.
@megaphon@mastodon.social Autos sind auch für Männer wichtig, weil Männer angst, oder sogar Panik davor haben, von Prostituierten angesprochen oder angefasst zu werden. Das erste mal habe ich das erlebt, als ein Arbeitskollege sich eingeladen hatte von mir nach hause gefahren zu werden. in der nähe seiner Wohnung liess ich das Auto ausrollen, als vom Beifahrersitz panische Rufe kamen weiterzufahren. 10 meter weiter fragte ich ihn dann, was denn gewesen sei? "hast du nicht gesehen? da stand einprostituierte! du kannst mich doch nicht neben einer prostituierte aussteigen lassen!" ich hatte die frau wirklich nicht bemerkt. seither habe ich gelernt: er ist kein eibzelfall. -
@megaphon@mastodon.social Autos sind auch für Männer wichtig, weil Männer angst, oder sogar Panik davor haben, von Prostituierten angesprochen oder angefasst zu werden. Das erste mal habe ich das erlebt, als ein Arbeitskollege sich eingeladen hatte von mir nach hause gefahren zu werden. in der nähe seiner Wohnung liess ich das Auto ausrollen, als vom Beifahrersitz panische Rufe kamen weiterzufahren. 10 meter weiter fragte ich ihn dann, was denn gewesen sei? "hast du nicht gesehen? da stand einprostituierte! du kannst mich doch nicht neben einer prostituierte aussteigen lassen!" ich hatte die frau wirklich nicht bemerkt. seither habe ich gelernt: er ist kein eibzelfall.
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Heute finde ich es am besten, wenn ich gar kein Auto brauche. Es ergibt meistens wenig Sinn, 1000kg Auto zu bewegen, weil 70kg Mensch irgendwo hin wollen. Ganz abgesehen von gefährlich, Stau und nervig.
Ich verstehe aber, dass aus Gründen des Staatsversagens im Bereich Infrastruktur viele Menschen ein Auto brauchen. Da wäre es doch schön, wenn wenigstens der Verbrenner jetzt mal ganz fix Geschichte wäre.
*seufzt*
@megaphon Ich musste verstehen, dass ganz viele Menschen einfach ein Auto HABEN WOLLEN. Das erklärt u.a., dass der Pkw-Anteil in Münchens Verkehr seit Jahren abnimmt, der Pkw-Bestand aber zunimmt.
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@megaphon Ich musste verstehen, dass ganz viele Menschen einfach ein Auto HABEN WOLLEN. Das erklärt u.a., dass der Pkw-Anteil in Münchens Verkehr seit Jahren abnimmt, der Pkw-Bestand aber zunimmt.
@kaltmamsell ja, das ist spannend: anfangs sagen die meisten 'aber ich BRAUCHE halt ein Auto!', und erst später kommt oft heraus, dass es weniger um Sachgründe geht und mehr um Gefühle. Verschiedenster Art.
Für mich ist das schwer nachzuvollziehen. Aber es ist ja wichtig zu wissen, wie man die Menschen mitnehmen muss, wenn wir eine Verkehrswende wollen.
Vielleicht zieht zB das Gefühl 'für meine Kinder' oder 'ich bin supermodern'.
(Laut gedacht) -
@kaltmamsell ja, das ist spannend: anfangs sagen die meisten 'aber ich BRAUCHE halt ein Auto!', und erst später kommt oft heraus, dass es weniger um Sachgründe geht und mehr um Gefühle. Verschiedenster Art.
Für mich ist das schwer nachzuvollziehen. Aber es ist ja wichtig zu wissen, wie man die Menschen mitnehmen muss, wenn wir eine Verkehrswende wollen.
Vielleicht zieht zB das Gefühl 'für meine Kinder' oder 'ich bin supermodern'.
(Laut gedacht)@kaltmamsell ich komme ja aus Nordfriesland. Da ist alles weit auseinander und oft ungemütliches Wetter. Als Teenies hatten wir Bushaltestellen als Treffpunkte oder man saß in Autos herum. Auch Disco und Dates waren oft mit abholen und im Auto sitzen verbunden (finde ich sehr gefährlich heute btw!). Das verstehe ich also.
Das Gefühl, das erwachsene Menschen für ihr Auto haben, kenne ich nicht. Wir haben eine alte Rostlaube für Ausflüge und Verwandtschaftsbesuche und tanken so alle 3 Monate mal.
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@megaphon@mastodon.social Autos sind auch für Männer wichtig, weil Männer angst, oder sogar Panik davor haben, von Prostituierten angesprochen oder angefasst zu werden. Das erste mal habe ich das erlebt, als ein Arbeitskollege sich eingeladen hatte von mir nach hause gefahren zu werden. in der nähe seiner Wohnung liess ich das Auto ausrollen, als vom Beifahrersitz panische Rufe kamen weiterzufahren. 10 meter weiter fragte ich ihn dann, was denn gewesen sei? "hast du nicht gesehen? da stand einprostituierte! du kannst mich doch nicht neben einer prostituierte aussteigen lassen!" ich hatte die frau wirklich nicht bemerkt. seither habe ich gelernt: er ist kein eibzelfall.
@Life_is was, that's a thing?!? Höre ich zum ersten Mal!