Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%).
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Das passt in meinen Augen nicht zu der Entwicklung von Erschwinglichkeitsindizes für Wohneigentum. Gestiegene Einkommen und gesunkene Zinsen machen mehr aus als gestiegene Wohnungspreise.
(So, jetzt auch auf den richtigen Beitrag geantwortet.)
@hweimer @AwetTesfaiesus
Interessanter Punkt, aber kein objektiver Widerspruch; obiger Artikel kritisiert aber den Eigenkapitalbedarf.Dem stimmt das IW zu, und merkt an, dass stärkere Lohnsteigerungen auch höhere Erschwinglichkeitsindizes erlauben.
https://www.iwkoeln.de/studien/michael-voigtlaender-war-wohneigentum-frueher-erschwinglicher.html -
Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
TLDR; Wenn du dir kein eigenes Wohneigentum leisten kannst, dann überlasse das Kinderkriegen deinen wohlhabenderen Zeitgenöss:innen. Es sei denn, du findest es ok, Sklav:innen für die Reichen zu zeugen.
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TLDR; Wenn du dir kein eigenes Wohneigentum leisten kannst, dann überlasse das Kinderkriegen deinen wohlhabenderen Zeitgenöss:innen. Es sei denn, du findest es ok, Sklav:innen für die Reichen zu zeugen.
@_RyekDarkener_ das ist eine Interpretation
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Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
@AwetTesfaiesus Solche Daten bitte immer auch gegen den Wohnraum korrigieren.
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@_RyekDarkener_ das ist eine Interpretation
Und eine Aufgabe für gesellschaftsorientierte Politik. Parteiübergreifend für alle echten demokratischen Parteien.
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Und eine Aufgabe für gesellschaftsorientierte Politik. Parteiübergreifend für alle echten demokratischen Parteien.
@_RyekDarkener_
Phase 1: Klar machen, dass es ein Problem gibt! -
Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
@AwetTesfaiesus
Was in dieser Diskussion bisher gar kein Thema war:
Was verteuerte denn das Bauen?
z.Bsp.:
- qm-Preis: ~20DM(1970) -> ~250€(2025)
- billiges Heizen (~7Pfg./l Öl 1970 -> ~1,40€/l 2026) => geringe Isolierkosten vs. hohe Isolierkosten
- junge Gesellschaft (1970) => geringe Kranken- und Pflegekosten => geringe Lohnnebenkosten der (Bau-)HandwerkerKommt man damit auf das Doppelte des Reallohns?
Wie könnte das Bauen wieder billiger werden? -
@AwetTesfaiesus Solche Daten bitte immer auch gegen den Wohnraum korrigieren.
@Ntropic wie meinst du?
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@Ntropic wie meinst du?
@AwetTesfaiesus wir haben heutzutage sehr viel mehr pro Kopf Wohnfläche
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@hweimer @AwetTesfaiesus
Interessanter Punkt, aber kein objektiver Widerspruch; obiger Artikel kritisiert aber den Eigenkapitalbedarf.Dem stimmt das IW zu, und merkt an, dass stärkere Lohnsteigerungen auch höhere Erschwinglichkeitsindizes erlauben.
https://www.iwkoeln.de/studien/michael-voigtlaender-war-wohneigentum-frueher-erschwinglicher.htmlMir ging es auch weniger um den verlinkten Artikel als die daraus gezogenen Schlussfolgerungen. Für sich betrachtet ist das benötigte Eigenkapital nur begrenzt relevant, wie einfach es ist Wohnungseigentum zu erwerben.
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@AwetTesfaiesus wir haben heutzutage sehr viel mehr pro Kopf Wohnfläche
@Ntropic das mag sein, gehört aber nicht in diese Statistik und ändert doch die Aussage nicht.
Die Wohnungen aus 1960 sind ja immer noch auf dem Markt.
Und die wachsenden Wohnräume pro Kopf liegen vor allem an der Demographie (alleinlebende Alte).
Die Aussage ist: durchschnittliche Sparjahre für durchschnittliches Wohneigentum.
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@HoSnoopy Ich sage euch hier seit Monaten: erwägt auf's Land zu ziehen! Mein Wahlkreis hat (noch) tolle Optionen für Euch (und ihr würdet ihm gut tun)
@AwetTesfaiesus Wir hatten 2010 die Wahl zwischen +50k€ mehr fürs Grundstück oder das Zulegen eines 2. Autos. Da war für uns die Entscheidung leicht gefallen.
Ich komme urspr. aus einer ländlichen Region, Unterfranken, damals mit leidlicher Busanbindung, mehr nicht. Ich bin im Umkreis von 20km überall mit dem Rad gefahren. Auch im Winter.
Es ist halt nicht jedermanns Sache. Heute lebe ich im Rhein-Main-Gebiet, weil Arbeit. Bayern wollte mich nicht bzw. die Jobs innerhalb Bayerns gabs da wenn überhaupt, nur Richtung Oberbayern. Und dort wollte ich einfach nicht hin. -
Mein ganz persönliche Liebligsbemessungsgrundlage wären die (mittelbar und unmittelbar) kontrollierten Wohn-Quadratmeter. Die ersten 400 qm werden nie besteuert (plus 150qm für jedes Kind), auch nicht bei der Erbschaft.
Jenseits dessen würde ich persönlich gerne eine sehr deutliche Substanz-Steuer sehen (z.B. 8€/qm/Monat, egal ob vermietet oder nicht).
Aber das ist nur mein persönlicher Liebling.
Danach: Vermögenssteuer für Boote über 5m Länge.
@AwetTesfaiesus @diabhoil @TheOneSwit Wie kommst Du auf 5m? Eine Conger ist 5,50 Meter lang und m.E. das Paradebeispiel für ein volksnahes Fahrten-Segelboot. Oder die olympischen Klassen 505 und Flying Dutchman. Viele Angler teilen sich gemeinsame Konsolenboote die selbstverständlich länger als 5 Meter sein müssen, um vier Anglern sicheres angeln zu ermöglichen.
Das scheint mir etwas willkürlich zu sein mit den 5 Metern Bootslänge. -
@AwetTesfaiesus @diabhoil @TheOneSwit Wie kommst Du auf 5m? Eine Conger ist 5,50 Meter lang und m.E. das Paradebeispiel für ein volksnahes Fahrten-Segelboot. Oder die olympischen Klassen 505 und Flying Dutchman. Viele Angler teilen sich gemeinsame Konsolenboote die selbstverständlich länger als 5 Meter sein müssen, um vier Anglern sicheres angeln zu ermöglichen.
Das scheint mir etwas willkürlich zu sein mit den 5 Metern Bootslänge.@dbdk @diabhoil @TheOneSwit open for discussion
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Mir ging es auch weniger um den verlinkten Artikel als die daraus gezogenen Schlussfolgerungen. Für sich betrachtet ist das benötigte Eigenkapital nur begrenzt relevant, wie einfach es ist Wohnungseigentum zu erwerben.
@hweimer @AwetTesfaiesus
Ja, dem würde ich zustimmen, und finde die Daten wie gesagt wirklich interessant.Ich verstehe nur nicht, wie das dazu passt, dass die Hypothekenquote wieder auf dem Niveau von 1980 liegt…
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@shootild80 @AwetTesfaiesus Allein in punkto Altersvorsorge macht es einen riesen Unterschied, ob man mit der Bettelrente später noch weiterhin die laufende Miete plus Nebenkosten zu allem sonstigen stemmen muss oder nur noch die laufenden Nebenkosten und im Zweifel eine Wohnung/Haus verkaufen könnte, wenn es eng wird/nicht genug Geld für einen Pflegeplatz da ist etc. Mit dem Kauf hat man hinterher halt wenigstens etwas in der Hand, was etwas wert ist und was man verkaufen könnte, Miete verpufft
@snitsche @AwetTesfaiesus Hast du Kinder, die das dann im Zweifel für dich machen können, also den Verkauf organisieren? Ich habe zum Beispiel keine Kinder, und ob ich dann noch in der Lage wäre, mein Eigentum zu verkaufen, wenn ich in Pflege müsste, weiß ich nicht.
Edit: Bei uns gibt es in der Region Eigentumswohnungen ab 250.000€ aufwärts. Wie man das bezahlen soll, wüsste ich auch gerne, außer man fängt sehr früh an und verdient gut genug
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@AwetTesfaiesus @diabhoil @TheOneSwit Wie kommst Du auf 5m? Eine Conger ist 5,50 Meter lang und m.E. das Paradebeispiel für ein volksnahes Fahrten-Segelboot. Oder die olympischen Klassen 505 und Flying Dutchman. Viele Angler teilen sich gemeinsame Konsolenboote die selbstverständlich länger als 5 Meter sein müssen, um vier Anglern sicheres angeln zu ermöglichen.
Das scheint mir etwas willkürlich zu sein mit den 5 Metern Bootslänge.Wie Wertentscheidungen und Grenzwerte in der Praxis getroffen werden:
https://www.rewi.hu-berlin.de/de/lf/oe/hfr/deutsch/1997-01.pdf/@@download/file/1997-01.pdf
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Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
@AwetTesfaiesus
Dasselbe Problem hier in Österreich: ohne Erbschaft kein Eigenheim.
https://www.moment.at/story/eigenheim-unleistbar/
https://www.derstandard.at/story/3000000213804/leistbarkeit-von-wohnimmobilien-seit-2004-stark-gesunken
https://www.derstandard.at/story/3000000284839/wohneigentum-trotz-gestiegener-einkommen-weiter-schwer-leistbarAuch die Mieten steigen immer weiter, die Inflation war in Österreich ab 2020 beim Wohnen besonders hoch, und das trotz viel sozialem Wohnbau (vor allem hier in Wien), der zur Zeit stagniert.
https://www.moment.at/story/leistbares-wohnen-oesterreich/ -
@AwetTesfaiesus
Solange die Vermögenssteuer so ausgelegt ist, dass sie die vielen Mieter nicht trifft, die ihr "Eigenkapital" (noch) nicht für ein Eigenheim ausgeben konnten (oder wollten). Oder halt schlicht für die Rente sparen.Deswegen mag ich die "Vermögenssteuer" nicht, sie bestraft Leute die sparen oder etwas ansammeln.
Die aktuell hohen vermögen konnten sich nur bilden da zuvor zu wenig oder gar keine Steuern bezahlt wurden. -
Mein ganz persönliche Liebligsbemessungsgrundlage wären die (mittelbar und unmittelbar) kontrollierten Wohn-Quadratmeter. Die ersten 400 qm werden nie besteuert (plus 150qm für jedes Kind), auch nicht bei der Erbschaft.
Jenseits dessen würde ich persönlich gerne eine sehr deutliche Substanz-Steuer sehen (z.B. 8€/qm/Monat, egal ob vermietet oder nicht).
Aber das ist nur mein persönlicher Liebling.
Danach: Vermögenssteuer für Boote über 5m Länge.
Das mit den Booten klingt jetzt für mich eher nach Luxussteuern, da können wir gern einiges erhöhen auch was Privatjets angeht.