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  3. Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten.

Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten.

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  • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

    Ich bin auch stolz auf meine Kolleg*innen, die sich von dem Hype, der auch die Universitäten (inklusive unserer) erfasst hat, zu Nichts hinreißen lassen haben. Stattdessen haben wir das lange und gründlich diskutiert, und die Grundsatzentscheidung gegen KI ist dann institutsweit (Professor*innen und Mittelbau) mit nur einer einzigen Gegenstimme gefallen.

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    astefanowitsch@mastodon.social
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    #5

    Tatsächlich sind wir uns im Zuge der Diskussion einig geworden, dass „generative KI“ das Gegenteil von allem ist, wofür die Geisteswissenschaften stehen — und mit „wir“ meine ich tatsächlich Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaftler*innen. Wer eine Philologie studiert hat, weiß, wie selten eine solche Einigkeit ist... ChatGPT hat uns geholfen, uns auf unsere Gemeinsamkeiten zu besinnen — und da sagen alle, KI hätte keine positiven Auswirkungen!

    stefan_hessbrueggen@fedihum.orgS astefanowitsch@mastodon.socialA 2 Replies Last reply
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    • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

      Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten. Keine „Prompt-Kompetenz“, kein „Man muss die KI nur *richtig* einsetzen“, kein „Wir können uns dem nicht verschließen“, sondern die einfache Erkenntnis, dass „KI“ das Gegenteil von dem ist, was unsere Studierenden lernen sollen. https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/lehre_und_studium/Studium/Hinweise-zu-Hausarbeiten-und-Pruefungsleistungen/index.html

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      #6

      @astefanowitsch
      Schön zu lesen, dass es so etwas auch gibt. Man bekommt ja den Eindruck, dass alle sich, wenn nicht auf sogenannte KI stürzen, doch zumindest damit arrangieren.

      astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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      • wortezimmer@ruhr.socialW wortezimmer@ruhr.social

        @astefanowitsch
        Schön zu lesen, dass es so etwas auch gibt. Man bekommt ja den Eindruck, dass alle sich, wenn nicht auf sogenannte KI stürzen, doch zumindest damit arrangieren.

        astefanowitsch@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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        astefanowitsch@mastodon.social
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        #7

        @wortezimmer Ja, ich bin völlig glückselig — in meinem Arbeitsbereich machen wir das schon länger so, aber dass ein ganzes Institut (das in vielen anderen Bereichen intern sehr unterschiedliche Meinungen hat) sich darauf einigen kann, hätte ich nie gedacht! Wir sind am Fachbereich das erste und bisher einzige Institut mit einer so klaren Position (wir bekommen auch schon Gegenwind, aber da wir uns einig sind, kann der ruhig kommen)!

        lappenjammerdiezweite@social.vivaldi.netL 1 Reply Last reply
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        • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

          Tatsächlich sind wir uns im Zuge der Diskussion einig geworden, dass „generative KI“ das Gegenteil von allem ist, wofür die Geisteswissenschaften stehen — und mit „wir“ meine ich tatsächlich Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaftler*innen. Wer eine Philologie studiert hat, weiß, wie selten eine solche Einigkeit ist... ChatGPT hat uns geholfen, uns auf unsere Gemeinsamkeiten zu besinnen — und da sagen alle, KI hätte keine positiven Auswirkungen!

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          stefan_hessbrueggen@fedihum.org
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          #8

          @astefanowitsch wie soll das überprüft werden?

          astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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          • stefan_hessbrueggen@fedihum.orgS stefan_hessbrueggen@fedihum.org

            @astefanowitsch wie soll das überprüft werden?

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            #9

            @stefan_hessbrueggen Durch andere Prüfungsformen (mündl. Prüfungen, Fachgespräche, Klausuren), durch Dokumentation von Zwischenschritten bei schriftlichen Arbeiten und durch sorgfältiges Lesen (ist ja nicht so, als ob wir den LLM-Output nicht von dem unterscheiden könnten, was Studierende selbst produzieren). Diese Probleme betreffen aber nicht speziell uns, sondern auch Institute, auch die, die den Einsatz von KI für bestimmte Zwecke zulassen.

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            • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

              Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten. Keine „Prompt-Kompetenz“, kein „Man muss die KI nur *richtig* einsetzen“, kein „Wir können uns dem nicht verschließen“, sondern die einfache Erkenntnis, dass „KI“ das Gegenteil von dem ist, was unsere Studierenden lernen sollen. https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/lehre_und_studium/Studium/Hinweise-zu-Hausarbeiten-und-Pruefungsleistungen/index.html

              bindestriche@social.anoxinon.deB This user is from outside of this forum
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              bindestriche@social.anoxinon.de
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              #10

              @astefanowitsch ich vermisse eine Definition von KI Tools. Ist die Word Rechtschreib Prüfung mit gemeint? Nutzen von modernen OCR tools die alle mit neuronalen Netzen arbeiten?

              astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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              • bindestriche@social.anoxinon.deB bindestriche@social.anoxinon.de

                @astefanowitsch ich vermisse eine Definition von KI Tools. Ist die Word Rechtschreib Prüfung mit gemeint? Nutzen von modernen OCR tools die alle mit neuronalen Netzen arbeiten?

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                astefanowitsch@mastodon.social
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                #11

                @Bindestriche Eine reine Rechtschreibprüfung auf Wortebene wäre wohl geduldet, eine weitergehende sprachliche Prüfung (mit Grammatikprüfung, Paraphrasierungsvorschlägen usw.) auf jeden Fall nicht (bei OCR bin ich mir nicht sicher, inwiefern das Scannen eines Dokuments Teil einer Studien- oder Prüfungsleistung sein könnte). Das Verbot ist absichtlich sehr breit gefasst, damit Studierende sich im Zweifelsfall eine explizite Erlaubnis bei uns einholen.

                astefanowitsch@mastodon.socialA bindestriche@social.anoxinon.deB cerstinmahlow@mastodon.acm.orgC 3 Replies Last reply
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                • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                  @Bindestriche Eine reine Rechtschreibprüfung auf Wortebene wäre wohl geduldet, eine weitergehende sprachliche Prüfung (mit Grammatikprüfung, Paraphrasierungsvorschlägen usw.) auf jeden Fall nicht (bei OCR bin ich mir nicht sicher, inwiefern das Scannen eines Dokuments Teil einer Studien- oder Prüfungsleistung sein könnte). Das Verbot ist absichtlich sehr breit gefasst, damit Studierende sich im Zweifelsfall eine explizite Erlaubnis bei uns einholen.

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                  #12

                  @Bindestriche Ich würde nicht ausschließen, dass wir in Zukunft stärker differenzieren — im Kern geht es uns als Philologie natürlich um LLMs und ähnliche Anwendungen, die Aufgaben wie die in unserem Statement aufgeführten übernehmen (bzw. vorspiegeln, das zu tun), allgemeiner um alles, was man als „generativ“ bezeichnen könnte, also um alles, was Leistungen des menschlichen Geistes simuliert.

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                  • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                    Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten. Keine „Prompt-Kompetenz“, kein „Man muss die KI nur *richtig* einsetzen“, kein „Wir können uns dem nicht verschließen“, sondern die einfache Erkenntnis, dass „KI“ das Gegenteil von dem ist, was unsere Studierenden lernen sollen. https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/lehre_und_studium/Studium/Hinweise-zu-Hausarbeiten-und-Pruefungsleistungen/index.html

                    fedithom@social.saarlandF This user is from outside of this forum
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                    #13

                    @astefanowitsch super!

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                    • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                      @Bindestriche Eine reine Rechtschreibprüfung auf Wortebene wäre wohl geduldet, eine weitergehende sprachliche Prüfung (mit Grammatikprüfung, Paraphrasierungsvorschlägen usw.) auf jeden Fall nicht (bei OCR bin ich mir nicht sicher, inwiefern das Scannen eines Dokuments Teil einer Studien- oder Prüfungsleistung sein könnte). Das Verbot ist absichtlich sehr breit gefasst, damit Studierende sich im Zweifelsfall eine explizite Erlaubnis bei uns einholen.

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                      #14

                      @astefanowitsch Unsicherheiten bei Prüfungsmodalitäten sollten klein gehalten werden. Aber sicherlich wird sich schnell eine Liste üblicher Tools finden die dann bewertet werden. Zur Frage: Geschichte insb. Mittelalterwissenschaften kann das entziffern und auswerten alter Handschriften zum Inhalt haben. Sehbehinderte könnten verunsichert sein welche Hilfsmittel noch erlaubt sind. Aber das wird sich finden. Grundsätzlich finde ich das gut.Läufer dürfen auch keine Fahrräder beim Sporttest nutzen

                      astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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                      • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                        Tatsächlich sind wir uns im Zuge der Diskussion einig geworden, dass „generative KI“ das Gegenteil von allem ist, wofür die Geisteswissenschaften stehen — und mit „wir“ meine ich tatsächlich Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaftler*innen. Wer eine Philologie studiert hat, weiß, wie selten eine solche Einigkeit ist... ChatGPT hat uns geholfen, uns auf unsere Gemeinsamkeiten zu besinnen — und da sagen alle, KI hätte keine positiven Auswirkungen!

                        astefanowitsch@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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                        #15

                        Weil im Thread mehrfach nach Möglichkeiten der Überprüfung gefragt wird (seht auch meine Antworten dort), hier ein wichtiger Gedanke: Es geht nicht vorrangig darum, Studierende im Nachhinein zu überführen, sondern darum, sie von vornherein davon abzuhalten, überhaupt „KI“ zu verwenden. Das geht manchmal mit sehr einfachen Mitteln:

                        astefanowitsch@mastodon.socialA cerstinmahlow@mastodon.acm.orgC 2 Replies Last reply
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                        • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                          Weil im Thread mehrfach nach Möglichkeiten der Überprüfung gefragt wird (seht auch meine Antworten dort), hier ein wichtiger Gedanke: Es geht nicht vorrangig darum, Studierende im Nachhinein zu überführen, sondern darum, sie von vornherein davon abzuhalten, überhaupt „KI“ zu verwenden. Das geht manchmal mit sehr einfachen Mitteln:

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                          wrote last edited by
                          #16

                          Zum Beispiel, indem man sprachliche Korrektheit nicht in die Note einbezieht. Die Studierenden bekommen Feedback zu ihren Fehlern, aber keinen Punktabzug — schon gibt es keine Motivation mehr, den Text vor der Abgabe durch eine „KI“ korrigieren zu lassen. Oder, indem man weniger die Ergebnisse und mehr den Weg dahin zum Prüfungskriterium macht — schon ist es weniger attraktiv, ein KI-generiertes „Endprodukt“ abzugeben, weil man den Weg dahin sehr aufwändig fälschen müsste.

                          ingo@social.stuetzle.ccI ennopark@mastodon.socialE giliell@mastodon.socialG 3 Replies Last reply
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                          • bindestriche@social.anoxinon.deB bindestriche@social.anoxinon.de

                            @astefanowitsch Unsicherheiten bei Prüfungsmodalitäten sollten klein gehalten werden. Aber sicherlich wird sich schnell eine Liste üblicher Tools finden die dann bewertet werden. Zur Frage: Geschichte insb. Mittelalterwissenschaften kann das entziffern und auswerten alter Handschriften zum Inhalt haben. Sehbehinderte könnten verunsichert sein welche Hilfsmittel noch erlaubt sind. Aber das wird sich finden. Grundsätzlich finde ich das gut.Läufer dürfen auch keine Fahrräder beim Sporttest nutzen

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                            wrote last edited by
                            #17

                            @Bindestriche Was das Beispiel mit dem Entziffern von Handschriften betrifft, das ist für unser Fach nicht sehr relevant, aber ein gutes Beispiel dafür, warum wir den KI-Einsatz verbieten: Studierende müssen ja lernen, Handschriften zu entziffern, also ist es sinnlos, ihnen dafür die Benutzung einer KI zu erlauben. Wenn sie es erst einmal können, können sie später auch die Ergebnisse solcher KIs kritisch überprüfen (so steht es ja allgemein in unserem Statement).

                            astefanowitsch@mastodon.socialA bindestriche@social.anoxinon.deB 2 Replies Last reply
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                              @Bindestriche Was das Beispiel mit dem Entziffern von Handschriften betrifft, das ist für unser Fach nicht sehr relevant, aber ein gutes Beispiel dafür, warum wir den KI-Einsatz verbieten: Studierende müssen ja lernen, Handschriften zu entziffern, also ist es sinnlos, ihnen dafür die Benutzung einer KI zu erlauben. Wenn sie es erst einmal können, können sie später auch die Ergebnisse solcher KIs kritisch überprüfen (so steht es ja allgemein in unserem Statement).

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                              #18

                              @Bindestriche Das Beispiel mit Sehbehinderungen (oder anderen Einschränkungen) ist ein eigenes Thema — die betroffenen Studierenden beantragen Nachteilsausgleiche, in denen steht, wo sie welche zusätzlichen Hilfsmittel verwenden dürfen. Das ist schon jetzt so, und das wird auch bei KI-Tools der Fall sein. Über diese Ausgleiche entscheiden aber (aus guten Gründen) nicht die Institute und die Lehrenden, sondern Leute, die sich mit so etwas auskennen!

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                              • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                                @Bindestriche Was das Beispiel mit dem Entziffern von Handschriften betrifft, das ist für unser Fach nicht sehr relevant, aber ein gutes Beispiel dafür, warum wir den KI-Einsatz verbieten: Studierende müssen ja lernen, Handschriften zu entziffern, also ist es sinnlos, ihnen dafür die Benutzung einer KI zu erlauben. Wenn sie es erst einmal können, können sie später auch die Ergebnisse solcher KIs kritisch überprüfen (so steht es ja allgemein in unserem Statement).

                                bindestriche@social.anoxinon.deB This user is from outside of this forum
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                                #19

                                @astefanowitsch genauer lesen hätte geholfen es steht ja "Daher werden KI-Tools auch für die Literaturrecherche, die Strukturierung der Arbeit und ihre sprachlich-stilistische Überarbeitung ausgeschlossen."

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                                • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                                  Zum Beispiel, indem man sprachliche Korrektheit nicht in die Note einbezieht. Die Studierenden bekommen Feedback zu ihren Fehlern, aber keinen Punktabzug — schon gibt es keine Motivation mehr, den Text vor der Abgabe durch eine „KI“ korrigieren zu lassen. Oder, indem man weniger die Ergebnisse und mehr den Weg dahin zum Prüfungskriterium macht — schon ist es weniger attraktiv, ein KI-generiertes „Endprodukt“ abzugeben, weil man den Weg dahin sehr aufwändig fälschen müsste.

                                  ingo@social.stuetzle.ccI This user is from outside of this forum
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                                  #20

                                  @astefanowitsch Schöne Überlegungen! Zumal sie auch zum Ausdruck bringen, wie Lernprozesse vonstatten gehen (hoffentlich habe ich alles richtig geschrieben)

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                                  • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                                    @Bindestriche Das Beispiel mit Sehbehinderungen (oder anderen Einschränkungen) ist ein eigenes Thema — die betroffenen Studierenden beantragen Nachteilsausgleiche, in denen steht, wo sie welche zusätzlichen Hilfsmittel verwenden dürfen. Das ist schon jetzt so, und das wird auch bei KI-Tools der Fall sein. Über diese Ausgleiche entscheiden aber (aus guten Gründen) nicht die Institute und die Lehrenden, sondern Leute, die sich mit so etwas auskennen!

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                                    #21

                                    @astefanowitsch also mein großvater war lange behinderten Beauftragter münchen und da haben sehr wohl die dozis über die form des Nachteilsausgleichs entschieden, das mag aber eine Ländersache sein.

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                                    • ingo@social.stuetzle.ccI ingo@social.stuetzle.cc

                                      @astefanowitsch Schöne Überlegungen! Zumal sie auch zum Ausdruck bringen, wie Lernprozesse vonstatten gehen (hoffentlich habe ich alles richtig geschrieben)

                                      astefanowitsch@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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                                      #22

                                      @ingo _vonstattengehen_ wird seit 2004 als ein Wort geschrieben, aber dafür ziehe ich keine Punkte ab!

                                      6d03@mathstodon.xyz6 1 Reply Last reply
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                                      • R relay@relay.infosec.exchange shared this topic
                                      • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                                        @cwilcke Wir haben tatsächlich eine Grundsatzdebatte über ein radikales Umdenken bei Prüfungsformen begonnen — wir werden die Rolle von Hausarbeiten in Zukunft mindestens stark einschränken und mehr Prüfungsformen mit Präsenz und/oder Dokumentation von Zwischenergebnissen einführen. Da hier Prüfungsordnungen geändert werden müssen, wird das aber etwas länger dauern; in der Zwischenzeit justieren wir schon einmal die Bewertungskriterien so, dass der Einsatz von KI unattraktiver wird.

                                        yjeanrenaud@tech.lgbtY This user is from outside of this forum
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                                        #23

                                        @astefanowitsch @cwilcke toll!

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                                        • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                                          Zum Beispiel, indem man sprachliche Korrektheit nicht in die Note einbezieht. Die Studierenden bekommen Feedback zu ihren Fehlern, aber keinen Punktabzug — schon gibt es keine Motivation mehr, den Text vor der Abgabe durch eine „KI“ korrigieren zu lassen. Oder, indem man weniger die Ergebnisse und mehr den Weg dahin zum Prüfungskriterium macht — schon ist es weniger attraktiv, ein KI-generiertes „Endprodukt“ abzugeben, weil man den Weg dahin sehr aufwändig fälschen müsste.

                                          ennopark@mastodon.socialE This user is from outside of this forum
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                                          #24

                                          @astefanowitsch Applaus. In der Informatik gibt es durchaus ähnliche Stimmen, auch wenn die einen schweren Stand haben. Wie halten es andere philologische Institute? Seid ihr da eher Regel oder Ausnahme? Und wie denkst du über KI-Einsatz bei großen Datenmengen, etwa in der Korpuslinguistik?

                                          astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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