"Die Schriftrolle von gestern ist das Storytime-Video von heute [...]."
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"Im Deutschen lieben wir es, hochgeistig und kompliziert zu schreiben. Wir lieben Fachbegriffe und Nebensätze, alles, was fancy klingt, klingt automatisch 'schlau'. [...] Wie oft mir schon gesagt wurde, ich solle mir meinen Dialekt abtrainieren, damit die Leute nicht meinen, ich sei 'blöd'. [...] Das heißt dann wiederum, dass ich es nicht wert bin, dass man mir zuhört. Ganz egal, was ich sage."
Das erinnert mich wieder einmal an die Frau im Zug, die Small Talk machen wollte und der Meinung war, dass ich mich "nicht meinem Bildungsniveau entsprechend kleide". Aussprache, Kleidung, Haarschnitt, Tasche und alles andere müssen für viele offenbar einem bestimmten Bild entsprechen. Einem Dresscode. Als hätte irgendetwas von all dem quasi naturgemäß etwas mit "schlau" sein zu tun, statt mit unserer klassistischen Gesellschaft.
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"Im Deutschen lieben wir es, hochgeistig und kompliziert zu schreiben. Wir lieben Fachbegriffe und Nebensätze, alles, was fancy klingt, klingt automatisch 'schlau'. [...] Wie oft mir schon gesagt wurde, ich solle mir meinen Dialekt abtrainieren, damit die Leute nicht meinen, ich sei 'blöd'. [...] Das heißt dann wiederum, dass ich es nicht wert bin, dass man mir zuhört. Ganz egal, was ich sage."
@fuzzyleapfrog Ich finde auch den Vergleich bei Lehrbüchern recht interessant... Mir ist es schon im Studium low-key aufgefallen, dass sogar in absoluten Sachbüchern (wie Physik/Mathematik) die Deutschsprachigen es einfach "hinknallen" und wenn man es nicht versteht, ist man halt selber schuld, während die Englischsprachigen es einem tatsächlich eher erklären wollen. Ist nur eine persönliche Vibe-Erfahrung ohne Belege, aber leider passend zum Narrativ des Buches...
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