Banale Frage, komplexe Antwort?
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@SuicideSchaf @AwetTesfaiesus Aber nicht für Privatpersonen
@Skeptiker @AwetTesfaiesus ahhh da wär ich vorsichtig
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Weiterhin: Name und Hausnummer stehen auch am Haus (Briefkasten, Klingel)
@AwetTesfaiesus Es gibt Menschen, die ausgründen einer Adressenweitergabe widersprechen oder sogar eine geschützte Adresse haben. Und wieso solltest du einem LLM diese Adresse einer dir nicht wirklich bekannten Person überhaupt bekanntgeben wollen?
Rechtlich zulässig kann ich nur vermuten, dass es da auf die "wo keine Klägerin, da keine Richterin" hinausläuft ... -
@AwetTesfaiesus wurde sagen. Juristisch nicht erlaubt.
Hierzu ist auch die kausa: 'dürfen Namen am klingelschild stehen?' aus Österreich interessant.https://www.ovi.at/fileadmin/user_upload/FAQs_Namensschilder_und_Datenschutz.pdf
@lgehr was ist mit dem Beispiel von @guy_bockamp (Blinde person lässt sich von ChatGPT einen Brief vorlesen, der diese Daten enthält?)
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@AwetTesfaiesus Es gibt Menschen, die ausgründen einer Adressenweitergabe widersprechen oder sogar eine geschützte Adresse haben. Und wieso solltest du einem LLM diese Adresse einer dir nicht wirklich bekannten Person überhaupt bekanntgeben wollen?
Rechtlich zulässig kann ich nur vermuten, dass es da auf die "wo keine Klägerin, da keine Richterin" hinausläuft ... -
Banale Frage, komplexe Antwort? Liebe #Datenschutz-Nerds:
Angenommen, ich wohne neben Marlis Meier in der Gartenstr. in Stuttgart.
Ich habe zu Marlis keine weiteren Bezug außer, dass ich weiß, dass sie weiß, dass sie eben im Nachbarhaus wohnt. Das weiß ich, weil es mir eine andere Nachbarin erzählt hat.
Ist es (rechtlich und moralisch) zulässig, in ein x-beliebiges LLM (sagen wir ChatGPT) folgendes eintippen:
"Marlis Meier wohnt in der Gartenstr. 3 in Stuttgart"?
@AwetTesfaiesus
'türlich nicht. -
Banale Frage, komplexe Antwort? Liebe #Datenschutz-Nerds:
Angenommen, ich wohne neben Marlis Meier in der Gartenstr. in Stuttgart.
Ich habe zu Marlis keine weiteren Bezug außer, dass ich weiß, dass sie weiß, dass sie eben im Nachbarhaus wohnt. Das weiß ich, weil es mir eine andere Nachbarin erzählt hat.
Ist es (rechtlich und moralisch) zulässig, in ein x-beliebiges LLM (sagen wir ChatGPT) folgendes eintippen:
"Marlis Meier wohnt in der Gartenstr. 3 in Stuttgart"?
@AwetTesfaiesus Die Frage ist, in welcher Funktion du das tust. Privat? Als angestellte oder Unternehmerin? Als Bedienstete im Staatsdienst? Da hast du die ersten Unterschiede, wer was darf oder sich einen Consent einholen muss.
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@AwetTesfaiesus
'türlich nicht. -
Banale Frage, komplexe Antwort? Liebe #Datenschutz-Nerds:
Angenommen, ich wohne neben Marlis Meier in der Gartenstr. in Stuttgart.
Ich habe zu Marlis keine weiteren Bezug außer, dass ich weiß, dass sie weiß, dass sie eben im Nachbarhaus wohnt. Das weiß ich, weil es mir eine andere Nachbarin erzählt hat.
Ist es (rechtlich und moralisch) zulässig, in ein x-beliebiges LLM (sagen wir ChatGPT) folgendes eintippen:
"Marlis Meier wohnt in der Gartenstr. 3 in Stuttgart"?
@AwetTesfaiesus nein, erstens ist es nur Hörensagen, zweitens geht es niemanden etwas an, wo Marlis wohnt. Ausnahme: deine Nachbarin hat einen Notfall, du eilst zu Hilfe und wählst 112.
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@AwetTesfaiesus Die Frage ist, in welcher Funktion du das tust. Privat? Als angestellte oder Unternehmerin? Als Bedienstete im Staatsdienst? Da hast du die ersten Unterschiede, wer was darf oder sich einen Consent einholen muss.
@lennybacon Was ist mit diesem Beispiel?
Guy Bockamp (@guy_bockamp@mastodon.social)
@AwetTesfaiesus Ich finde die Frage auf den 1. Blick simpel aber auf den 2. krass kompliziert, weil sich die Frage nach Sinn und Zweck schon aufdrängt (ich weiß schon: Zweckbindung und keine Verschiebung, etc.) Wandeln wir den SV etwas ab: Jemand ist blind und bekommt von Marlis (mit Abdsenderadr.) Post und LLM lässt sich das von ChatGPT vorlesen (mit als häufiger Fall bekannt)?
Mastodon (mastodon.social)
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@AwetTesfaiesus nein, erstens ist es nur Hörensagen, zweitens geht es niemanden etwas an, wo Marlis wohnt. Ausnahme: deine Nachbarin hat einen Notfall, du eilst zu Hilfe und wählst 112.
@energisch_ wenn die Leute nur wahre Tatsachen in die LLM schreiben dürften, wäre da aber nicht viel Traffic
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@lennybacon Was ist mit diesem Beispiel?
Guy Bockamp (@guy_bockamp@mastodon.social)
@AwetTesfaiesus Ich finde die Frage auf den 1. Blick simpel aber auf den 2. krass kompliziert, weil sich die Frage nach Sinn und Zweck schon aufdrängt (ich weiß schon: Zweckbindung und keine Verschiebung, etc.) Wandeln wir den SV etwas ab: Jemand ist blind und bekommt von Marlis (mit Abdsenderadr.) Post und LLM lässt sich das von ChatGPT vorlesen (mit als häufiger Fall bekannt)?
Mastodon (mastodon.social)
@AwetTesfaiesus Das wäre privat - also kein Problem (für die blinde Person).
Für wen gilt die Datenschutz-Grundverordnung?
Erfahren Sie, wer unter die Datenschutz-Grundverordnung fällt.
Europäische Kommission (commission.europa.eu)
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@AwetTesfaiesus Das wäre privat - also kein Problem (für die blinde Person).
Für wen gilt die Datenschutz-Grundverordnung?
Erfahren Sie, wer unter die Datenschutz-Grundverordnung fällt.
Europäische Kommission (commission.europa.eu)
@lennybacon und wenn dann also das Kind (zulässigerweise) in den Brunnen fallen kann; … was soll dann in den übrigen Fällen reguliert werden?
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@AwetTesfaiesus Das wäre privat - also kein Problem (für die blinde Person).
Für wen gilt die Datenschutz-Grundverordnung?
Erfahren Sie, wer unter die Datenschutz-Grundverordnung fällt.
Europäische Kommission (commission.europa.eu)
@AwetTesfaiesus Wenn das Unternehmen jetzt mit den Daten was anderes macht als vorlesen, beispielsweise anschreiben um ein Abo zu verkaufen, wäre das ein Verstoß, weil die angeschriebene Person ja keinen Consent gegeben hat. Das könnte dann gemeldet werden und die überforderten Datenschutzstellen würde dann genau nichts machen. Weil unterfundet und überfordert und es kein gesetzliches verpflichtendes Bußgeld gibt.
Ach ja #iAnal I am not a lawyer
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@lennybacon und wenn dann also das Kind (zulässigerweise) in den Brunnen fallen kann; … was soll dann in den übrigen Fällen reguliert werden?
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@energisch_ wenn die Leute nur wahre Tatsachen in die LLM schreiben dürften, wäre da aber nicht viel Traffic
@AwetTesfaiesus Genau deshalb machen LLMs mE nicht viel Sinn. Sie werden mit Daten gefüttert, die überhaupt nicht verifiziert sind. Da die Ergebnisse zudem nach statistischer Wahrscheinlichkeit gestaltet werden, ist es doch eher wahrscheinlich, dass sie falsch oder zumindest teilweise fehlerhaft sind.
Denn Desinformation überwiegt heute Information. Es sind schon schräge Zeiten, in denen wir leben. -
@HeptaSean @AwetTesfaiesus Alles was irgendwie öffentlich ist. Wegen automatisierter Auswertung
@Skeptiker @AwetTesfaiesus Okay, also weil Du diesen Account hier in einem „sozialen Medium“ hast, hat sich die Frage sowieso erledigt, ob Dein Nachbar Deinen Namen und Deine Adresse irgendwohin postet?
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@AwetTesfaiesus Genau deshalb machen LLMs mE nicht viel Sinn. Sie werden mit Daten gefüttert, die überhaupt nicht verifiziert sind. Da die Ergebnisse zudem nach statistischer Wahrscheinlichkeit gestaltet werden, ist es doch eher wahrscheinlich, dass sie falsch oder zumindest teilweise fehlerhaft sind.
Denn Desinformation überwiegt heute Information. Es sind schon schräge Zeiten, in denen wir leben.@energisch_ als Akademikerin kann ich dir sagen: das gilt auch für Studis.
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Banale Frage, komplexe Antwort? Liebe #Datenschutz-Nerds:
Angenommen, ich wohne neben Marlis Meier in der Gartenstr. in Stuttgart.
Ich habe zu Marlis keine weiteren Bezug außer, dass ich weiß, dass sie weiß, dass sie eben im Nachbarhaus wohnt. Das weiß ich, weil es mir eine andere Nachbarin erzählt hat.
Ist es (rechtlich und moralisch) zulässig, in ein x-beliebiges LLM (sagen wir ChatGPT) folgendes eintippen:
"Marlis Meier wohnt in der Gartenstr. 3 in Stuttgart"?
@AwetTesfaiesus
Aus meiner Sicht nicht, weil du damit personengebundene Daten einer dritten Person weiter gibst und zumindest du wissen wirst, dass diese KI die Daten dann weiter verwerten wird. Dazu müsste man in meinen Augen definitiv die Zustimmung dieser Frau haben. Moralisch finde ich eh eh verwerflich, wenn man - ohne Freigabe der betroffenen Person - Personen-Daten weiter gibt. -
@AwetTesfaiesus
Aus meiner Sicht nicht, weil du damit personengebundene Daten einer dritten Person weiter gibst und zumindest du wissen wirst, dass diese KI die Daten dann weiter verwerten wird. Dazu müsste man in meinen Augen definitiv die Zustimmung dieser Frau haben. Moralisch finde ich eh eh verwerflich, wenn man - ohne Freigabe der betroffenen Person - Personen-Daten weiter gibt.@angro denkst du nicht, dass es davon Ausnahmen gibt? Zum Beispiel diese? https://mastodon.social/@AwetTesfaiesus/116340836865833819
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@energisch_ als Akademikerin kann ich dir sagen: das gilt auch für Studis.
@AwetTesfaiesus Fehler mit Fehlern zu versuchen zu korrigieren ist auch nicht besonders erfolgreich - jetzt stell dir vor, unsere heutigen Studis werden mit den Ergüssen aus LLMs gefüttert.