Einige von euch gehen nicht wählen, das schreibt ihr mir.
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@LordCaramac @LordCaramac Demokratie ist eher Machtkontrolle statt Machtkonzentration wenn sie funktioniert. Demokratie basiert auf dem Prinzip: Die Regierung erhält ihre Legitimität vom Volk.
Das bedeutet, Gesetze sind nicht einfach „von oben“ verordnet. Der Bürger haben ein Mitspracherecht. Regierungen müssen sich rechtfertigen usw. Moderne Demokratien verbinden Mehrheitsentscheidungen mit Grundrechten (z.B. Grundgesetz), unabhängigen Gerichten und
@LordCaramac Gewaltenteilung.
Sicher ist nicht alles perfekt, ich rege mich auch ständig auf, aber ich wüsste nicht, warum ich Anarchie vorziehen sollte. In der Fantasie mag das verlockend klingen, doch die Realität stelle ich mir nicht besonders schön vor.
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@LordCaramac Katastrophenschutz. Ohne verpflichtende Steuern stellt sich die Frage. Wer zahlt freiwillig genug, damit das System funktioniert. Für mich wäre eine Anarchistisches System eigentlich auch gar nicht links sondern eher extrem neo liberal.
Je kleiner und homogener eine Gruppe ist, desto eher kann vielleicht Selbstorganisation funktionieren. Je größer, vielfältiger und komplexer eine Gesellschaft wird, desto schwieriger wird meiner Meinung nach eine völlige Herrschaftslosigkeit.
@leobm Ich glaube eh nicht daran, daß wir eine Zivilisation mit diesem Maße an Komplexität noch lange aufrechterhalten können. Konzepte wie Eigentum, Geld, Markt versagen zusehends, werden dysfunktional. Es gibt genug Beispiele für Kulturen, die komplett ohne sowas wie Eigentum oder Handel klargekommen sind. Ich denke überhaupt nicht drüber nach, wie _diese_ Gesellschaft besser funktionieren könnte, weil diese Gesellschaft so komplett unnachhaltig ist, daß ihr kompletter Kollaps nur eine Frage der Zeit ist, und es gibt überhaupt keinen Grund, warum eine zukünftige Gesellschaft, die irgendwann von den Überlebenden des Kollaps auf den Ruinen der alten aufgebaut wird, irgendwas mit dieser hier zu tun haben sollte.
Es gibt seit etwa 14 000 Jahren komplexe Gesellschaften, die man als Zivilisation bezeichnen kann. Viele von den allerersten Zivilisationen funktionierten vermutlich ganz ohne sowas wie Staat, Autorität, Hierarchie, Herrschaft. Technologisch waren sie natürlich noch sehr simpel, und es gab kaum nennenswerte berufliche Spezialisierung, aber alle waren gleich, keiner war arm oder reich, alle hatten gleich große, gleich gut ausgestattete Wohnungen und aßen Nahrung in gleicher Menge und Qualität. Niemand war unterernährt. Krankheiten betrafen alle gleichermaßen. Es gibt keinen Grund, warum das in Zukunft nicht wieder gelingen sollte, nach dem eh längst unvermeidlichen Untergang des Industriezeitalters.
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@LordCaramac Gewaltenteilung.
Sicher ist nicht alles perfekt, ich rege mich auch ständig auf, aber ich wüsste nicht, warum ich Anarchie vorziehen sollte. In der Fantasie mag das verlockend klingen, doch die Realität stelle ich mir nicht besonders schön vor.
@LordCaramac Wie bereits gesagt, im kleinen Rahmen mag so ein System vielleicht funktionieren. Aber man lebt ja nicht isoliert, sondern immer im globalen Kontext. Es gibt äußeren Druck und Einflüsse, zum Beispiel militärische Bedrohungen oder wirtschaftliche Abhängigkeiten. Wenn eine Gesellschaft selbst keine stabilen Macht- oder Verteidigungsstrukturen besitzt, stellt sich die Frage, ob sie unter solchen Bedingungen nicht zwangsläufig früher oder später scheitern muss?
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@leobm Ich glaube eh nicht daran, daß wir eine Zivilisation mit diesem Maße an Komplexität noch lange aufrechterhalten können. Konzepte wie Eigentum, Geld, Markt versagen zusehends, werden dysfunktional. Es gibt genug Beispiele für Kulturen, die komplett ohne sowas wie Eigentum oder Handel klargekommen sind. Ich denke überhaupt nicht drüber nach, wie _diese_ Gesellschaft besser funktionieren könnte, weil diese Gesellschaft so komplett unnachhaltig ist, daß ihr kompletter Kollaps nur eine Frage der Zeit ist, und es gibt überhaupt keinen Grund, warum eine zukünftige Gesellschaft, die irgendwann von den Überlebenden des Kollaps auf den Ruinen der alten aufgebaut wird, irgendwas mit dieser hier zu tun haben sollte.
Es gibt seit etwa 14 000 Jahren komplexe Gesellschaften, die man als Zivilisation bezeichnen kann. Viele von den allerersten Zivilisationen funktionierten vermutlich ganz ohne sowas wie Staat, Autorität, Hierarchie, Herrschaft. Technologisch waren sie natürlich noch sehr simpel, und es gab kaum nennenswerte berufliche Spezialisierung, aber alle waren gleich, keiner war arm oder reich, alle hatten gleich große, gleich gut ausgestattete Wohnungen und aßen Nahrung in gleicher Menge und Qualität. Niemand war unterernährt. Krankheiten betrafen alle gleichermaßen. Es gibt keinen Grund, warum das in Zukunft nicht wieder gelingen sollte, nach dem eh längst unvermeidlichen Untergang des Industriezeitalters.
@LordCaramac Gab es denn belegte anarchistische Systeme, die funktioniert haben? Ich bin da nicht so bewandert.