Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie will den Ausbau der Erneuerbaren bremsen. Energieministerin Thekla Walker lehnt das sog. #Netzpaket als Tiefschlag für die Energiebranche ab: „Wir wollen das Tempo der Energiewende hochhalten.“Wirtschaftsministerin Katherina #Reiche schlägt dagegen vor, dass der Netzausbau sich nicht mehr am Bedarf neuer Anlagen orientieren soll.Stattdessen soll Betreiber bis zu 10 Jahre in „kapazitätslimitierten Netzgebieten“ auf Entschädigung verzichten müssen, wenn ihre Anlagen wegen Engpässen abgeriegelt werden. Damit entfällt der Anreiz für einen zügigen Netzausbau. Auf Projektierer neuer Solar- und Windanlagen kommen dagegen schwer kalkulierbare Investitionsrisiken zu. Außerdem sollen Netzbetreiber ihre Anschlussprioritäten künftig selbst festlegen.Thekla Walker: „Wer beim #Netzausbau geringere Kosten will, muss gerade auf den Ausbau der Erneuerbaren im Süden setzen. Preistreiber sind große Übertragungsleitungen, die den Süden mit Strom von der Küste versorgen. Hier sinken die Kosten, wenn auch im Süden ausreichend viele PV- und Windanlagen produzieren. Ich möchte keine schwarzen Löcher auf der Landkarte Baden-Württembergs. Die würden vor allem im ländlichen Raum aufgerissen werden, wenn ein Netzbetreiber sich weigern kann, seine Netze ausreichend zu ertüchtigen. Das trifft vor allem Bürgerenergiegenossenschaften und Stadtwerke, die regional agieren und für Wertschöpfung vor Ort sorgen. Unsere Energiewirtschaft muss auch weiterhin die am besten geeigneten Standorte für PV- und Windparks entwickeln dürfen. Wir brauchen keine zusätzliche Bürokratie-Ebene, auf der sich Projektierer und Verteilnetzbetreiber erst noch streiten, ob eine Anlage dort entsteht, wo sie am meisten liefert oder dort, wo der Weg zur vorhandenen #Netzinfrastruktur am kürzesten ist.“ https://www.t-online.de/heim-garten/aktuelles/id_101120730/netzpaket-reiche-plant-vollbremsung-fuer-wind-und-solaranlagen.html