@Lancker Wie geht unsere Gesellschaft denn mit "den Schwächsten" um? Nehmen wir z.B. einmal den durchschnittlichen ivda Drogenuser.Unsere Gesellschaft bringt im Schnitt 11.000 € auf, und zwar Monat für Monat, dass dieser Mensch am Leben bleibt. Ich rechne vor:Grundsicherung 1.100 €, die sich zusammensetzt aus 550 € Lebensunterhalt, Miete, Heizung, Zuschuss zu Energie und Krankenversicherung.Methadon-Substitution: 3500 € im Monat.HIV-Medikation: 2500 - 4500 € im Monat.HCV-Behandlung 60.000 p.a.Psychosoziale Betreuung im Betreuten Wohnen: 2870 € im Monat.Stationäre Entgiftung: 21.000 € 1 mal im Jahr.Ein durchschnittlicher Drogenuser "verdrückt" im Schnitt zwischen 6000 - 9000 € im Monat. Um dieses Geld zu erbringen, muss er Hehlerware im zehnfachen Wert beibringen. Das bedeutet, dass er SChäden zwischen 60 - 90.000 € monatlich anrichten muss, um ein Zehntel dieses Geldes beim Hehler zu erzielen, womit er dann seinen durchschnittlichen Konsum finanzieren kann.Die Methadon-Substitution nimmt er i.d.R. als "Extra" noch mit oder vertickt das Zeug, wenn er "Take-Home" hat (1 ml derzeit 3-5 €), was bei vielen jeden Tag 30-50 € extra macht.Viele lassen sich ihre HIV-Medikamente verschreiben, der Apotheker rechnet diese ab, liefert sie aber nicht aus. Sie teilen sich dann die Beute. Macht einen Schaden von bis zu 4.500 € im Monat.Bei uns in Bremen haben sich viele Drogenuser, die Kokain spritzen, ihre Herzklappen kaputt gespritzt. Kokain wird, im Gegensatz zu Heroin vor der Injektion nicht abgekocht und die Bakterien wandern aus dem Mund des Dealers direkt in die Herzklappen des Konsumenten. Sie erhalten, auf Kosten der Kasse neue Herzklappen für ca. 80.000 €. Sie spritzen sich diese oft durch fortgesetzten Konsum kaputt und erhalten nach 3-6 Monaten wiederum neue Herzklappen. Einige meiner Klienten haben diese bereits zum vierten Mal erhalten. Die böse Gesellschaft hat sie dann - zusätzlich zu allem, noch einmal mit 320.000 € bedacht.So gemein gehen wir mit den Schwächsten um. Echt fiese!Obdachlose oder psychisch Erkrankte, die keinen Zugang zum Hilfesystem finden, können wird eine Sozialtherapie angeboten (4-7600 €) mit der sie lernen können, Zugang zum Hilfesystem zu erlangen.Es ist wirklich unter aller Sau, wie wir mit den Schwächsten der Schwachen umgehen.Wer sich wohnungslos meldet, findet innerhalb von 2 Stunden über die Fachstelle Wohnen oder das Obdachlosebpolizeirecht einen Platz in einer Notschlafstelle. Das sind dann fiese Zweibettzimmer, in denen sie nicht frieren dürfen. Gemeine Sozialarbeiter besorgen ihnen dann auch noch - mitten in der Nacht - eine Mahlzeit.Es ist wirklich schlimm, wie es in Bremen, diesem ärmsten der armen Bundesländer, zugeht.