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  3. Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten.

Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten.

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  • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

    Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten. Keine „Prompt-Kompetenz“, kein „Man muss die KI nur *richtig* einsetzen“, kein „Wir können uns dem nicht verschließen“, sondern die einfache Erkenntnis, dass „KI“ das Gegenteil von dem ist, was unsere Studierenden lernen sollen. https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/lehre_und_studium/Studium/Hinweise-zu-Hausarbeiten-und-Pruefungsleistungen/index.html

    rasterbars@infosec.exchangeR This user is from outside of this forum
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    #31

    @astefanowitsch
    Dieses Verbot ist wie der Streik von Vrumfondel und Magikweis (D. Adams - per Anhalter Durch Das Universum)

    »Wir werden streiken«, schrie Vrumfondel.
    »Genau!« stimmte ihm Magikweis zu. »Dann habt ihr einen landesweiten Philosophenstreik am Hals!«

    Deep Thought:
    »Ich wollte lediglich sagen«, raunzte der Computer, »daß meine Schaltkreise jetzt unwiderruflich mit der Formulierung der Antwort auf die Letzte der Fragen nach dem Leben, dem Universum und allem beschäftigt sind, aber es wird ein bißchen dauern, ehe ich mit dem Programm durch bin.«

    Fook guckte ungeduldig auf seine Uhr.
    »Wie lange etwa?« fragte er

    »Siebeneinhalb Millionen Jahre«, sagte Deep Thought.

    »Siebeneinhalb Millionen Jahre…?« schrien sie im Chor.

    »Ja«, tönte Deep Thought »ich sagte doch, ich muß darüber nachdenken, oder? Aber mir scheint, daß ein Programm wie dieses zwangsläufig ein enormes öffentliches Interesse an der ganzen Philosophie hervorrufen muß. Jedermann wird seine eigene Theorie darüber anstellen, mit welcher Antwort ich schließlich anrücken werde, und wer könnte aus diesem Rummel wohl besser Kapital schlagen als ihr selbst? Solange ihr euch nur heftig genug gegenseitig in den Haaren liegt und in der Presse runtermacht, und solange ihr Nachbeter habt, die ein bißchen clever sind, habt ihr doch für eure Zukunft ausgesorgt. Na, wie hört sich das an?«

    Die beiden Philosophen starrten ihn an.

    »Verdammt nochmal«, sagte Magikweis, »das nenn ich wirklich Denken. Sag mal, Vrumfondel, warum kommen wir eigentlich nie auf sowas?«

    »Weißichnich«, sagte Vrumfondel in ehrfürchtigem Flüsterton, »vielleicht sind unsere Hirne zu hochtrainiert, Magikweis.«

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    • danimrich@mastodon.socialD danimrich@mastodon.social

      @astefanowitsch Ich finde das insofern vernünftig als dass das eine Art Rechtssicherheit schafft. Ansonsten müsste der verantwortungsvolle Umgang mit diesen Tools Teil des Lehrplans werden.

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      #32

      @danimrich

      Dass es nicht Teil einer Prüfungsleistung ist, heißt ja nicht, da etwas nicht gelehrt werden darf oder wird.

      Ich habe im Studium vieles gelernt, und vieles war wertvoll, aber nicht unbedingt Teil des berüchtigten "prüfungsrelevante Wissen"
      @astefanowitsch

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      • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

        @wortezimmer Ja, ich bin völlig glückselig — in meinem Arbeitsbereich machen wir das schon länger so, aber dass ein ganzes Institut (das in vielen anderen Bereichen intern sehr unterschiedliche Meinungen hat) sich darauf einigen kann, hätte ich nie gedacht! Wir sind am Fachbereich das erste und bisher einzige Institut mit einer so klaren Position (wir bekommen auch schon Gegenwind, aber da wir uns einig sind, kann der ruhig kommen)!

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        #33

        @astefanowitsch Ich freue mich sehr über Eure klare Haltung!

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        • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

          @Bindestriche Eine reine Rechtschreibprüfung auf Wortebene wäre wohl geduldet, eine weitergehende sprachliche Prüfung (mit Grammatikprüfung, Paraphrasierungsvorschlägen usw.) auf jeden Fall nicht (bei OCR bin ich mir nicht sicher, inwiefern das Scannen eines Dokuments Teil einer Studien- oder Prüfungsleistung sein könnte). Das Verbot ist absichtlich sehr breit gefasst, damit Studierende sich im Zweifelsfall eine explizite Erlaubnis bei uns einholen.

          cerstinmahlow@mastodon.acm.orgC This user is from outside of this forum
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          #34

          @astefanowitsch Grammarly und Antidote, als „reine“ Korrekturprogramme bekommt man ja gar nicht mehr ohne GenKI, Zeug in MS-Word muss man explizit deaktivieren, wenn man es denn überhaupt kann und nicht Rückmeldungen einfach nur ignorieren muss. Wie realistisch ist so ein Verbot gegeben das generelle Vorhandensein überall? @Bindestriche

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          • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

            @cwilcke Wir haben tatsächlich eine Grundsatzdebatte über ein radikales Umdenken bei Prüfungsformen begonnen — wir werden die Rolle von Hausarbeiten in Zukunft mindestens stark einschränken und mehr Prüfungsformen mit Präsenz und/oder Dokumentation von Zwischenergebnissen einführen. Da hier Prüfungsordnungen geändert werden müssen, wird das aber etwas länger dauern; in der Zwischenzeit justieren wir schon einmal die Bewertungskriterien so, dass der Einsatz von KI unattraktiver wird.

            teskariel@eldritch.cafeT This user is from outside of this forum
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            teskariel@eldritch.cafe
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            #35

            @astefanowitsch @cwilcke Klingt soweit gut und sinnvoll. Das Problem mit den Studierenden, die mit Prüfungssituationen in Präsenz schlechter zurechtkommen, habt ihr sicher auch im Blick?

            astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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            • michaelgiesler@ruhr.socialM michaelgiesler@ruhr.social

              @astefanowitsch rein interessehalber: welches Problem löst man denn durch das Verbot dieses Werkzeuges?

              Ich mein, gerade im geisteswissenschaftlichen Umfeld ist in allen beruflichen Bereichen doch die Benutzung von KI gang und gäbe. Das sollte in der Ausbildung doch auch zumindest thematisiert werden.

              goblin@social.tchncs.deG This user is from outside of this forum
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              #36

              @michaelgiesler @astefanowitsch

              Eine große Stärke der Geisteswissenschaften ist, dass im Studium Soft Skills wie Recherche, Diskussionsfähigkeit, Textverständnis, Strukturverständnis, ... vermittelt werden.

              Diese Soft Skills entwickelt man aber vor allem durch mühsame Recherche, Auseinandersetzung mit Quellen, Formulierung von Argumenten und Texten und der Strukturierung von Ergebnissen.

              Das Schreiben von Hausarbeiten ist nicht der Zweck, sondern nur Mittel zum Zweck im Studium.

              Wenn eine KI das alles per Knopfdruck übernimmt, geht jeglicher Lerneffekt verloren.

              Damit Kinder ein Verständnis für Zahlen entwickeln, gibt man ihnen auch nicht ab Klasse 1 ein Taschenrechner in die Hand, sondern lässt sie zuerst für mehrere Jahre auf dem Papier/ im Kopf rechnen.

              michaelgiesler@ruhr.socialM 1 Reply Last reply
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              • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                Weil im Thread mehrfach nach Möglichkeiten der Überprüfung gefragt wird (seht auch meine Antworten dort), hier ein wichtiger Gedanke: Es geht nicht vorrangig darum, Studierende im Nachhinein zu überführen, sondern darum, sie von vornherein davon abzuhalten, überhaupt „KI“ zu verwenden. Das geht manchmal mit sehr einfachen Mitteln:

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                #37

                @astefanowitsch Das setzt alles voraus, dass „die KI“ eine eigenständige zusätzliche Anwendung ist, die man explizit starten und benutzen muss. Oder dann eben nicht benutzen darf

                Je mehr integriert wird, und nicht als Feature, sondern ständig im Hintergrund laufend, desto schwieriger. Mini-Beispiel: was machen mit der Literaturrechrche, wenn das Suchsystem der Hochschulbibliothek ein angepasstes LLM in die Keyword-Suche integriert? Wenn das Repositorium generierte Zusammenfassungen anbietet?

                astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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                • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                  Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten. Keine „Prompt-Kompetenz“, kein „Man muss die KI nur *richtig* einsetzen“, kein „Wir können uns dem nicht verschließen“, sondern die einfache Erkenntnis, dass „KI“ das Gegenteil von dem ist, was unsere Studierenden lernen sollen. https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/lehre_und_studium/Studium/Hinweise-zu-Hausarbeiten-und-Pruefungsleistungen/index.html

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                  #38

                  @astefanowitsch Sehr gut, Glückwunsch (geschrieben von einem Angestellten einer Universität, deren Präsident sich darin gefällt, regelmäßig laute und unsachkundige „Hurra hurra AI ist die Zukunft“-Op-eds in diversen Medien zu veröffentlichen)

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                  • goblin@social.tchncs.deG goblin@social.tchncs.de

                    @michaelgiesler @astefanowitsch

                    Eine große Stärke der Geisteswissenschaften ist, dass im Studium Soft Skills wie Recherche, Diskussionsfähigkeit, Textverständnis, Strukturverständnis, ... vermittelt werden.

                    Diese Soft Skills entwickelt man aber vor allem durch mühsame Recherche, Auseinandersetzung mit Quellen, Formulierung von Argumenten und Texten und der Strukturierung von Ergebnissen.

                    Das Schreiben von Hausarbeiten ist nicht der Zweck, sondern nur Mittel zum Zweck im Studium.

                    Wenn eine KI das alles per Knopfdruck übernimmt, geht jeglicher Lerneffekt verloren.

                    Damit Kinder ein Verständnis für Zahlen entwickeln, gibt man ihnen auch nicht ab Klasse 1 ein Taschenrechner in die Hand, sondern lässt sie zuerst für mehrere Jahre auf dem Papier/ im Kopf rechnen.

                    michaelgiesler@ruhr.socialM This user is from outside of this forum
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                    #39

                    @goblin
                    Nichtsdestotrotz wird in der Schule IMMER auch das Werkzeug "Taschenrechner" verwendet und den Schüler*innen der Umgang damit beigebracht.
                    Der Thread hier sprach aber von einem vollständigen Verbot.

                    Etwas sarkastisch drängt es mich zu fragen, ob auch ein Verbot von Computern erwogen wurde, damit man manuelle Recherche in den Büchereien und Registerkästen lernt.

                    @astefanowitsch

                    goblin@social.tchncs.deG astefanowitsch@mastodon.socialA 2 Replies Last reply
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                    • michaelgiesler@ruhr.socialM michaelgiesler@ruhr.social

                      @goblin
                      Nichtsdestotrotz wird in der Schule IMMER auch das Werkzeug "Taschenrechner" verwendet und den Schüler*innen der Umgang damit beigebracht.
                      Der Thread hier sprach aber von einem vollständigen Verbot.

                      Etwas sarkastisch drängt es mich zu fragen, ob auch ein Verbot von Computern erwogen wurde, damit man manuelle Recherche in den Büchereien und Registerkästen lernt.

                      @astefanowitsch

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                      #40

                      @michaelgiesler @astefanowitsch

                      Das Durchwühlen eines Archivregisters ist kein Soft Skill, der heute noch relevant ist (bis auf wenige Ausnahmen).

                      All das, was mit dem Recherchieren, Auseinandersetzen und Schreiben von Texten einhergeht, allerdings schon.

                      Dass ein LLM nur als Werkzeug eingesetzt wird, ist im best case möglich, aber in der Praxis unwahrscheinlich, weil die Anreize für Missbrauch sehr hoch sind.

                      Bei einem LLM kann man einfach die Aufgabenstellung des Dozenten in das Promptfenster einfügen. Mit dem daraus entstehenden Text muss sich dann der Dozent herumschlagen. Da die Korrektur aber gar nicht die Leistung des Studierenden betrifft, verpufft der Aufwand des Dozenten wirkungslos.
                      Das nutzt dem Studi nichts und verschwendet die Zeit des Dozenten.

                      frank@moessingen.socialF 1 Reply Last reply
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                      • michaelgiesler@ruhr.socialM michaelgiesler@ruhr.social

                        @astefanowitsch rein interessehalber: welches Problem löst man denn durch das Verbot dieses Werkzeuges?

                        Ich mein, gerade im geisteswissenschaftlichen Umfeld ist in allen beruflichen Bereichen doch die Benutzung von KI gang und gäbe. Das sollte in der Ausbildung doch auch zumindest thematisiert werden.

                        astefanowitsch@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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                        astefanowitsch@mastodon.social
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                        #41

                        @michaelgiesler Man löst das Problem, dass die Studierenden das eigene Denken und Handeln outsourcen, und noch dazu an einen Textgenerator, der ein Denken und Handeln dann nur oberflächlich simuliert. Ob der Einsatz von KI im geisteswissenschaftlichen Umfeld gang und gäbe ist, würde ich jetzt erstmal dahingestellt sein lassen — aber selbst, wenn es so wäre, wäre dieser Einsatz falsch und kein Grund, sich dem anzuschließen.

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                        • michaelgiesler@ruhr.socialM michaelgiesler@ruhr.social

                          @goblin
                          Nichtsdestotrotz wird in der Schule IMMER auch das Werkzeug "Taschenrechner" verwendet und den Schüler*innen der Umgang damit beigebracht.
                          Der Thread hier sprach aber von einem vollständigen Verbot.

                          Etwas sarkastisch drängt es mich zu fragen, ob auch ein Verbot von Computern erwogen wurde, damit man manuelle Recherche in den Büchereien und Registerkästen lernt.

                          @astefanowitsch

                          astefanowitsch@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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                          astefanowitsch@mastodon.social
                          wrote last edited by
                          #42

                          @michaelgiesler Weder ein Taschenrechner noch ein Computer haben in ihrem Wesen irgendetwas mit generativer KI gemeinsam, aber wie @goblin richtig sagt, müssen/sollten wir selbst mit diesen Technologien immer so vorgehen, dass wir auch darauf verzichten könnten.

                          michaelgiesler@ruhr.socialM 1 Reply Last reply
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                          • michaelgiesler@ruhr.socialM michaelgiesler@ruhr.social

                            @glitzersachen
                            Ironie?
                            @astefanowitsch

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                            glitzersachen@hachyderm.io
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                            #43

                            @michaelgiesler @astefanowitsch

                            Eher Sarkasmus (deshalb der s-tag). Wie immer mit dem Kern von Wahrheit: Dein Statement war ein Eigentor. Und wenn es wahr ist, habe die GWs dann damit die Hosen heruntergelassen. Wenn es eines ist, wofür GWs bezahlt werden, dann das Denken. Nicht das von-Maschinen-Denken-Lassen.

                            michaelgiesler@ruhr.socialM 1 Reply Last reply
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                            • cerstinmahlow@mastodon.acm.orgC cerstinmahlow@mastodon.acm.org

                              @astefanowitsch Das setzt alles voraus, dass „die KI“ eine eigenständige zusätzliche Anwendung ist, die man explizit starten und benutzen muss. Oder dann eben nicht benutzen darf

                              Je mehr integriert wird, und nicht als Feature, sondern ständig im Hintergrund laufend, desto schwieriger. Mini-Beispiel: was machen mit der Literaturrechrche, wenn das Suchsystem der Hochschulbibliothek ein angepasstes LLM in die Keyword-Suche integriert? Wenn das Repositorium generierte Zusammenfassungen anbietet?

                              astefanowitsch@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
                              astefanowitsch@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
                              astefanowitsch@mastodon.social
                              wrote last edited by
                              #44

                              @CerstinMahlow In dem Beispiel geht es ja eher schon darum, die Studierenden vor diesen Technologien zu warnen und ihnen beizubringen, sie zu umgehen. Bei der Literaturrecherche muss man wieder stärker auf traditionelle Methoden der Erschließung setzen, oder sich eben durch den KI-generierten Ergebnis-Müll wühlen. Bei den Zusammenfassungen kann man den Studierenden wenigstens recht leicht zeigen, wie schlecht die sind und wie wenig Sinn es hat, sich auf sie zu verlassen.

                              astefanowitsch@mastodon.socialA 1 Reply Last reply
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                              • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                                @CerstinMahlow In dem Beispiel geht es ja eher schon darum, die Studierenden vor diesen Technologien zu warnen und ihnen beizubringen, sie zu umgehen. Bei der Literaturrecherche muss man wieder stärker auf traditionelle Methoden der Erschließung setzen, oder sich eben durch den KI-generierten Ergebnis-Müll wühlen. Bei den Zusammenfassungen kann man den Studierenden wenigstens recht leicht zeigen, wie schlecht die sind und wie wenig Sinn es hat, sich auf sie zu verlassen.

                                astefanowitsch@mastodon.socialA This user is from outside of this forum
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                                #45

                                @CerstinMahlow Wie unser Statement zeigt, ist die Recherche ja explizit einer der Bereiche, in denen wir die KI nicht erlauben, aber da kämpfen wir auch durchaus gegen die eigene Uni-Bibliothek, die eine KI in den Bibliothekskatalog integriert hat. Im Moment muss die wenigstens noch explizit aktiviert werden...

                                cerstinmahlow@mastodon.acm.orgC 1 Reply Last reply
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                                • goblin@social.tchncs.deG goblin@social.tchncs.de

                                  @michaelgiesler @astefanowitsch

                                  Das Durchwühlen eines Archivregisters ist kein Soft Skill, der heute noch relevant ist (bis auf wenige Ausnahmen).

                                  All das, was mit dem Recherchieren, Auseinandersetzen und Schreiben von Texten einhergeht, allerdings schon.

                                  Dass ein LLM nur als Werkzeug eingesetzt wird, ist im best case möglich, aber in der Praxis unwahrscheinlich, weil die Anreize für Missbrauch sehr hoch sind.

                                  Bei einem LLM kann man einfach die Aufgabenstellung des Dozenten in das Promptfenster einfügen. Mit dem daraus entstehenden Text muss sich dann der Dozent herumschlagen. Da die Korrektur aber gar nicht die Leistung des Studierenden betrifft, verpufft der Aufwand des Dozenten wirkungslos.
                                  Das nutzt dem Studi nichts und verschwendet die Zeit des Dozenten.

                                  frank@moessingen.socialF This user is from outside of this forum
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                                  #46

                                  @goblin
                                  Wenn man ein Werkzeug verwendet, lernt man etwas (gilt auch für den Taschenrechner). Bei der Texterzeugung durch Sprachmodelle lernt man aktiv nichts - man umgeht sein Gehirn, wie der Beitrag oben erläutert.

                                  (Und kommt mir jetzt bitte nicht mit dem Bullshitbingo Kästchen "Prompting-Kompetenz". Danke.)

                                  @michaelgiesler @astefanowitsch

                                  michaelgiesler@ruhr.socialM 1 Reply Last reply
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                                  • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                                    Ich bin froh über die Entscheidung meines Instituts, die Verwendung sogenannter KI-Tools in Studien- und Prüfungsleistungen vollständig zu verbieten. Keine „Prompt-Kompetenz“, kein „Man muss die KI nur *richtig* einsetzen“, kein „Wir können uns dem nicht verschließen“, sondern die einfache Erkenntnis, dass „KI“ das Gegenteil von dem ist, was unsere Studierenden lernen sollen. https://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we06/lehre_und_studium/Studium/Hinweise-zu-Hausarbeiten-und-Pruefungsleistungen/index.html

                                    ingridausol@norden.socialI This user is from outside of this forum
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                                    #47

                                    @astefanowitsch

                                    👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍🥳👍👍😃😃👍👍👍👍👍👍

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                                    • G glitzersachen@hachyderm.io

                                      @michaelgiesler @astefanowitsch

                                      Eher Sarkasmus (deshalb der s-tag). Wie immer mit dem Kern von Wahrheit: Dein Statement war ein Eigentor. Und wenn es wahr ist, habe die GWs dann damit die Hosen heruntergelassen. Wenn es eines ist, wofür GWs bezahlt werden, dann das Denken. Nicht das von-Maschinen-Denken-Lassen.

                                      michaelgiesler@ruhr.socialM This user is from outside of this forum
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                                      #48

                                      @glitzersachen
                                      Eine KI denkt ja nicht. Und kann dieses dem Menschen also auch nicht abnehmen.
                                      Eine KI hilft bei Recherche und Struktur, führt den Nutzenden also schneller ans Ziel.

                                      @astefanowitsch

                                      G 1 Reply Last reply
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                                      • astefanowitsch@mastodon.socialA astefanowitsch@mastodon.social

                                        @michaelgiesler Weder ein Taschenrechner noch ein Computer haben in ihrem Wesen irgendetwas mit generativer KI gemeinsam, aber wie @goblin richtig sagt, müssen/sollten wir selbst mit diesen Technologien immer so vorgehen, dass wir auch darauf verzichten könnten.

                                        michaelgiesler@ruhr.socialM This user is from outside of this forum
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                                        #49

                                        @astefanowitsch @goblin in meinem GW-Studium vor 20 Jahren war es in der Tat auch ein Thema, inwiefern man das Internet und Computer nutzen darf. Deswegen reizt mich das Thema und dein Thread etwas. Damals hatte ich den Eindruck, dass man Angst vor neuen Entwicklungen hatte (Zitat: "Internet? Ach, das vergeht wieder.")

                                        Jetzt bin ich als GW-Akademiker in einem Job, wo ich fürs Denken bezahlt werde, wäre ohne Internet vollkommen aufgeschmissen und erfreue mich an den neuen Möglichkeiten durch KI.

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                                        • michaelgiesler@ruhr.socialM michaelgiesler@ruhr.social

                                          @glitzersachen
                                          Eine KI denkt ja nicht. Und kann dieses dem Menschen also auch nicht abnehmen.
                                          Eine KI hilft bei Recherche und Struktur, führt den Nutzenden also schneller ans Ziel.

                                          @astefanowitsch

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                                          #50

                                          @michaelgiesler @astefanowitsch

                                          Ja, das ist die "AI ist ja nur ein Werkzeug"-Idee. Einige von uns glauben das nicht. Stichwort: Aktive Skill-Erosion.

                                          Ich empfehle das mal zu recherchieren.

                                          BTW: Als Recherche-Werkzeug ist KI nur mäßig geeignet. Eine Suchmaschine wäre besser. AI erfindet Quellen. Und das kostet sehr viel Zeit.

                                          G michaelgiesler@ruhr.socialM 2 Replies Last reply
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