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  3. an DDR-Besucher*innen aus dem Westen

an DDR-Besucher*innen aus dem Westen

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perspektivwechsoralhistory
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  • whose_nose@dresden.networkW whose_nose@dresden.network

    @Muellers_Kabinett
    Stark -
    mein Vater musste eine Schlagbohrmaschine gegen einen Westwalkman tauschen. Verwandtschaft kann manchmal ganz schön mies sein.
    Der Walkman hat sicherlich wenig gekostet im Verhältnis zur DDr-Bohrmaschine.
    Aber hey - wir haben selten eine Bravo bekommen, deren Plakate für 20 DDr-Mark in der Klasse vertickt worden sind.

    Habt ihr dann eigentlich immer Stollen zu Weihnachten geschickt bekommen?

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    #47

    @whose_nose Der Stollen war Programm - die Zutaten wurden teilweise in getrennten Paketen im Spätsommer nach Leipzig geschickt - und zwar an die Dienststelle der Tante. Dann gab es Ankündigungsbriefe in denen explizit erwähnt wurde, mit welcher Freude die Mutter der Tante sich an die Zubereitung des Teigs machte, und Anfang der Adventszeit trudelte dann das Paket mit dem Monstrum ein - 20 Kilo Paket, davon entfielen 10 auf den Stollen. Es war immer irgendwas für jeden von uns drin, teils selbst

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    • muellers_kabinett@mstdn.strafpla.netM muellers_kabinett@mstdn.strafpla.net

      @whose_nose Der Stollen war Programm - die Zutaten wurden teilweise in getrennten Paketen im Spätsommer nach Leipzig geschickt - und zwar an die Dienststelle der Tante. Dann gab es Ankündigungsbriefe in denen explizit erwähnt wurde, mit welcher Freude die Mutter der Tante sich an die Zubereitung des Teigs machte, und Anfang der Adventszeit trudelte dann das Paket mit dem Monstrum ein - 20 Kilo Paket, davon entfielen 10 auf den Stollen. Es war immer irgendwas für jeden von uns drin, teils selbst

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      #48

      @whose_nose gebastelt oder gestrickt und auch schon mal in wilden Tauschaktionen besorgt - kleine Schnitzfiguren aus dem Erzgebirge oder so spisselige. zerbrechliche Vasen und Figürchen aus Glas. Ich habe als Kind nicht verstanden, wie viel Aufwand im Inhalt dieser Pakete stecke und schon gar nicht, welch ein Gewese meine Eltern um den Schutz dieser Dinge bei uns Zuhause machten - ich fand das Zeug nicht schön und die Pullover der Tante haben unheimlich gekratzt

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      • nachtet@norden.socialN nachtet@norden.social

        @whose_nose Es war lang und nervenaufreibend. Ich hatte als Kind einfach Angst vor dem Auftreten der Grenzsoldaten.
        Reinschmuggeln war schwierig, das Auto wurde durchsucht, inklusive Spürhunde und Spiegel, um unter das Auto zu sehen.
        Die Geschenke für meine Cousins und Cousinen wurden meistens konfisziert, speziell Medien wie Fußballzeitschriften oder so. Mit spitzen Fingern, ausgestrecktem Arm und gerümpfter Nase. 🤷

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        #49

        @nachtet
        beängstigend.
        Ich ärgere mich, dass ich die DDR-Optik nicht fotographisch festgehalten habe.
        Da war ja fast die ganze Stadt ein lost place...
        Badewannen auf dem Dachboden, die das Wasser des undichten Daches auffingen, Plumsklo bei Oma, aber auch die Handwasserpumpen am Brunnen usw.

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        • muellers_kabinett@mstdn.strafpla.netM muellers_kabinett@mstdn.strafpla.net

          @whose_nose Der Stollen war Programm - die Zutaten wurden teilweise in getrennten Paketen im Spätsommer nach Leipzig geschickt - und zwar an die Dienststelle der Tante. Dann gab es Ankündigungsbriefe in denen explizit erwähnt wurde, mit welcher Freude die Mutter der Tante sich an die Zubereitung des Teigs machte, und Anfang der Adventszeit trudelte dann das Paket mit dem Monstrum ein - 20 Kilo Paket, davon entfielen 10 auf den Stollen. Es war immer irgendwas für jeden von uns drin, teils selbst

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          #50

          @Muellers_Kabinett
          ja - damals haste alle Zutaten zurm Bäcker*in gebracht und die haben gebacken.
          Mir schmeckt nur kein Stollen und ich frage mich, ob das euch auch so ging.

          Eh und kein Telefon - alles wurde Wochen vorher in Stein gehauen - per Brief.

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          • whose_nose@dresden.networkW whose_nose@dresden.network

            @Muellers_Kabinett
            Die DDR-Tampons waren im wahrsten Sinne der Hammer.
            Ich wollte nie menstruieren, weil diese Monster so groß waren.
            Ans Koservenlotto kann ich mich nicht erinnern, aber umso lebendiger an den Milchbottich - die Milch war literweise in Tüten drin. und der Bottich mit den Tüten stand immer unter MilchWasser.
            Als Kind musste ich immer feste auf die Verpackung drücken um zu checken, ob ich eine unversehrte Packung erwischt habe. Wenn ich Pech hatte, kam mir eine Fontäne entgegen .
            Der Geruch von Milch und dem metalischem Geruch des Einkaufswagen ist mir heute noch erinnerlich.
            Und die Alk-Regal.
            Und Kubaorangen - grüne unreife Früchte - wir haben sie trotzem gegessen.

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            #51

            @whose_nose Die Milchschläuche und das Testverfahren wurde mir auch im Konsum vorgeführt. Die Kuba-Orangen wurden einmal erwähnt als meine Eltern Orangen zur Messe mitgebracht hatten ich fand es faszinierend, das es anscheinend Orangen gab, an denen man sich verletzen konnte

            muellers_kabinett@mstdn.strafpla.netM 1 Reply Last reply
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            • muellers_kabinett@mstdn.strafpla.netM muellers_kabinett@mstdn.strafpla.net

              @whose_nose Die Milchschläuche und das Testverfahren wurde mir auch im Konsum vorgeführt. Die Kuba-Orangen wurden einmal erwähnt als meine Eltern Orangen zur Messe mitgebracht hatten ich fand es faszinierend, das es anscheinend Orangen gab, an denen man sich verletzen konnte

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              #52

              @whose_nose Mein Vater hat gern Fotografiert und damals war die wohl beste Deutsche Kamera tatsächlich ein Produkt aus dem Osten - die Exakta Varex - diese Kamera und Objektive wurden stück für Stück von den Verwandten im Osten besorgt - ich möchte nicht wissen, um welchen Preis - und dann höchst konspirativ Stück für Stück in den Westen geschafft. Die Kamera war Zeit des Lebens meines Vaters ein Heiligtum das ich nur unter Aufsicht in die Hände bekam. Später hab ich sie geerbt

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                @ruebe5w
                Jaaa Fliesen waren der geile Shit. Es passiert mir jetzt noch, dass ich in Verschenkekisten Fliesen sehe und überlege, ob ich die noch umnutzen kann, weil geiler Shit... oh weh!
                Und Bohrmaschinen und Walkmans.
                Das heisst ihr hatten nach dem Auseinandernehmen dann nen Tetris-Moment - wie das alles wieder reinpassen soll .
                Hat denn dann auch was gefehlt?

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                #53

                @whose_nose @ruebe5w hmm Fliesen. Da gibt's auch irgendsoeine Familiengeschichte. Ich glaube, jemand im Dorf hat bei der Bahn gearbeitet und in seinem Zugwagon Fliesen aus Ungarn geschmuggelt mit dem dann unser Bad gefliest wurde oder irgendsowas wildes 😆

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                • whose_nose@dresden.networkW whose_nose@dresden.network

                  @Muellers_Kabinett
                  ja - damals haste alle Zutaten zurm Bäcker*in gebracht und die haben gebacken.
                  Mir schmeckt nur kein Stollen und ich frage mich, ob das euch auch so ging.

                  Eh und kein Telefon - alles wurde Wochen vorher in Stein gehauen - per Brief.

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                  #54

                  @whose_nose mit heisser Milch ging der Stollen schon ganz gut - und die dicke Zuckerschicht fand ich als Kind toll. Eigentlich war der 'original Leipziger Stollen' pupstrocken und einem gezuckerten Felsbrocken nicht unähnlich - aber damals war die Leistung, diesen Monolithen in den Westen zu bringen geradezu glorifiziert und die Legende machte das Gebäck zu etwas sehr Besonderem. Wenn ich da dran komme, ess ich so was gern um mich an diese Situationen zu erinnern

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                  • muellers_kabinett@mstdn.strafpla.netM muellers_kabinett@mstdn.strafpla.net

                    @whose_nose gebastelt oder gestrickt und auch schon mal in wilden Tauschaktionen besorgt - kleine Schnitzfiguren aus dem Erzgebirge oder so spisselige. zerbrechliche Vasen und Figürchen aus Glas. Ich habe als Kind nicht verstanden, wie viel Aufwand im Inhalt dieser Pakete stecke und schon gar nicht, welch ein Gewese meine Eltern um den Schutz dieser Dinge bei uns Zuhause machten - ich fand das Zeug nicht schön und die Pullover der Tante haben unheimlich gekratzt

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                    #55

                    @Muellers_Kabinett
                    ich fands auch nicht schön.
                    Habe jetzt erst herausgefunden, dass der Dresden-Weihnachtsmarkt so besonders ist wegen den Schwippbögen und dem Erzgebirgsgedöns. Und auch die "Räuchermänner" sind aus dem Erzgebirge.
                    Als ich meiner Freundin einen geschenkt hatte und angemacht, haben wir uns zerkingelt vor Lachen. Sie kannte es noch nicht, weil sie nicht aus Europa ist und auch diese Weihnachtsbräuche nicht kennt.
                    Hat deine Tante Schafwolle benutzt? Bei uns gabs nur Polyster/Dederon oder was auch immer Kunststoffwolle. Und der hat übel geknistert beim Anziehen.
                    Seit dem haben Räuchermänner wieder eine positive Besetzung für mich.

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                    • whose_nose@dresden.networkW whose_nose@dresden.network

                      an DDR-Besucher*innen aus dem Westen

                      Hattet ihr eigentlich nie Sorge nicht wieder rauszukommen?

                      Was passierte an der Grenze zur DDR und dann wieder von der DDR raus?

                      War Zeug reinschmuggeln möglich?

                      Wie seid ihr mit Parteilinie-Verwandtschaft umgegangen?

                      #Perspektivwechsel #OralHistory

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                      #56

                      @whose_nose Ich war nur einmal in Ostberlin - mit Tagesvisum

                      - Sorge, nicht wieder rauszukommen: nein
                      - Grenzübertritt rein: Zwangsumtausch, sonst nichts
                      - Grenzübertritt raus: Geldbeutel angesehen, ob ich DDR-Geld mit herausnehme. Die paar Münzen, die ich noch hatte, durfte ich behalten
                      - Schmuggel: wäre möglich gewesen
                      - Parteilinie-Verwandtschaft: nicht vorhanden, keine Familie in der DDR.

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                      • muellers_kabinett@mstdn.strafpla.netM muellers_kabinett@mstdn.strafpla.net

                        @whose_nose Mein Vater hat gern Fotografiert und damals war die wohl beste Deutsche Kamera tatsächlich ein Produkt aus dem Osten - die Exakta Varex - diese Kamera und Objektive wurden stück für Stück von den Verwandten im Osten besorgt - ich möchte nicht wissen, um welchen Preis - und dann höchst konspirativ Stück für Stück in den Westen geschafft. Die Kamera war Zeit des Lebens meines Vaters ein Heiligtum das ich nur unter Aufsicht in die Hände bekam. Später hab ich sie geerbt

                        whose_nose@dresden.networkW This user is from outside of this forum
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                        wrote last edited by
                        #57

                        @Muellers_Kabinett
                        Ihr ward richtig Schmuggelpros... Stark.

                        oh da hast du noch viele Schätze an Fotomaterial herumliegen.
                        Ich kann mir vorstellen, dass Fotographieren in der DDR auch nicht ging und die an der Grenze Filme knallhart belichtet haben.
                        So Nordkorea mässig.

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                        • whose_nose@dresden.networkW whose_nose@dresden.network

                          an DDR-Besucher*innen aus dem Westen

                          Hattet ihr eigentlich nie Sorge nicht wieder rauszukommen?

                          Was passierte an der Grenze zur DDR und dann wieder von der DDR raus?

                          War Zeug reinschmuggeln möglich?

                          Wie seid ihr mit Parteilinie-Verwandtschaft umgegangen?

                          #Perspektivwechsel #OralHistory

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                          #58

                          @whose_nose Bin nur gelegentlich durch die DDR nach West-Berlin gefahren. Schmuggel oder Ostverwandschaft war da drum kein Thema. Angst, da nicht wieder rauszukommen bestand aber meinerseits nicht, da ich a) für die Ostregierung irrelevant war und b) das diplomatischen Ärger dennoch wohl bedeutet hätte, Westbürger einfach einzubehalten. Und: Wieso hätten die sich das antun sollen, solange ich für die absolut uninteressant doch war?

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                          • fehlfarbe@dresden.networkF fehlfarbe@dresden.network

                            @whose_nose @ruebe5w hmm Fliesen. Da gibt's auch irgendsoeine Familiengeschichte. Ich glaube, jemand im Dorf hat bei der Bahn gearbeitet und in seinem Zugwagon Fliesen aus Ungarn geschmuggelt mit dem dann unser Bad gefliest wurde oder irgendsowas wildes 😆

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                            wrote last edited by
                            #59

                            @fehlfarbe @ruebe5w
                            Alle, die Haus in DDR-Zeiten gebaut haben, haben interessante Materialherkunftgeschichten zu erzählen.
                            Das DDR Wort dazu hiess
                            "HOCHGEZOGEN"
                            In meinen Eltern steckt es immer noch drin - holen Kartoffeln/Mais/o.ä. von Feldern und fühlen sich dabei klandestin...

                            fehlfarbe@dresden.networkF 1 Reply Last reply
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                              @Muellers_Kabinett
                              ich fands auch nicht schön.
                              Habe jetzt erst herausgefunden, dass der Dresden-Weihnachtsmarkt so besonders ist wegen den Schwippbögen und dem Erzgebirgsgedöns. Und auch die "Räuchermänner" sind aus dem Erzgebirge.
                              Als ich meiner Freundin einen geschenkt hatte und angemacht, haben wir uns zerkingelt vor Lachen. Sie kannte es noch nicht, weil sie nicht aus Europa ist und auch diese Weihnachtsbräuche nicht kennt.
                              Hat deine Tante Schafwolle benutzt? Bei uns gabs nur Polyster/Dederon oder was auch immer Kunststoffwolle. Und der hat übel geknistert beim Anziehen.
                              Seit dem haben Räuchermänner wieder eine positive Besetzung für mich.

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                              #60

                              @whose_nose Die Wolle war so sehr Kunststoff, wie nur ging - sehr spannende Farben und auch immer total aufwendige Muster. Das Zeug roch eigenartig und hat in der Waschmaschine Dummheiten gemacht, die zur Unbenutzbarkeit des Pullovers führen konnten. Auf der nackten Haut hat das bei mir nicht funktioniert -

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                                @whose_nose Die Wolle war so sehr Kunststoff, wie nur ging - sehr spannende Farben und auch immer total aufwendige Muster. Das Zeug roch eigenartig und hat in der Waschmaschine Dummheiten gemacht, die zur Unbenutzbarkeit des Pullovers führen konnten. Auf der nackten Haut hat das bei mir nicht funktioniert -

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                                #61

                                @whose_nose ich hatte als Jugendlicher mit Neurodermitis zu kämpfen und wenn ich die mal wieder treffen wolle, brauchte ich mir nur einfach einen dieser Pullover anschauen. Ich konnte die nur mit einem Oberhemd drunter tragen, habe aber Oberhemden gehasst. Natürlich musste es ein Foto von mir mit den tollen Kleidungsstücken aus dem Weihnachtspaket geben - als Dankeschön und Beleg meiner Freude...

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                                  @whose_nose mit heisser Milch ging der Stollen schon ganz gut - und die dicke Zuckerschicht fand ich als Kind toll. Eigentlich war der 'original Leipziger Stollen' pupstrocken und einem gezuckerten Felsbrocken nicht unähnlich - aber damals war die Leistung, diesen Monolithen in den Westen zu bringen geradezu glorifiziert und die Legende machte das Gebäck zu etwas sehr Besonderem. Wenn ich da dran komme, ess ich so was gern um mich an diese Situationen zu erinnern

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                                  #62

                                  @Muellers_Kabinett
                                  nu (dresdnerisch ja) dor DDR-Bürger*in wollte sich damit bedanken.
                                  Ich hätte es eher als Strafe gesehen. Aber naja.
                                  Toll, dass es dir auch so ging.
                                  Wurfbrot oder so ähnlich und frag nicht wieviel Stück Butter da obenauflagen. Ich kannte Leute, die sich da noch Butter auf die Scheibe geschmiert haben. *mich-schüttel*

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                                    @whose_nose Die Wolle war so sehr Kunststoff, wie nur ging - sehr spannende Farben und auch immer total aufwendige Muster. Das Zeug roch eigenartig und hat in der Waschmaschine Dummheiten gemacht, die zur Unbenutzbarkeit des Pullovers führen konnten. Auf der nackten Haut hat das bei mir nicht funktioniert -

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                                    #63

                                    @Muellers_Kabinett
                                    🤣
                                    Wer weiss ob das upgecycelte LKW-Plane war. Meine Tante besitzt immer noch nen Pulli aus Fallshirmseide.
                                    Haste mal den Geigerzähler drangehalten?

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                                      @whose_nose ich hatte als Jugendlicher mit Neurodermitis zu kämpfen und wenn ich die mal wieder treffen wolle, brauchte ich mir nur einfach einen dieser Pullover anschauen. Ich konnte die nur mit einem Oberhemd drunter tragen, habe aber Oberhemden gehasst. Natürlich musste es ein Foto von mir mit den tollen Kleidungsstücken aus dem Weihnachtspaket geben - als Dankeschön und Beleg meiner Freude...

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                                      #64

                                      @Muellers_Kabinett
                                      oh ich amüsier mich gerade prächtig.
                                      Du solltest ein Buch schreiben. *Tränchen-weg-wisch*

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                                        @Muellers_Kabinett
                                        Ihr ward richtig Schmuggelpros... Stark.

                                        oh da hast du noch viele Schätze an Fotomaterial herumliegen.
                                        Ich kann mir vorstellen, dass Fotographieren in der DDR auch nicht ging und die an der Grenze Filme knallhart belichtet haben.
                                        So Nordkorea mässig.

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                                        #65

                                        @whose_nose das mit der Röntgendurchleuchtung von Fotoausrüstungen war damals recht verbreitet - da gab es tatsächlich Behälter aus Blei für die Filmkapseln. Das Orwo-Material hat die DDR damals in der Fotoabteilung des Saturn Hansa verramscht - meine fotografische Karriere startete mit den guten Schwarzweiss-Materialien der DDR zum Taschengeld-Tarif.

                                        muellers_kabinett@mstdn.strafpla.netM 1 Reply Last reply
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                                          @whose_nose das mit der Röntgendurchleuchtung von Fotoausrüstungen war damals recht verbreitet - da gab es tatsächlich Behälter aus Blei für die Filmkapseln. Das Orwo-Material hat die DDR damals in der Fotoabteilung des Saturn Hansa verramscht - meine fotografische Karriere startete mit den guten Schwarzweiss-Materialien der DDR zum Taschengeld-Tarif.

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                                          #66

                                          @whose_nose Fotos machen ging - zumindest während der Leipziger Messe erstaunlich gut - man wollte sich ja als weltoffenes Land präsentieren. Leider hat mein Vater die Fotos von damals in seiner Demenz zum größten Teil vernichtet.

                                          whose_nose@dresden.networkW 1 Reply Last reply
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