Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan?
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Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
(Bitte keine Diskussionen "Wird eh nicht passieren", darum gehts hier nicht).
@javahippie Gutes Werkzeug. Für viele Sachen nützlich.
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Wenn ich momentan anschaue, was mein Job ist, besteht der kleinste Teil daraus Code zu schreiben. Ich bin eher dabei technische Rahmenbedingungen zu klären, mit anderen Abteilungen abzustimmen, fachliche Anforderungen zu verstehen und technisch zu ergänzen. Das mag auch an der Art meiner Arbeit liegen (selbständiger Berater / Architekt), aber gerade an diesen Schnittstellen sehe ich mich noch länger arbeiten, ohne LLM
@javahippie Und genau aus dem Grund denke ich, dass KI noch lange keine Architekt*innen ersetzen kann.
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Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
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@javahippie So wird's kommen. Als sen. Dev. besteht so oder so die wenigste Zeit aus coden, sondern meher im reviewen was die Juniors machen, Meetings um die Rahmenbedingungen, Anforderungen und unklarheiten zu klären und zu dokumentieren. Architekturplanung, etc. Letztendlich ist AI nur ein weiteres Tool um die Arbeit zu organisieren und bewältigt zu bekommen und die Juniors sind dann die AI bediener, bzw. werden weniger und durch AI ersetzt. (ich habe also nicht mehr ne handvoll Juniors, sondern Claude whatever). Es wird passieren, es wird alles durchdringen und hat bereits angefangen. Es soll ja auch noch Leute geben, die mit Schreibmaschine arbeiten.
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@javahippie Ich habe Dekaden Erfahrung bevor es Agentic Coding gab. Sich in Legacy Code einarbeiten ist schon lange mein Standbein. Diese Erfahrungen werde ich vergolden. Ich kann besser reviewen und fremden Code einschätzen als andere.
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@konrad Gehst du davon aus, dass es dann noch genau so viele Devs gibt die einfach mehr Output erzeugen?
Sicher nicht. Code Schreiben war nie der Flaschenhals.
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@javahippie Was mit holz. Ausbildung zur landschaftsgärtner*in wird mir gerade oft beworben, das wäre was. Wenn ich früh aufstehen könnte, backer*in. Da ist man heute aber auch nur in der brotfabrik, also nein.
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@javahippie Ich habe verschiedene Coding Agents privat und beruflich ausgiebig getestet. Ich stelle fest, dass durch den Einsatz meine Problemlösungskompetenz merklich abnimmt und dass ich sehr viel Zeit mit dem Warten auf Output vertrödel. Ich will mir zur Zeit nicht vorstellen den Job in dieser sinnentleerten Form weiterzumachen.
Aber was sind die Alternativen? Ich würde gerne etwas mit mehr positivem Impact machen, aber ich kann ja nichts. Oder ich kann es nur auf einem Niveau, das mit enormen finanziellen Abstrichen einhergeht.
In Wirklichkeit werde ich also am Ende den für mich einfachsten Weg wählen und mitspielen.
Dieses "Warten auf Output" hat mich gerade an das früher ewig dauernde "Kompilieren" erinnert. Bauen wir da die Welt wieder ein Stück zurück?
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Dieses "Warten auf Output" hat mich gerade an das früher ewig dauernde "Kompilieren" erinnert. Bauen wir da die Welt wieder ein Stück zurück?
@johnnythan @javahippie Ändert ja daran nichts. Dein typischer "vibecoding" Workflow ist ja tippen, warten, kompilieren, kaputt, warten, kompilieren, kaputt, warten, kompilieren, kaputt, warten, kompilieren, läuft.
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@javahippie wenn ich noch im Job wäre, würde ich mich fragen, warum ich mir ausgerechnet den (kleinen) Teil, der mir wirklich Spaß daran macht, von einer “KI“ versauen lassen sollte. Wäre ein Grund, aufzuhören.
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Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
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@javahippie ganz ehrlich: ich kann nix anderes. Glaub dann würd ich durchziehen und parallel versuchen eigene Produkte an den start zu bringen. Man würd ja vermutlich ziemlich viel warten. Und Arbeitszeit hätte dann noch weniger Bedeutung als es in unserer Branche eh schon hat. Vorher "ja, bin irgendwie gestern nicht weiter gekommen", Nachher: "Boah, keine Ahnung was die KI da gestern wieder gemacht hat", da kann man ja in nem anderen Fenster einfach noch ne andere KI anfeuern.
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Wenn ich momentan anschaue, was mein Job ist, besteht der kleinste Teil daraus Code zu schreiben. Ich bin eher dabei technische Rahmenbedingungen zu klären, mit anderen Abteilungen abzustimmen, fachliche Anforderungen zu verstehen und technisch zu ergänzen. Das mag auch an der Art meiner Arbeit liegen (selbständiger Berater / Architekt), aber gerade an diesen Schnittstellen sehe ich mich noch länger arbeiten, ohne LLM
@javahippie Meine Perspektive ist da eine andere: An der Tür zum Flur vor meinem Büro steht was von "Competence Center High Perfomance Computing". Ich bekomme ganz oft die üblen Probleme auf den Schreibtisch, wo kein Standardansatz hilft und vor denen andere gute Entwickler schon kapituliert haben. Das sind Probleme, die auch noch niemand vorher hatte, weil es z.B. die Art Hardware noch nicht so lange gibt. Passiert auch regelmäßig, dass ich in einer Domäne lade, für die mir komplett das mental model fehlt.
Mein erster Schritt ist dann meistens erstmal das Problem mit all seinen verschiedenen Aspekten verstehen. Und das heißt bei mir ganz oft einfach mal hinsetzen und versuchen eine Lösung für irgendein Teilproblem zu implementieren. Schauen, wo es knirscht, wo man hängen bleibt. Was verhält sich anders als angenommen? Warum geht diese eine offensichtliche Lösung, die mir im Kopf rumspukt kaputt? Nur so bekomme ich eigentlich eine solide Intuition für die Umgebung und die Constraints unter denen man dort arbeiten muss.
Mag andere Leute die geben, die einfach mal alle Specs lesen und danach am Whiteboard die Lösung konstruieren, aber mein Gehirn braucht einfach diese Hands-On-Erfahrung um sich in sowas reinzufinden.
Aber wenn man mir diesen Hand-On-Teil wegnimmt, werde ich deutlich schlechter in meinem Job werden. Außerdem ist das der Teil, der mir Spaß macht.
Specs schreibe und Code reviewen mache ich, weil es dazu gehört aber das ist nicht der Teil von meinem Job, für den ich morgens aus dem Bett steige. Gerade Reviews finde ich super anstrengend, weil mein Kopf eher konstruktiv als analytisch funktioniert.
Dementsprechend bin ich gerade am überlegen, was ich in Zukunft machen will. Vielleicht nochmal zurück an die Uni und noch nen Master in E-Technik machen? -
@oli @konrad @javahippie Weil's gerade heute von einem Menschen aufgebracht wurde, den ich sehr schätze: https://pages.cs.wisc.edu/~remzi/Naur.pdf
@rotnroll666 Danke genau den Text hab ich gesucht und nicht wieder gefunden.
@oli @konrad @javahippie -
Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
(Bitte keine Diskussionen "Wird eh nicht passieren", darum gehts hier nicht).
@javahippie Durchziehen. Keine Ahnung ob ich das gut finde und mich das glücklich machen wird, aber ich bin davon überzeugt, dass sich die Arbeit des Software Entwicklers ändern wird. Es wird unser Job werden, AIs zu kindergärtnern.
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Dieses "Warten auf Output" hat mich gerade an das früher ewig dauernde "Kompilieren" erinnert. Bauen wir da die Welt wieder ein Stück zurück?
@johnnythan @oli @javahippie Sehr gute Analogie: „Waiting for AI finishing the prompt!“
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@rotnroll666 Danke genau den Text hab ich gesucht und nicht wieder gefunden.
@oli @konrad @javahippie@sebastian @oli @konrad @javahippie Dank' nicht mir
Naur’s “Theory Building” as Internet Samizdat
Peter Naur wrote an article in 1985 entitled, Programming as Theory Building. I recommend reading it. It's not too difficult to find. However, the first internet search hit is something of a mystery. It's a PDF of a mediocre scan of a portion of an unnamed book. The pages are misaligned, and the text is…
Synchronous Messages (stuartmarks.wordpress.com)
Aber gerne

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@oli Ich glaube, wir gehen sehr anders an die Arbeit mit Coding Agents ran. Meine Spezifikationen sind sehr detailliert, und ich habe ziemlich viel der Software trotzdem im Kopf, wie sie entstehen soll. Es ist wirklich nur ein Coding Agent für mich, hat quasi keine Design-Aufgaben. Oder es macht Vorschläge, die ich dann annehme oder nicht. Ja. @javahippie
@konrad Der typische neue Ansatz der letzten Monate ist, dass du ein LLM bittest, aus einer vagen Spec eine detailierte Spezifikation ("Plan") zu generieren. Wenn Du den abgenickt hast, schmeißt man den Plan dem Coding Agent vor. Das kann das gleiche oder ein anderes LLM sein.
Ich habe gerade einige Beispiele in der Firma gesehen, wo Leute das erfolgreich gemacht haben, denen ich persönlich eher keine Commit-Rechte einräumen würde ... "Erfolgreich" im Sinne von: Es lief nachher etwas, das grob das gemacht hat, was gewünscht war.
@oli @javahippie -
@konrad Der typische neue Ansatz der letzten Monate ist, dass du ein LLM bittest, aus einer vagen Spec eine detailierte Spezifikation ("Plan") zu generieren. Wenn Du den abgenickt hast, schmeißt man den Plan dem Coding Agent vor. Das kann das gleiche oder ein anderes LLM sein.
Ich habe gerade einige Beispiele in der Firma gesehen, wo Leute das erfolgreich gemacht haben, denen ich persönlich eher keine Commit-Rechte einräumen würde ... "Erfolgreich" im Sinne von: Es lief nachher etwas, das grob das gemacht hat, was gewünscht war.
@oli @javahippie@holger Ja. Das mache ich absichtlich nicht so. @oli @javahippie
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@holger Ja. Das mache ich absichtlich nicht so. @oli @javahippie
@konrad @holger @javahippie Aber das ist ja der interessante Punkt: Dass du das nicht so machst, widerspricht dem grassierenden Branchenverständnis und ist nur wenig besser als es gar nicht zu nutzen.
"Du nutzt das volle Potenzial der Agents nicht! Du nutzt DEIN volles Potenzial nicht! Du bist nicht effizient genug! Du hast keine Zukunft in der Branche" </sarkasmus mit träne im auge>
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Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
(Bitte keine Diskussionen "Wird eh nicht passieren", darum gehts hier nicht).
@javahippie Ich würde Product Owner oder Architekt oder Team Lead oder so was. Irgendein Job wo ich mit Menschen rede welche dann die LLMs promten, damit ich das nicht machen muss. Auf Dauer zu ätzend.
Am Wochenende dann “von Hand” an meinem open source Mastro web framework coden.
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@konrad @holger @javahippie Aber das ist ja der interessante Punkt: Dass du das nicht so machst, widerspricht dem grassierenden Branchenverständnis und ist nur wenig besser als es gar nicht zu nutzen.
"Du nutzt das volle Potenzial der Agents nicht! Du nutzt DEIN volles Potenzial nicht! Du bist nicht effizient genug! Du hast keine Zukunft in der Branche" </sarkasmus mit träne im auge>
@oli Was soll ich sagen. Ich bin alt. I've seen things you people wouldn't believe. Technical debt on fire off the shoulder Multics. I've watched buffer overruns glitter in the dark near the Tannhäuser Gate. All those moments will be lost in time …
@holger @javahippie