Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%).
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@jakob_thoboell @diabhoil @TheOneSwit YODA: Special interests stark in diesem thread sind
@AwetTesfaiesus
ich find die Maße von Booten ein gutes Beispiel für die Verschiebung von Konsum - Maßstäben: meine Großeltern waren zu fünft auf 8 m Schiffslänge im Sommerurlaub. Heute fangen die Preisstaffelungen in vielen Häfen erst ab 9 m an, alles darunter zahlt pauschal (was ich mit 3 Leuten auf 6 m meist unlustig fand...) Die Gesellschaft hat das Maß verloren und die, die Wassersport luxuriös zelebrieren verbreiten eine Stimmung, in der sich die 'kleinen' nicht mehr trauen... -
@dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil
naja, das ist ja dann doch ein sehr fachspezifisches Thema oder? Konkrete Zahlen hier schon am Anfang zu diskutieren ist schon etwas am Ziel vorbei. Man kann das ganze ja auch staffeln, bis 5m frei, ab 5 kleiner Betrag, usw. Natürlich kann man da auch mehrere Faktoren wie Antrieb mit berücksichtigen.
@TheOneSwit
na ja, es ist ne Frage des Luxusbegriffes, die wir als Gesellschaft insgesamt diskutieren müssen. Ist ein alter Camper als Zweitwagen der Familie Luxus, wenn er über Jahrzehnte als primäre Art von Urlaub dient?
Ist ein Gartenhäuschen Luxus?
Ich würde sagen 'nein'. Der opulente 12 Tonnen Oberklasse-Camper oder das Anwesen am Stadtrand m.E. schon.
Und so ist für mich auch mit dem Boot (1/2)
@dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil -
@TheOneSwit
na ja, es ist ne Frage des Luxusbegriffes, die wir als Gesellschaft insgesamt diskutieren müssen. Ist ein alter Camper als Zweitwagen der Familie Luxus, wenn er über Jahrzehnte als primäre Art von Urlaub dient?
Ist ein Gartenhäuschen Luxus?
Ich würde sagen 'nein'. Der opulente 12 Tonnen Oberklasse-Camper oder das Anwesen am Stadtrand m.E. schon.
Und so ist für mich auch mit dem Boot (1/2)
@dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil@TheOneSwit
Meine Großeltern haben (am Anfang mit Freunden gemeinsam) ein Segelboot besessen, was über ca. 4 Jahrzehnte die dominierende Form des Urlaubs waren.
Ja, privilegiert und mit gut.Budget, aber auch mit weniger Budget kann das kleine Segelboot langjährige Freiheit sein.Auf der anderen Seite gibt es das Hochgllanz-Boot mit Spinnennetzen an den Leinen, das nur als Statussymbol rumliegt.
@dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil -
@TheOneSwit
Meine Großeltern haben (am Anfang mit Freunden gemeinsam) ein Segelboot besessen, was über ca. 4 Jahrzehnte die dominierende Form des Urlaubs waren.
Ja, privilegiert und mit gut.Budget, aber auch mit weniger Budget kann das kleine Segelboot langjährige Freiheit sein.Auf der anderen Seite gibt es das Hochgllanz-Boot mit Spinnennetzen an den Leinen, das nur als Statussymbol rumliegt.
@dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil@TheOneSwit
ich würde gern das Luxus-Statussymbol kritisieren, und Menschen, die sich als weniger spießig und weniger privilegiert einschätzen, gleichzeitig animieren, sich die jeweilige Freiheit, die das jeweils kleinere Teil meiner Beispiele oben bietet, zuzutrauen.
@dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil -
@AwetTesfaiesus
ich find die Maße von Booten ein gutes Beispiel für die Verschiebung von Konsum - Maßstäben: meine Großeltern waren zu fünft auf 8 m Schiffslänge im Sommerurlaub. Heute fangen die Preisstaffelungen in vielen Häfen erst ab 9 m an, alles darunter zahlt pauschal (was ich mit 3 Leuten auf 6 m meist unlustig fand...) Die Gesellschaft hat das Maß verloren und die, die Wassersport luxuriös zelebrieren verbreiten eine Stimmung, in der sich die 'kleinen' nicht mehr trauen...@AwetTesfaiesus
Charlotta Schuhmacher hat bei @gerolf_antritt das gleiche Thema beim (ultra-) Radfahren aufgemacht. Radfahren wird von einigen medial aufbereitet zum zehntausende-teuren Hochglanz-Event gemacht. Bis sich keine(r) mehr mit günstigerem Setup zu den Events traut... -
R relay@relay.mycrowd.ca shared this topic
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Mein ganz persönliche Liebligsbemessungsgrundlage wären die (mittelbar und unmittelbar) kontrollierten Wohn-Quadratmeter. Die ersten 400 qm werden nie besteuert (plus 150qm für jedes Kind), auch nicht bei der Erbschaft.
Jenseits dessen würde ich persönlich gerne eine sehr deutliche Substanz-Steuer sehen (z.B. 8€/qm/Monat, egal ob vermietet oder nicht).
Aber das ist nur mein persönlicher Liebling.
Danach: Vermögenssteuer für Boote über 5m Länge.
@AwetTesfaiesus @diabhoil @TheOneSwit länge ist ein wenig geeignetes maß für boote. geh lieber nach verdrängung/gewicht. 1t könnte eine gute grenze sein
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@AwetTesfaiesus
Zur Illustration: Alle Boote auf diesem Bild sind über 5 m.
@diabhoil @TheOneSwit@jakob_thoboell @AwetTesfaiesus @diabhoil @TheOneSwit
Puh, Glück gehabt. Mein zweisitzer Paddelboot ist nur 4 Meter lang.
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@TheOneSwit @diabhoil eine Vermögenssteuer auf Vermögen über 10 Mio bzw. Wohnraum über 400 qm. Da fällt es mir schwer den poenalen Charakter zu erkennen
@AwetTesfaiesus @TheOneSwit @diabhoil
Also die 40 m2, die das JC als "angemessen" ansieht und Deine 400 m2, gehen mir leider etwas zu weit auseinander.
Wenn man besteuert, dann sollte man da genau ab diesen 40 m2 machen, die man als "angemessen" bezeichnet.
Bei mir wurden 25 m2 schon als "exzessiv" bezeichnet, weil ich ja alleine bin. -
@AwetTesfaiesus @TheOneSwit @diabhoil
Also die 40 m2, die das JC als "angemessen" ansieht und Deine 400 m2, gehen mir leider etwas zu weit auseinander.
Wenn man besteuert, dann sollte man da genau ab diesen 40 m2 machen, die man als "angemessen" bezeichnet.
Bei mir wurden 25 m2 schon als "exzessiv" bezeichnet, weil ich ja alleine bin.@AwetTesfaiesus @TheOneSwit @diabhoil
Vorher habe ich auf 120 m2 mit Familie (5 Personen) gewohnt.
War zwar nicht "exzessiv", aber noch halbwegs ausreichend.
Aber 50 m2 pro Person sollten es schon mindestens sein.
Alles was drueber ist, ist Luxus. -
@jakob_thoboell @AwetTesfaiesus @diabhoil @TheOneSwit
Puh, Glück gehabt. Mein zweisitzer Paddelboot ist nur 4 Meter lang.
@martindrogat
siehste, schon meine alte RZ85/3 ist über 5 m.
@AwetTesfaiesus @diabhoil @TheOneSwit -
@martindrogat
siehste, schon meine alte RZ85/3 ist über 5 m.
@AwetTesfaiesus @diabhoil @TheOneSwit@jakob_thoboell
Hätte nicht gedacht, dass das Faltboot so viel länger ist als mein Palava.
@AwetTesfaiesus @diabhoil @TheOneSwit -
@shootild80 weil die Weltrevolution ebenso Verspätung hat, wie das Zeitalter des Wassermanns.
Sonst wäre ich aus ökonomischen Gründen auch eher gegen privates Wohneigentum.
@AwetTesfaiesus @shootild80 *Selbstgenutztes* Wohneigentum ergibt total viel Sinn und ist langfristig im Mittel günstiger als Miete.
(Denn in der Miete sind alle Kosten drin, und dann noch Marge obendrauf.)
Man muss es halt nur erst einmal bekommen. Und eventuelle Spitzen abfedern (zB in einer Gemein-/Genossenschaft).
uA gehört solcher Wohnraum von Erwerbssteuern etc befreit. Die kann man auf die gewerblichen Objekte draufschlagen.
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@AwetTesfaiesus @shootild80 *Selbstgenutztes* Wohneigentum ergibt total viel Sinn und ist langfristig im Mittel günstiger als Miete.
(Denn in der Miete sind alle Kosten drin, und dann noch Marge obendrauf.)
Man muss es halt nur erst einmal bekommen. Und eventuelle Spitzen abfedern (zB in einer Gemein-/Genossenschaft).
uA gehört solcher Wohnraum von Erwerbssteuern etc befreit. Die kann man auf die gewerblichen Objekte draufschlagen.
Wäre das nicht der wirtschaftliche Flächenbrand für unsere Gemeinden, wäre ich sofort dabei.
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@circus_maximus
Bei uns (Kleine Vorstadt einer kleinen Großstadt) werden die meisten alten Häuser (besser gesagt Grundstücke) von Immobilienfirmen aufgekauft. Die bauen darauf dann Mehrparteienhäuser (nen weißer hässlicher Klotz) und verkaufen die Wohnungen darin dann teuer weiter. Mit diesen Firmen kann natürlich eine normale Familie nicht mithalten. Die alten Besitzer verkaufen natürlich auch zu entsprechenden Mondpreisen für ihre Bruchbuden (also für die Grundstücke).@diabhoil @circus_maximus @AwetTesfaiesus Ich würde mal eine Lanze für Geschossetagenbau brechen. Höhere Dichte ermöglicht bessere Infrastruktur.
Aber natürlich sollte das an Genossenschaften o.ä. gehen, nicht an kommerzielle Vermieter/Verwerter. Da könnte die Politik deutlich mehr fördern.
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Wäre das nicht der wirtschaftliche Flächenbrand für unsere Gemeinden, wäre ich sofort dabei.
@AwetTesfaiesus @shootild80 Das müsste im Rahmen einer Steuerreform umgesetzt werden.
An dieser Stelle schwenke ich die Linke Flagge zu Erbschafts-/Transaktions-/Krypto-/Gold-/Multimillionärs-/Automatisierungsgewinnsteuern

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@diabhoil @circus_maximus @AwetTesfaiesus Ich würde mal eine Lanze für Geschossetagenbau brechen. Höhere Dichte ermöglicht bessere Infrastruktur.
Aber natürlich sollte das an Genossenschaften o.ä. gehen, nicht an kommerzielle Vermieter/Verwerter. Da könnte die Politik deutlich mehr fördern.
@larsmb @diabhoil @circus_maximus
Eine gute Lösung vor allem für Enthusiasten
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Meine Working Class Schwiegereltern konnten in den 1970ern eine Immobilie mit <1,5 Jahresgehältern kaufen und in <15 Jahren abzahlen (teils mit Zinsen > 7%). 2024 waren wir bei 3,1 Jahresgehältern.
Was das m.E. heißt wird zu selten gesagt:
-> Wenn ihr keine 4 Wände habt oder erbt, werdet ihr keine eigenen 4 Wände haben.
-> Wenn ihr eigene 4 Wände habt und sie fremd verkauft, werden Eure Kinder keine 4 Wände haben.
@AwetTesfaiesus da ich mich nicht zu sehr doxxen will: mit meinem jetzigen Gehalt in meiner aktuellen Wohngegend muss ich 2stelligen(!) Faktor(!) Jahresgehalt hinlegen. Jahresgehalt brutto und ohne vorher auch nur eine Büroklammer zu kaufen 🫠
Falls ich jottweedee woanders in DE mein Glück versuchen würde, könnte ich mir aber ein Haus leisten (mit Kreditfinanzierung), falls mir 100% Homeoffice bewilligt würden (werden sie nicht) und ich mein soziales Umfeld aufgeben würde (will ich nicht)
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@zombiecide
letzteres ist mein Punkt: Boote von 6-9 m will keiner mit Budget mehr haben (einige Liebhaber-Modelle mal abgesehen), weil es einfach wenig Platz hat. Lass uns den 'Reichen' das Wasser streitig machen. Es gibt genug alte, leicht zu pflegende Boote, de man vor dem Schrott retten kann. Ich weiß, dass die Summen, die ich da zitiert habe, nicht fur alle bezahlbar sind (fur mich im Moment auch noch nicht). Aber wie du sagst: als geteiltes Objekt ist n Boot eh besser genutzt@jakob_thoboell @zombiecide bin bei dir. In den US hat sich die Boatpunk-Bewegung gegründet, weil da so viele Boote herrenlos waren. Ich mache gerade eine Leisure 27 wieder fit. Gehört einer Freundin, die sie vom Vater geerbt hat. An dem Liegeplatz sind sonst sehr viele alte Paare, die ihre Boote schon nicht mehr Segeln, weil nicht fit genug.
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@TheOneSwit
ich würde gern das Luxus-Statussymbol kritisieren, und Menschen, die sich als weniger spießig und weniger privilegiert einschätzen, gleichzeitig animieren, sich die jeweilige Freiheit, die das jeweils kleinere Teil meiner Beispiele oben bietet, zuzutrauen.
@dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil@jakob_thoboell @dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil
Auch da muss man sagen, ein Boot muss irgendwo schwimmen, beim Haus zahl ich auch Grundsteuer. Also wenn dass dein angemessen großes Haus ist und keine 2 Hektar Urlaubswohnung von Bezos. Ich denke auch hier könnte man Lösungen finden die sinnvoller wären und für echte Hausboorbesitzer auch günstiger und einfacher wären als die heutigen Regeln.
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@jakob_thoboell @dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil
Auch da muss man sagen, ein Boot muss irgendwo schwimmen, beim Haus zahl ich auch Grundsteuer. Also wenn dass dein angemessen großes Haus ist und keine 2 Hektar Urlaubswohnung von Bezos. Ich denke auch hier könnte man Lösungen finden die sinnvoller wären und für echte Hausboorbesitzer auch günstiger und einfacher wären als die heutigen Regeln.
@TheOneSwit
kenne im Moment keine dauerhaft auf einem Hausboot lebenden Menschen und deren Regelungen. Aber mit Liegegebuhren und Hallenmiete an einen Verein oder eine Firma, die wiederum für ihr Grundstück Steuern zahlen, ist bei den meisten Hobby-Booten ja auch eine Gegenleistung erbracht.
@dbdk @AwetTesfaiesus @diabhoil