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  3. Unsere je individuelle Reiz(leid)bewertung ist vielleicht DER Maßstab, der am besten veranschaulicht, wie unterschiedlich wir alle ticken, denke ich

Unsere je individuelle Reiz(leid)bewertung ist vielleicht DER Maßstab, der am besten veranschaulicht, wie unterschiedlich wir alle ticken, denke ich

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    Unsere je individuelle Reiz(leid)bewertung ist vielleicht DER Maßstab, der am besten veranschaulicht, wie unterschiedlich wir alle ticken, denke ich.

    Stellt euch eine Skala vor, linkes Ende sehr normtypisch, rechtes Ende super neurodivergent. Alle Hirne sind anders und sind irgendwo auf dieser Linie verortet. Irgendwo im rechten Bereich gibts einen Cut-Off, ab da gilt eins per Definition als neurodivergent.

    Es gibt viele Themen, in denen sich Menschen auf dieser Skala unterscheiden – soziale Interaktion, poly-/monotrope Arbeits-/Denkweise etc.. Hervorheben will ich hier die Reizbewertung.

    Für Hirne von Menschen links auf der Skala sind zu viele Reize tendenziell vielleicht viel, aber nicht schmerzhaft und vielleicht nervig, aber erträglich.

    Hirne von Menschen rechts auf der Skala empfinden Reize, insbesondere zu viele Reize, dagegen als schmerzhaft, belastend, schwierig verarbeitbar, schlecht kompensierbar, stressig und erschöpfend/anstengend – in individuellen Abstufungen. Bei
    #ADHS anders als bei #Autismus. Und nochmals anders bei #AuDHS.

    Da hilft kein Reiss-dich-Zusammen.

    Bitte glaubt einander, wenn eins sagt, dass ihm etwas zu viel ist. Festtage sind da ein gutes Übungsfeld.

    1/2

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      Unsere je individuelle Reiz(leid)bewertung ist vielleicht DER Maßstab, der am besten veranschaulicht, wie unterschiedlich wir alle ticken, denke ich.

      Stellt euch eine Skala vor, linkes Ende sehr normtypisch, rechtes Ende super neurodivergent. Alle Hirne sind anders und sind irgendwo auf dieser Linie verortet. Irgendwo im rechten Bereich gibts einen Cut-Off, ab da gilt eins per Definition als neurodivergent.

      Es gibt viele Themen, in denen sich Menschen auf dieser Skala unterscheiden – soziale Interaktion, poly-/monotrope Arbeits-/Denkweise etc.. Hervorheben will ich hier die Reizbewertung.

      Für Hirne von Menschen links auf der Skala sind zu viele Reize tendenziell vielleicht viel, aber nicht schmerzhaft und vielleicht nervig, aber erträglich.

      Hirne von Menschen rechts auf der Skala empfinden Reize, insbesondere zu viele Reize, dagegen als schmerzhaft, belastend, schwierig verarbeitbar, schlecht kompensierbar, stressig und erschöpfend/anstengend – in individuellen Abstufungen. Bei
      #ADHS anders als bei #Autismus. Und nochmals anders bei #AuDHS.

      Da hilft kein Reiss-dich-Zusammen.

      Bitte glaubt einander, wenn eins sagt, dass ihm etwas zu viel ist. Festtage sind da ein gutes Übungsfeld.

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      #2

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      Inzwischen sehe ich das anders. Ein Spektrum ist keine Skala. Auch das Autismusspektrum nicht.

      Es ist wie beim Farbspektrum:
      Keine Farbe ist "mehr Spektrum" als eine andere. Rot ist nicht "intensiver" im Spektrum als Blau – sie sind einfach verschiedene Punkte innerhalb desselben Kontinuums.

      Das Missverständnis bei Autismus: Hier wird das Spektrum oft fälschlicherweise als lineare Skala verstanden:

      ❌ Falsch: "Von wenig autistisch bis sehr autistisch" (wie eine Helligkeitsskala)
      ✅ Richtig: Ein multidimensionales Profil verschiedener Merkmale, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein können

      Wir leiden nicht weniger oder mehr an Situationen/Reizen etc, weil wir mehr Rot oder mehr Blau in unserem Farbverlauf haben. Die Art, wie und ob wir an etwas leiden, hängt sehr davon ab, wie unser Hirn funktioniert und wie wir geprägt sind.

      #Autismus #Neurodivergenz #ADHS

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