Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan?
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Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
(Bitte keine Diskussionen "Wird eh nicht passieren", darum gehts hier nicht).
@javahippie Ich habe verschiedene Coding Agents privat und beruflich ausgiebig getestet. Ich stelle fest, dass durch den Einsatz meine Problemlösungskompetenz merklich abnimmt und dass ich sehr viel Zeit mit dem Warten auf Output vertrödel. Ich will mir zur Zeit nicht vorstellen den Job in dieser sinnentleerten Form weiterzumachen.
Aber was sind die Alternativen? Ich würde gerne etwas mit mehr positivem Impact machen, aber ich kann ja nichts. Oder ich kann es nur auf einem Niveau, das mit enormen finanziellen Abstrichen einhergeht.
In Wirklichkeit werde ich also am Ende den für mich einfachsten Weg wählen und mitspielen.
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@javahippie Ich habe verschiedene Coding Agents privat und beruflich ausgiebig getestet. Ich stelle fest, dass durch den Einsatz meine Problemlösungskompetenz merklich abnimmt und dass ich sehr viel Zeit mit dem Warten auf Output vertrödel. Ich will mir zur Zeit nicht vorstellen den Job in dieser sinnentleerten Form weiterzumachen.
Aber was sind die Alternativen? Ich würde gerne etwas mit mehr positivem Impact machen, aber ich kann ja nichts. Oder ich kann es nur auf einem Niveau, das mit enormen finanziellen Abstrichen einhergeht.
In Wirklichkeit werde ich also am Ende den für mich einfachsten Weg wählen und mitspielen.
@oli Fühl ich so.
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@javahippie Ich habe verschiedene Coding Agents privat und beruflich ausgiebig getestet. Ich stelle fest, dass durch den Einsatz meine Problemlösungskompetenz merklich abnimmt und dass ich sehr viel Zeit mit dem Warten auf Output vertrödel. Ich will mir zur Zeit nicht vorstellen den Job in dieser sinnentleerten Form weiterzumachen.
Aber was sind die Alternativen? Ich würde gerne etwas mit mehr positivem Impact machen, aber ich kann ja nichts. Oder ich kann es nur auf einem Niveau, das mit enormen finanziellen Abstrichen einhergeht.
In Wirklichkeit werde ich also am Ende den für mich einfachsten Weg wählen und mitspielen.
@oli Das mit der Problemlösungskompetenz finde ich sehr spannend. Woran machst Du das fest, und hast Du ein Bild, wie es dazu kommt? @javahippie
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@koehntopp das stimmt. Schauen wir mal wie es läuft. Aber der @javahippie wollte ja keine Diskussion ob das passieren wird, sondern was wir alternativ machen wollen.

@rjayasinghe @javahippie
Keine alternativen Pläne.Ich sehe weiterhin die gleichen Aufgaben, nur mit anderen Tools

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@javahippie Ich habe verschiedene Coding Agents privat und beruflich ausgiebig getestet. Ich stelle fest, dass durch den Einsatz meine Problemlösungskompetenz merklich abnimmt und dass ich sehr viel Zeit mit dem Warten auf Output vertrödel. Ich will mir zur Zeit nicht vorstellen den Job in dieser sinnentleerten Form weiterzumachen.
Aber was sind die Alternativen? Ich würde gerne etwas mit mehr positivem Impact machen, aber ich kann ja nichts. Oder ich kann es nur auf einem Niveau, das mit enormen finanziellen Abstrichen einhergeht.
In Wirklichkeit werde ich also am Ende den für mich einfachsten Weg wählen und mitspielen.
@javahippie Was mich halt fertig macht: Ich würde mich gerne über die neue Arbeitsweise beschweren. Diesen Hype, bei dem alle mitmachen und der meine schöne, bequeme Arbeitswelt kaputtmacht. Serveranwendungen, Container, Cloud, DevOps, Agile. Was alternde Leute halt so machen.
Aber GenAI ist leider mehr als das, und ich schreibe hier ja jeden Tag mehrfach über die sozialen, ethischen und ökologischen Auswirkungen.
Im Bekanntenkreis musste jemand im Laborjob im Rahmen von Tierversuchen irgendwann Mäuse töten, und das war vielleicht ethisch vertretbar, weil dabei Dinge entwickelt wurden, die am Ende Menschenleben retten, aber auf persönlicher Ebene war das Töten von Mäusen nicht machbar.
Wir müssen zukünftig Mäuse töten, um mehr Software zu produzieren.
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Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
(Bitte keine Diskussionen "Wird eh nicht passieren", darum gehts hier nicht).
@javahippie
Die letzten 20 Jahre meines Berufslebens habe ich vor Allem mit Analyse/Design verbracht. Das Erstellen eines Proof Of Concept hat mich immer überproportional viel Zeit gekostet, weil halt nicht Vollzeitprogrammierer. Kommt dann noch SQL dazu wird’s noch Zeitaufwendiger.
Jetzt als Rentner hab ich ich mal an ESPHome rangewagt und konnte mit Hilfe von ChatGPT jede Menge Konzepte recht zügig umsetzen, wo ich ansonsten wahrscheinlich unterwegs die Segel gestrichen hätte… -
@oli Das mit der Problemlösungskompetenz finde ich sehr spannend. Woran machst Du das fest, und hast Du ein Bild, wie es dazu kommt? @javahippie
@konrad @javahippie Wenn ich Software von Grund auf baue, kenne ich Applikationsarchitektur und die Ecken, an denen ich Trade-Offs eingehe und ich erkenne, wo ich die Problemdomäne falsch eingeschätzt habe. Mit Coding Agents bin ich sofort an einem Punkt, an dem ich keine Lust mehr habe, mich mit dem Code auseinanderzusetzen. Tests grün? Gut. Tests rot? "Copilot, mach die Tests grün.".
Anders gesagt: Wann hast du dich zum letzten Mal so richtig darauf gefreut, ein Codereview durchzuführen?
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@konrad @javahippie Wenn ich Software von Grund auf baue, kenne ich Applikationsarchitektur und die Ecken, an denen ich Trade-Offs eingehe und ich erkenne, wo ich die Problemdomäne falsch eingeschätzt habe. Mit Coding Agents bin ich sofort an einem Punkt, an dem ich keine Lust mehr habe, mich mit dem Code auseinanderzusetzen. Tests grün? Gut. Tests rot? "Copilot, mach die Tests grün.".
Anders gesagt: Wann hast du dich zum letzten Mal so richtig darauf gefreut, ein Codereview durchzuführen?
@oli Ich glaube, wir gehen sehr anders an die Arbeit mit Coding Agents ran. Meine Spezifikationen sind sehr detailliert, und ich habe ziemlich viel der Software trotzdem im Kopf, wie sie entstehen soll. Es ist wirklich nur ein Coding Agent für mich, hat quasi keine Design-Aufgaben. Oder es macht Vorschläge, die ich dann annehme oder nicht. Ja. @javahippie
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@javahippie Ich habe verschiedene Coding Agents privat und beruflich ausgiebig getestet. Ich stelle fest, dass durch den Einsatz meine Problemlösungskompetenz merklich abnimmt und dass ich sehr viel Zeit mit dem Warten auf Output vertrödel. Ich will mir zur Zeit nicht vorstellen den Job in dieser sinnentleerten Form weiterzumachen.
Aber was sind die Alternativen? Ich würde gerne etwas mit mehr positivem Impact machen, aber ich kann ja nichts. Oder ich kann es nur auf einem Niveau, das mit enormen finanziellen Abstrichen einhergeht.
In Wirklichkeit werde ich also am Ende den für mich einfachsten Weg wählen und mitspielen.
@oli @javahippie Dieses „Ich kann ja nichts!“ ist ja nicht richtig. (Ich will nicht trösten!
Du hast eine hohe Problemlösungskompetenz. Du kannst in komplexen Strukturen denken. Diese Fähigkeiten braucht man auch bei Betrieb und Planung von Stromnetzen, im Katastrophenschutz oder, wenn‘s sein muss, im örtlichen Amt für irgendwas. Das Problem ist, dass Du da als Quereinsteiger nicht einmal in die engere Auswahl kommst (weil die Bewerber-KI Dich aussiebt). -
Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
(Bitte keine Diskussionen "Wird eh nicht passieren", darum gehts hier nicht).
@javahippie Ich bin in Kürze 57. Plan ist sobald ich es finanziell kann in einen Halbjahresmodus zu gehen.
Einen Teil des Jahres als (freier) Consultant, die andere Hälfte Bikepacking. Die Hälften müssen nicht 0.5 sein.
Soll heißen: Ich hab meinen Exit. Die Zeit die ich dann arbeite muss ich da durch.
Als Principal (keine Ahnung wie es dazu kam
) muss ich jetzt schon eine Auge auf Junior/Externe haben. Und reine SW auch eher selten.Aber ja, gute Frage
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@javahippie
Die letzten 20 Jahre meines Berufslebens habe ich vor Allem mit Analyse/Design verbracht. Das Erstellen eines Proof Of Concept hat mich immer überproportional viel Zeit gekostet, weil halt nicht Vollzeitprogrammierer. Kommt dann noch SQL dazu wird’s noch Zeitaufwendiger.
Jetzt als Rentner hab ich ich mal an ESPHome rangewagt und konnte mit Hilfe von ChatGPT jede Menge Konzepte recht zügig umsetzen, wo ich ansonsten wahrscheinlich unterwegs die Segel gestrichen hätte…@javahippie
Wohlverstanden, die AI hat mir (oft grundfalsche) Lösungsansätze unterbreitet, so dass ich die Syntax abkupfern konnte. Eimal habe ich es drauf angelegt eine vollständige Autokalibrierung für einen Bodenfeuchtigkeitssensor generieren zu lassen, aber nach der gefühlt zwanzigsten Iteration wo die AI die gleichen Fehler immer wieder abwechselnd produziert hat habe aufgegeben, lag aber vielleicht an der Gratis-Version. -
@konrad @javahippie Wenn ich Software von Grund auf baue, kenne ich Applikationsarchitektur und die Ecken, an denen ich Trade-Offs eingehe und ich erkenne, wo ich die Problemdomäne falsch eingeschätzt habe. Mit Coding Agents bin ich sofort an einem Punkt, an dem ich keine Lust mehr habe, mich mit dem Code auseinanderzusetzen. Tests grün? Gut. Tests rot? "Copilot, mach die Tests grün.".
Anders gesagt: Wann hast du dich zum letzten Mal so richtig darauf gefreut, ein Codereview durchzuführen?
@oli @konrad @javahippie Weil's gerade heute von einem Menschen aufgebracht wurde, den ich sehr schätze: https://pages.cs.wisc.edu/~remzi/Naur.pdf
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Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
(Bitte keine Diskussionen "Wird eh nicht passieren", darum gehts hier nicht).
@javahippie Muss ehrlich sagen, dass reine Schreiben von Code war immer eher was man halt machen muss. Architektur, Codebase Struktur, das Zeug dazu bringen tatsächlich Probleme zu lösen war immer der spannende Teil.
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@oli Fühl ich so.
@javahippie @oli sehe mich grundsätzlich nicht die nächsten vierzig Jahre in der IT.
Das auch ganz unabhängig ob mit AI oder ohne. Meine technischen Fähigkeiten empfinde ich als sehr wertvoll, aber möchte diese nicht in einer kapitalistisch getriebenen Wirtschaft einsetzen. Dann doch lieber Teilzeit-Lifestyle forever und Open Source unterstützten, wo ich es nutze und diese dann den Organisationen aufsetzen/anlernen/verwalten, die ich moralisch vertretbar finde.
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Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
(Bitte keine Diskussionen "Wird eh nicht passieren", darum gehts hier nicht).
@javahippie Tja, irgendwas mit Holz oder Schwimmlehrer. Kann ja nicht viel.
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@oli @konrad @javahippie Weil's gerade heute von einem Menschen aufgebracht wurde, den ich sehr schätze: https://pages.cs.wisc.edu/~remzi/Naur.pdf
@rotnroll666 Oh, das liest sich schon mal interessant an. Muss ich später im Detail lessen. Danke! @oli @javahippie
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Mal eine ernste Frage an die Softwareentwickler:innen: Nur mal angenommen, Agentic AI verbreitet sich und bleibt, es würde fester Bestandteil des Jobs, Agents zu sagen was sie coden sollen und das zu reviewen, was ist euer Plan? Durchziehen, verwandte Jobs suchen? Irgendwas mit Holz?
(Bitte keine Diskussionen "Wird eh nicht passieren", darum gehts hier nicht).
@javahippie ich empfinde meinen Job jetzt schon überwiegend als Bullshit und diese Entwicklung wäre wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Also ja, es wird irgendwas mit Holz, oder Gemüse anbauen oder auf dem Friedhof die Wege fegen. Alles sinnvoller als das.
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@javahippie Tja, irgendwas mit Holz oder Schwimmlehrer. Kann ja nicht viel.
Spaß-Idee: Biking / Running Guide / Coach mit viel Fokus auf Carbs (Fritten) und Protein (Mayo)
Ernsthaft: Ich stand bereits vor einem Jahr lange vor einem Plakat der lokalen Uni Lehrer als Umschulung. k.A. ob ich da auch nur entfernt gut wäre, aber ich glaube, es könnte zumindest Sinnstiftend sein.
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Wenn ich momentan anschaue, was mein Job ist, besteht der kleinste Teil daraus Code zu schreiben. Ich bin eher dabei technische Rahmenbedingungen zu klären, mit anderen Abteilungen abzustimmen, fachliche Anforderungen zu verstehen und technisch zu ergänzen. Das mag auch an der Art meiner Arbeit liegen (selbständiger Berater / Architekt), aber gerade an diesen Schnittstellen sehe ich mich noch länger arbeiten, ohne LLM
@javahippie Mir geht es sehr ähnlich. Entwickle an einem Produkt mit Backlog für Jahre, dazu noch Maintenance - die Arbeit an sich wird nicht ausgehen, die Freude daran auch nicht, und meine Rolle erfordert sowieso mehr Koordination, Kommunikation, und Priorisierung. Mir machen in dem Kontext mehr praktische Sorgen wie etwa Energieverbrauch und die ethische Problematik bzgl Training und Machtkonzentration zu schaffen. Trotzdem werde ich mich vmtl. dem Thema nicht gänzlich entziehen können.
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@oli @konrad @javahippie Weil's gerade heute von einem Menschen aufgebracht wurde, den ich sehr schätze: https://pages.cs.wisc.edu/~remzi/Naur.pdf
@rotnroll666 @konrad @javahippie Ich habe es hier als HTML gefunden: