Aus dem jederzeit empfehlenswerten Thomé - Newsletter:
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@why_not @RadioJens Auch, wenn ich mich vielleicht unbeliebt mache, an der Stelle muss ich die Jobcenter ein Stück weit verteidigen. Bei der Sache mit den emails geht es um Datenschutzaspekte, nicht um Abschottung. Nicht, dass ich es für den richtigen Weg halte, wie jetzt damit umgegangen wird, aber eine Mail ist quasi wie eine digitale Postkarte, wenn sie nicht verschlüsselt gesendet wird. Und an eine Postkarte würde man wohl auch nicht persönliche Daten wie Kontoauszüge, Betriebskostenabrechnungen und ähnliches hängen. Die Jobcenter versuchen, die Kommunikation über Jobcenter.digital zu steuern. Wenn das Leute nutzen, ist das echt eine gute Sache, weil die Anliegen sehr schnell direkt bei den richtigen Ansprechpartnern landen. Das Problem ist, dass viele Kunden nicht mit App, zwei-Faktor-Autentifizierung und.Ä. zurecht kommen und das zu wenig beachtet wird. Und für die, die das nicht nutzen können bleibt dann nur der Rückgriff auf schriftliche Kommunikation was ohne Frage ein Riesenrückschritt in Sachen Tempo und Kundenfreundlichkeit ist. Aber ich kann sagen, dass Abschottung hier tatsächlich weniger der beabsichtigte Zweck ist.
@Brailly615 @why_not Es mag sein, dass die Sache mit Mail und Fax nicht gesondert als Abschottungsstrategie gedacht ist, aber ich weiß aus dem Inneren des Jobcenters, dass sie eine entsprechende Order haben, was persönliche Kontaktaufnahme angeht. Und man soll alle halbe Jahre die Fallmanager wechseln, damit sie sich nicht mit den faulen, betrügenden, aus eigener Schuld Armen verbünden. Sorry, bin etwas sarkastisch, bin halt ein Menschenrechtler.
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@why_not @RadioJens Auch, wenn ich mich vielleicht unbeliebt mache, an der Stelle muss ich die Jobcenter ein Stück weit verteidigen. Bei der Sache mit den emails geht es um Datenschutzaspekte, nicht um Abschottung. Nicht, dass ich es für den richtigen Weg halte, wie jetzt damit umgegangen wird, aber eine Mail ist quasi wie eine digitale Postkarte, wenn sie nicht verschlüsselt gesendet wird. Und an eine Postkarte würde man wohl auch nicht persönliche Daten wie Kontoauszüge, Betriebskostenabrechnungen und ähnliches hängen. Die Jobcenter versuchen, die Kommunikation über Jobcenter.digital zu steuern. Wenn das Leute nutzen, ist das echt eine gute Sache, weil die Anliegen sehr schnell direkt bei den richtigen Ansprechpartnern landen. Das Problem ist, dass viele Kunden nicht mit App, zwei-Faktor-Autentifizierung und.Ä. zurecht kommen und das zu wenig beachtet wird. Und für die, die das nicht nutzen können bleibt dann nur der Rückgriff auf schriftliche Kommunikation was ohne Frage ein Riesenrückschritt in Sachen Tempo und Kundenfreundlichkeit ist. Aber ich kann sagen, dass Abschottung hier tatsächlich weniger der beabsichtigte Zweck ist.
@why_not @RadioJens Auch da muss ich Dir zum Teil widersprechen. Man kann über das Servicecenter einen Rückruf erbitten. Zumindest in der Vermittlung kommt diese Bitte bei den Zuständigen an und sie rufen dann zurück, innerhalb 2-3 Werktagen. Und wenn sie das nicht tun, gibt's für sie Ärger! Wenn aber jemand zum Beispiel von 8 bis 12 Termine hat und Kunden vorsprechen, dann ist es sinnvoll, wenn sie sich während dieser Termine Zeit für die terminierten Gespräche nehmen können und nicht ständig durch das Telefon unterbrochen werden.
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@Brailly615 @why_not Es mag sein, dass die Sache mit Mail und Fax nicht gesondert als Abschottungsstrategie gedacht ist, aber ich weiß aus dem Inneren des Jobcenters, dass sie eine entsprechende Order haben, was persönliche Kontaktaufnahme angeht. Und man soll alle halbe Jahre die Fallmanager wechseln, damit sie sich nicht mit den faulen, betrügenden, aus eigener Schuld Armen verbünden. Sorry, bin etwas sarkastisch, bin halt ein Menschenrechtler.
@RadioJens @Brailly615 @why_not *Müssen* Menschenrechtler sarkastisch sein?

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@why_not @RadioJens Auch da muss ich Dir zum Teil widersprechen. Man kann über das Servicecenter einen Rückruf erbitten. Zumindest in der Vermittlung kommt diese Bitte bei den Zuständigen an und sie rufen dann zurück, innerhalb 2-3 Werktagen. Und wenn sie das nicht tun, gibt's für sie Ärger! Wenn aber jemand zum Beispiel von 8 bis 12 Termine hat und Kunden vorsprechen, dann ist es sinnvoll, wenn sie sich während dieser Termine Zeit für die terminierten Gespräche nehmen können und nicht ständig durch das Telefon unterbrochen werden.
@Brailly615 @why_not Bei Letzterem stimme ich dir zu. Früher gab es eine oder zwei Stunden fürs Telefon, seit Corona wurde das vollständig abgeschafft. 2 bis 3 Werktage ist zu spät, wenn man bis dahin einen Termin verpasst hat und Gelder gekürzt bekommt. Versteh mich nicht falsch: Ich mache nicht den dort Arbeitenden einen Vorwurf, von Einzelnen abgesehen. Es ist das Menschenbild, das sie uns gegenüber haben.
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@why_not @RadioJens Auch da muss ich Dir zum Teil widersprechen. Man kann über das Servicecenter einen Rückruf erbitten. Zumindest in der Vermittlung kommt diese Bitte bei den Zuständigen an und sie rufen dann zurück, innerhalb 2-3 Werktagen. Und wenn sie das nicht tun, gibt's für sie Ärger! Wenn aber jemand zum Beispiel von 8 bis 12 Termine hat und Kunden vorsprechen, dann ist es sinnvoll, wenn sie sich während dieser Termine Zeit für die terminierten Gespräche nehmen können und nicht ständig durch das Telefon unterbrochen werden.
@Brailly615 @why_not Als eine Jobcenter-Mitarbeiterin in Hamburg den schlichten Satz: Die Würde des Menschen ist unantastbar hinter ihrem Schreibtisch aufhing, hat sie disziplinarische Maßnahmen bekommen, und dieser Satz wurde immer wieder entfernt.
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@RadioJens @Brailly615 @why_not *Müssen* Menschenrechtler sarkastisch sein?

@DasNest @Brailly615 @why_not Nein, aber ganz manchmal können sie es sein.
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@Brailly615 @why_not Bei Letzterem stimme ich dir zu. Früher gab es eine oder zwei Stunden fürs Telefon, seit Corona wurde das vollständig abgeschafft. 2 bis 3 Werktage ist zu spät, wenn man bis dahin einen Termin verpasst hat und Gelder gekürzt bekommt. Versteh mich nicht falsch: Ich mache nicht den dort Arbeitenden einen Vorwurf, von Einzelnen abgesehen. Es ist das Menschenbild, das sie uns gegenüber haben.
@RadioJens @why_not Ich muss Dir schon wieder widersprechen. Wenn man einen Termin verpasst hat, dann wird NIE das Geld gleich gekürzt. Man bekommt immer eine Anhörung und in der Regel einen Folgetermin. Und Rückruf innerhalb von 2 bis 3 Werktagen heisst nicht Registrierung innerhalb 2 bis 3 Werktagen. Ich glaube, hier gibt es viele Missverständnise. Letztlich sind die Jobcenter die Geldzahler und die Pflichten, die man hat, ähneln denen gegenüber einem Arbeitgeber. So sehen und handhaben es auch die meisten Mitarbeitenden. Idioten gibt es überall, aber das ist nicht die Regel. Und das mit dem Telefon ist nicht abgeschafft, es gilt nach wie vor.
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@RadioJens @why_not Ich muss Dir schon wieder widersprechen. Wenn man einen Termin verpasst hat, dann wird NIE das Geld gleich gekürzt. Man bekommt immer eine Anhörung und in der Regel einen Folgetermin. Und Rückruf innerhalb von 2 bis 3 Werktagen heisst nicht Registrierung innerhalb 2 bis 3 Werktagen. Ich glaube, hier gibt es viele Missverständnise. Letztlich sind die Jobcenter die Geldzahler und die Pflichten, die man hat, ähneln denen gegenüber einem Arbeitgeber. So sehen und handhaben es auch die meisten Mitarbeitenden. Idioten gibt es überall, aber das ist nicht die Regel. Und das mit dem Telefon ist nicht abgeschafft, es gilt nach wie vor.
@Brailly615 @why_not Komisch. Warum sagt dann eine Schwerbehindertenbeauftragte zu mir: Wir sollen eigentlich gar nicht mehr ans Telefon gehen, aber ich vergesse es manchmal und nehme doch ab?
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@Brailly615 @why_not Komisch. Warum sagt dann eine Schwerbehindertenbeauftragte zu mir: Wir sollen eigentlich gar nicht mehr ans Telefon gehen, aber ich vergesse es manchmal und nehme doch ab?
@RadioJens @why_not Die Servicecenter sollen vorsortieren. Das ist nicht als Abschottung gemeint, sondern Dinge, die vielleicht durch einen Blick in die Programme geklärt werden können, sollen schon dort geklärt werden und nicht durch die Vermittler oder Leistungsmitarbeiter, die sich damit beschäftigen sollen, ihre Aufgaben wie Bearbeitung von Anträgen oder terminierte Gespräche zu erledigen. Das ist, was dahinter steckt. Damit das nicht umgangen wird sollen die Mitarbeitenden konsequent nicht ans Telefon gehen.
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@Brailly615 @why_not Es mag sein, dass die Sache mit Mail und Fax nicht gesondert als Abschottungsstrategie gedacht ist, aber ich weiß aus dem Inneren des Jobcenters, dass sie eine entsprechende Order haben, was persönliche Kontaktaufnahme angeht. Und man soll alle halbe Jahre die Fallmanager wechseln, damit sie sich nicht mit den faulen, betrügenden, aus eigener Schuld Armen verbünden. Sorry, bin etwas sarkastisch, bin halt ein Menschenrechtler.
@RadioJens @why_not Glaub mir, das mit den Fallmanagern ist absoluter Quatsch und Nonsense! Das ist ein Gerücht und ich weiss zu 1000 Prozent, dass es nicht stimmt!
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@RadioJens @why_not Die Servicecenter sollen vorsortieren. Das ist nicht als Abschottung gemeint, sondern Dinge, die vielleicht durch einen Blick in die Programme geklärt werden können, sollen schon dort geklärt werden und nicht durch die Vermittler oder Leistungsmitarbeiter, die sich damit beschäftigen sollen, ihre Aufgaben wie Bearbeitung von Anträgen oder terminierte Gespräche zu erledigen. Das ist, was dahinter steckt. Damit das nicht umgangen wird sollen die Mitarbeitenden konsequent nicht ans Telefon gehen.
@Brailly615 @why_not Hm. Verstehe. Mal ne ganz blöde Frage: Früher, also in den guten, alten Zeiten vor 2005, hat man angerufen, hatte seinen Bearbeiter am Telefon, konnte entweder einen Termin ausmachen, oder er sagte, es geht gerade nicht, rufen Sie heute mittag noch mal an, oder er war im Gespräch und nicht erreichbar. Was war so schlimm an direktem Kontakt?
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@RadioJens @why_not Glaub mir, das mit den Fallmanagern ist absoluter Quatsch und Nonsense! Das ist ein Gerücht und ich weiss zu 1000 Prozent, dass es nicht stimmt!
@Brailly615 @why_not Hm. Okay, wenn du das so sagst, glaube ich es dir.
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@RadioJens @why_not Glaub mir, das mit den Fallmanagern ist absoluter Quatsch und Nonsense! Das ist ein Gerücht und ich weiss zu 1000 Prozent, dass es nicht stimmt!
@Brailly615 @RadioJens @why_not Hier stimmt es. Hier *wird* alle halbe Jahre gewechselt. Wenn du Glück hast, dauert's ein Jahr.
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@Brailly615 @why_not Hm. Verstehe. Mal ne ganz blöde Frage: Früher, also in den guten, alten Zeiten vor 2005, hat man angerufen, hatte seinen Bearbeiter am Telefon, konnte entweder einen Termin ausmachen, oder er sagte, es geht gerade nicht, rufen Sie heute mittag noch mal an, oder er war im Gespräch und nicht erreichbar. Was war so schlimm an direktem Kontakt?
@RadioJens @why_not Es geht weniger um nicht direkten Kontakt haben als um Arbeitseffizienz. Wenn ich eine Frage habe, die ein Mitarbeitender im Servicecenter oder in der Eingangszone mir beantworten kann, muss das nicht der Vermittler oder Leistungssachbearbeiter tun, der den Schreibtisch voll hat bis oben hin. Erst wenn die Frage für das "first Level" zu kompliziert ist, wird es an das "Second level" weitergegeben. Das ist der Hintergrund.
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@Brailly615 @RadioJens @why_not Hier stimmt es. Hier *wird* alle halbe Jahre gewechselt. Wenn du Glück hast, dauert's ein Jahr.
@DasNest @RadioJens @why_not Ich sage nicht, dass es keine Wechsel gibt. Aber das hat nicht die Gründe, die Jens genannt hat. Das hat etwas mit befristeten Verträgen, Wechsel von Aufgabengebieten, Rente, Schwangerschaft, Umzug von Mitarbeitenden... und allem möglichen solchen zu tun. Nichts aber mit sich nicht verbünden sollen. Auch in den Jobcentern ist die Fluktuation von Mitarbeitenden teilweise wirklich hoch.
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@RadioJens @why_not Es geht weniger um nicht direkten Kontakt haben als um Arbeitseffizienz. Wenn ich eine Frage habe, die ein Mitarbeitender im Servicecenter oder in der Eingangszone mir beantworten kann, muss das nicht der Vermittler oder Leistungssachbearbeiter tun, der den Schreibtisch voll hat bis oben hin. Erst wenn die Frage für das "first Level" zu kompliziert ist, wird es an das "Second level" weitergegeben. Das ist der Hintergrund.
@Brailly615 @why_not Das ist leicht zu verstehen. Ich sag's mal so: Es ist sicher genau so gedacht, wie du das gesagt hast. Das ist technisch klar. Wir könnten jetzt über notwendige und übertriebene Bürokratie unterhalten, aber das führt zu nichts. Es ändert nichts am Menschenbild, und das ist das Grundproblem der Situation. Und wenn du das Menschenbild des Gesetzes kennst, siehst du alles durch diese Brille.
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@RadioJens @why_not Es geht weniger um nicht direkten Kontakt haben als um Arbeitseffizienz. Wenn ich eine Frage habe, die ein Mitarbeitender im Servicecenter oder in der Eingangszone mir beantworten kann, muss das nicht der Vermittler oder Leistungssachbearbeiter tun, der den Schreibtisch voll hat bis oben hin. Erst wenn die Frage für das "first Level" zu kompliziert ist, wird es an das "Second level" weitergegeben. Das ist der Hintergrund.
@Brailly615 @RadioJens @why_not So ein Servicecenter musst Du aber erstmal erreichen. Glaub mir: Ich habe (für mich und Ratsuchende) genug Warteschleifen für einen Ewigkeitschristbaum gesammelt <lach> Und dann trägst Du denen unter Umständen Dein Anliegen vor, sie verweisen es in "ein Team", und Du hörst nie wieder was davon. Ich glaube, weder das, was Du erlebst, Fanny, noch das, was ich erlebe, ist komplett richtig oder falsch, aber beides existiert.
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@DasNest @RadioJens @why_not Ich sage nicht, dass es keine Wechsel gibt. Aber das hat nicht die Gründe, die Jens genannt hat. Das hat etwas mit befristeten Verträgen, Wechsel von Aufgabengebieten, Rente, Schwangerschaft, Umzug von Mitarbeitenden... und allem möglichen solchen zu tun. Nichts aber mit sich nicht verbünden sollen. Auch in den Jobcentern ist die Fluktuation von Mitarbeitenden teilweise wirklich hoch.
@Brailly615 @RadioJens @why_not ich bin mir sehr, sehr sicher, dass es anders ist. Beweisen kann wohl keine von uns ihre aus Erfahrung gewonnenen Ansichten.
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@DasNest @RadioJens @why_not Ich sage nicht, dass es keine Wechsel gibt. Aber das hat nicht die Gründe, die Jens genannt hat. Das hat etwas mit befristeten Verträgen, Wechsel von Aufgabengebieten, Rente, Schwangerschaft, Umzug von Mitarbeitenden... und allem möglichen solchen zu tun. Nichts aber mit sich nicht verbünden sollen. Auch in den Jobcentern ist die Fluktuation von Mitarbeitenden teilweise wirklich hoch.
@Brailly615 @DasNest @why_not Ja. Manche Mitarbeitenden sagen ja auch klar, dass sie es nicht aushalten. Beispielsweise wird ihnen am Anfang des Jahres nahegelegt, dass sie im kommenden Jahr eine bestimmte Summe durch Leistungskürzungen einsparen sollen, wenn eine Vermittlung nicht gelingt. Das schlaucht die normalen, menschlich denkenden Mitarbeitenden.
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@Brailly615 @DasNest @why_not Ja. Manche Mitarbeitenden sagen ja auch klar, dass sie es nicht aushalten. Beispielsweise wird ihnen am Anfang des Jahres nahegelegt, dass sie im kommenden Jahr eine bestimmte Summe durch Leistungskürzungen einsparen sollen, wenn eine Vermittlung nicht gelingt. Das schlaucht die normalen, menschlich denkenden Mitarbeitenden.
@RadioJens @Brailly615 @why_not So sieht's leider aus. Vielleicht icht allerorts, aber mir sind auch da persönliche Fälle bekannt.