@BlumeEvolution Danke für das freundliche Angebot - ich lese mich mal rein.
robilad@det.social
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Hatte es so formuliert: -
Hatte es so formuliert:@BlumeEvolution Dementsprechend ist es wohl auch sehr schwer geworden, in finanzielle Schwierigkeiten geratene Kliniken, Seniorenheime etc. zu retten, weil selbst wenn sich die nächsten Investoren finden lassen, um eine Insolvenz abzuwenden, deren Geschäftsmodell trotz der zweifellos hohen Nachfrage, bei einem Anteil von Personalkosten an Gesamtausgaben von ca. 60% nicht mehr wirklich so rentabel wie früher funktionieren kann.
Da lassen dann selbst Landkreise die Finger davon.
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Hatte es so formuliert:@BlumeEvolution Wenn man sich z.B. die jährlichen Krankheitstage in der Pflege anschaut, dann sind die in etwa doppelt so hoch, wie der Schnitt der Arbeitnehmer. Wenn man nur die Arbeitskräfte in der Pflege Ü60 anschaut, dann verdoppelt sich das je nach Tätigkeit auf fast 60 Tage im Jahr, weil z.B. Krankheiten im Alter schwerer bzw. länger verlaufen können.
Diese Ausfälle muss man dann ggf. extern abfedern. 60 Tage Lohnausgleich + 180 „Tage“ für externe = 1 Arbeitsjahr Mehrkosten.
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Hatte es so formuliert:@BlumeEvolution Die Rentabilität beträgt im Schnitt über die Branchen etwa 6%, wenn ich mich richtig erinnere. Wenn davon die Hälfte durch mehr Krankheit und das Altern der Arbeitskräfte unter Druck gerät, kommt ein Teil der Unternehmen entsprechend ins Straucheln, weil ein Durchschnitt auch nur eine Verteilung abstrahiert. Daher gingen Laien 2022 davon aus, dass eine Pleitewelle kommen würde.
Die führt wiederum zu Entlassungen, auch weit vor der Insolvenz, um sie z.B. abzuwenden.
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Hatte es so formuliert:@BlumeEvolution Es gibt drei pandemische ökonomische Effekte aus meiner Laiensicht, die sich mal verstärken, mal abschwächen:
1. Reduktion der verfügbaren Arbeitskraft durch kurz und langfristigen Ausfall
2. Entsprechend inflationäre Effekte auf Lieferketten
3. Dadurch ein höherer Druck auf die Rentabilität der UnternehmenDie Inflation von 20%+ seit 2020 ist uns als bedrückender Effekt auf den Konsum geblieben, auch wenn ihr jährliches Wachstum nun wieder mit 2% im Griff ist.
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Hatte es so formuliert:@BlumeEvolution auch der aktuelle Boom der Investitionen in Künstliche Intelligenz würde ohne die absehbare Knappheit der Arbeitskräfte und die daraus entstehenden Folgen für das Wachstum so nicht in der Dringlichkeit stattfinden, wie er es tut. Die große Hoffnung, die sich seit ein paar Jahren durch die IMF Berichte zieht, ist dass die flüchtige Arbeitskraft künftig dadurch ersetzt werden könnte. Ohne Wachstum würde es eher hart die 40T globalen Pandemie-Schulden 20—22 zu managen.
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Hatte es so formuliert:@BlumeEvolution die politische Antwort auf mangelnde Arbeitskraft ist vielfältig aber trivial absehbar:
1. Seniorenarbeit (neben der zu kleinen Rente)
2. Jugendlichen-Arbeit (ein Pflichtjahr ab 18, und dann natürlich auch in der Wirtschaft)
3. Erzwungene Arbeit (Streichung von Krankentagen, Bürgergeld, etc)
4. Moderne Sklaverei (Staaten, die „Millionen kriminelle Ausländer“ in Lager stecken wollen, werden auf die Idee kommen, dass die Gefangenen sich ihre Kost verdienen sollen) -
Hatte es so formuliert:@BlumeEvolution Der heimische Arbeitsmarkt ist rückläufig: auf weit über eine Million frische Rentner*innen im Jahr kommen 600-800k neue Erwachsene. Aus der Sicht des deutschen Arbeitsmarktes ist die EU als Quelle für frische Arbeitskraft längst leergefegt. Was jedes Jahr noch an neuen Kräften dazu kommt, kommt außerhalb der EU.
Insofern zementieren die aktuellen Bestrebungen, Migration zu verhindern, die bestehenden ökonomischen Nachteile weit über dieses Jahrzehnt hinaus.
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Hatte es so formuliert:@BlumeEvolution Das praktische an der gezielten Durchseuchung mit Corona ab 2022 war, dass sie uns im Schnitt seitdem etwa vier zusätzliche Krankentage pro Arbeitnehmer*in beschert hat, und damit das Wachstumspotenzial um etwa 2% gedrückt hat: wer weniger schafft, der wächst auch weniger.
Die Demographie drückt da nochmal mit ca. 1% zusätzlich pro Jahr kumulativ darauf, so dass für uns Laien das Nullwachstum als wahrscheinlichstes Szenario der Pandemie seit 2022 recht klar war.