Unter einem Insta-Beitrag über die Krise der Taxis in Berlin sammelte sich Häme, auch von Menschen, die ich kenne und die von Uber schwärmen
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@SheDrivesMobility in manchen Ländern ohne geregeltes Taxiwesen ist Uber ein Fortschritt für die Kunden. Aber gerade in Deutschland ist Uber in allen Aspekten nur ein Rückschritt.
@Reinald da in meinem Blogartikel (gelesen?) auch Proteste in "anderen Ländern" wegen Ausbeutung Thema ist, sehe ich das anders. Zumindest aus Fahrer*innenperspektive.
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@SheDrivesMobility Es gibt noch weitergehende Probleme. Für das Taxi gilt eine Beförderungspflicht. Für die Plattformen bzw. Mietwagen nicht. Viele ältere oder kranke Menschen werden in Deutschland laufend mit Taxis befördert, beispielsweise von und zur Dialyse mit Ein- und Aussteigehilfe etc. Die dies beauftragenden Krankenversicherungen verfügen insoweit nicht über eigene Infrastrukturen. Wenn das Taxi stirbt, stirbt auch die Beförderungspflicht und Uber wird sie nicht ersetzen.
@NextGenCookbook
Das klingt so, als könnte der Gesetzgeber das regeln, sofern er denn wollte.
@SheDrivesMobility -
Unter einem Insta-Beitrag über die Krise der Taxis in Berlin sammelte sich Häme, auch von Menschen, die ich kenne und die von Uber schwärmen.
Ich nannte das Ausbeutung, es wurde verschnupft reagiert.
Daher mal meine Sicht auf radikale Ehrlichkeit uns selbst gegenüber.
Uber, Bolt & Co.: Warum das Komfortgefühl auf dem Rücken anderer bezahlt wird. — Katja Diehl
Ein Bekannter ist hochgradig beleidigt, weil ich ihn als „Ausbeuter” bezeichne, weil er Uber statt herkömmlicher Taxis nutzt. Die Diskussion zeigt, wie star ...
(katja-diehl.de)
@SheDrivesMobility ich fahre viel Taxi, aber Uber hat für mich einen essenziellen Vorteil: ich zahle vorher, werde authentifiziert und der Fahrer auch. Keine Überraschungen unterwegs wegen Mehrkosten oder Verfahrens. Alarmierung, wenn Wagen zu lange rumsteht, etc. etc.
Eine flächendeckende App in Deutschland wo ich Taxis bestellen und vor allem vorher bezahlen kann, wäre ich sofort dabei.
Mir (ja sehr privilegiert) geht es nicht um die Kohle, sondern um den Service.
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@Reinald da in meinem Blogartikel (gelesen?) auch Proteste in "anderen Ländern" wegen Ausbeutung Thema ist, sehe ich das anders. Zumindest aus Fahrer*innenperspektive.
@SheDrivesMobility da widerspreche ich Dir doch gar nicht.
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@frank das, was ich im Beitrag schreibe (gelesen?) ist meiner Meinung nach nicht legitim, aber "legal".
@SheDrivesMobility Ja, gelesen. Daher schreibe ich das als Ergänzung. Denn die legitime Share-Economy und wie sie organisiert werden kann, ist in deinem Beitrag nicht angesprochen.
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@NextGenCookbook
Das klingt so, als könnte der Gesetzgeber das regeln, sofern er denn wollte.
@SheDrivesMobility@michaelgiesler @SheDrivesMobility Tut er nicht, denn eigentlich wäre es geregelt. Das Taxi hat die Beförderungs- und Tarifpflicht. Der Mietwagen (Uber & Co.) dafür die Rückkehrpflicht. Müsste nach jeder Fahrt zum Betriebssitz zurückkehren (§ 49 Abs. 4 PBefG). Ignorieren sie aber systematisch, seit es die Plattformen gibt. Auch gerichtliche Urteile werden von Uber systematisch ignoriert, nicht nur in DE. Dafür wird lobbyiert, was das Zeug hält.
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Unter einem Insta-Beitrag über die Krise der Taxis in Berlin sammelte sich Häme, auch von Menschen, die ich kenne und die von Uber schwärmen.
Ich nannte das Ausbeutung, es wurde verschnupft reagiert.
Daher mal meine Sicht auf radikale Ehrlichkeit uns selbst gegenüber.
Uber, Bolt & Co.: Warum das Komfortgefühl auf dem Rücken anderer bezahlt wird. — Katja Diehl
Ein Bekannter ist hochgradig beleidigt, weil ich ihn als „Ausbeuter” bezeichne, weil er Uber statt herkömmlicher Taxis nutzt. Die Diskussion zeigt, wie star ...
(katja-diehl.de)
@SheDrivesMobility Traummodus an:
Wir bauen ÖPNV und Radwege drastischst aus. Damit reduzieren wir die Notwendigkeit von Taxis/Uber/etc. deutlichst.Die verbliebenden Anwendungszwecke schaut man sich dann gesondert an, und löst sie sinnvoll.
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@SheDrivesMobility Es gibt noch weitergehende Probleme. Für das Taxi gilt eine Beförderungspflicht. Für die Plattformen bzw. Mietwagen nicht. Viele ältere oder kranke Menschen werden in Deutschland laufend mit Taxis befördert, beispielsweise von und zur Dialyse mit Ein- und Aussteigehilfe etc. Die dies beauftragenden Krankenversicherungen verfügen insoweit nicht über eigene Infrastrukturen. Wenn das Taxi stirbt, stirbt auch die Beförderungspflicht und Uber wird sie nicht ersetzen.
@NextGenCookbook @SheDrivesMobility Noch ein Problem: Einige Kassen lehnen Krankentransporte konsequent ab und die Ärzte weigern sich Hausbesuche zu machen.
Ein Taxi/Uber hätten wir privat noch stemmen können, aber Krankentransport über drei Treppen im Hausflur nicht.
Wunde wurde nach OP viele Wochen lang nicht ärztlich begutachtet, jetzt haben die Bakterien übergegriffen und wieder mit RTW ins Krankenhaus zurück.
Befürchte es gibt noch mehr gehbehinderte hilflos in ihrer eigenen Wohnung.
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@SheDrivesMobility Traummodus an:
Wir bauen ÖPNV und Radwege drastischst aus. Damit reduzieren wir die Notwendigkeit von Taxis/Uber/etc. deutlichst.Die verbliebenden Anwendungszwecke schaut man sich dann gesondert an, und löst sie sinnvoll.
@michaelgiesler In deinen Traummodus gehört auch die Verweigerung von Plattformbusiness. Ich bin mir SICHER, dass wegen der Billigkeit da heute schon Menschen mitfahren, die anders unterwegs sein könnten.
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Unter einem Insta-Beitrag über die Krise der Taxis in Berlin sammelte sich Häme, auch von Menschen, die ich kenne und die von Uber schwärmen.
Ich nannte das Ausbeutung, es wurde verschnupft reagiert.
Daher mal meine Sicht auf radikale Ehrlichkeit uns selbst gegenüber.
Uber, Bolt & Co.: Warum das Komfortgefühl auf dem Rücken anderer bezahlt wird. — Katja Diehl
Ein Bekannter ist hochgradig beleidigt, weil ich ihn als „Ausbeuter” bezeichne, weil er Uber statt herkömmlicher Taxis nutzt. Die Diskussion zeigt, wie star ...
(katja-diehl.de)
@SheDrivesMobility Ich fahre recht viel mit Taxis und ich würde ein "die Branche braucht dringend Reformen" sofort unterschreiben.
Jede Vorbestellung ist ein Glücksspiel. Die Digitalisierung funktioniert manchmal und oft nicht. Der Umgang mit dem Kunden ist "gewöhnungsbedürftig" und die Arbeitsbedingungen sind unterirdisch. Jedenfalls in meine Gegend, ist die Umstellung auf Wagen mit Elektroantriebe noch nicht einmal ein Diskussionsthema.
Uber und Bolt weigere ich mich zu nutzen. Wenn ich "Reformen" sage, dann meine ich keine Verschlechterungen
. Nur bei der Digitalisierung sind die wirklich besser. -
R relay@relay.infosec.exchange shared this topic
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@SheDrivesMobility da widerspreche ich Dir doch gar nicht.
@SheDrivesMobility mir ging eher der Punkt durch den Kopf: für DE ist die einzige "value proposition" von Uber "billiger". In anderen Regionen, ohne Regelungen für Taxen, verstehe ich, dass der Service in eine Lücke stösst, die noch nicht besetzt ist. Und für den Kunden attraktiv.
Und, wie Du zeigst, auch anderenorts starke Regulatorik braucht, um einigermaßen auskömmliche Bedingungen herzustellen. -
@NextGenCookbook
Das klingt so, als könnte der Gesetzgeber das regeln, sofern er denn wollte.
@SheDrivesMobility@michaelgiesler @NextGenCookbook @SheDrivesMobility Hinter der #Freiheit als Begründung des Nichteinschreitens verbirgt sich im Moment fast immer Gleichgültigkeit. Gilt auch so für den Wohnungsbau.
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Unter einem Insta-Beitrag über die Krise der Taxis in Berlin sammelte sich Häme, auch von Menschen, die ich kenne und die von Uber schwärmen.
Ich nannte das Ausbeutung, es wurde verschnupft reagiert.
Daher mal meine Sicht auf radikale Ehrlichkeit uns selbst gegenüber.
Uber, Bolt & Co.: Warum das Komfortgefühl auf dem Rücken anderer bezahlt wird. — Katja Diehl
Ein Bekannter ist hochgradig beleidigt, weil ich ihn als „Ausbeuter” bezeichne, weil er Uber statt herkömmlicher Taxis nutzt. Die Diskussion zeigt, wie star ...
(katja-diehl.de)
@SheDrivesMobility
Ich erkenne an, dass ich in der Großstadt massiv privilegiert bin.Ich komme in 99,9% der Wege ohne Taxi & Co. aus. In den wenigen Ausnahmen bevorzuge ich in Kenntnis von einigen deiner Punkte das Taxi.
Danke, dass du alles so gut mit Quellen unterlegst, damit im Zweifel nicht wieder über gefühlte Wahrheiten geredet wird.
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@michaelgiesler In deinen Traummodus gehört auch die Verweigerung von Plattformbusiness. Ich bin mir SICHER, dass wegen der Billigkeit da heute schon Menschen mitfahren, die anders unterwegs sein könnten.
@SheDrivesMobility Gerne.
Das Konzept "Motorisierter Individualverkehr" ist nunmal ineffizient. mit Extra-Fahrer*in, die davon leben muss, sogar noch mehr. Das sollte sich in den Preisen widerspiegeln.Wo es erstmal nicht durch effizientere Mittel ersetzt werden kann, kann es bei Sinnhaftigkeit subventioniert werden - z.B: Krankenfahrt der Großmutter als Teil des Gesundheitssystems kostenlos.
Ach, du meine Güte, bin ich links...
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@SheDrivesMobility Ich fahre recht viel mit Taxis und ich würde ein "die Branche braucht dringend Reformen" sofort unterschreiben.
Jede Vorbestellung ist ein Glücksspiel. Die Digitalisierung funktioniert manchmal und oft nicht. Der Umgang mit dem Kunden ist "gewöhnungsbedürftig" und die Arbeitsbedingungen sind unterirdisch. Jedenfalls in meine Gegend, ist die Umstellung auf Wagen mit Elektroantriebe noch nicht einmal ein Diskussionsthema.
Uber und Bolt weigere ich mich zu nutzen. Wenn ich "Reformen" sage, dann meine ich keine Verschlechterungen
. Nur bei der Digitalisierung sind die wirklich besser.@masek das ist spannend, weil ich vor meiner Hüft-OP vor einem Jahr KRASS viel Taxi gefahren bin und all diese schlechten Erfahrungen nicht gemacht habe. Wie im Text beschrieben nutze ich die App vom Bundesverband Taxi. Da kannst du sogar Festpreis buchen.
Und ganz ehrlich: für die schleppende Umsetzung auf e-Fahrzeuge habe ich Verständnis. In Hamburg gibt es meiner Kenntnis nach nur acht dezidierte Tadeladestationen. Im laufenden Betrieb eine Säule suchen müssen, das ist übel. -
@SheDrivesMobility ich fahre viel Taxi, aber Uber hat für mich einen essenziellen Vorteil: ich zahle vorher, werde authentifiziert und der Fahrer auch. Keine Überraschungen unterwegs wegen Mehrkosten oder Verfahrens. Alarmierung, wenn Wagen zu lange rumsteht, etc. etc.
Eine flächendeckende App in Deutschland wo ich Taxis bestellen und vor allem vorher bezahlen kann, wäre ich sofort dabei.
Mir (ja sehr privilegiert) geht es nicht um die Kohle, sondern um den Service.
@armando dann nutze die vom Bundesverband Taxi, so wie ich auch. Der Fahrer erfährt vorher nichts über dich, er nimmt also jede Fahrt an. Steht ja im Text. Und aktuell investiert Uber auch in ein israelisches Drohnen StartUp....
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@armando dann nutze die vom Bundesverband Taxi, so wie ich auch. Der Fahrer erfährt vorher nichts über dich, er nimmt also jede Fahrt an. Steht ja im Text. Und aktuell investiert Uber auch in ein israelisches Drohnen StartUp....
@SheDrivesMobility da kann ich aber nicht vorher bezahlen und das ist mein Killerfeature. Vorher zu wissen, wie teuer es ist und es direkt abrechnen mit guter Rechnung per Email. Ich verstehe es tatsächlich nicht, warum das der Bundesverband nicht hinbekommt.
Und ja, ich sehe big tech durchaus kritisch. Ich finde es halt extrem ärgerlich, dass ich aus diversen Gründen, dann „gezwungen“ werde, auf die „blöde“ Variante zu setzen. Die Abstriche sind aber schlichtweg zu groß.
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Unter einem Insta-Beitrag über die Krise der Taxis in Berlin sammelte sich Häme, auch von Menschen, die ich kenne und die von Uber schwärmen.
Ich nannte das Ausbeutung, es wurde verschnupft reagiert.
Daher mal meine Sicht auf radikale Ehrlichkeit uns selbst gegenüber.
Uber, Bolt & Co.: Warum das Komfortgefühl auf dem Rücken anderer bezahlt wird. — Katja Diehl
Ein Bekannter ist hochgradig beleidigt, weil ich ihn als „Ausbeuter” bezeichne, weil er Uber statt herkömmlicher Taxis nutzt. Die Diskussion zeigt, wie star ...
(katja-diehl.de)
@SheDrivesMobility Ganz erhlich, ich bin verwundert, dass die Taxifahrer nicht geschlossen beim Volksentscheid Berlin Autofrei unterschreiben.
Denn im Gegensatz zu Uber dürften die ja da weiter fahren.
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@masek das ist spannend, weil ich vor meiner Hüft-OP vor einem Jahr KRASS viel Taxi gefahren bin und all diese schlechten Erfahrungen nicht gemacht habe. Wie im Text beschrieben nutze ich die App vom Bundesverband Taxi. Da kannst du sogar Festpreis buchen.
Und ganz ehrlich: für die schleppende Umsetzung auf e-Fahrzeuge habe ich Verständnis. In Hamburg gibt es meiner Kenntnis nach nur acht dezidierte Tadeladestationen. Im laufenden Betrieb eine Säule suchen müssen, das ist übel.@SheDrivesMobility Ich denke, es hat auch was mit den Orten zu tun.
Ich fahre am meisten in Kiel und Berlin. In Berlin ist das Taxi grunddsätzlich besser aufgestellt, aber mit einer größeren Schwankungsbreite. In Berlin wird aber mehr geschummelt. Wenn ich auf den Ausweis schaue, dann sieht der Fahrer oft dem Bild nicht einmal entfern ähnlich und am Telefon (habe ich Telefonieren am Steuer als Sünde erwähnt) meldet er sich auch mit einem anderen Namen.
In Kiel wirkt das Taxi inzwischen fast wie ein Hobby-Projekt. Bestellen mit taxi.eu funktioniert manchmal und manchmal nicht. Die nehmen Vorbestellungen an, auch wenn sie wissen, dass sie die Wagen nicht haben werden.
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@SheDrivesMobility Ich denke, es hat auch was mit den Orten zu tun.
Ich fahre am meisten in Kiel und Berlin. In Berlin ist das Taxi grunddsätzlich besser aufgestellt, aber mit einer größeren Schwankungsbreite. In Berlin wird aber mehr geschummelt. Wenn ich auf den Ausweis schaue, dann sieht der Fahrer oft dem Bild nicht einmal entfern ähnlich und am Telefon (habe ich Telefonieren am Steuer als Sünde erwähnt) meldet er sich auch mit einem anderen Namen.
In Kiel wirkt das Taxi inzwischen fast wie ein Hobby-Projekt. Bestellen mit taxi.eu funktioniert manchmal und manchmal nicht. Die nehmen Vorbestellungen an, auch wenn sie wissen, dass sie die Wagen nicht haben werden.
@masek echt schräg, dass unsere Erfahrungen so diametral sind...!