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  3. Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können.

Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können.

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  • jensscholz@mastodon.socialJ jensscholz@mastodon.social

    @lucy_idk @Bugspriet weil du es nicht bereits bist. Niemand wird reich, der nicht bereits jetzt reich ist und alle Überreichen der Welt sind dynastische Erben. So lange du also nicht Teil einer der wenigen überreichen Familienverbände bist, die täglich ihr Vermögen um den BIP eines mittelgroßen Landes vergrößern, wirst du nie überreich.

    NFS Netfonds

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    lucy_idk@mastodon.worldL This user is from outside of this forum
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    lucy_idk@mastodon.world
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    #77

    @jensscholz ja das ist fakt. Aber ich habe nach den ursachen gefragt. Was ist die erklärung, warum man praktisch nicht milliardär werden kann? Es gibt ja kein gesetz in dem steht, jemand der weniger als 100.000 im jahr verdient darf nicht reicher werden, oder arme müssen arm bleiben. So war das in der ständegesellschaft, oder ist es in kasten systemen. Bei uns steht freiheit und gleichheit in der verfassung. Warum sind dann manche überreich? Die armut ist ja meist keine entscheidung @Bugspriet

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    • bioschweiz@troet.cafeB bioschweiz@troet.cafe

      @jensscholz das sieht nicht so aus, als ob wir seit 30 oder 60 Jahren irgendwas einsparen. Deine Darstellung ist einfach nicht richtig. Es mag immer noch zu wenig sein, je nach politischer Einstellung, aber sparen geht anders.

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      mike_g_hyrm@literatur.socialM This user is from outside of this forum
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      mike_g_hyrm@literatur.social
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      #78

      @BioSchweiz
      Sieht hübsch aus die Grafik, ist aber beim genauer betrachten & tieferer Analyse viel zu oberflächlich & irreführend.
      „Dass es offensichtlich trotzdem gelungen ist, den Anteil der Sozialleistungen gemessen am BIP konstant zu halten, kann nur also nur darauf zurückzuführen sein, dass gleichzeitig in bestimmten Sozialleistungsbereichen gekürzt wurde und/oder die Größe im Nenner, also das BIP, entsprechend gewachsen ist.“
      https://makronom.de/wie-die-polemik-ueber-die-sozialausgaben-eine-notwendige-debatte-abwuergt-32712

      @jensscholz

      bioschweiz@troet.cafeB 1 Reply Last reply
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      • jensscholz@mastodon.socialJ jensscholz@mastodon.social

        @heri Ja, die Wiedervereinigung hat man zB so gestaltet, dass der gesamte Besitz in Ostdeutschland an die Besitzenden Westdeutschen gegangen ist, da die DDR-Bürger*innen ja per Staatsform kein Vermögen hatten, das ihnen erlaubt hätte, Besitz zu erwerben. Wir haben also by Design einen riesigen Teil Deutschlands, in dem niemand dort irgendwas besitzt. Gleichzeitig haben wir Steuerzahlende mit Transferleistungen die Infrastruktur saniert und den reichen Käufern ihren Besitz wertvoll gemacht.

        cerstinmahlow@mastodon.acm.orgC This user is from outside of this forum
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        cerstinmahlow@mastodon.acm.org
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        #79

        @jensscholz Danke dafür, dass deutlich auszusprechen! Untergang der SU ist es nicht alleine, was „Deutschland“ verändert hat. Die Art der Lösung der „deutschen Frage“ geht mittlerweile oft vergessen im Überlegen, was sich denn wie in Deutschland verändert hat. Und das unterscheidet DE von Länden wie Frankreich oder Polen, die nur den Untergang der SU verarbeiten mussten @heri

        heri@net.miaumuh.chH 1 Reply Last reply
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        • cerstinmahlow@mastodon.acm.orgC cerstinmahlow@mastodon.acm.org

          @jensscholz Danke dafür, dass deutlich auszusprechen! Untergang der SU ist es nicht alleine, was „Deutschland“ verändert hat. Die Art der Lösung der „deutschen Frage“ geht mittlerweile oft vergessen im Überlegen, was sich denn wie in Deutschland verändert hat. Und das unterscheidet DE von Länden wie Frankreich oder Polen, die nur den Untergang der SU verarbeiten mussten @heri

          heri@net.miaumuh.chH This user is from outside of this forum
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          heri@net.miaumuh.ch
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          #80

          @CerstinMahlow @jensscholz der Untergang der SU hatte auf verschiedene Länder verschiedene Auswirkungen. Was beim Diskurs darüber aber immer unterschlagen wird, ist die Erkenntnis, dass auch das brutalste Regime mit gewaltfreien Mitteln zum Einsturz gebracht werden werden kann, wenn sich das Volk einig ist.

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          • mike_g_hyrm@literatur.socialM mike_g_hyrm@literatur.social

            @BioSchweiz
            Sieht hübsch aus die Grafik, ist aber beim genauer betrachten & tieferer Analyse viel zu oberflächlich & irreführend.
            „Dass es offensichtlich trotzdem gelungen ist, den Anteil der Sozialleistungen gemessen am BIP konstant zu halten, kann nur also nur darauf zurückzuführen sein, dass gleichzeitig in bestimmten Sozialleistungsbereichen gekürzt wurde und/oder die Größe im Nenner, also das BIP, entsprechend gewachsen ist.“
            https://makronom.de/wie-die-polemik-ueber-die-sozialausgaben-eine-notwendige-debatte-abwuergt-32712

            @jensscholz

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            bioschweiz@troet.cafe
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            #81

            @Mike_G_Hyrm @jensscholz sehr hilfreicher Artikel zur Einordnung der Zahlen, Danke!

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            • jensscholz@mastodon.socialJ jensscholz@mastodon.social

              Wenn man uns also vergessen lassen will, dass die Aufgabe eines Staates ist, ein Solidarsystem zu stellen, das all seinen Bürger*innen ein selbständiges, freies und sicheres Leben zu ermöglichen, dann muss man das Problem verschieben: Daher erklärt man einmal die soziale Sicherheit für alle zu individuellem Luxus (Geschenke) und zum anderen das knappe Geld zum Naturgesetz.
              Und schon fragt niemand mehr, warum wir nicht einfach das Geld da holen, wo es sich seit über 30 Jahren ungestört anhäuft.

              thorsten4future@climatejustice.socialT This user is from outside of this forum
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              thorsten4future@climatejustice.social
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              #82

              @jensscholz Der Staat bräuchte sich nicht einmal Geld irgendwo holen, denn die Druckerpresse steht im Keller vom Staat.
              Durch die Eurozone sieht das alles unendlich viel komplizierter aus, im Endeffekt ist es aber exakt so simpel.
              Wenn Du Geburtstagseinladungen verschickst, brauchst Du die auch nicht vorher irgendwem wegnehmen. Genau so funktioniert Fiat-Geld.

              Alles wofür angeblich kein Geld da ist, sind politische Entscheidungen.
              Das heißt nicht, dass wir unbegrenzt alles tun können, was wir wollen, aber der Grund dafür sind endliche reale Ressourcen, nie das fehlende Geld!

              #MMT

              tabby_schaf@mastodon.socialT 1 Reply Last reply
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              • jensscholz@mastodon.socialJ jensscholz@mastodon.social

                Wie wichtig dieses Narrativ ist und warum es so permanent und allgegenwärtig verbreitet wird ist derzeit gut zu erkennen, wenn man nach New York schaut, wo der Bürgermeister gerade völlig easy all das macht, was immer für völlig unmöglich erklärt wurde.
                Die reaktionären US-Medien sind daher am hyperventilieren, weil jetzt natürlich alle sehen, dass die Welt gar nicht untergeht, wenn reiche Menschen zB 1% mehr zahlen und plötzlich Geld für alles da ist, was bisher "leider nicht geht".

                tabby_schaf@mastodon.socialT This user is from outside of this forum
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                #83

                @jensscholz sehr gut klar formuliert.

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                • thorsten4future@climatejustice.socialT thorsten4future@climatejustice.social

                  @jensscholz Der Staat bräuchte sich nicht einmal Geld irgendwo holen, denn die Druckerpresse steht im Keller vom Staat.
                  Durch die Eurozone sieht das alles unendlich viel komplizierter aus, im Endeffekt ist es aber exakt so simpel.
                  Wenn Du Geburtstagseinladungen verschickst, brauchst Du die auch nicht vorher irgendwem wegnehmen. Genau so funktioniert Fiat-Geld.

                  Alles wofür angeblich kein Geld da ist, sind politische Entscheidungen.
                  Das heißt nicht, dass wir unbegrenzt alles tun können, was wir wollen, aber der Grund dafür sind endliche reale Ressourcen, nie das fehlende Geld!

                  #MMT

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                  #84

                  @thorsten4future @jensscholz Superreiche haben ihr Geld nicht ehrlich und rechtmäßig verdient, sondern durch Ausbeutung, Finanzspekulation, Steuerhinterziehung. Denen nimmst Du nix weg, von denen holst Du zurück. Kein Grund stattdessen die staatliche Gelddruckpresse anzuschmeißen und die Inflation zu befeuern, unter der die Konsumenten leiden.

                  thorsten4future@climatejustice.socialT 1 Reply Last reply
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                  • jamesbont@mastodon.socialJ jamesbont@mastodon.social

                    @jensscholz

                    Entweder haben diese Bürger ihre Position innerhalb ihres Staates nicht verstanden, sind sich dessen nicht bewusst, politisch desinteressiert oder fehl informiert oder selbst Teil dieses neu aufkommenden Faschismus.

                    Ich denke ein Teil von allen genannten Punkten trägt dazu bei.

                    Und wenn die Politik hier nicht massiv gegensteuert, was diese derweil NICHT tut, dann schaut es um unsere Grundrechte böse aus.

                    Denn eine Verteidigung dieser ist nicht vorgesehen oder in Sicht.

                    marco_m_aus_f@freiburg.socialM This user is from outside of this forum
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                    #85

                    @JamesBont @jensscholz Ersteres. Die meisten Menschen verorten sich falsch innerhalb des Systems und wählen nicht die Partei die sie vertritt, sondern die, die jene vertritt die sie gerne wären.

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                    • tabby_schaf@mastodon.socialT tabby_schaf@mastodon.social

                      @thorsten4future @jensscholz Superreiche haben ihr Geld nicht ehrlich und rechtmäßig verdient, sondern durch Ausbeutung, Finanzspekulation, Steuerhinterziehung. Denen nimmst Du nix weg, von denen holst Du zurück. Kein Grund stattdessen die staatliche Gelddruckpresse anzuschmeißen und die Inflation zu befeuern, unter der die Konsumenten leiden.

                      thorsten4future@climatejustice.socialT This user is from outside of this forum
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                      thorsten4future@climatejustice.social
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                      #86

                      @Tabby_Schaf @jensscholz Ich hab überhaupt nichts dagegen, den Überreichen ihr Geld wegzunehmen. Allerdings nicht, weil wir das bräuchten, um sinnvolle Dinge zu bezahlen, sondern weil eskalierende Ungleichheit sich nicht gut mit Demokratie verträgt, wie wir gerade sehen können.

                      Wir können aber gut beides tun.

                      Dass Geldschöpfung Inflation verursacht, ist nicht ganz falsch, aber zu stark vereinfacht. Dafür braucht es Bedingungen, die beeinflussbar sind.

                      tabby_schaf@mastodon.socialT 1 Reply Last reply
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                      • jensscholz@mastodon.socialJ jensscholz@mastodon.social

                        Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können. Da wir ja bereits etabliert haben, dass es "soziale Geschenke" sind, die das Geld ausgeben, ist es daher folgerichtig, dort zu schauen, wo diese "Geschenke" verteilt werden und diese zu kürzen oder zu streichen. Hier sind drei (und es gibt noch mehr) Gedanken, die diesen Trick transparent machen:

                        oberbaum7@mastodon.bida.imO This user is from outside of this forum
                        oberbaum7@mastodon.bida.imO This user is from outside of this forum
                        oberbaum7@mastodon.bida.im
                        wrote last edited by
                        #87

                        @jensscholz Viele dieser angeblichen „Geschenke“ sind Versicherungsleistungen, die von den Betroffenen jahrelang eingezahlt wurden.
                        Dass wir uns das unwidersprochen gefallen lassen, ist nicht mehr nachvollziehbar.

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                        • thorsten4future@climatejustice.socialT thorsten4future@climatejustice.social

                          @Tabby_Schaf @jensscholz Ich hab überhaupt nichts dagegen, den Überreichen ihr Geld wegzunehmen. Allerdings nicht, weil wir das bräuchten, um sinnvolle Dinge zu bezahlen, sondern weil eskalierende Ungleichheit sich nicht gut mit Demokratie verträgt, wie wir gerade sehen können.

                          Wir können aber gut beides tun.

                          Dass Geldschöpfung Inflation verursacht, ist nicht ganz falsch, aber zu stark vereinfacht. Dafür braucht es Bedingungen, die beeinflussbar sind.

                          tabby_schaf@mastodon.socialT This user is from outside of this forum
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                          tabby_schaf@mastodon.social
                          wrote last edited by
                          #88

                          @thorsten4future @jensscholz meine soziale (nicht persönliche) Wunschliste ist so lang, die Mängel und Rückstände so groß, dass wir das Geld der Reichen dazu brauchen, die Demokratie profitiert gleichzeitig von solchen Gesetzen.

                          thorsten4future@climatejustice.socialT 1 Reply Last reply
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                          • tabby_schaf@mastodon.socialT tabby_schaf@mastodon.social

                            @thorsten4future @jensscholz meine soziale (nicht persönliche) Wunschliste ist so lang, die Mängel und Rückstände so groß, dass wir das Geld der Reichen dazu brauchen, die Demokratie profitiert gleichzeitig von solchen Gesetzen.

                            thorsten4future@climatejustice.socialT This user is from outside of this forum
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                            thorsten4future@climatejustice.social
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                            #89

                            @Tabby_Schaf @jensscholz

                            Ich wiederhole die Kernaussage nochmal, weil es so unfuckingfassbar wichtig ist, das zu verstehen, wenn wir eine bessere Welt schaffen wollen:
                            Wenn der Staat morgen entscheidet, eine Fantastilliarde Euros für etwas sinnvolles auszugeben, tippt jemand bei der Bundesbank diese Summe als Einzahlung beim Empfänger in einen Computer und dann ist das Geld da. Es entsteht in dem Moment ("Fiat Geld" => "Es werde Geld!" in Anlehnung an 'Fiat Lux' - Es werde Licht aus der Bibel)
                            Es braucht nicht nur niemand auf ein Konto zu schauen, ob noch Geld da ist, es gibt dieses Konto nicht einmal!

                            Das ist etwas völlig anderes als private Konten, oder die von Städten, Gemeinden und Ländern, die tatsächlich mit Einnahmen und Ausgaben rechnen müssen und bei denen Einnahmen da sein müssen, bevor sie Ausgaben tätigen können.

                            jensscholz@mastodon.socialJ 1 Reply Last reply
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                            • thorsten4future@climatejustice.socialT thorsten4future@climatejustice.social

                              @Tabby_Schaf @jensscholz

                              Ich wiederhole die Kernaussage nochmal, weil es so unfuckingfassbar wichtig ist, das zu verstehen, wenn wir eine bessere Welt schaffen wollen:
                              Wenn der Staat morgen entscheidet, eine Fantastilliarde Euros für etwas sinnvolles auszugeben, tippt jemand bei der Bundesbank diese Summe als Einzahlung beim Empfänger in einen Computer und dann ist das Geld da. Es entsteht in dem Moment ("Fiat Geld" => "Es werde Geld!" in Anlehnung an 'Fiat Lux' - Es werde Licht aus der Bibel)
                              Es braucht nicht nur niemand auf ein Konto zu schauen, ob noch Geld da ist, es gibt dieses Konto nicht einmal!

                              Das ist etwas völlig anderes als private Konten, oder die von Städten, Gemeinden und Ländern, die tatsächlich mit Einnahmen und Ausgaben rechnen müssen und bei denen Einnahmen da sein müssen, bevor sie Ausgaben tätigen können.

                              jensscholz@mastodon.socialJ This user is from outside of this forum
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                              #90

                              @thorsten4future @Tabby_Schaf
                              Die USA hat das unter Biden ja gemacht und da gab es auch keine Inflation deswegen, denn man hat ja Infrastruktur damit gebaut, was den Wert der Ausgaben ja manifestiert.
                              Ich hab das vor eine Weile auch schon mal aufgeschrieben: http://jensscholz.com/index.php/2019/09/12/der-strohmann-schwarze-null

                              thorsten4future@climatejustice.socialT 1 Reply Last reply
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                              • jensscholz@mastodon.socialJ jensscholz@mastodon.social

                                @thorsten4future @Tabby_Schaf
                                Die USA hat das unter Biden ja gemacht und da gab es auch keine Inflation deswegen, denn man hat ja Infrastruktur damit gebaut, was den Wert der Ausgaben ja manifestiert.
                                Ich hab das vor eine Weile auch schon mal aufgeschrieben: http://jensscholz.com/index.php/2019/09/12/der-strohmann-schwarze-null

                                thorsten4future@climatejustice.socialT This user is from outside of this forum
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                                thorsten4future@climatejustice.social
                                wrote last edited by
                                #91

                                @jensscholz @Tabby_Schaf Biden hatte sogar verstanden, dass er drrauf achten muss, dass das Geld bei denen landet, die zu wenig davon haben. Kluger Kopf, zumindest in dem Punkt.

                                Und wir haben Friedrich Merz 🥴

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                                • jensscholz@mastodon.socialJ jensscholz@mastodon.social

                                  @heri Weil die Neunziger das Jahrzehnt war, in dem der kapitalistische Neoliberalismus ausformuliert und als führendes Weltbild nicht mehr hinterfragt wurde, nachdem er in der Ära Reagan, Thatcher und Kohl propagiert und umgesetzt wurde. Privatfernsehen und Popkultur haben das gespiegelt und Ende der 80er begann die Yuppiekultur undd die Idee, dass die Vermehrung von Geld durch Geld (angefangen mit "Wall Street" bis zur "T-Aktie") eine super Sache sei. 97 wurde die Vermögenssteuer ausgesetzt...

                                  energisch_@troet.cafeE This user is from outside of this forum
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                                  #92

                                  @jensscholz das fing an mit Geiz ist geil und ähnlichem, nicht in der Politik, sondern Akzeptanz in der Gesellschaft
                                  @heri

                                  heri@net.miaumuh.chH 1 Reply Last reply
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                                  • jensscholz@mastodon.socialJ jensscholz@mastodon.social

                                    @heri ...und seitdem läuft eine permanente mediale Propagandamaschinerie, die die zuvor völlig normale Lesart des GG-Artikels 14, dass wem es besser geht, auch mehr abgeben soll, als linksextreme Wohlstandszerstörung framed und dafür sorgt, dass sich auch wirklich keiner traut, die wieder einzuführen. Natürlich gab es auch vorher schon Tricks, Solidarität zu untergraben - zum Beispiel durch die Erfindung der "Mittelschicht", mit der die Arbeiterklasse halbiert und entsolidarisiert wurde.

                                    rabenmutterschafft@mastodon.bida.imR This user is from outside of this forum
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                                    #93

                                    @jensscholz @heri #merz #cdu

                                    1 Reply Last reply
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                                    • energisch_@troet.cafeE energisch_@troet.cafe

                                      @jensscholz das fing an mit Geiz ist geil und ähnlichem, nicht in der Politik, sondern Akzeptanz in der Gesellschaft
                                      @heri

                                      heri@net.miaumuh.chH This user is from outside of this forum
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                                      #94

                                      @energisch_ @jensscholz "geiz ist geil" wurde uns durch Werbebotschaften eingebläut. Dieser Spruch wäre natürlich nicht so erfolgreich gewesen, wenn nicht schon ein latenter Zuspruch vorhanden gewesen wäre. Da geb ich dir recht.
                                      Doch ich denke, der fruchtbare Boden für diesen Scheiss findest du v.a. bei den Menschen, die eh allen Scheiss mitmachen, was ihnen vorgekäut wird.
                                      Bei mir jedenfalls hatte dieser Spruch keine Wirkung.

                                      fasnix@fe.disroot.orgF 1 Reply Last reply
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                                      • heri@net.miaumuh.chH heri@net.miaumuh.ch

                                        @energisch_ @jensscholz "geiz ist geil" wurde uns durch Werbebotschaften eingebläut. Dieser Spruch wäre natürlich nicht so erfolgreich gewesen, wenn nicht schon ein latenter Zuspruch vorhanden gewesen wäre. Da geb ich dir recht.
                                        Doch ich denke, der fruchtbare Boden für diesen Scheiss findest du v.a. bei den Menschen, die eh allen Scheiss mitmachen, was ihnen vorgekäut wird.
                                        Bei mir jedenfalls hatte dieser Spruch keine Wirkung.

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                                        #95
                                        @heri
                                        Ich fand den Werbespruch "Geiz ist geil" richtiggehend schlimm!

                                        Aus mehreren Gründen:
                                        1. Es suggeriert, Geiz sei eine positive Eigenschaft.
                                        Dabei ist "geizig sein" überhaupt nicht positiv oder eine erstrebenswerte Eigenschaft.
                                        Das Gegenteil von Geiz ist Großzügigkeit, auch emotionale, empathische Großherzigkeit (wenn man Geiz nicht rein monetär betrachtet).

                                        2. Der Werbespruch suggerierte: "Geiz = billig".
                                        Billig, billiger, am Billigsten.
                                        Oder warum gibt es "Fast Fashion", bei der ein fabrikneues T-Shirt 2€ kosten kann?
                                        Billig fördert Wegwerfmentalität.
                                        Etwas, das billig ist, hat keinen Wert.
                                        Weswegen die Wertschätzung für Qualität leidet oder gar verschwindet.
                                        Auch die Wertschätzung für die sogenannten "kleinen Dinge im Leben".
                                        Oder bei OpenSource-Software:
                                        "Was nix kostet, kann ja nix sein / keinen Wert haben!"

                                        3. 🤔 (gerade entfallen, wird ggf. ergänzt)

                                        Nach meinem Empfinden hatte die Werbekampagne eine schlimme, nachhaltige (bis heute) Wirkung auf die Gesellschaft.

                                        Seht ihr das anders?

                                        @energisch_ @jensscholz
                                        energisch_@troet.cafeE djrndm@chaos.socialD 2 Replies Last reply
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                                        • fasnix@fe.disroot.orgF fasnix@fe.disroot.org
                                          @heri
                                          Ich fand den Werbespruch "Geiz ist geil" richtiggehend schlimm!

                                          Aus mehreren Gründen:
                                          1. Es suggeriert, Geiz sei eine positive Eigenschaft.
                                          Dabei ist "geizig sein" überhaupt nicht positiv oder eine erstrebenswerte Eigenschaft.
                                          Das Gegenteil von Geiz ist Großzügigkeit, auch emotionale, empathische Großherzigkeit (wenn man Geiz nicht rein monetär betrachtet).

                                          2. Der Werbespruch suggerierte: "Geiz = billig".
                                          Billig, billiger, am Billigsten.
                                          Oder warum gibt es "Fast Fashion", bei der ein fabrikneues T-Shirt 2€ kosten kann?
                                          Billig fördert Wegwerfmentalität.
                                          Etwas, das billig ist, hat keinen Wert.
                                          Weswegen die Wertschätzung für Qualität leidet oder gar verschwindet.
                                          Auch die Wertschätzung für die sogenannten "kleinen Dinge im Leben".
                                          Oder bei OpenSource-Software:
                                          "Was nix kostet, kann ja nix sein / keinen Wert haben!"

                                          3. 🤔 (gerade entfallen, wird ggf. ergänzt)

                                          Nach meinem Empfinden hatte die Werbekampagne eine schlimme, nachhaltige (bis heute) Wirkung auf die Gesellschaft.

                                          Seht ihr das anders?

                                          @energisch_ @jensscholz
                                          energisch_@troet.cafeE This user is from outside of this forum
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                                          @fasnix Hast du gut analysiert. Ich find das auch übelst. Es ist Ausdruck für massive Ausbeutung, Missachtung von Menschenrechten, Natur, Klima, ohne jeden Gedanken an eine lebenswerte Zukunft. @jensscholz @heri

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