Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können.
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Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können. Da wir ja bereits etabliert haben, dass es "soziale Geschenke" sind, die das Geld ausgeben, ist es daher folgerichtig, dort zu schauen, wo diese "Geschenke" verteilt werden und diese zu kürzen oder zu streichen. Hier sind drei (und es gibt noch mehr) Gedanken, die diesen Trick transparent machen:
@jensscholz das sieht nicht so aus, als ob wir seit 30 oder 60 Jahren irgendwas einsparen. Deine Darstellung ist einfach nicht richtig. Es mag immer noch zu wenig sein, je nach politischer Einstellung, aber sparen geht anders.

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Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können. Da wir ja bereits etabliert haben, dass es "soziale Geschenke" sind, die das Geld ausgeben, ist es daher folgerichtig, dort zu schauen, wo diese "Geschenke" verteilt werden und diese zu kürzen oder zu streichen. Hier sind drei (und es gibt noch mehr) Gedanken, die diesen Trick transparent machen:
@jensscholz Danke, dein Thread bringt es auf den Punkt!
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Wie wichtig dieses Narrativ ist und warum es so permanent und allgegenwärtig verbreitet wird ist derzeit gut zu erkennen, wenn man nach New York schaut, wo der Bürgermeister gerade völlig easy all das macht, was immer für völlig unmöglich erklärt wurde.
Die reaktionären US-Medien sind daher am hyperventilieren, weil jetzt natürlich alle sehen, dass die Welt gar nicht untergeht, wenn reiche Menschen zB 1% mehr zahlen und plötzlich Geld für alles da ist, was bisher "leider nicht geht".@jensscholz sehr schön beschrieben. So einfach ist es wenn man Medien, Ideologie und Gier weglässt und einfach nur auf die Möglichkeiten blickt!
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@jensscholz Dazu kommt: Die Wirtschaft sind auch nur wenige Menschen, denen der Bums gehört.
@Bugspriet zweifelst du grade das grundrecht der fdgo an? Eigentum ist verfassungsrang und prinzip aller westlichen demokratien und kann legal praktisch nicht geändert werden. Verfassungsfeinde lecken an sehr dünnen eiern. Bisschen dankbarkeit dafür, dass das gemeinwesen dir erlaubt etwas haben zu dürfen! sei stolz auf deine rechte, die es dir ermöglichen, dass du deine adulte phase damit verbringen musst dinge herzustellen die dir nie gehören... @jensscholz
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@Bugspriet zweifelst du grade das grundrecht der fdgo an? Eigentum ist verfassungsrang und prinzip aller westlichen demokratien und kann legal praktisch nicht geändert werden. Verfassungsfeinde lecken an sehr dünnen eiern. Bisschen dankbarkeit dafür, dass das gemeinwesen dir erlaubt etwas haben zu dürfen! sei stolz auf deine rechte, die es dir ermöglichen, dass du deine adulte phase damit verbringen musst dinge herzustellen die dir nie gehören... @jensscholz
@lucy_idk Häh? Wo liest du das? Und was soll die Interpretation? Steuern können für jeden eingeführt werden. Und wenn der Staat nicht für die Bürger sondern nur für die Wirtschaft agiert, handelt er halt für ein paar sehr reiche Menschen. Es steht nirgends in der Verfassung, dass wir das Eigentum auf ein paar Überreiche konzrntrieren sollen.
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Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können. Da wir ja bereits etabliert haben, dass es "soziale Geschenke" sind, die das Geld ausgeben, ist es daher folgerichtig, dort zu schauen, wo diese "Geschenke" verteilt werden und diese zu kürzen oder zu streichen. Hier sind drei (und es gibt noch mehr) Gedanken, die diesen Trick transparent machen:
@jensscholz
Dankeschön 🥰. Denn Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. GG Artikel 14 (2)Wieso wird diese Maßgabe eigentlich nicht staatlich evaluiert?
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@jensscholz Das und ich hatte nur darauf hingewiesen , dass hinter 'der Wirtschaft' einzelne Menschen stehen. Mit (bestenfalls) gleichen Rechten - und Pflichten. @lucy_idk
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Entweder haben diese Bürger ihre Position innerhalb ihres Staates nicht verstanden, sind sich dessen nicht bewusst, politisch desinteressiert oder fehl informiert oder selbst Teil dieses neu aufkommenden Faschismus.
Ich denke ein Teil von allen genannten Punkten trägt dazu bei.
Und wenn die Politik hier nicht massiv gegensteuert, was diese derweil NICHT tut, dann schaut es um unsere Grundrechte böse aus.
Denn eine Verteidigung dieser ist nicht vorgesehen oder in Sicht.
@JamesBont @jensscholz Die Menschen wählen gegen ihre Interessen, das ist auch nicht neu. "Die Politik" wird nicht massiv gegensteuern, weil die gewählten Parteien diese Ideologie ja mittragen und dafür auch von den Reichen finanziert werden. Das zu ändern musst du schon mit deinen Mitmenschen selbst machen.
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@lucy_idk Häh? Wo liest du das? Und was soll die Interpretation? Steuern können für jeden eingeführt werden. Und wenn der Staat nicht für die Bürger sondern nur für die Wirtschaft agiert, handelt er halt für ein paar sehr reiche Menschen. Es steht nirgends in der Verfassung, dass wir das Eigentum auf ein paar Überreiche konzrntrieren sollen.
@Bugspriet @lucy_idk @jensscholz So offensichtlich war der Sarkasmus also nicht.
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@HolgerTDittmann Jep, auch ein schönes Narraativ. Direkt neben der schwarzen Null.
http://jensscholz.com/index.php/2019/09/12/der-strohmann-schwarze-null@jensscholz @HolgerTDittmann Stark geprägt wurde das alles auch durch Schäuble in der Eurokrise. Damals wurden die Wegweiser in die Verteilung von unten nach oben betoniert. Und das ganze "Spardiktat" auch anderen Ländern aufgezwungen.
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@jensscholz @HolgerTDittmann Stark geprägt wurde das alles auch durch Schäuble in der Eurokrise. Damals wurden die Wegweiser in die Verteilung von unten nach oben betoniert. Und das ganze "Spardiktat" auch anderen Ländern aufgezwungen.
@energisch_ @HolgerTDittmann ja, das Thema "Austerität" hat das alles massiv verschärft und es ist nie zurückgenommen worden, nachdem raus kam, dass die Grundlage dafür einen fatalen Rechenfehler hatte.
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@energisch_ @HolgerTDittmann ja, das Thema "Austerität" hat das alles massiv verschärft und es ist nie zurückgenommen worden, nachdem raus kam, dass die Grundlage dafür einen fatalen Rechenfehler hatte.
@jensscholz Genau! Austerität wurde zur Chance für Überreiche noch viel überreicher zu werden und sich noch mehr Politik und Macht kaufen zu können. @HolgerTDittmann
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Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können. Da wir ja bereits etabliert haben, dass es "soziale Geschenke" sind, die das Geld ausgeben, ist es daher folgerichtig, dort zu schauen, wo diese "Geschenke" verteilt werden und diese zu kürzen oder zu streichen. Hier sind drei (und es gibt noch mehr) Gedanken, die diesen Trick transparent machen:
@jensscholz Vielen Dank für diesen hervorragend aufbereiteten Trööt !!!
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@Bugspriet zweifelst du grade das grundrecht der fdgo an? Eigentum ist verfassungsrang und prinzip aller westlichen demokratien und kann legal praktisch nicht geändert werden. Verfassungsfeinde lecken an sehr dünnen eiern. Bisschen dankbarkeit dafür, dass das gemeinwesen dir erlaubt etwas haben zu dürfen! sei stolz auf deine rechte, die es dir ermöglichen, dass du deine adulte phase damit verbringen musst dinge herzustellen die dir nie gehören... @jensscholz
@lucy_idk Mein Sarkasmunsdetektor hat in den letzten Jahren hart gelitten, ich bin mir bei deinem Beitrag nicht sicher.
Art 14 GG Satz 2: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen. "
@Bugspriet @jensscholz -
Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können. Da wir ja bereits etabliert haben, dass es "soziale Geschenke" sind, die das Geld ausgeben, ist es daher folgerichtig, dort zu schauen, wo diese "Geschenke" verteilt werden und diese zu kürzen oder zu streichen. Hier sind drei (und es gibt noch mehr) Gedanken, die diesen Trick transparent machen:
@jensscholz Shitstorm ahoi, aber:
Die eigene aktuell gültige Relation von "Staat", "Geld", "Aufgabe", "sozial" kann man durch folgendes (nicht neues) Gedankenexperiment ergründen:
Tauschwährung (all inclusive) auf Arbeitsstundenäquivalenten einführen, aber ohne jede Staats- oder Bankeneinmischung.
Nur noch mit dieser Währung bezahlen und bezahlen lassen.
Dabei keine Staatsdienstleistungen mehr anfordern, alles solidarisch selbst machen (Gedanken!-Experiment!).Film ab!
=> Das das Problem.
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Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können. Da wir ja bereits etabliert haben, dass es "soziale Geschenke" sind, die das Geld ausgeben, ist es daher folgerichtig, dort zu schauen, wo diese "Geschenke" verteilt werden und diese zu kürzen oder zu streichen. Hier sind drei (und es gibt noch mehr) Gedanken, die diesen Trick transparent machen:
@jensscholz@mastodon.social Der Staat hat nie zuwenig Geld. Der Staat kann beliebige Mengen Geld drucken. Wenn der Staat Geld für frivole Zwecke druckt, gibt es Hyperinflation, wenn der Staat hingegen Geld für sinnvolle Investitionen druckt, gibt es funktionierende Schultoiletten, Eisenbahnbrücken, die nicht den Autos auf den Kopf fallen, Hochspannungsleitungen von Norddeutschland nach Bayern wo immer Dunkelflaute ist, genügend Schilder für das Tempolimit. -
Die Erzählung unserer Regierungen seit gut 30 Jahren ist, dass wir als Staat "zu wenig Geld haben, um soziale Geschenke zu verteilen" und wir daher ständig schauen müssen, wo wir einsparen können. Da wir ja bereits etabliert haben, dass es "soziale Geschenke" sind, die das Geld ausgeben, ist es daher folgerichtig, dort zu schauen, wo diese "Geschenke" verteilt werden und diese zu kürzen oder zu streichen. Hier sind drei (und es gibt noch mehr) Gedanken, die diesen Trick transparent machen:
@jensscholz
Eine Zusammenfassung von bestechender Klarheit. Wenn der andere Scholz das vertreten hätten (verstanden hat er es sicherlich), ginge es fast allen besser. Und einigen wenigen nur in etwa gleichgut - doch immer noch viel besser als allen anderen. -
@lucy_idk Mein Sarkasmunsdetektor hat in den letzten Jahren hart gelitten, ich bin mir bei deinem Beitrag nicht sicher.
Art 14 GG Satz 2: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen. "
@Bugspriet @jensscholz@stahldame ich bin mir nicht sicher warum du die gesetzesstelle zitierst. Weil du sagen willst, eigentum hätte doch eigentlich dem allgemeinwohl zu dienen? oder weil du damit belegen willst, dass es das tut. Und drittens was ist das allgemeinwohl? @Bugspriet @jensscholz
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@lucy_idk Häh? Wo liest du das? Und was soll die Interpretation? Steuern können für jeden eingeführt werden. Und wenn der Staat nicht für die Bürger sondern nur für die Wirtschaft agiert, handelt er halt für ein paar sehr reiche Menschen. Es steht nirgends in der Verfassung, dass wir das Eigentum auf ein paar Überreiche konzrntrieren sollen.
@Bugspriet dass sich das eigentum bei wenigen konzentriert steht nicht im gesetz, ist aber eine folge des getztes.
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@lucy_idk Häh? Wo liest du das? Und was soll die Interpretation? Steuern können für jeden eingeführt werden. Und wenn der Staat nicht für die Bürger sondern nur für die Wirtschaft agiert, handelt er halt für ein paar sehr reiche Menschen. Es steht nirgends in der Verfassung, dass wir das Eigentum auf ein paar Überreiche konzrntrieren sollen.
@Bugspriet
Was sind überreiche?