Die Linke fordert, dass Arbeitgeber künftig 60 statt 50 Prozent der Rentenbeiträge zahlen sollen.
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Die Linke fordert, dass Arbeitgeber künftig 60 statt 50 Prozent der Rentenbeiträge zahlen sollen. Die Idee dahinter: Arbeitnehmer entlasten, Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen. Klingt erst einmal gut, ist aber ökonomischer Unsinn, der am Ende genau jenen schadet, denen er helfen soll.
Der entscheidende Denkfehler: Es ist vollkommen egal, wer
🧵 1/5
#Politik #Rente #DieLinke
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Die Linke fordert, dass Arbeitgeber künftig 60 statt 50 Prozent der Rentenbeiträge zahlen sollen. Die Idee dahinter: Arbeitnehmer entlasten, Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen. Klingt erst einmal gut, ist aber ökonomischer Unsinn, der am Ende genau jenen schadet, denen er helfen soll.
Der entscheidende Denkfehler: Es ist vollkommen egal, wer
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#Politik #Rente #DieLinke
2/5 formal einen Beitrag überweist. Für Unternehmen zählen die Gesamtarbeitskosten – also Bruttolohn plus Sozialabgaben. Steigt der Arbeitgeberanteil an der Rente, sinkt der Spielraum für Lohnerhöhungen.
Das bestätigt sogar das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, auf das sich die Linke beruft. Eine höhere Arbeitgeberlast wird in
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2/5 formal einen Beitrag überweist. Für Unternehmen zählen die Gesamtarbeitskosten – also Bruttolohn plus Sozialabgaben. Steigt der Arbeitgeberanteil an der Rente, sinkt der Spielraum für Lohnerhöhungen.
Das bestätigt sogar das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages, auf das sich die Linke beruft. Eine höhere Arbeitgeberlast wird in
3/5 Lohnverhandlungen eingepreist. Konkret bedeutet das: Was Arbeitnehmer scheinbar an Rentenbeiträgen sparen, verlieren sie bei der nächsten Lohnerhöhung an Bruttolohn. Ein Verschiebebahnhof, der am Milliardenloch in der Rente nichts ändert.
Besonders perfide: Die Umverteilung trifft vorwiegend junge Arbeitnehmende und Berufseinsteigende. Deren Gehaltsentwicklung wird gebremst, während die höheren „Arbeitgeber“-Beiträge letztlich aus dem gemeinsamen Lohntopf kommen.
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3/5 Lohnverhandlungen eingepreist. Konkret bedeutet das: Was Arbeitnehmer scheinbar an Rentenbeiträgen sparen, verlieren sie bei der nächsten Lohnerhöhung an Bruttolohn. Ein Verschiebebahnhof, der am Milliardenloch in der Rente nichts ändert.
Besonders perfide: Die Umverteilung trifft vorwiegend junge Arbeitnehmende und Berufseinsteigende. Deren Gehaltsentwicklung wird gebremst, während die höheren „Arbeitgeber“-Beiträge letztlich aus dem gemeinsamen Lohntopf kommen.
4/5 Zudem reagieren Unternehmen auf steigende Lohnnebenkosten mit weniger Neueinstellungen. Gerade in Branchen mit knappen Margen gefährdet das Arbeitsplätze. Die vermeintliche Entlastung der Beschäftigten wird zur Belastung für Arbeitsuchende.
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4/5 Zudem reagieren Unternehmen auf steigende Lohnnebenkosten mit weniger Neueinstellungen. Gerade in Branchen mit knappen Margen gefährdet das Arbeitsplätze. Die vermeintliche Entlastung der Beschäftigten wird zur Belastung für Arbeitsuchende.
5/6 Das eigentliche Problem bleibt ungelöst
Die Linke umgeht die zentrale Frage: Wie finanzieren wir ein System, in dem immer weniger Beitragszahler immer mehr Rentner versorgen müssen? Ob die Beiträge 50:50 oder 40:60 aufgeteilt werden, ist gänzlich irrelevant, wenn die Demografie das Umlageverfahren zum Kollaps bringt.
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