Wie gut, dass die #Zuckersteuer kommt.
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Wie gut, dass die #Zuckersteuer kommt. Es hat viel zu lange gedauert. Aber besser spät als nie.
Bei RiffReporter berichtete ich in 12/24 über zwei Studien, die starke Argument für die Zuckersteuer lieferten (Link in den Kommentaren). Beide untermauern die These, dass es das epigenetische Gedächtnis der Zellen ist, das uns immer wieder austrickst und es vielen von uns schwer macht, das Idealgewicht zu halten. Zu viel Zucker scheint das System in die falsche Richtung umzuprogrammieren.
#Epigenetik bedeutet so viel wie Neben- oder Zusatzgenetik. Sie beeinflusst die Regulation der Gene in den Zellen und prägt damit auch unsere Persönlichkeit, Fitness und Gesundheit. Hier die Studien:
... (1/4)
Molekulares Zell-Gedächtnis beeinflusst Übergewichtsrisiko
Neue Studien zeigen, wie das epigenetische Gedächtnis der Zellen Übergewicht fördert und den Jojo-Effekt begünstigt. Schon frühe Ernährung prägt Gesundheit.
RiffReporter (www.riffreporter.de)
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Wie gut, dass die #Zuckersteuer kommt. Es hat viel zu lange gedauert. Aber besser spät als nie.
Bei RiffReporter berichtete ich in 12/24 über zwei Studien, die starke Argument für die Zuckersteuer lieferten (Link in den Kommentaren). Beide untermauern die These, dass es das epigenetische Gedächtnis der Zellen ist, das uns immer wieder austrickst und es vielen von uns schwer macht, das Idealgewicht zu halten. Zu viel Zucker scheint das System in die falsche Richtung umzuprogrammieren.
#Epigenetik bedeutet so viel wie Neben- oder Zusatzgenetik. Sie beeinflusst die Regulation der Gene in den Zellen und prägt damit auch unsere Persönlichkeit, Fitness und Gesundheit. Hier die Studien:
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Molekulares Zell-Gedächtnis beeinflusst Übergewichtsrisiko
Neue Studien zeigen, wie das epigenetische Gedächtnis der Zellen Übergewicht fördert und den Jojo-Effekt begünstigt. Schon frühe Ernährung prägt Gesundheit.
RiffReporter (www.riffreporter.de)
Ein Team um den Epigenetiker Ferdinand von Meyenn veröffentlichte im Fachblatt "Nature" Daten, wonach Übergewicht in manchen, den Stoffwechsel beeinflussenden Körperzellen eine Art molekularbiologisches Programm hinterlässt. Dadurch beeinflussen diese Zellen unseren Appetit und die Art, wie der Körper Nahrung verarbeitet und speichert. Teile des Programms bleiben auch dann erhalten, wenn die Menschen Gewicht verlieren. Es prägt weiterhin den Stoffwechsel der Zellen und damit auch die Neigung Betroffener zu Übergewicht.
Die zweite Studie legt nahe, dass solche Zell-Programme bereits erstaunlich früh im Leben verankert werden und dann auch noch besonders dauerhaft sind. Forschende publizierten in "Science" Belege dafür, dass ein erhöhter Zuckerkonsum in den ersten 1000 Tagen unseres Lebens das spätere Erkrankungsrisiko massiv erhöhen kann. Anfang der 1950er Jahre war in England Zucker rationiert. Die Menschen konsumierten im Mittel nur 40 Gramm Zucker täglich. ...
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Ein Team um den Epigenetiker Ferdinand von Meyenn veröffentlichte im Fachblatt "Nature" Daten, wonach Übergewicht in manchen, den Stoffwechsel beeinflussenden Körperzellen eine Art molekularbiologisches Programm hinterlässt. Dadurch beeinflussen diese Zellen unseren Appetit und die Art, wie der Körper Nahrung verarbeitet und speichert. Teile des Programms bleiben auch dann erhalten, wenn die Menschen Gewicht verlieren. Es prägt weiterhin den Stoffwechsel der Zellen und damit auch die Neigung Betroffener zu Übergewicht.
Die zweite Studie legt nahe, dass solche Zell-Programme bereits erstaunlich früh im Leben verankert werden und dann auch noch besonders dauerhaft sind. Forschende publizierten in "Science" Belege dafür, dass ein erhöhter Zuckerkonsum in den ersten 1000 Tagen unseres Lebens das spätere Erkrankungsrisiko massiv erhöhen kann. Anfang der 1950er Jahre war in England Zucker rationiert. Die Menschen konsumierten im Mittel nur 40 Gramm Zucker täglich. ...
(2/4)Nach dem Ende der Begrenzung verdoppelte sich der Zuckerverbrauch schlagartig.
Das Forschendenteam wertete nun Daten zur heutigen Gesundheit jener Menschen aus, die in der damaligen Zeit geboren worden sind.Solche Personen, die die ersten 1000 Tage ihres Lebens während der Zuckerknappheit verbrachten, sind Jahrzehnte später gesünder als die anderen. Das kritische Zeitfenster beginnt dabei mit der Befruchtung der Eizelle, also mit der Zeugung des Menschen, und endet ungefähr mit dem Ende des zweiten Lebensjahres. In dieser Zeit scheinen die stoffwechselaktiven Zellen besonders empfänglich für Hinweise über die Umwelt und den Lebensstil zu sein – etwa auch den Spiegel des Zuckers im Blut.
Das langfristige Risiko für Typ-2-Diabetes sank jedenfalls um 35 Prozent, das Bluthochdruckrisiko lag ein Fünftel niedriger, wenn in den ersten 1000 Tagen weniger Zucker in der Nahrung war. ...
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Nach dem Ende der Begrenzung verdoppelte sich der Zuckerverbrauch schlagartig.
Das Forschendenteam wertete nun Daten zur heutigen Gesundheit jener Menschen aus, die in der damaligen Zeit geboren worden sind.Solche Personen, die die ersten 1000 Tage ihres Lebens während der Zuckerknappheit verbrachten, sind Jahrzehnte später gesünder als die anderen. Das kritische Zeitfenster beginnt dabei mit der Befruchtung der Eizelle, also mit der Zeugung des Menschen, und endet ungefähr mit dem Ende des zweiten Lebensjahres. In dieser Zeit scheinen die stoffwechselaktiven Zellen besonders empfänglich für Hinweise über die Umwelt und den Lebensstil zu sein – etwa auch den Spiegel des Zuckers im Blut.
Das langfristige Risiko für Typ-2-Diabetes sank jedenfalls um 35 Prozent, das Bluthochdruckrisiko lag ein Fünftel niedriger, wenn in den ersten 1000 Tagen weniger Zucker in der Nahrung war. ...
(3/4)Und auch dann, wenn die Menschen erkrankten, begannen ihre Leiden im Durchschnitt vier beziehungsweise zwei Jahre später.
Fazit: #Prävention funktioniert, sie braucht aber sehr viel Geduld. Wie gut, dass das nun auch unsere Regierung verstanden hat. Hier lest ihr den Artikel: https://www.riffreporter.de/de/wissen/epigenetisches-gedaechtnis-uebergewicht-jojo-effekt-praevention-diabetes
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