Ich habe mein Erststudium, den Bachelor, nur Dank BAföG geschafft.
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Ich habe mein Erststudium, den Bachelor, nur Dank BAföG geschafft. Als ich angefangen habe, gab es hier noch Studiengebühren - und wenn meine Brüder auch hätten studieren wollen (unwahrscheinlich) oder sie nicht abgeschafft worden wären, hätte ich dieses Studium niemals beenden können.
Hat es länger gedauert als "Regelstudienzeit"? Ja. Ich bin Arbeiter*Innenkind und wusste viele Dinge einfach nicht.
(Cont)
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Ich habe mein Erststudium, den Bachelor, nur Dank BAföG geschafft. Als ich angefangen habe, gab es hier noch Studiengebühren - und wenn meine Brüder auch hätten studieren wollen (unwahrscheinlich) oder sie nicht abgeschafft worden wären, hätte ich dieses Studium niemals beenden können.
Hat es länger gedauert als "Regelstudienzeit"? Ja. Ich bin Arbeiter*Innenkind und wusste viele Dinge einfach nicht.
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Meinen Master habe ich nur Dank meiner Eltern geschafft, die meine fast 200 Euro teure Krankenversicherung übernahmen. Ich kam damals aus meinen BAföG-finanzierten Auslandssemestern zurück, um festzustellen, dass mein Anspruch auf BAföG ein Jahr später erloschen war. Und dann kam noch die Krankenkasse, die meinen Studiengang nicht als "konsekutiv" anerkannte.
Ohne BAföG und für einige Zeit meine Eltern hätte ich meinen Bachelor und Master nie beenden können.
(Cont)
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Meinen Master habe ich nur Dank meiner Eltern geschafft, die meine fast 200 Euro teure Krankenversicherung übernahmen. Ich kam damals aus meinen BAföG-finanzierten Auslandssemestern zurück, um festzustellen, dass mein Anspruch auf BAföG ein Jahr später erloschen war. Und dann kam noch die Krankenkasse, die meinen Studiengang nicht als "konsekutiv" anerkannte.
Ohne BAföG und für einige Zeit meine Eltern hätte ich meinen Bachelor und Master nie beenden können.
(Cont)
Ich habe zeitweise von weniger als 200 Euro/Monat gelebt und bin für einen Job, der Mindestlohn zahlte, über 1,5 Stunden gependelt.
Das ist kein Einzelfall. Studierende arbeiten sich teilweise dumm und dämlich, weil die Lebenshaltungslosten extrem hoch sind - und sie weder Bafög bekommen noch reiche Eltern haben.
Reiche sollen studieren und Arme doch gerne weiterhin an ihrem angestammten Platz außerhalb der akademischen Welt bleiben. Das ist es, was ich höre und sehe.
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Ich habe zeitweise von weniger als 200 Euro/Monat gelebt und bin für einen Job, der Mindestlohn zahlte, über 1,5 Stunden gependelt.
Das ist kein Einzelfall. Studierende arbeiten sich teilweise dumm und dämlich, weil die Lebenshaltungslosten extrem hoch sind - und sie weder Bafög bekommen noch reiche Eltern haben.
Reiche sollen studieren und Arme doch gerne weiterhin an ihrem angestammten Platz außerhalb der akademischen Welt bleiben. Das ist es, was ich höre und sehe.
@nightlysilence ich habe mitbekommen dass einigen Kommilitonen vom BAföG Amt geraten wurde ihre Eltern auf Unterhalt zu verklagen, weil das Einkommen der Eltern zu hoch für Bafög war aber eben trotzdem nicht genug vorhanden war um den Kindern Wohnraum zu bezahlen.
Bei mir hat für das Bachelorstudium damals (2009-2013) Bafög+Kindergeld gereicht. Ich hatte aber auch einen Platz im Studentenwohnheim.
Also meine Eltern waren arm genug, dass ich nicht nebenher arbeiten musste. -
@nightlysilence ich habe mitbekommen dass einigen Kommilitonen vom BAföG Amt geraten wurde ihre Eltern auf Unterhalt zu verklagen, weil das Einkommen der Eltern zu hoch für Bafög war aber eben trotzdem nicht genug vorhanden war um den Kindern Wohnraum zu bezahlen.
Bei mir hat für das Bachelorstudium damals (2009-2013) Bafög+Kindergeld gereicht. Ich hatte aber auch einen Platz im Studentenwohnheim.
Also meine Eltern waren arm genug, dass ich nicht nebenher arbeiten musste.@CaptainMalu ja, solche Geschichten kenne ich auch einige. Oder dass Kommiliton*innen kein BAföG bekommen haben, weil ihre Eltern einen Bausparvertrag abgeschlossen hatten - Zack, warst du raus.
Ich habe damals, ungefähr der gleiche Zeitraum, fast den BAföG-Höchstsatz bekommen und hatte eine extrem soziale Vermieterin. Sonst hätte das nie geklappt. Am Ende war es wie bei dir: Meine Eltern waren arm genug, dass ich davon mein Studium finanzieren konnte.
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