Erinnerst du dich an den ersten feministischen Moment in deinem Leben?
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Erinnerst du dich an den ersten feministischen Moment in deinem Leben? Wem verdankst du ihn?
(Boosten und auch kurze Antworten sind willkommen, danke!)
@der_zaunfink
Meiner ersten großen Liebe.Als wir auf einem Konzert ankamen, sagte ein Bekannter: "Du bist also die Freundin von ClipHead?"
Sie: "Ne, ich bin Nadine. Ich bin ein Individuum."
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Erinnerst du dich an den ersten feministischen Moment in deinem Leben? Wem verdankst du ihn?
(Boosten und auch kurze Antworten sind willkommen, danke!)
Als junge Frau habe ich gedacht, Feminismus „bräuchte“ es nicht mehr. Daran war vor allem die Alice-Schwarzer-Variante von „pornNo“ beteiligt, die ich abschreckend fand. Aber ich war auch mit einer sehr starken Mutter bedacht, die ihren Weg gegen Widerstände gegangen ist, viel gemacht hat, was in den 50er/60ern nicht typisch war für Frauen. Hat einen Segelflugschein gemacht. Hat mehr Geld verdient als Selbständige als mein Vater. Mich alleine durchgebracht, nachdem er gestorben war.
Ich habe erst ungefähr ab Studium verstanden, dass nicht alles gut ist mit sexistischen Arschloch-Profs. (Bin deshalb auch mal aus einer Vorlesung geflogen im „Öffentlichen Recht“, weil ich da Sexismus laut kommentiert habe.)
Dann kam sehr viel später die Piratenpartei, bei der auch offensichtlich war, dass post-gender halt auch Quatsch war.
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Erinnerst du dich an den ersten feministischen Moment in deinem Leben? Wem verdankst du ihn?
(Boosten und auch kurze Antworten sind willkommen, danke!)
@der_zaunfink Oma: "Wenn du so bist, will dich später niemand heiraten!" Ich: "Niemand soll mich heiraten!" Intrinsische Selbstermächtigung, weil Opfer oder nicht Opfer eines einengenden Systems.
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(Boosten und auch kurze Antworten sind willkommen, danke!)
@der_zaunfink
Ich war als Kind schon nicht rollenkonform. Mit 4 im Kindergarten: mit den Jungen Bauklötze spielen wollen: geht nicht, denn "du bist ein Mädchen". Dann halt mit den Mädchen in der Puppenecke: geht nicht, denn "die spielt doch mit den Jungs, die wollen wir nicht". Das zieht sich bis heute durch.
Den ersten richtigen Aha-Moment hatte ich beim Lesen des "kleinen Unterschieds", geliehen von einer Freundin (inzwischen: fuck Alice Schwarzer) -
Erinnerst du dich an den ersten feministischen Moment in deinem Leben? Wem verdankst du ihn?
(Boosten und auch kurze Antworten sind willkommen, danke!)
#Feminismus #Patriarchat
Meine Ex hat mich mit dem feministischen Kampf vertraut gemacht. Als ich sie das erste Mal sah, war sie grad in Trennung von ihrem damaligen Macker. Sie platzte in diese Männerrunde mit Kriegsbemalung aus ihrem eigenen Menstruationsblut. Eine Offenbarung! 🤯
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Erinnerst du dich an den ersten feministischen Moment in deinem Leben? Wem verdankst du ihn?
(Boosten und auch kurze Antworten sind willkommen, danke!)
@der_zaunfink Als ich mich mit 16 gegenüber einer Mitschülerin verteidigen musste, dass ich später keine Kinder möchte und dieser Wunsch auch später nicht "natürlich" kommen wird. Darauf gekommen bin ich selbst, im Austausch mit meiner Mutter, die für die Familie vieles aufgegeben hat und damit sehr unglücklich war.
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@der_zaunfink Leider ist es bei mir noch nicht so lange her. Ich lese immer mehr feministische Bücher, sowohl Prosa, als auch Fachbücher. Und ich merke, dass ich einfach immer öfter Nein sage und einen Standpunkte setze. Ein genauen Moment kann ich aber nicht benennen.
@honehe Danke für's Teilen.
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Erinnerst du dich an den ersten feministischen Moment in deinem Leben? Wem verdankst du ihn?
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@der_zaunfink Pumuckl. Hab das als Kind bei ner Nachbarin geschaut; Eder hat mit seinen Kegelbros gekegelt. Lina (?) kam rein und wollte auch mal, und die Männer fanden's witzig, die Kegel im letzten Moment bevor die Kugel kam hochzulassen. Ich fand das 'voll gemein', die Nachbarin hat sich beömmelt und meinte, was sucht die auch bei den Männern... War auch das erste Mal, daß ich die Nachbarin und Pumuckl ziemlich daneben fand.
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@der_zaunfink
An meinen ersten Moment nicht, aber ich habe eine früheste Erinnerung an eine feministische (wenn auch nicht ganz faire
) Tat: Ich schlug einen Jungen ins Gesicht, weil er sich über die hängenden Brüste einer indigenen Person auf einem Plakat lustig gemacht hatte. Würd ich heute eloquenter lösen, aber mit 9 oder 10 fehlten mir da wohl adäquate Mittel. Gewalt als Gegenwehr bei Übergriffen habe ich später noch häufiger gewählt. Zurecht.
Zu verdanken: meiner Mama
️@Sky_Mare So jung hätte ich Diskriminierung noch gar nicht verstanden. Danke für's Teilen.
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@der_zaunfink bei mir ging das dolle los als ich mich auf die Geburt von K1 vorbereitete und die "rosa hellblau falle" dafür las. Ab dann fielen die Groschen am laufenden Band.
Sehr unrühmlich und lange vorher: eine englisch-hausaufgabe, für die ich die stark reaktionären Ansichten meines Vaters reproduzierte und dafür Feedback meiner Klassenkameradinnen bekam. Da klickerte es schon ein wenig aber geschnallt hab ich damals noch nix@tilllassmann Danke auch dir.
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@der_zaunfink
Meiner ersten großen Liebe.Als wir auf einem Konzert ankamen, sagte ein Bekannter: "Du bist also die Freundin von ClipHead?"
Sie: "Ne, ich bin Nadine. Ich bin ein Individuum."
@ClipHead Kurz und klar! Danke.
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Als junge Frau habe ich gedacht, Feminismus „bräuchte“ es nicht mehr. Daran war vor allem die Alice-Schwarzer-Variante von „pornNo“ beteiligt, die ich abschreckend fand. Aber ich war auch mit einer sehr starken Mutter bedacht, die ihren Weg gegen Widerstände gegangen ist, viel gemacht hat, was in den 50er/60ern nicht typisch war für Frauen. Hat einen Segelflugschein gemacht. Hat mehr Geld verdient als Selbständige als mein Vater. Mich alleine durchgebracht, nachdem er gestorben war.
Ich habe erst ungefähr ab Studium verstanden, dass nicht alles gut ist mit sexistischen Arschloch-Profs. (Bin deshalb auch mal aus einer Vorlesung geflogen im „Öffentlichen Recht“, weil ich da Sexismus laut kommentiert habe.)
Dann kam sehr viel später die Piratenpartei, bei der auch offensichtlich war, dass post-gender halt auch Quatsch war.
@_rya_ Danke für's Teilen!
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@der_zaunfink Oma: "Wenn du so bist, will dich später niemand heiraten!" Ich: "Niemand soll mich heiraten!" Intrinsische Selbstermächtigung, weil Opfer oder nicht Opfer eines einengenden Systems.
@moeria Uuh, die Heiratsdrohung!
Danke! -
@der_zaunfink
Ich war als Kind schon nicht rollenkonform. Mit 4 im Kindergarten: mit den Jungen Bauklötze spielen wollen: geht nicht, denn "du bist ein Mädchen". Dann halt mit den Mädchen in der Puppenecke: geht nicht, denn "die spielt doch mit den Jungs, die wollen wir nicht". Das zieht sich bis heute durch.
Den ersten richtigen Aha-Moment hatte ich beim Lesen des "kleinen Unterschieds", geliehen von einer Freundin (inzwischen: fuck Alice Schwarzer)@Bakerella Danke für's Teilen und für die letzte Bemerkung.
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#Feminismus #Patriarchat
Meine Ex hat mich mit dem feministischen Kampf vertraut gemacht. Als ich sie das erste Mal sah, war sie grad in Trennung von ihrem damaligen Macker. Sie platzte in diese Männerrunde mit Kriegsbemalung aus ihrem eigenen Menstruationsblut. Eine Offenbarung! 🤯
🫶@toooobeeee Hier kommen ja doch sehr... unterschiedliche Erfahrungen zusammen. Danke.
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@der_zaunfink Als ich mich mit 16 gegenüber einer Mitschülerin verteidigen musste, dass ich später keine Kinder möchte und dieser Wunsch auch später nicht "natürlich" kommen wird. Darauf gekommen bin ich selbst, im Austausch mit meiner Mutter, die für die Familie vieles aufgegeben hat und damit sehr unglücklich war.
@NoBorderCollie Danke dir!
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@der_zaunfink Pumuckl. Hab das als Kind bei ner Nachbarin geschaut; Eder hat mit seinen Kegelbros gekegelt. Lina (?) kam rein und wollte auch mal, und die Männer fanden's witzig, die Kegel im letzten Moment bevor die Kugel kam hochzulassen. Ich fand das 'voll gemein', die Nachbarin hat sich beömmelt und meinte, was sucht die auch bei den Männern... War auch das erste Mal, daß ich die Nachbarin und Pumuckl ziemlich daneben fand.
@Schafstelze Kinderserien und Sexismus - das ist'n spannendes Thema. Danke.
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Erinnerst du dich an den ersten feministischen Moment in deinem Leben? Wem verdankst du ihn?
(Boosten und auch kurze Antworten sind willkommen, danke!)
Eher war es eine von vielen Schlüsselmomenten begleitete, allmähliche Entwicklung. Mutter benötigte noch die Erlaubnis meines Vaters, arbeiten gehen zu dürfen. Autofahren war Frauen zwar nicht verboten, aber es war massiv verpönt. Das wurde in unserem für damalige Verhältnisse relativ progressiven Haushalt als Ungerechtigkeiten vermittelt. Erst die Reform des Ehe- und Familienrechts 1977 änderte beides.
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Eher war es eine von vielen Schlüsselmomenten begleitete, allmähliche Entwicklung. Mutter benötigte noch die Erlaubnis meines Vaters, arbeiten gehen zu dürfen. Autofahren war Frauen zwar nicht verboten, aber es war massiv verpönt. Das wurde in unserem für damalige Verhältnisse relativ progressiven Haushalt als Ungerechtigkeiten vermittelt. Erst die Reform des Ehe- und Familienrechts 1977 änderte beides.
Beobachtung von Alltagssexismen. Auf Mutter und ihre Bibliothek (Beauvoir, Woolf) folgten entweder lange Diskussionen über Mitscherlich, Trömel-Plötz und Artikel der - damals sehr relevanten - EMMA mit meiner ersten Partnerin. Oder deren Entschluss, mir zu vertrauen. Ihre Erzählungen erschütterten meine Welt nachhaltig; danach war nichts mehr wie zuvor. Eigenes Rollenbild und -verständnis inklusive.
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@Sky_Mare So jung hätte ich Diskriminierung noch gar nicht verstanden. Danke für's Teilen.
@der_zaunfink hab ich wahrscheinlich auch nicht, deswegen hatte ich auch keine Worte. Das war mehr dieses tiefe Störgefühl, das ich heute noch bei misogynen Äußerungen habe. Jetzt kann ich es halt nur einordnen. Aber das erste Gefühl ist gleich.
Meine Mutter hat mir immer mal wieder Geschichten erzählt, wie sie sich als junges Mädchen und später als Frau gegen (Mikro)übergriffe zur Wehr gesetzt hat. Wahrscheinlich schon bevor ich 10 war. Das hat wohl was in mir geschärft. Hat sie gut gemacht 🥰