Obwohl schon alle in Frühlingsgefühlen schweben, den lauen Morgen und die zwitschernden Vögel geniessen: Es ist auch wieder Dienstag.
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1️⃣ Feed-Algorithmen von Social Media-Plattformen stehen ja schon länger unter dem Verdacht, die (politische) Einstellung der Benutzer zu beeinflussen. Ein Experiment, welches von europäischen ForscherInnen 2023 auf X/Twitter durchgeführt wurde, zeigt diesen Einfluss nun erstmals auf. Im Rahmen des Experiments wurde Benutzern in den USA zufallsgesteuert entweder der chronologische oder der algorithmische Feed zugewiesen.
https://www.nature.com/articles/s41586-026-10098-2Nach sieben Wochen war bei den Nutzern des algorithmischen Feeds eine Verschiebung der politischen Haltung in Richtung konservativerer Positionen feststellbar. Geäussert hat sich das zum Beispiel in deren Wahrnehmung der strafrechtlichen Ermittlungen gegen Donald Trump und die Ansichten zum Krieg in der Ukraine.
#DNIP
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Und-sie-bewegen-doch -
Nach sieben Wochen war bei den Nutzern des algorithmischen Feeds eine Verschiebung der politischen Haltung in Richtung konservativerer Positionen feststellbar. Geäussert hat sich das zum Beispiel in deren Wahrnehmung der strafrechtlichen Ermittlungen gegen Donald Trump und die Ansichten zum Krieg in der Ukraine.
#DNIP
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Und-sie-bewegen-dochKeinen messbaren Effekt hatte (zumindest innerhalb der Untersuchungsspanne) ein anschliessender Wechsel vom algorithmischen zurück zum chronologischen Feed. Das lässt sich zumindest teilweise damit erklären, dass Nutzer während der algorithmischen „Phase“ konservativen Accounts folgten, und deren Botschaften auch später vermehrt im Feed zu sehen waren.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Und-sie-bewegen-doch -
Keinen messbaren Effekt hatte (zumindest innerhalb der Untersuchungsspanne) ein anschliessender Wechsel vom algorithmischen zurück zum chronologischen Feed. Das lässt sich zumindest teilweise damit erklären, dass Nutzer während der algorithmischen „Phase“ konservativen Accounts folgten, und deren Botschaften auch später vermehrt im Feed zu sehen waren.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Und-sie-bewegen-dochDie Forschenden sehen darin auch eine Erklärung dafür, dass frühere Studien (beispielsweise zu Meta/Facebook) keine Beeinflussung feststellen konnten: Sofern das Experiment erst mit dem Abschalten des algorithmischen Feeds beginnt, hat die Beeinflussung bereits stattgefunden und wird sich nicht messbar ändern.
https://doi.org/10.1126%2Fscience.abp9364 -
Die Forschenden sehen darin auch eine Erklärung dafür, dass frühere Studien (beispielsweise zu Meta/Facebook) keine Beeinflussung feststellen konnten: Sofern das Experiment erst mit dem Abschalten des algorithmischen Feeds beginnt, hat die Beeinflussung bereits stattgefunden und wird sich nicht messbar ändern.
https://doi.org/10.1126%2Fscience.abp9364Auch wenn es die Forschenden nicht explizit schreiben: Der Umstand, das der X-Algorithmus Benutzer-Positionen im politischen Spektrum nach rechts verschob, ist der Plattform an sich geschuldet. Ein entsprechend anders ausgelegter Algorithmus könnte auf ähnliche Weise Einfluss im Interesse der Plattformbetreiber nehmen.
Wer den Effekt minimieren möchte, ist daher gut beraten, Plattformen ohne inhaltliche Algorithmen zu verwenden (oder diese auszuschalten).
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Und-sie-bewegen-doch -
Obwohl schon alle in Frühlingsgefühlen schweben, den lauen Morgen und die zwitschernden Vögel geniessen: Es ist auch wieder Dienstag. Und damit #DNIPBriefing-Tag.
Heute etwas kürzer, da wir am Wochenende den #Winterkongress genossen haben. Trotzdem u.a. mit einer frischen Mischung aus Algorithmen, Staubsaugern und (wie könnte es anders sein) KI.
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https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/@marcel auch als Nicht-Schweizer sehr lesenswerte Zusammenstellung - Danke.
Sag nie, du kommst aus Neapel
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Auch wenn es die Forschenden nicht explizit schreiben: Der Umstand, das der X-Algorithmus Benutzer-Positionen im politischen Spektrum nach rechts verschob, ist der Plattform an sich geschuldet. Ein entsprechend anders ausgelegter Algorithmus könnte auf ähnliche Weise Einfluss im Interesse der Plattformbetreiber nehmen.
Wer den Effekt minimieren möchte, ist daher gut beraten, Plattformen ohne inhaltliche Algorithmen zu verwenden (oder diese auszuschalten).
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Und-sie-bewegen-doch2️⃣ Smarte Staubsauger stellen (wie andere IoT-Geräte auch) ein latentes Sicherheitsrisiko dar. Im Gegensatz zu Zahnbürsten bieten Staubsauger-Roboter interessierten Angreifern deutlich mehr Möglichkeiten: So ist die Rechenleistung eines solchen Roboters typischerweise hoch genug um zumindest für DDoS-Attacken (distributed denial of service-Attacken, bei denen ein Rechner im Internet durch Millionen von gleichzeitigen Zugriffen blockiert wird) nutzbar zu sein.
https://dnip.ch/2024/02/15/rage-against-the-machine/ -
2️⃣ Smarte Staubsauger stellen (wie andere IoT-Geräte auch) ein latentes Sicherheitsrisiko dar. Im Gegensatz zu Zahnbürsten bieten Staubsauger-Roboter interessierten Angreifern deutlich mehr Möglichkeiten: So ist die Rechenleistung eines solchen Roboters typischerweise hoch genug um zumindest für DDoS-Attacken (distributed denial of service-Attacken, bei denen ein Rechner im Internet durch Millionen von gleichzeitigen Zugriffen blockiert wird) nutzbar zu sein.
https://dnip.ch/2024/02/15/rage-against-the-machine/Auch verfügen smarte Staubsauger über Kameras, Mikrophone und weitere Sensoren, um sich ein Bild ihrer Umgebung zu machen. Da diese Sensoren durchaus auch vertrauliche oder intime Informationen preisgeben können, müssen die Staubsauger entsprechend gut gegen fremde Zugriffe geschützt sein.
Könnte man zumindest meinen. Dass dem nicht immer so ist, hat ein Software-Ingenieur vor ein paar Wochen anhand seines DJI Romo-Staubsaugers herausgefunden.
https://www.msn.com/en-us/technology/consumer-electronics/roomba-privacy-scandal-leaked-images-and-lidar-data-raise-new-surveillance-fears/ar-AA1WtnEA -
Auch verfügen smarte Staubsauger über Kameras, Mikrophone und weitere Sensoren, um sich ein Bild ihrer Umgebung zu machen. Da diese Sensoren durchaus auch vertrauliche oder intime Informationen preisgeben können, müssen die Staubsauger entsprechend gut gegen fremde Zugriffe geschützt sein.
Könnte man zumindest meinen. Dass dem nicht immer so ist, hat ein Software-Ingenieur vor ein paar Wochen anhand seines DJI Romo-Staubsaugers herausgefunden.
https://www.msn.com/en-us/technology/consumer-electronics/roomba-privacy-scandal-leaked-images-and-lidar-data-raise-new-surveillance-fears/ar-AA1WtnEAEr wollte mithilfe eines KI-Assistenten die Kommunikation zwischen dem Staubsauger und dem DJI-Cloud-Server analysieren, um eine eigene Steuerung zu entwickeln. So nebenbei fand er dabei auch heraus, dass dieselben Anmeldeinformationen, die ihm den Zugriff und die Kontrolle über sein eigenes Gerät ermöglichten, auch Zugang zu Live-Kamerafeeds, Mikrofon-Audio, Karten und Statusdaten von fast 7’000 anderen Staubsaugern in 24 Ländern boten.
https://www.popsci.com/technology/robot-vacuum-army/ -
Er wollte mithilfe eines KI-Assistenten die Kommunikation zwischen dem Staubsauger und dem DJI-Cloud-Server analysieren, um eine eigene Steuerung zu entwickeln. So nebenbei fand er dabei auch heraus, dass dieselben Anmeldeinformationen, die ihm den Zugriff und die Kontrolle über sein eigenes Gerät ermöglichten, auch Zugang zu Live-Kamerafeeds, Mikrofon-Audio, Karten und Statusdaten von fast 7’000 anderen Staubsaugern in 24 Ländern boten.
https://www.popsci.com/technology/robot-vacuum-army/Der eigentliche Fehler lag dabei in den Server-Systemen von DJI. Er erlaubte ihm de facto Zugriff auf eine kleine Armee von internetverbundenen Robotern. Auf diese Weise hätte er die Umgebung von 7’000 anderen Staubsaugern überwachen können, ohne dass deren Besitzer je davon erfahren hätten.
Im konkreten Fall hat DJI schnell reagiert und konnte das Problem mit zwei automatisch eingespielten Updates beheben.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Der-Staubsauger-als-Spion -
Der eigentliche Fehler lag dabei in den Server-Systemen von DJI. Er erlaubte ihm de facto Zugriff auf eine kleine Armee von internetverbundenen Robotern. Auf diese Weise hätte er die Umgebung von 7’000 anderen Staubsaugern überwachen können, ohne dass deren Besitzer je davon erfahren hätten.
Im konkreten Fall hat DJI schnell reagiert und konnte das Problem mit zwei automatisch eingespielten Updates beheben.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Der-Staubsauger-als-SpionNichtsdestotrotz ist der Fall geradezu typisch für das steigende Risiko durch internet-fähige Haushaltsgeräte, welche oft schnell und ohne Fokus auf Sicherheit auf den Markt geworfen werden. Die Tendenz, diese Geräte mit „KI“ (und Internetverbindung) zu versehen, erhöht die Fehler- und Angriffsmöglichkeiten zusätzlich. Ein Grund mehr, sich beim Kauf von Haushaltsgeräten zweimal zu überlegen, ob eine Internetanbindung effektiv Vorteile bringt.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Der-Staubsauger-als-Spion -
Nichtsdestotrotz ist der Fall geradezu typisch für das steigende Risiko durch internet-fähige Haushaltsgeräte, welche oft schnell und ohne Fokus auf Sicherheit auf den Markt geworfen werden. Die Tendenz, diese Geräte mit „KI“ (und Internetverbindung) zu versehen, erhöht die Fehler- und Angriffsmöglichkeiten zusätzlich. Ein Grund mehr, sich beim Kauf von Haushaltsgeräten zweimal zu überlegen, ob eine Internetanbindung effektiv Vorteile bringt.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Der-Staubsauger-als-Spion3️⃣ Wer im Internet auf Zeitungsportale und andere paywall-geschützte Seiten zugreifen möchte, hat vermutlich schon das eine oder andere Mal archive.is (auch bekannt als archive.today) verwendet um den Schutz zu umgehen. Auch wenn weder der Betreiber bekannt ist noch klar ist, wie sich der Dienst überhaupt finanziert, erfreut er sich durchaus einer gewissen Beliebtheit (bei aller Liebe zum Journalismus auch in Teilen der DNIP-Redaktion).
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Archiveis-auf-noch-mehr-Abwegen -
3️⃣ Wer im Internet auf Zeitungsportale und andere paywall-geschützte Seiten zugreifen möchte, hat vermutlich schon das eine oder andere Mal archive.is (auch bekannt als archive.today) verwendet um den Schutz zu umgehen. Auch wenn weder der Betreiber bekannt ist noch klar ist, wie sich der Dienst überhaupt finanziert, erfreut er sich durchaus einer gewissen Beliebtheit (bei aller Liebe zum Journalismus auch in Teilen der DNIP-Redaktion).
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Archiveis-auf-noch-mehr-AbwegenWie bereits vor zwei Wochen bekannt wurde, nutzte der Betreiber von archive.today seine Website allerdings auch, um einen Kritiker mundtot zu machen (oder zumindest dessen Internet-Präsenz zu stören). Der Finne Janni Patokallio hatte in seinem Blog bereits 2023 eine Analyse über die potentiellen Hintergründe von archive.today veröffentlicht.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Archiveis-auf-noch-mehr-Abwegen -
Nichtsdestotrotz ist der Fall geradezu typisch für das steigende Risiko durch internet-fähige Haushaltsgeräte, welche oft schnell und ohne Fokus auf Sicherheit auf den Markt geworfen werden. Die Tendenz, diese Geräte mit „KI“ (und Internetverbindung) zu versehen, erhöht die Fehler- und Angriffsmöglichkeiten zusätzlich. Ein Grund mehr, sich beim Kauf von Haushaltsgeräten zweimal zu überlegen, ob eine Internetanbindung effektiv Vorteile bringt.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Der-Staubsauger-als-Spion@marcel ja, es ist wirklich verrückt. Da reden wir über Datenschutz und liefern gleichzeitig den Konzernen genaue Informationen, wann wir kochen, was in unserem Kühlschrank ist, und via Mähroboter und Roombas einen Lageplan unseres Lebensbereichs.
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Wie bereits vor zwei Wochen bekannt wurde, nutzte der Betreiber von archive.today seine Website allerdings auch, um einen Kritiker mundtot zu machen (oder zumindest dessen Internet-Präsenz zu stören). Der Finne Janni Patokallio hatte in seinem Blog bereits 2023 eine Analyse über die potentiellen Hintergründe von archive.today veröffentlicht.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Archiveis-auf-noch-mehr-AbwegenNachdem der FBI im letzten Herbst Ermittlungen aufgenommen hatte, sah der anonyme Betreiber wohl den Zeitpunkt gekommen, Seiten anzugreifen, welche Informationen über ihn veröffentlichten. Daher fügte er auf der archive.today-Seite selbst einige Zeilen Javascript ein, welche bei jedem Seitenaufruf auch Zugriffe auf das Blog von Janni Patokallio ausführten. Jede/r Benutzer/in von archive.today wurde dadurch unwissentlich Teil einer DDoS-Attacke.
https://gyrovague.com/2023/08/05/archive-today-on-the-trail-of-the-mysterious-guerrilla-archivist-of-the-internet/ -
Nachdem der FBI im letzten Herbst Ermittlungen aufgenommen hatte, sah der anonyme Betreiber wohl den Zeitpunkt gekommen, Seiten anzugreifen, welche Informationen über ihn veröffentlichten. Daher fügte er auf der archive.today-Seite selbst einige Zeilen Javascript ein, welche bei jedem Seitenaufruf auch Zugriffe auf das Blog von Janni Patokallio ausführten. Jede/r Benutzer/in von archive.today wurde dadurch unwissentlich Teil einer DDoS-Attacke.
https://gyrovague.com/2023/08/05/archive-today-on-the-trail-of-the-mysterious-guerrilla-archivist-of-the-internet/Zumindest die englischsprachige Wikipedia hat dies nun zum Anlass genommen, sämtliche archive.today-Links durch Links auf das Internet Archive oder andere Archiv-Seiten zu ersetzen. Insgesamt geht es um annähernd 700’000 Links, welche weitgehend manuell ersetzt werden müssen, und bei denen bei jeder Ersetzung geprüft werden muss, ob die referenzierten Inhalte überhaupt andersweitig erreichbar sind und übereinstimmen.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Archiveis-auf-noch-mehr-Abwegen -
Zumindest die englischsprachige Wikipedia hat dies nun zum Anlass genommen, sämtliche archive.today-Links durch Links auf das Internet Archive oder andere Archiv-Seiten zu ersetzen. Insgesamt geht es um annähernd 700’000 Links, welche weitgehend manuell ersetzt werden müssen, und bei denen bei jeder Ersetzung geprüft werden muss, ob die referenzierten Inhalte überhaupt andersweitig erreichbar sind und übereinstimmen.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Archiveis-auf-noch-mehr-AbwegenDarüber hinaus zeigt der Vorfall erneut, dass es für den öffentlichen und historischen Diskurs ein grosser Nachteil ist, dass Zeitungsverlage offenbar nicht gewillt sind, ihre Archive zumindest nach einer gewissen Frist entweder online frei zugänglich zu machen oder direkt dem Internet Archive zur Verfügung zu stellen.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Archiveis-auf-noch-mehr-Abwegen -
Darüber hinaus zeigt der Vorfall erneut, dass es für den öffentlichen und historischen Diskurs ein grosser Nachteil ist, dass Zeitungsverlage offenbar nicht gewillt sind, ihre Archive zumindest nach einer gewissen Frist entweder online frei zugänglich zu machen oder direkt dem Internet Archive zur Verfügung zu stellen.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Archiveis-auf-noch-mehr-Abwegen4️⃣ Kamera-gestützte Assistenzsysteme von Autos reagieren unter Umständen auf Verkehrstafel-ähnliche Bilder am Fahrbahn-Rand. Das wissen wir spätestens seit Abstimmungsplakate im Baselbiet Autos ausbremsten, da sie eine 30er-Tafel darstellten. Das Problem ist allerdings noch viel grösser: Indirekte Prompt-Injektions sind bisher vor allem von PDFs und Webseiten bekannt.
https://www.srf.ch/news/schweiz/tempo-30-abstimmungsplakate-bremsen-unbeabsichtigt-autos-aus -
4️⃣ Kamera-gestützte Assistenzsysteme von Autos reagieren unter Umständen auf Verkehrstafel-ähnliche Bilder am Fahrbahn-Rand. Das wissen wir spätestens seit Abstimmungsplakate im Baselbiet Autos ausbremsten, da sie eine 30er-Tafel darstellten. Das Problem ist allerdings noch viel grösser: Indirekte Prompt-Injektions sind bisher vor allem von PDFs und Webseiten bekannt.
https://www.srf.ch/news/schweiz/tempo-30-abstimmungsplakate-bremsen-unbeabsichtigt-autos-ausDiese lassen sich mit (für den menschlichen Benutzer unsichtbaren) Instruktionen an eine KI befüllen, welche dann (zum Beispiel, wenn sich ein Benutzer den Seiteninhalt durch KI zusammenfassen lässt) ausgeführt werden und unter Umständen zu Datenabfluss führen können.
https://www.promptarmor.com/resources/notion-ai-unpatched-data-exfiltration -
Nichtsdestotrotz ist der Fall geradezu typisch für das steigende Risiko durch internet-fähige Haushaltsgeräte, welche oft schnell und ohne Fokus auf Sicherheit auf den Markt geworfen werden. Die Tendenz, diese Geräte mit „KI“ (und Internetverbindung) zu versehen, erhöht die Fehler- und Angriffsmöglichkeiten zusätzlich. Ein Grund mehr, sich beim Kauf von Haushaltsgeräten zweimal zu überlegen, ob eine Internetanbindung effektiv Vorteile bringt.
https://dnip.ch/2026/02/24/dnip-briefing-61-von-staubsaugern-und-algorithmen/#Der-Staubsauger-als-Spion@marcel (und über deine referenzierte Quelle habe ich auch den Artikel über archive.today gelesen: sehr interessant, das wusste ich nicht)
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Diese lassen sich mit (für den menschlichen Benutzer unsichtbaren) Instruktionen an eine KI befüllen, welche dann (zum Beispiel, wenn sich ein Benutzer den Seiteninhalt durch KI zusammenfassen lässt) ausgeführt werden und unter Umständen zu Datenabfluss führen können.
https://www.promptarmor.com/resources/notion-ai-unpatched-data-exfiltrationGenau dasselbe kann auch mit Assistenz-Systemen von selbstfahrenden Autos passieren. Wie Forscher in Kalifornien zeigen konnten, folgen KI-basierte Assistenz-Systeme unter Umständen Instruktionen welche auf Verkehrstafeln vorhanden sind. In Experimenten konnten die Forschenden selbstfahrende Fahrzeuge zum Beispiel dazu bringen, an Fussgängerstreifen trotz Fussgängern nicht anzuhalten oder an Kreuzungen konsequent falsch abzubiegen.
https://www.theregister.com/2026/01/30/road_sign_hijack_ai/