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    weferals@mountains.socialW
    Wir spüren es, sobald der Weg schmaler wird.In den Bergen verändert sich nicht nur die Landschaft, sondern auch das Verhältnis zur Ordnung, die uns sonst regiert. Macht braucht Übersicht. Sie funktioniert nur dort, wo Menschen, Räume und Praktiken lesbar sind: Parzellen, Register, Normen, Infrastrukturen, Verwaltung.Die Berge widersetzen sich dieser Ordnung durch ihre Form. Sie falten sich, brechen Linien, machen Planung teuer und Kontrolle unsicher. Hochlandregionen waren über Jahrhunderte Räume relativer Autonomie - nicht aus Ideologie, sondern weil staatliche Durchdringung hier an Grenzen stieß.Freiheit ist dort oben keine abstrakte Idee, sondern Alltagspraxis: Selbstorganisation, gegenseitige Abhängigkeit, lokale Verantwortung. Keine Freiheit von Regeln, sondern eine Freiheit für Urteil, Aushandlung und geteilte Verantwortung.Wir gehen nicht in die Berge, um dem Politischen zu entkommen. Wir gehen hin, um zu sehen, dass es überall ist - auch dort, wo es leise ist.https://www.ferals.eu/die-dritte-dimension#Hiking #PoliticalGeography #Autonomie #Mountains #Commons #JamesScott #Anarchie #Wandern #Berge