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  3. Im Morgenmagazin klagt der schwäbische Bäckermeister, der im Wahlkampf den damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz konfrontieren durfte, auch heute darüber, dass der Mindestlohn zu hoch sei und aich nichts geändert habe.

Im Morgenmagazin klagt der schwäbische Bäckermeister, der im Wahlkampf den damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz konfrontieren durfte, auch heute darüber, dass der Mindestlohn zu hoch sei und aich nichts geändert habe.

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  • danielluecking@troet.cafeD danielluecking@troet.cafe

    @Chaotica Ich schimpfe darüber, dass beim öffentlichen Gemecker über den Mindestlohn stets ausbleibt, mit nachvollziehbaren Zahlen zu argumentieren und an den Menschen zu rütteln, deren Bezahlpraxis der letzten Jahre doch genau der Grund ist, warum ein Mindestlohn eingeführt werden musste. Die Journos taten es in dem Moment nicht und der Bäckermeister konnte unwidersprochen Ausbeuter-Löhne fordern.

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    #8

    @Chaotica Der Bäckermeister sollte nicht den Mindestlohn kritisieren, sondern den Fakt, dass weiterhin Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel gezahlt werden muss. Ein Wegfall wäre Entlastung, Kaufanreiz und Produktionskostensenkung zugleich. Den Raum hat der WDR im Interview nicht aufgemacht.

    chaotica@nrw.socialC 1 Reply Last reply
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    • danielluecking@troet.cafeD danielluecking@troet.cafe

      @Chaotica Der Bäckermeister sollte nicht den Mindestlohn kritisieren, sondern den Fakt, dass weiterhin Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel gezahlt werden muss. Ein Wegfall wäre Entlastung, Kaufanreiz und Produktionskostensenkung zugleich. Den Raum hat der WDR im Interview nicht aufgemacht.

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      #9

      @DanielLuecking
      Das ist eine unredliche Argumentation. Würde der Mehrwertsteuersatz weg fallen, würdest Du fordern, dass der Bäckermeister das natürlich an seine Kunden weiter gibt.

      Entlastung für den Bäcker: keine.

      danielluecking@troet.cafeD 1 Reply Last reply
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      • danielluecking@troet.cafeD danielluecking@troet.cafe

        Im Morgenmagazin klagt der schwäbische Bäckermeister, der im Wahlkampf den damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz konfrontieren durfte, auch heute darüber, dass der Mindestlohn zu hoch sei und aich nichts geändert habe.

        Wie man von einer 40-Stunden-Vollzeitstelle im Mindestlohn, die aktuell Brutto 2446 und Netto 1737 Euro bei LSK 1 beträgt, mit weniger Geld auskommen soll, wird er nicht gefragt. Die Armutsgrenze liegt aktuell bei 1446 Euro Netto Monatseinkommen.

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        #10

        @DanielLuecking (Berechnungsgrundlage: Bruttostundenlohn x 8 Std/Tag x 22 Arbeitstage im Monat)

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        • danielluecking@troet.cafeD danielluecking@troet.cafe

          @Chaotica Ich schimpfe darüber, dass beim öffentlichen Gemecker über den Mindestlohn stets ausbleibt, mit nachvollziehbaren Zahlen zu argumentieren und an den Menschen zu rütteln, deren Bezahlpraxis der letzten Jahre doch genau der Grund ist, warum ein Mindestlohn eingeführt werden musste. Die Journos taten es in dem Moment nicht und der Bäckermeister konnte unwidersprochen Ausbeuter-Löhne fordern.

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          #11

          @DanielLuecking
          Den Begriff „Ausbeuter-Löhne“ finde ich schwierig.

          Ausbeuter sind nicht die kleinen Bäcker, Handwerker und sonstigen Kleinstbetriebe.

          Können wir nicht die „wir gegen die“ Logik endlich mal umdrehen? Nicht Arbeitnehmer/Arbeitgeber ist die Bruchlinie, sondern „wir alle arbeitenden“ gegen die, die nur noch von Renditen leben.

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          • chaotica@nrw.socialC chaotica@nrw.social

            @DanielLuecking
            Das ist eine unredliche Argumentation. Würde der Mehrwertsteuersatz weg fallen, würdest Du fordern, dass der Bäckermeister das natürlich an seine Kunden weiter gibt.

            Entlastung für den Bäcker: keine.

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            #12

            @Chaotica Die Entlastung käme darüber, dass bei gesenkten Preisen mehr Kunden kaufen würden. Dass das allein für den Bäckermeister kaum reicht, ist klar. Dessen Gewinnmarge leidet dann aber weniger unter dem Mindestlohn und ausbleibender Kundschaft. Das Problem kommt ja wohl eher aus dem Preisdumping der Großdiscounter und den steigenden Energiekosten. Wer an den Mindestlohn gehen will, statt an Großkonzerne und Energielieferanten, der kriegt keine Solidarität von mir.

            chaotica@nrw.socialC 1 Reply Last reply
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            • danielluecking@troet.cafeD danielluecking@troet.cafe

              @Chaotica Die Entlastung käme darüber, dass bei gesenkten Preisen mehr Kunden kaufen würden. Dass das allein für den Bäckermeister kaum reicht, ist klar. Dessen Gewinnmarge leidet dann aber weniger unter dem Mindestlohn und ausbleibender Kundschaft. Das Problem kommt ja wohl eher aus dem Preisdumping der Großdiscounter und den steigenden Energiekosten. Wer an den Mindestlohn gehen will, statt an Großkonzerne und Energielieferanten, der kriegt keine Solidarität von mir.

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              #13

              @DanielLuecking
              Rechne mal durch 😉
              Mehr Kunden kaufen mehr Ware, die von mehr Menschen in mehr Zeit hergestellt werden muss.

              Ich bin voll für Mindestlohn. Da darf man nicht dran.
              Aber ich bin dagegen, kleinsten Unternehmen, die echt hart kämpfen müssen um das umzusetzen auch noch zu unterstellen, sie seien Ausbeuter oder ihre Probleme gäbe es nicht.

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              • chaotica@nrw.socialC chaotica@nrw.social

                @DanielLuecking
                Statt auf den Bäcker zu schimpfen, für den es tatsächlich nicht ganz einfach ist 40% Lohnsteigerung in 6 Jahren abzubilden, sollten wir uns mit ihm unterhaken und gemeinsam gegen die wirklichen Gegner vorgehen.
                Die Überreichen schöpfen seit Jahrzehnten die Produktivitätssteigerung ab und sorgen so für den üblen Zustand von Infrastruktur und Gemeinwesen.

                Wenn der ÖPNV kostenfrei wäre, hätte auch jemand mit Mindestlohn mehr Geld für Kuchen.

                fasnix@fe.disroot.orgF This user is from outside of this forum
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                #14
                @Chaotica @DanielLuecking

                In einem TV-Bericht letztes Jahr, über einen ostdeutschen Bäcker in einer Kleinstadt (weiß nicht mehr, wo genau), der seine Bäckerei aufgab, sagte er:
                "Ich kann von meinen Kunden nicht verlangen, 9€ für ein Kilo Brot zu bezahlen, das zahlt hier keiner."

                Von einem Bäcker, hier in Dresden, weiß ich, dass der erst statt zwei Angestellten nur noch eine beschäftigte, dann die Öffnungszeiten reduzierte und schließlich die Bäckerei ebenfalls schloss.

                Wir laufen auf eine Wirtschaft zu - um beim Beispiel Bäckereien zu bleiben - in der *nur noch* industrielle Großbäckereien und Ketten an "guten Standorten" überleben werden.
                Die bieten dann "Brote" an, deren Geschmack eine Beleidigung jeglicher Bäckerei-Traditionen sind (was sich da so "Brot" nennen darf ...).
                stubenhocker@troet.cafeS 1 Reply Last reply
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                • danielluecking@troet.cafeD danielluecking@troet.cafe

                  Man hätte den Typen auch fragen können was er davon hält, dass ein Mitarbeiter in seiner Firma im Mindestlohn-Bezug, ganz bestimmt zu allererst an den Nahrungsmitteln sparen wird und keine Brötchen, Brote oder Torten aus dem Betrieb kaufen können wird. Bleibt aber wieder einmal aus.

                  unnon89@nrw.socialU This user is from outside of this forum
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                  wrote last edited by
                  #15

                  @DanielLuecking Damit könnte man keine Stimmung gegen den Mindestlohn machen 🤷

                  Merke: die Medien sind der Feind, nicht der Freund.

                  danielluecking@troet.cafeD 1 Reply Last reply
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                  • fasnix@fe.disroot.orgF fasnix@fe.disroot.org
                    @Chaotica @DanielLuecking

                    In einem TV-Bericht letztes Jahr, über einen ostdeutschen Bäcker in einer Kleinstadt (weiß nicht mehr, wo genau), der seine Bäckerei aufgab, sagte er:
                    "Ich kann von meinen Kunden nicht verlangen, 9€ für ein Kilo Brot zu bezahlen, das zahlt hier keiner."

                    Von einem Bäcker, hier in Dresden, weiß ich, dass der erst statt zwei Angestellten nur noch eine beschäftigte, dann die Öffnungszeiten reduzierte und schließlich die Bäckerei ebenfalls schloss.

                    Wir laufen auf eine Wirtschaft zu - um beim Beispiel Bäckereien zu bleiben - in der *nur noch* industrielle Großbäckereien und Ketten an "guten Standorten" überleben werden.
                    Die bieten dann "Brote" an, deren Geschmack eine Beleidigung jeglicher Bäckerei-Traditionen sind (was sich da so "Brot" nennen darf ...).
                    stubenhocker@troet.cafeS This user is from outside of this forum
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                    #16

                    @fasnix
                    Die Kleinbäckereien machen eh nur die Produkte unserer Backstrassen schlecht 🙃
                    @Chaotica @DanielLuecking

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                    • unnon89@nrw.socialU unnon89@nrw.social

                      @DanielLuecking Damit könnte man keine Stimmung gegen den Mindestlohn machen 🤷

                      Merke: die Medien sind der Feind, nicht der Freund.

                      danielluecking@troet.cafeD This user is from outside of this forum
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                      #17

                      @unnon89 Feinde habe ich als Kategorie nicht in Definitionsspektrum. Ich dekonstruiere nur und weise drauf hin, wo etwas schief hängt.

                      unnon89@nrw.socialU 1 Reply Last reply
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                      • danielluecking@troet.cafeD danielluecking@troet.cafe

                        @unnon89 Feinde habe ich als Kategorie nicht in Definitionsspektrum. Ich dekonstruiere nur und weise drauf hin, wo etwas schief hängt.

                        unnon89@nrw.socialU This user is from outside of this forum
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                        #18

                        @DanielLuecking Als Arbeitsloser & Flüchtling merkt man da ziemlich schnell das wir unter den Medien keine Schieflage haben sondern das es gezielt & mit einer Agenda dahinter stattfindet und somit halt Feinde sind. <.<

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                        • danielluecking@troet.cafeD danielluecking@troet.cafe

                          Im Morgenmagazin klagt der schwäbische Bäckermeister, der im Wahlkampf den damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz konfrontieren durfte, auch heute darüber, dass der Mindestlohn zu hoch sei und aich nichts geändert habe.

                          Wie man von einer 40-Stunden-Vollzeitstelle im Mindestlohn, die aktuell Brutto 2446 und Netto 1737 Euro bei LSK 1 beträgt, mit weniger Geld auskommen soll, wird er nicht gefragt. Die Armutsgrenze liegt aktuell bei 1446 Euro Netto Monatseinkommen.

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                          #19

                          @DanielLuecking ich Wette er wurde auch nicht gefragt wie hoch das Einkommen ist das er für sich in Anspruch nimmt

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