Bis in die 90er Jahre des 20ten Jahrhunderts tobte die ökonomische Debatte zwischen Angebotsorientierung (eher rechts), Nachfrageorientierung (eher links) und Balance (Mitte).
-
@BlumeEvolution
Hallo -
bevor ich ein Pünktchen bei 1,2 oder 3 setze möchte ich "ökonomische Stimmen" näher erläutert haben.
Pkt 4 bekommt sowieso kein Pünktchen zur Abstimmung von mir. -
Bis in die 90er Jahre des 20ten Jahrhunderts tobte die ökonomische Debatte zwischen Angebotsorientierung (eher rechts), Nachfrageorientierung (eher links) und Balance (Mitte). Doch nach dem Zerfall der Sowjetunion verstummte die linke Ökonomie weitgehend & der sog. Neoliberalismus radikalisierte sich teilweise zum Rechtslibertarismus.
Frage: Könntest Du aus dem Stand noch drei ökonomische Stimmen des 20. Jahrhunderts benennen?
@BlumeEvolution
Ökonomie interessiert mich schon, aber um in die Theorie einzusteigen und ihre Exponenten zu differenzieren, fehlen mir Zeit u Energie.Grundsätzlich bin ich ein Fan des Angebotsmarktes, auch weil er die Kreativität der Anbietenden herausfordert, trotzdem muss ich oft resignierend feststellen, dass die Nachfrage (nach Unsinn) das Angebot rechtfertigt.
In den Markt für Güter, die knapp u unentbehrlich sind, wie Wohnraum, Wasser etc muss mE regulierend eingegriffen werden.
-
Bis in die 90er Jahre des 20ten Jahrhunderts tobte die ökonomische Debatte zwischen Angebotsorientierung (eher rechts), Nachfrageorientierung (eher links) und Balance (Mitte). Doch nach dem Zerfall der Sowjetunion verstummte die linke Ökonomie weitgehend & der sog. Neoliberalismus radikalisierte sich teilweise zum Rechtslibertarismus.
Frage: Könntest Du aus dem Stand noch drei ökonomische Stimmen des 20. Jahrhunderts benennen?
@BlumeEvolution Als ich in den späten 1990ern zu studieren begann, gab es ein Problem, dem ich nicht Herr geworden bin: Es gab keine konsistente Einführung. Statt dass also die Frage "wie funktioniert das eigentlich im großen ganzen" in Ruhe beantwortet wurde, war von Minute 1 an Geschrei. D.h. ich hab nie durchschaut, wen es alles gibt und wie die zueiander stehen und was sie verbindet. Ich hab es aufgegeben, mich mit Keynes, Hayek und Co zu befassen. Bzw. noch nie wirklich damit begonnen. 1/x
-
@BlumeEvolution Als ich in den späten 1990ern zu studieren begann, gab es ein Problem, dem ich nicht Herr geworden bin: Es gab keine konsistente Einführung. Statt dass also die Frage "wie funktioniert das eigentlich im großen ganzen" in Ruhe beantwortet wurde, war von Minute 1 an Geschrei. D.h. ich hab nie durchschaut, wen es alles gibt und wie die zueiander stehen und was sie verbindet. Ich hab es aufgegeben, mich mit Keynes, Hayek und Co zu befassen. Bzw. noch nie wirklich damit begonnen. 1/x
@BlumeEvolution Bzw. ist die Frage, was man warum liest. Deine Empfehlung von vor 1,5 Jahren, mich mit Ostrom zu befassen, wurde erst neulich attraktiv, als ich angefangen habe, mich nach Mechanismen der Überwindung des Kollektivgüterproblems umzusehen, das Olson erklärt, weil mit ihm das strukturelle Problem suboptimaler Versorgung mit #FOSS gut erklärbar ist. Meinen Olson kenn ich ganz gut, aber auch da vermutlich nur Bruchteile. 2/x
-
Bis in die 90er Jahre des 20ten Jahrhunderts tobte die ökonomische Debatte zwischen Angebotsorientierung (eher rechts), Nachfrageorientierung (eher links) und Balance (Mitte). Doch nach dem Zerfall der Sowjetunion verstummte die linke Ökonomie weitgehend & der sog. Neoliberalismus radikalisierte sich teilweise zum Rechtslibertarismus.
Frage: Könntest Du aus dem Stand noch drei ökonomische Stimmen des 20. Jahrhunderts benennen?
@BlumeEvolution
Keynes
Hayek
Friedman
... und das war es dann auch
-
@BlumeEvolution @dendroniker Ich war ja mal Fan von #Dahrendorf ...
-
@BlumeEvolution Als ich in den späten 1990ern zu studieren begann, gab es ein Problem, dem ich nicht Herr geworden bin: Es gab keine konsistente Einführung. Statt dass also die Frage "wie funktioniert das eigentlich im großen ganzen" in Ruhe beantwortet wurde, war von Minute 1 an Geschrei. D.h. ich hab nie durchschaut, wen es alles gibt und wie die zueiander stehen und was sie verbindet. Ich hab es aufgegeben, mich mit Keynes, Hayek und Co zu befassen. Bzw. noch nie wirklich damit begonnen. 1/x
"Economics - The User's Guide" by Ha-Joon Chang might be the introduction to economics you are looking for.
Economics: The User's Guide | Exploring Economics
What is economics? What can - and can't - it explain about the world? Why does it matter?
(www.exploring-economics.org)
-
Bis in die 90er Jahre des 20ten Jahrhunderts tobte die ökonomische Debatte zwischen Angebotsorientierung (eher rechts), Nachfrageorientierung (eher links) und Balance (Mitte). Doch nach dem Zerfall der Sowjetunion verstummte die linke Ökonomie weitgehend & der sog. Neoliberalismus radikalisierte sich teilweise zum Rechtslibertarismus.
Frage: Könntest Du aus dem Stand noch drei ökonomische Stimmen des 20. Jahrhunderts benennen?
@BlumeEvolution
In meinem BWL Studium in den 80ern wurde profitoptimierender Kapitalismus als unumstößlich dargestellt und als Alternativsystem nur dysfunktionaler Sozialismus dagegen gehalten, es wurden höchstens mal ein paar Namen gedroppt, um die üblichen BWLer Sprüche zu legitimieren.Namen haben mich noch nie interessiert, die Ideen schon. Wie die des BWL-Guruhs, der ausgerechnet der c‘t ein Interview mit der hookline gab, das Studium vermittle nur noch Unsinn.
-
Bis in die 90er Jahre des 20ten Jahrhunderts tobte die ökonomische Debatte zwischen Angebotsorientierung (eher rechts), Nachfrageorientierung (eher links) und Balance (Mitte). Doch nach dem Zerfall der Sowjetunion verstummte die linke Ökonomie weitgehend & der sog. Neoliberalismus radikalisierte sich teilweise zum Rechtslibertarismus.
Frage: Könntest Du aus dem Stand noch drei ökonomische Stimmen des 20. Jahrhunderts benennen?
@BlumeEvolution Kann ich nicht. Habe mich nie genug interessiert, um mir Namen zu merken, finde es aber schon wichtig, die Mechanismen wenigstens ansatzweise zu verstehen.
-
@BlumeEvolution
In meinem BWL Studium in den 80ern wurde profitoptimierender Kapitalismus als unumstößlich dargestellt und als Alternativsystem nur dysfunktionaler Sozialismus dagegen gehalten, es wurden höchstens mal ein paar Namen gedroppt, um die üblichen BWLer Sprüche zu legitimieren.Namen haben mich noch nie interessiert, die Ideen schon. Wie die des BWL-Guruhs, der ausgerechnet der c‘t ein Interview mit der hookline gab, das Studium vermittle nur noch Unsinn.
Danke, @holgintheair

Das damals niedrige, teilweise einfach rechtsesoterische Niveau der universitären #Ökonomie kann ich für die Jahrtausendwende bestätigen. Hatte eine Bank-Finanzausbildung erfolgreich abgeschlossen. Doch nachdem mir 1 VWL - Prof (ein späterer Mitgründer der #AfD …) eine freundliche Frage zum #Homooeconomicus nicht beantworten konnte, wechselte ich zur Religions- & Politikwissenschaft. Und wurde damit glücklich… https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-9-zur-wirtschafts-nobelpreistraegerin-elinor-ostrom/
-
@BlumeEvolution
Ja, dachte ich mir.
Diese Namen/Persönlichkeiten sind mir gerade seit meiner Zeit hier im Fediversen
und dadurch über scilogs - Beiträge und Weiterlesen untergekommen.
Aber zum aus dem F.F. Aufsagen reicht das bei mir noch nicht. Außerdem geistern da noch andere mehr oder weniger brauchbare Gesetzmäßigkeiten im Kopf herum.
Also Pünktchen bei 3.
-
@BlumeEvolution
Keynes
Hayek
Friedman
... und das war es dann auch
@Mr_Grudenko @BlumeEvolution Was ist denn eigentlich mit der Politikergeneration wie Ludwig Erhard oder Karl Schiller die zwar die "soziale Marktwirtschaft" nicht erfanden, aber für ihre Durch-/Umsetzung sorgten und damit wesentlich für den allgemeinen Wohlstand in (West-)Deutschland verantwortlich waren. Für mich sind das durchaus auch "ökonomische Stimmen".
-
R relay@relay.infosec.exchange shared this topic
-
@Mr_Grudenko @BlumeEvolution Was ist denn eigentlich mit der Politikergeneration wie Ludwig Erhard oder Karl Schiller die zwar die "soziale Marktwirtschaft" nicht erfanden, aber für ihre Durch-/Umsetzung sorgten und damit wesentlich für den allgemeinen Wohlstand in (West-)Deutschland verantwortlich waren. Für mich sind das durchaus auch "ökonomische Stimmen".
Sehr spannend auch neuere Stimmen wie Prof. Johannes #Hirata , der ebenso wie @Teh_Doc_Inan & ich die fossile #Exportorientierung der deutschen Wirtschaft hinterfragt. #Deindustrialisierung #Kreislaufwirtschaft #Solarpunk https://www.evangelisch.de/inhalte/252800/13-02-2026/wirtschaftsprofessor-wir-leben-unter-unseren-verhaeltnissen
-
Sehr spannend auch neuere Stimmen wie Prof. Johannes #Hirata , der ebenso wie @Teh_Doc_Inan & ich die fossile #Exportorientierung der deutschen Wirtschaft hinterfragt. #Deindustrialisierung #Kreislaufwirtschaft #Solarpunk https://www.evangelisch.de/inhalte/252800/13-02-2026/wirtschaftsprofessor-wir-leben-unter-unseren-verhaeltnissen
@BlumeEvolution @Mr_Grudenko @Teh_Doc_Inan Sehr interessant!
Der Text erinnert mich an meine alte Milchmädchenrechnung.
- Wenn in den 70er bis in die nuller Jahre die Wirtschaft florierte und es den meisten Menschen, trotzdem sie weniger arbeiten mussten (35h Woche), eher besser als schlechter ging, auch weil die Produktivität immer weiter steigt, warum hörte das auf einmal auf? Da muss sich doch irgendwo ein großes Loch aufgetan haben, in dem Teile des Wohlstands verschwanden, oder nicht? -
@BlumeEvolution @Mr_Grudenko @Teh_Doc_Inan Sehr interessant!
Der Text erinnert mich an meine alte Milchmädchenrechnung.
- Wenn in den 70er bis in die nuller Jahre die Wirtschaft florierte und es den meisten Menschen, trotzdem sie weniger arbeiten mussten (35h Woche), eher besser als schlechter ging, auch weil die Produktivität immer weiter steigt, warum hörte das auf einmal auf? Da muss sich doch irgendwo ein großes Loch aufgetan haben, in dem Teile des Wohlstands verschwanden, oder nicht?Aus meiner Sicht ist das auch am Beispiel #Japan zu sehen:
Auf Dauer ist kein wirtschaftliches #Wachstum möglich, wenn die eigene Bevölkerung schrumpft & also die #Nachfrage & Investitionen regional zurückgehen. Autos kaufen keine Autos. Auf niedrige #Demografie folgt unweigerlich #Deindustrialisierung. Auch Prof. #Hirata hat also völlig Recht - wir brauchen Wertschöpfung im Inland statt fossilen #Export bis zum Ausbrennen...
Blume & Ince 51: Arbeit, Demografie und Deindustrialisierung am Beispiel Japan
Prof. Dr. Inan Ince und Dr. Michael Blume diskutieren am Beispiel Japan, ob schrumpfende Bevölkerungen durch mehr Erwerbsarbeit wachsen.
Natur des Glaubens (scilogs.spektrum.de)
-
Aus meiner Sicht ist das auch am Beispiel #Japan zu sehen:
Auf Dauer ist kein wirtschaftliches #Wachstum möglich, wenn die eigene Bevölkerung schrumpft & also die #Nachfrage & Investitionen regional zurückgehen. Autos kaufen keine Autos. Auf niedrige #Demografie folgt unweigerlich #Deindustrialisierung. Auch Prof. #Hirata hat also völlig Recht - wir brauchen Wertschöpfung im Inland statt fossilen #Export bis zum Ausbrennen...
Blume & Ince 51: Arbeit, Demografie und Deindustrialisierung am Beispiel Japan
Prof. Dr. Inan Ince und Dr. Michael Blume diskutieren am Beispiel Japan, ob schrumpfende Bevölkerungen durch mehr Erwerbsarbeit wachsen.
Natur des Glaubens (scilogs.spektrum.de)
@BlumeEvolution @Mr_Grudenko @Teh_Doc_Inan Das ist sicher auch sinnvoll, aber ich denke wichtiger ist eine gerechtere Verteilung der Ressourcen, was auch die Wertschöpfung im Inland ankurbelt: "Wieviele Waschmaschinen brauchen Milliardäre? Übervolle Bankkonten kaufen keine Waschmaschinen!"
-
@BlumeEvolution
Ökonomie interessiert mich schon, aber um in die Theorie einzusteigen und ihre Exponenten zu differenzieren, fehlen mir Zeit u Energie.Grundsätzlich bin ich ein Fan des Angebotsmarktes, auch weil er die Kreativität der Anbietenden herausfordert, trotzdem muss ich oft resignierend feststellen, dass die Nachfrage (nach Unsinn) das Angebot rechtfertigt.
In den Markt für Güter, die knapp u unentbehrlich sind, wie Wohnraum, Wasser etc muss mE regulierend eingegriffen werden.
@angeldruckt @BlumeEvolution Ich sehe es so: Der freie Markt ist gut darin, Güter zu produzieren, die austauschbar und im Zweifel auch optional sind, wie Autos, Waschmaschienen oder Fernseher. Er versagt in meinen Augen teilweise oder sogar völlig bei Gütern, auf die jeder angewiesen ist (Wohnraum, Bildung, Sicherheit inkl. sozialer Sicherheit, sauberes Wasser/Luft/Mitwelt, etc.).
-
@angeldruckt @BlumeEvolution Ich sehe es so: Der freie Markt ist gut darin, Güter zu produzieren, die austauschbar und im Zweifel auch optional sind, wie Autos, Waschmaschienen oder Fernseher. Er versagt in meinen Augen teilweise oder sogar völlig bei Gütern, auf die jeder angewiesen ist (Wohnraum, Bildung, Sicherheit inkl. sozialer Sicherheit, sauberes Wasser/Luft/Mitwelt, etc.).
Genau das - der Blick jenseits des Markt - Staat - #Dualismus - führte auch @Teh_Doc_Inan & mich dazu, möglichst allen ökonomisch Interessierten Elinor #Ostrom zu empfehlen! Auch z.B. @plinubius las sich schon in sie ein & hat nach eigenen Angaben viel dadurch erkannt. Unbedingte Lese- bzw. Hörempfehlung. #ElinorOstrom #Ökonomie #Wissenschaft #Allmende https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/blume-ince-9-zur-wirtschafts-nobelpreistraegerin-elinor-ostrom/
-
@angeldruckt @BlumeEvolution Ich sehe es so: Der freie Markt ist gut darin, Güter zu produzieren, die austauschbar und im Zweifel auch optional sind, wie Autos, Waschmaschienen oder Fernseher. Er versagt in meinen Augen teilweise oder sogar völlig bei Gütern, auf die jeder angewiesen ist (Wohnraum, Bildung, Sicherheit inkl. sozialer Sicherheit, sauberes Wasser/Luft/Mitwelt, etc.).
@c0r3nn @angeldruckt @BlumeEvolution
Genau das ist der Punkt. Ich kann mich entscheiden, Wasser statt Champagner zu trinken, wenn der zu teuer ist. Aber ich kann mich nicht entscheiden, gar nicht zu trinken.
So ist z.B. die für Wohnungssuchende fatale Hochpreisigkeit am Wohnungsmarkt für die Anbieter eine gute Sache. Das Interesse, mit zusätzlichem Wohnraum die Kauf- und Mietpreise zu senken, ist sehr begrenzt, die Verknappung ist lukrativer. Hier versagt der "freie Markt".
-
@Mr_Grudenko @BlumeEvolution Was ist denn eigentlich mit der Politikergeneration wie Ludwig Erhard oder Karl Schiller die zwar die "soziale Marktwirtschaft" nicht erfanden, aber für ihre Durch-/Umsetzung sorgten und damit wesentlich für den allgemeinen Wohlstand in (West-)Deutschland verantwortlich waren. Für mich sind das durchaus auch "ökonomische Stimmen".
@agitatra @Mr_Grudenko @BlumeEvolution
https://de.wikipedia.org/wiki/Wohlstand_f%C3%BCr_Alle_(Buch)
Was Ludwig Erhard betrifft, finde ich diesen Artikel bei Wikipedia aufschlussreich.
Auch der Artikel über die Person Ludwig Erhard bei Wikipedia hat mich durchaus überrascht.