📱Die EU-Kommission prüft aktuell ein Social-Media-Verbot für Jugendliche.
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Die EU-Kommission prüft aktuell ein Social-Media-Verbot für Jugendliche.
https://www.deutschlandfunk.de/eu-kommission-prueft-social-media-verbot-fuer-jugendliche-110.html@privacyDE, unsere wissenschaftliche Leiterin, meint: „Ein Social-Media-Verbot drängt Kinder in die Grauzone und erleichtert Groomern ihr böses Spiel. Wichtiger als Verbote sind Plattformregulierung, bessere Algorithmen für alle und niederschwellige Anlaufstellen für junge Menschen.“
Mehr Infos zum Thema Jugendschutz im Netz: https://stiftungdatenschutz.org/veranstaltungen/unsere-veranstaltungen-detailansicht/personenbezogene-daten-besonderer-schutz-kinder-jugendliche-646
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Die EU-Kommission prüft aktuell ein Social-Media-Verbot für Jugendliche.
https://www.deutschlandfunk.de/eu-kommission-prueft-social-media-verbot-fuer-jugendliche-110.html@privacyDE, unsere wissenschaftliche Leiterin, meint: „Ein Social-Media-Verbot drängt Kinder in die Grauzone und erleichtert Groomern ihr böses Spiel. Wichtiger als Verbote sind Plattformregulierung, bessere Algorithmen für alle und niederschwellige Anlaufstellen für junge Menschen.“
Mehr Infos zum Thema Jugendschutz im Netz: https://stiftungdatenschutz.org/veranstaltungen/unsere-veranstaltungen-detailansicht/personenbezogene-daten-besonderer-schutz-kinder-jugendliche-646
@DS_Stiftung @privacyDE
Gerade schon drüber diskutiert:Peter 🦈 (@33dBm@lazysocial.de)
Ich spreche mich *gegen* ein Social Media Verbot für Jugendliche aus. Ich habe dafür mehrere Gründe und, weil mir das Thema wichtig ist, ist es wegen der Textlänge auch nicht hinter einer CW-Wall. 1. Jugendliche werden mit dem Verbot per se zu Straftätern gemacht, nur damit Erwachsene, Konzerne und Algorithmen weiterhin machen können, was sie wollen. 2. Straftäter sind leicht zu unterdrücken, auszunutzen, zu diskriminieren und zu Opfern zu machen. 3. Bereits bewusst begangene Straftaten senken möglicherweise die Hemmschwelle, weiterhin straffällig zu werden 4. Verbote machen das Verbotene sehr interessant. Jeder der Kinder hat, kennt das. 5. Eltern, die Zugang für ihre Kunder dennoch ermöglichen, werden damit auch zu Straftätern und Punkte 2 bis 4 gelten entsprechend 6. Kritikfähigkeit und das Filtern von Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt muss erlernt werden. Dazu gehört heute (leider) auch der Kontakt mit Medien 7. Jugendlichen wird die Möglichkeit genommen, sich mit ihren Meinungen und Bedürfnissen in der Öffentlichkeit zu positionieren 8. Rechte Jugendverbände stehen bereit, die entstehende Lücke zu schließen 9. Natürlich gibt es auch Suchtverhalten, welches aber durch die IT Konzernen zur Gewinnmaximierung gepusht wird. Ein Verbot von Social Media für Jugendliche wird bei den Konzernen zu keiner Änderung führen, es ist eher eine Legitimation für die sie. Immerhin liest Du, als Erwachsener diesen Post - und ja, *ich* habe ihn geschrieben und in Social Media veröffentlicht. 10. Gebt/lasst den Jugendlichen die Verantwortung für ihr Leben. Gut gemeinte Ratschläge, Tracking, Verbote und Hubschraubereltern etc. führen nur dazu, dass die Jugend sich nicht selbst finden und erfahren kann. Im weiteren Leben müssen sie auch allein klar kommen. Als Gesellschaft und Eltern sich auf Verbote beziehen, macht es für diese einfach. Vertrauen und Gespräche über ein Konfliktthema und Vorbild sein sind anstrengend aber weitaus zielführender. 11. Wir müssen Kinder und Jugendliche vor schädlichen Inhalten schützen. Das geht aber nicht, indem wir den Kindern verbieten, diesen Content anzuschauen. Es geht darum, dass wir als Erwachsene es überhaupt dulden und zulassen, das verstörende Inhalte generiert und von Konzernen zur Gewinnmaximierung algorimisch gewichtet und verteilt werden können. Wir als Erwachsene sollten den Jugendlichen sagen, dass man Nachts wegen den Räubern nicht in den Wald geht und es auch selbst so praktizieren. Wegen der Glaubwürdigkeit und dem Vertrauen. Und wenn wir feststellen, dass wir die schlechten Geister der KI und dem Internet nicht mehr im Griff haben, sollten wir nicht die schwächsten dafür bestrafen und sie dann unvorbereitet mit 16 in den Sumpf fallen lassen. Dann sollte man sich das mit dem gesellschaftliche Zusammenhalt und dem Internet im Allgemeinen nochmal überlegen. 12. Die GenZ wird weithin unterschätzt. Sie ist nicht 'faul', sie zieht nur klare Grenzen um sich nicht ausnutzen zu lassen. Wenn wir als Erwachsene das nicht können, ist das unser Problem, nicht das der Kinder. Und die GenZ wird bei einem Verbot sich im Schatten vernetzen, in einer überhaupt nicht mehr kontrollierbaren Zone - wie sie das auch immer machen werden. Teenager durchlaufen viele Phasen und auch wenn es so aussieht, dass Insta und Fortnite für immer der Lebensinhalt des Teens würde, nein, es ist (normalerweise) nur eine Phase des Lernens und Erkennens die wir als Eltern als Vorbild und Ratgeber begleiten müssen. Außerdem sollten bei dem Thema alle Jugendlichen ab etwa 10 Jahren einbezogen werden und besonders auch Eltern, die während der Corona Pandemie Teenager beherbergt haben. Alle anderen können imho über dieses Thema nicht zielführend urteilen und versuchen mit einem Verbot ihre eigene Unfähigkeit zum Umgang mit Suchtverhalten, KI, Stalking, Erpressung und Gewalt in sozialen Medien zu verarbeiten. Danke fürs Zuhören.
lazysocial.de (lazysocial.de)
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