Wenn ihr Freiwillige sucht für Ehrenamt, Politik, Bäumepflanzen, was auch immer: Denkt dran, dass es Leute gibt, die einfach nicht so gern mit anderen, schon gar nicht mit Unbekannten, reden.
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Wenn ihr Freiwillige sucht für Ehrenamt, Politik, Bäumepflanzen, was auch immer: Denkt dran, dass es Leute gibt, die einfach nicht so gern mit anderen, schon gar nicht mit Unbekannten, reden. Sagt explizit, wie man sich dann beteiligen kann. Wenn es weitgehend redefreie Tätigkeiten gibt, bewerbt die. Sagt vorher deutlich, welche Optionen es gibt. Nicht nur "komm einfach mal vorbei und finde es dann raus", und auch nicht nur "keine Angst, wir sind alle ganz nett".
@kathrinpassig Es wäre auch einfach gut, wenn man Leute abstellt, die neue Leute begrüßen. Ich bin mal zu einem Orchester dazugestoßen ("einfach vorbeikommen!") und habe mich derart unwohl gefühlt, weil ich am Anfang gar nicht wusste, wen ich ansprechen, was ich machen soll. Und dass der Dirigent irgendwem zuflüsterte, ich würde mich ja gar nicht vorstellen, hat auch nur bedingt geholfen. 🫠
Aktuell hält mich vom Aktivwerden oft ab, dass viele zu Stammtischen einladen. Das ist bestimmt für...
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@kathrinpassig Es wäre auch einfach gut, wenn man Leute abstellt, die neue Leute begrüßen. Ich bin mal zu einem Orchester dazugestoßen ("einfach vorbeikommen!") und habe mich derart unwohl gefühlt, weil ich am Anfang gar nicht wusste, wen ich ansprechen, was ich machen soll. Und dass der Dirigent irgendwem zuflüsterte, ich würde mich ja gar nicht vorstellen, hat auch nur bedingt geholfen. 🫠
Aktuell hält mich vom Aktivwerden oft ab, dass viele zu Stammtischen einladen. Das ist bestimmt für...
@kathrinpassig ...manche nett, für mich ist der Gedanke, mich zu einer bestehenden Gruppe alleine zu setzen ungefähr so anziehend wie eine Runde Noro.
Dazu kommt, dass es ganz schön exkludierend sein kann. Kein Geld? Barrierefreiheit jeglicher Art notwendig? Schwierig. Ich gehe seit Covid nicht mehr ohne Maske in Innenräume, Stammtisch macht mich also zur Außenseiterin, bevor ich mich überhaupt vorstellen konnte. Ich würde manches gerne, aber die Hürden sind hoch. -
@Baumfalke
Wenn ich Dinge bewegen will, brauche ich kein Gemeinschaftgefühl und Reden halte ich zu 80% für Zeit- und Atemluftverschwendung.Es gibt viel "Kleines", was ich im privaten Dunstkreis tun kann, warum soll ich meine Energie ("Löffel") darauf verschwenden, jemandem nachzulaufen?
Ein Gespräch mit Unbekannten kostet mich mehr als würde ich mir einfach nen Sack schnappen und ganz alleine im Viertel Müll einsammeln.@zynmaster @Nephele @kathrinpassig Da bin ich dabei. Ich dachte, es geht darum, das man andere bewegt sich einzubringen, gerade die, die eher introvertiert sind. Ich bin in einigen Vereinen/Initiativen und komunalpolitisch aktiv. Ich vertrete nur die Meinung, das man selber aktiv sein sollte und nicht darauf wartet an die Hand genommen zu werden. Wer nichts macht sollte dann aber auch nicht kritisieren. Jeder darf und sollte auch.
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@Baumfalke
Wenn ich Dinge bewegen will, brauche ich kein Gemeinschaftgefühl und Reden halte ich zu 80% für Zeit- und Atemluftverschwendung.Es gibt viel "Kleines", was ich im privaten Dunstkreis tun kann, warum soll ich meine Energie ("Löffel") darauf verschwenden, jemandem nachzulaufen?
Ein Gespräch mit Unbekannten kostet mich mehr als würde ich mir einfach nen Sack schnappen und ganz alleine im Viertel Müll einsammeln.@zynmaster @Nephele @kathrinpassig
Aktiv sein und vorleben ist gut. Aber auch der Austausch gehört dazu, das verstärkt ein Zusammengehörigkeitsgefühl, was ich für sehr wichtig halte. Derzeit reden scheinbar nur Gleichgesinnte. Wichtiger wäre aber eben auch mit Andersdenkende. -
@zynmaster @Nephele @kathrinpassig Da bin ich dabei. Ich dachte, es geht darum, das man andere bewegt sich einzubringen, gerade die, die eher introvertiert sind. Ich bin in einigen Vereinen/Initiativen und komunalpolitisch aktiv. Ich vertrete nur die Meinung, das man selber aktiv sein sollte und nicht darauf wartet an die Hand genommen zu werden. Wer nichts macht sollte dann aber auch nicht kritisieren. Jeder darf und sollte auch.
@Baumfalke @Nephele @kathrinpassig
Es gibt eben viele nichtsoziale, unkommunikative Menschen, oder einfach Introvertierte, die sich auch gerne einbringen würden.
Mit einer allgemeinen Einladung, dass eins sich immer über neue Leute freut, holt eins die nicht ab.
Mit dem Aufruf, wer an Tag x nen Straßenzug zum Flyerverteilen übernehmen würde oder jeden Sonntag für das Seniorenkränzchen die Servietten faltet schon eher.
Emailaddi für Vorabinfos dazu: nearly perfect... -
@Baumfalke Nein.
Gerade in dem Bereich, wo eins was bewegen will gibt es sehr viele Jobs, in denen gar nicht geredet wird, die im Hintergrund ablaufen und für die oft Leute fehlen.
Klassische Fleissarbeiten, wie Plakate kleben, Flyer verteilen, Schnittchen schmieren, Ordnershirts bügeln...
Und oft sitzen da nur wenige, weil das der Kram ist, auf den die Redner eben wenig Lust haben.@zynmaster @Baumfalke @Nephele @kathrinpassig Gibt ja auch Leute (mich!), die in einer Funktion sehr gut mit Menschen reden können, aber trotzdem massive Probleme damit haben, in einem unbekannten Gebäude zu einer unbekannten Gruppe zu stoßen. Wenn ich da bin, kann ich mich auch gut unterhalten, aber ohne echten Rahmen komme ich einfach nicht.
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Wenn ihr Freiwillige sucht für Ehrenamt, Politik, Bäumepflanzen, was auch immer: Denkt dran, dass es Leute gibt, die einfach nicht so gern mit anderen, schon gar nicht mit Unbekannten, reden. Sagt explizit, wie man sich dann beteiligen kann. Wenn es weitgehend redefreie Tätigkeiten gibt, bewerbt die. Sagt vorher deutlich, welche Optionen es gibt. Nicht nur "komm einfach mal vorbei und finde es dann raus", und auch nicht nur "keine Angst, wir sind alle ganz nett".
@kathrinpassig Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es am besten ist, ganz konkrete Aufgaben zu formulieren, für die jemand gebraucht wird.
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@zynmaster @Nephele @kathrinpassig
Aktiv sein und vorleben ist gut. Aber auch der Austausch gehört dazu, das verstärkt ein Zusammengehörigkeitsgefühl, was ich für sehr wichtig halte. Derzeit reden scheinbar nur Gleichgesinnte. Wichtiger wäre aber eben auch mit Andersdenkende.@Baumfalke @Nephele @kathrinpassig Tja nun. Wie bereits geschrieben - Reden und Socializing ist nicht mein Ding.
Egal ob ich anders oder gleich denke... -
@zynmaster @Nephele @kathrinpassig Da bin ich dabei. Ich dachte, es geht darum, das man andere bewegt sich einzubringen, gerade die, die eher introvertiert sind. Ich bin in einigen Vereinen/Initiativen und komunalpolitisch aktiv. Ich vertrete nur die Meinung, das man selber aktiv sein sollte und nicht darauf wartet an die Hand genommen zu werden. Wer nichts macht sollte dann aber auch nicht kritisieren. Jeder darf und sollte auch.
@Baumfalke @zynmaster @kathrinpassig es fehlt aber diesen Introvertierten auch einfach an niedrigschwelligen Einstiegen. Wenn ich immer erst in ne total stressige soziale Situation muss, um mitzumachen, hält das solche Leute ab. Allein schon ein "wenn du dich beteiligen willst, ob vor oder hinter den Kulissen, komm vorbei oder melde dich unter [Mail/Messenger]" setzt diese Schwelle stark herab.
Edit: Gut wäre auch n Newsletter für Interessierte zu Aktionen, wo bestimmte Rollen zu vergeben sind.
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@zynmaster @Baumfalke @Nephele @kathrinpassig Gibt ja auch Leute (mich!), die in einer Funktion sehr gut mit Menschen reden können, aber trotzdem massive Probleme damit haben, in einem unbekannten Gebäude zu einer unbekannten Gruppe zu stoßen. Wenn ich da bin, kann ich mich auch gut unterhalten, aber ohne echten Rahmen komme ich einfach nicht.
@sarah_ist_muede @zynmaster @Baumfalke @kathrinpassig triff mich, wie ich in meiner vorstandsfunktion problemlos beim Amtsgericht anrufe und der Sachbearbeiterin sage, ihr ist ein Typo bei der Eintragung im vereinsregister unterlaufen, aber meine Fahrradwerkstatttermine online mache, weil ich nicht mit fremden Leuten telefonieren mag.
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@sarah_ist_muede @zynmaster @Baumfalke @kathrinpassig triff mich, wie ich in meiner vorstandsfunktion problemlos beim Amtsgericht anrufe und der Sachbearbeiterin sage, ihr ist ein Typo bei der Eintragung im vereinsregister unterlaufen, aber meine Fahrradwerkstatttermine online mache, weil ich nicht mit fremden Leuten telefonieren mag.
@Nephele @zynmaster @Baumfalke @kathrinpassig So nämlich!

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@kathrinpassig Ganz hilfreich wäre auch, wenn man vorher ne Handynummer anrufen könnte, einfach um mal jemanden zu „beschnuppern“ von da wo man hin will. Gerade im FOSS-Bereich ist es leider oft unmöglich, einfach mal jemanden anzurufen und anzusprechen, um zu sehen ob der „Vibe“ stimmt. Stattdessen muss man immer gleich in eine Mailingliste, und dann kommuniziert man nur mit der anonymen Mailingliste, sogar wenn man wieder raus möchte aus der Mailingliste. Leute das ist gruselig
️
@hobo_ahoi Anrufen? Urgs.
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@kathrinpassig ...manche nett, für mich ist der Gedanke, mich zu einer bestehenden Gruppe alleine zu setzen ungefähr so anziehend wie eine Runde Noro.
Dazu kommt, dass es ganz schön exkludierend sein kann. Kein Geld? Barrierefreiheit jeglicher Art notwendig? Schwierig. Ich gehe seit Covid nicht mehr ohne Maske in Innenräume, Stammtisch macht mich also zur Außenseiterin, bevor ich mich überhaupt vorstellen konnte. Ich würde manches gerne, aber die Hürden sind hoch.@sarah_ist_muede @kathrinpassig
Integrationsfachdienst (IFD), verweist an: "Behinderten-Stammtisch", findet statt in: kirchl. Einrichtung, dort: Verzehrzwang. Zu der Zeit hatte ich weder Einkommen noch Leistungsbezug. Der "Stammtisch" hatte einen unerträglichen Lärmpegel & Verhalten wie Leute nach dem 5. Bier. Für eine depressive Person im Autismusspektrum mit PTBS wg. ORA die Hölle, d.h. ich bin bereits gegangen, bevor ich mich dem Tisch weiter genähert hatte. IFD ohnehin nutzlos (für mich). -
@sarah_ist_muede @zynmaster @Baumfalke @kathrinpassig triff mich, wie ich in meiner vorstandsfunktion problemlos beim Amtsgericht anrufe und der Sachbearbeiterin sage, ihr ist ein Typo bei der Eintragung im vereinsregister unterlaufen, aber meine Fahrradwerkstatttermine online mache, weil ich nicht mit fremden Leuten telefonieren mag.
@Nephele Exakt!
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@111 @kathrinpassig Oder nicht können. Unter uns Senioren sind fast alle schwerhörig. (Unsere Eltern haben uns gewarnt vor der lauten Musik.)
@Labonitamascota Tipp: AirPods Pro 2 oder 3. Die Dinger schaffen es wirklich gut, gerade in lauteren Umgebungen die Stimme des Gegenübers rauszuisolieren. (Und wenn das Gegenüber nervt, kann man sich natürlich auch die gewohnt laute Musik in die Ohren pfeifen.)
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@Labonitamascota Tipp: AirPods Pro 2 oder 3. Die Dinger schaffen es wirklich gut, gerade in lauteren Umgebungen die Stimme des Gegenübers rauszuisolieren. (Und wenn das Gegenüber nervt, kann man sich natürlich auch die gewohnt laute Musik in die Ohren pfeifen.)
@111 Ach, wir brabbeln alle durcheinander. Ist auch schön.
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Wenn ihr Freiwillige sucht für Ehrenamt, Politik, Bäumepflanzen, was auch immer: Denkt dran, dass es Leute gibt, die einfach nicht so gern mit anderen, schon gar nicht mit Unbekannten, reden. Sagt explizit, wie man sich dann beteiligen kann. Wenn es weitgehend redefreie Tätigkeiten gibt, bewerbt die. Sagt vorher deutlich, welche Optionen es gibt. Nicht nur "komm einfach mal vorbei und finde es dann raus", und auch nicht nur "keine Angst, wir sind alle ganz nett".
Menschen, die behaupten "Wir sind alle ganz nett" sind mir suspekt.
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@111 Ach, wir brabbeln alle durcheinander. Ist auch schön.
@Labonitamascota Klar, so machen wir das auch. Jeder erzählt irgendwas und glaubt, die anderen hätten zugehört. Dazu etwas Alkohol, und schon geht es allen bestens.
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@Labonitamascota Klar, so machen wir das auch. Jeder erzählt irgendwas und glaubt, die anderen hätten zugehört. Dazu etwas Alkohol, und schon geht es allen bestens.
Das Reden tut dem Menschen gut;
Wenn man es nämlich selber tut;
Von Angstprodukten abgesehn,
Denn so etwas bekommt nicht schön.
Die Segelflotte der Gedanken,
Wie fröhlich fährt sie durch die Schranken
Der aufgesperrten Mundesschleuse
Bei gutem Winde auf die Reise
Und steuert auf des Schalles Wellen
Nach den bekannten offnen Stellen
Am Kopfe in des Ohres Hafen
Der Menschen, die mitunter schlafenWilhelm Busch
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Das Reden tut dem Menschen gut;
Wenn man es nämlich selber tut;
Von Angstprodukten abgesehn,
Denn so etwas bekommt nicht schön.
Die Segelflotte der Gedanken,
Wie fröhlich fährt sie durch die Schranken
Der aufgesperrten Mundesschleuse
Bei gutem Winde auf die Reise
Und steuert auf des Schalles Wellen
Nach den bekannten offnen Stellen
Am Kopfe in des Ohres Hafen
Der Menschen, die mitunter schlafenWilhelm Busch
@Labonitamascota Haha, ich hatte den Maler Klecksel ewig nicht angeschaut. Danke für den Tipp!