🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
-
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe also die Kinder ungefähr diesen Alters in meiner Nachbarschaft bewegen sich keine 100 m vom Haus entfernt. Ansonsten nur in Begleitung der Eltern oder Erwachsenen. Selbst spielen vor dem Haus (Einfahrt, die am Wochenende nicht benutzt wird) oder die Grünflächen zwischen den Häusern findet nicht statt. Gut, ich bin auf dem Land aufgewachsen in den 70gern, aber wir waren manchmal mehrere Stunden mit den Freunden unterwegs und selten in Rufweite unserer Eltern.
-
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe
Zu der Zeit wo demnach 800m Aktionsradius üblich waren, hatte ich und auch meine jüngere Schwester einen fast 5km großen Radius im ländlichen Bereich bis in die Stadt. Heute lachen wir über die ganzen Helikoptereltern...die am liebsten in die Schule reinfahren würden.
Nur die daraus veränderte (Un-)Selbständigkeit bekam ich dann in Form der Azubis immer wieder aufgezeigt - erschreckend! -
@kaffeeringe also die Kinder ungefähr diesen Alters in meiner Nachbarschaft bewegen sich keine 100 m vom Haus entfernt. Ansonsten nur in Begleitung der Eltern oder Erwachsenen. Selbst spielen vor dem Haus (Einfahrt, die am Wochenende nicht benutzt wird) oder die Grünflächen zwischen den Häusern findet nicht statt. Gut, ich bin auf dem Land aufgewachsen in den 70gern, aber wir waren manchmal mehrere Stunden mit den Freunden unterwegs und selten in Rufweite unserer Eltern.
@feodora @kaffeeringe
Bei uns hat sich neulich ein Regionalverbandsabgeordneter über den Zustand der Spielplätze im Viertel erkundigt.
Meine Antwort darauf war, dass die schon ok seien, aber das große Manko sei, dass ich meine Kinder wegen der Verkehrssituation erst eigenständig auf Spielplätze habe gehen lassen, als sie sich nicht mehr dafür interessiert haben. -
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe Wurden gleichgroße Gruppen von Stadt- und Landkindern verglichen?
-
@kaffeeringe Wurden gleichgroße Gruppen von Stadt- und Landkindern verglichen?
@ixsi Wat weiß ich!?
-
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe Wohne auf dem Dorf. Das Dorf (3000) ist, bis auf die Landesstraße, im Wohngebiet 30 Zone. Und dennoch sieht man kaum Kinder im Dorf sich frei bewegen. Man hört auch kaum Kinder. Und das auch schon seit Jahren. Nur traurig.
-
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe als jemand, der in den 90ern noch gerne bis zu mehrere Kilometer mit dem Rad zu Schulkollegen im Dorf gefahren ist, finde ich es auch traurig.
Aber der Verkehr in der Stadt, und wildfremde Menschen, die in unserer Kita die Kinder durch den Zaun anquatschen, lassen mich erschaudern, wenn mein Kind irgendwann alleine los will. -
@kaffeeringe als jemand, der in den 90ern noch gerne bis zu mehrere Kilometer mit dem Rad zu Schulkollegen im Dorf gefahren ist, finde ich es auch traurig.
Aber der Verkehr in der Stadt, und wildfremde Menschen, die in unserer Kita die Kinder durch den Zaun anquatschen, lassen mich erschaudern, wenn mein Kind irgendwann alleine los will.@Garonenur @kaffeeringe Hmm ... der Mythos von den "bösen" Unbekannten? Echt jetzt? Über 80% der Täter, die es auf Kinder abgesehen haben, komnen aus dem direkten sozialen Umfeld der Kinder: Eltern, Familie, Verwandte, Freunde, Nachbarn, Vereine, Schule.
-
@kaffeeringe Wohne auf dem Dorf. Das Dorf (3000) ist, bis auf die Landesstraße, im Wohngebiet 30 Zone. Und dennoch sieht man kaum Kinder im Dorf sich frei bewegen. Man hört auch kaum Kinder. Und das auch schon seit Jahren. Nur traurig.
@HeikeKos @kaffeeringe Hmm ... bei uns im Dorf genauso.
-
@Garonenur @kaffeeringe Hmm ... der Mythos von den "bösen" Unbekannten? Echt jetzt? Über 80% der Täter, die es auf Kinder abgesehen haben, komnen aus dem direkten sozialen Umfeld der Kinder: Eltern, Familie, Verwandte, Freunde, Nachbarn, Vereine, Schule.
@die_Leo @kaffeeringe ja, ist mir faktisch bewusst. Emotional finde ich die relativ unwahrscheinliche Gefahr übergriffiger Fremder sehr verstörend.
Und gerade bei sehr kleinen Kindern sind Menschen oft auch gut meinend zu Übergriffig, was ansprechen oder gar anfassen angeht.
Das Kind wird aber auch und besonders bei Familienmitgliedern sensibilisiert sich IMMER beschweren und melden zu dürfen, wenn jemand "zu weit geht" -
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe
In den 1950ern: "Wenn ist dunkel wird bist Du aber wieder zuhause!" Und weg waren wir (Jahrgang 1950-1952/53) und wurden über Stunden nicht mehr gesehen weil wir in Ruinen, Kellern Bunkern oder der Kanalisation unterwegs waren oder im Wald Buden bauten. -
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
Die beiden Söhne einer Freundin sind zwar ein bisschen älter (12 und 14), aber trotzdem finde ich toll das sie gerade eine Urlaubsreise mit Bahn und Fahrrad zu den Großeltern planen. Und die wohnen nicht in der nächsten Stadt, sondern schon ein bisschen weiter weg. Und die Mutter macht sich da auch überhaupt keine Sorgen. Das funktioniert vermutlich aber auch nur deshalb, weil die beiden immer schon relativ selbständig unterwegs waren. -
@kaffeeringe Wohne auf dem Dorf. Das Dorf (3000) ist, bis auf die Landesstraße, im Wohngebiet 30 Zone. Und dennoch sieht man kaum Kinder im Dorf sich frei bewegen. Man hört auch kaum Kinder. Und das auch schon seit Jahren. Nur traurig.
@HeikeKos @kaffeeringe Sehe ich hier zum Teil auch. In der Nachbarschaft wohnt eine Achtjährige, die darf ohne die Aufsicht IHRER Eltern nicht einmal mit den Nachbarskindern (5, 11, (12)) auf der Straße vor ihrer Haustür mit Kreide malen. Roller darf sie auch nur mit Fahrradhelm auf dem kleinen Hof fahren.
Und wir wohnen in einer Nebenstraße auf einem Dorf, wo sich der Autoverkehr auf die Anwohner beschränkt. -
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe
Nur ist es kein "Trend bei Achtjährigen", sondern die logische Konsequenz daraus, dass die Räume immer knapper werden, in denen sich Menschen ohne Auto und ohne den Zwang, etwas zu konsumieren, frei bewegen können und der Sorge von Eltern, dass ihren Kindern in diesen ungeschützten Räumen etwas zustößt und sie dann mit Vorwürfen überhäuft und mit ihrem Verlust und den Schuldgefühlen alleingelassen werden. -
@kaffeeringe als jemand, der in den 90ern noch gerne bis zu mehrere Kilometer mit dem Rad zu Schulkollegen im Dorf gefahren ist, finde ich es auch traurig.
Aber der Verkehr in der Stadt, und wildfremde Menschen, die in unserer Kita die Kinder durch den Zaun anquatschen, lassen mich erschaudern, wenn mein Kind irgendwann alleine los will.@Garonenur
Die "wildfremden Menschen" gab es in diesem angeblich so heilen "damals" auch - und auch wir wurden als Kinder schon vor "Mitschnackern" gewarnt. Aber es gab Wäldchen, Brachen und Felder in erreichbarer Nähe, und der Verkehr auf dem Weg dahin war längst nicht so mörderisch wie heute.
Wobei man seinen Kindern schon was zutrauen darf und sollte, wenn man will, dass sie sich zu eigenständigen Menschen entwickeln.
@kaffeeringe -
@kaffeeringe also die Kinder ungefähr diesen Alters in meiner Nachbarschaft bewegen sich keine 100 m vom Haus entfernt. Ansonsten nur in Begleitung der Eltern oder Erwachsenen. Selbst spielen vor dem Haus (Einfahrt, die am Wochenende nicht benutzt wird) oder die Grünflächen zwischen den Häusern findet nicht statt. Gut, ich bin auf dem Land aufgewachsen in den 70gern, aber wir waren manchmal mehrere Stunden mit den Freunden unterwegs und selten in Rufweite unserer Eltern.
@feodora
Ich bin in Hamburg großgeworden, und es war da nicht anders. Es gab feste Zeiten, zu denen wir zuhause sein sollten (und wenn nicht, ein Donnerwetter), aber meine Eltern haben selten gewusst, wo genau wir waren.
@kaffeeringe -
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe @sudelsurium Krass, da war ich als Kind (geb 1977) also auch schon außerhalb der Norm? Wundert mich zwar. Bei uns im Dorf sind wir mit acht schon bedeutend weiter gelaufen oder geradelt - zum gegenseitigen Besuch, in den Wald usw.
-
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe@social.tchncs.de und DANN meist auch nur auf dem Rücksitz des x Tonnen schweren Stadtpanzer der Helikopter-Eltern
-
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe @sudelsurium Krass.
Wir waren Ende der 70er bis Mitte der 80er (mit ca. 8-15 Jahren) eigentlich immer alleine unterwegs. Zur Schule mit dem Schulbus, später mit dem Linienbus, der S-Bahn und zu Fuß. In den Ferien mit Fahrrad, Kettcar, Rollschuhen draußen unterwegs. Nach Hause, wenn wir Hunger hatten, bluteten, oder es dunkel wurde.
Das war bei uns im Dorf die Zeit, zu der auch die ganz Kleinen allein mit dem Bus in den Kindergarten im Nachbarort fuhren. -
🤯 "Während sich Achtjährige 1919 noch im Umkreis von 9,5 Kilometern bewegten, waren es 1950 1,5 Kilometer, 1979 700 Meter und 2006 nur noch 300 Meter."
@kaffeeringe spannend, dass die neuesten Zahlen 20 Jahre alt zu sein scheinen und das im Artikel als aktueller "Trend" verkauft wird.