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  3. Pixelfed statt Instagram – Zwei Plattformen im Vergleich

Pixelfed statt Instagram – Zwei Plattformen im Vergleich

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  • blogangela@angela-carstensen.deB This user is from outside of this forum
    blogangela@angela-carstensen.deB This user is from outside of this forum
    blogangela@angela-carstensen.de
    wrote last edited by
    #1

    Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

    Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

    Inhalt Verbergen
    Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
    Pixelfeds Stärken
    Instagrams Stärken
    Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
    Einrichtung eines Pixelfedprofils
    Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
    Was meinst du?

    Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

    • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
    • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
    • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
    • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
    • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

    Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

    Pixelfeds Stärken

    Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

    Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

    Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

    Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

    Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

    Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

    Eingebunden in das Fediverse

    Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

    Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
    So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
    Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
    Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

    Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

    Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
    So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
    Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
    Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

    Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

    Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

    Funktionierende Moderation

    Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

    Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

    Instagrams Stärken

    Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

    Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

    Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

    Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

    Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

    Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

    Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

    Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

    Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

    Entspannte Vernetzung

    Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

    Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

    Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

    Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

    Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

    Einrichtung eines Pixelfedprofils

    Was ist eine Instanz?

    Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

    Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

    Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

    1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
    2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
    3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
    4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

    Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

    Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

    Dein Feed

    Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

    Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

    Nordsee

    Bloomscrolling

    SilentSunday

    Fensterfreitag

    Meermittwoch

    Sunrise

    Sonnenuntergang

    Nature

    Morning

    Caturday

    Mosstodon

    ThickTrunkTuesday

    Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

    Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

    Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

    Bilder posten

    In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

    Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

    Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

    In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

    Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

    Interaktionen

    Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

    Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

    Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

    Was meinst du?

    Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

    Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

    Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


    Ähnliche Beiträge findest du auf meinem Blog unter dem

    Schlagwort Fediverse
    b_rain@troet.cafeB ksued@social.cologneK ocyan@chaos.socialO new_joerg@norden.socialN hawkeye@norden.socialH 9 Replies Last reply
    1
    0
    • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

      Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

      Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

      Inhalt Verbergen
      Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
      Pixelfeds Stärken
      Instagrams Stärken
      Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
      Einrichtung eines Pixelfedprofils
      Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
      Was meinst du?

      Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

      • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
      • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
      • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
      • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
      • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

      Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

      Pixelfeds Stärken

      Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

      Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

      Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

      Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

      Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

      Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

      Eingebunden in das Fediverse

      Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

      Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
      So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
      Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
      Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

      Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

      Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
      So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
      Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
      Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

      Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

      Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

      Funktionierende Moderation

      Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

      Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

      Instagrams Stärken

      Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

      Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

      Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

      Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

      Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

      Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

      Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

      Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

      Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

      Entspannte Vernetzung

      Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

      Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

      Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

      Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

      Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

      Einrichtung eines Pixelfedprofils

      Was ist eine Instanz?

      Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

      Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

      Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

      1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
      2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
      3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
      4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

      Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

      Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

      Dein Feed

      Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

      Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

      Nordsee

      Bloomscrolling

      SilentSunday

      Fensterfreitag

      Meermittwoch

      Sunrise

      Sonnenuntergang

      Nature

      Morning

      Caturday

      Mosstodon

      ThickTrunkTuesday

      Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

      Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

      Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

      Bilder posten

      In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

      Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

      Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

      In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

      Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

      Interaktionen

      Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

      Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

      Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

      Was meinst du?

      Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

      Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

      Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


      Ähnliche Beiträge findest du auf meinem Blog unter dem

      Schlagwort Fediverse
      b_rain@troet.cafeB This user is from outside of this forum
      b_rain@troet.cafeB This user is from outside of this forum
      b_rain@troet.cafe
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      #2

      @blogangela Gut geschrieben, werde ich Leuten zeigen, denen ich beim Wechsel helfen will! 👍 #dutgemacht

      angelacarstensen@norden.socialA blogangela@angela-carstensen.deB 2 Replies Last reply
      0
      • b_rain@troet.cafeB b_rain@troet.cafe

        @blogangela Gut geschrieben, werde ich Leuten zeigen, denen ich beim Wechsel helfen will! 👍 #dutgemacht

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        #3

        @b_rain @blogangela Ich muss nur noch mal herausfinden, wie ich in einem Blogartikel Hashtags mit dem Symbol davor schreiben kann, ohne dass sie hier bei Beiträgen zusätzlich als Hashtag erscheinen. Wer sich das hier anguckt und einen Sonnenuntergang erwartet, wird bitter enttäuscht 😬😄

        Edit: Inzwischen habe ich aus meinem Blogbeitrag jeweils das # Symbol rausgenommen. Aber ideal ist das noch nicht.

        1 Reply Last reply
        0
        • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

          Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

          Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

          Inhalt Verbergen
          Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
          Pixelfeds Stärken
          Instagrams Stärken
          Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
          Einrichtung eines Pixelfedprofils
          Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
          Was meinst du?

          Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

          • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
          • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
          • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
          • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
          • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

          Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

          Pixelfeds Stärken

          Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

          Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

          Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

          Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

          Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

          Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

          Eingebunden in das Fediverse

          Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

          Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
          So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
          Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
          Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

          Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

          Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
          So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
          Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
          Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

          Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

          Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

          Funktionierende Moderation

          Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

          Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

          Instagrams Stärken

          Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

          Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

          Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

          Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

          Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

          Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

          Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

          Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

          Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

          Entspannte Vernetzung

          Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

          Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

          Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

          Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

          Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

          Einrichtung eines Pixelfedprofils

          Was ist eine Instanz?

          Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

          Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

          Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

          1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
          2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
          3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
          4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

          Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

          Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

          Dein Feed

          Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

          Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

          Nordsee

          Bloomscrolling

          SilentSunday

          Fensterfreitag

          Meermittwoch

          Sunrise

          Sonnenuntergang

          Nature

          Morning

          Caturday

          Mosstodon

          ThickTrunkTuesday

          Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

          Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

          Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

          Bilder posten

          In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

          Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

          Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

          In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

          Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

          Interaktionen

          Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

          Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

          Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

          Was meinst du?

          Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

          Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

          Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


          Ähnliche Beiträge findest du auf meinem Blog unter dem

          Schlagwort Fediverse
          ksued@social.cologneK This user is from outside of this forum
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          #4

          @blogangela Ein sehr schöner ausführlicher Vergleich.

          blogangela@angela-carstensen.deB 1 Reply Last reply
          0
          • ksued@social.cologneK ksued@social.cologne

            @blogangela Ein sehr schöner ausführlicher Vergleich.

            blogangela@angela-carstensen.deB This user is from outside of this forum
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            blogangela@angela-carstensen.de
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            #5

            @ksued Danke! Mir ist immer gar nicht so klar, wie weit entfernt mein Onlineerleben von dem anderer Menschen ist.

            1 Reply Last reply
            0
            • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

              Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

              Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

              Inhalt Verbergen
              Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
              Pixelfeds Stärken
              Instagrams Stärken
              Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
              Einrichtung eines Pixelfedprofils
              Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
              Was meinst du?

              Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

              • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
              • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
              • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
              • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
              • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

              Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

              Pixelfeds Stärken

              Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

              Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

              Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

              Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

              Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

              Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

              Eingebunden in das Fediverse

              Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

              Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
              So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
              Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
              Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

              Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

              Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
              So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
              Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
              Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

              Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

              Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

              Funktionierende Moderation

              Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

              Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

              Instagrams Stärken

              Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

              Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

              Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

              Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

              Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

              Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

              Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

              Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

              Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

              Entspannte Vernetzung

              Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

              Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

              Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

              Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

              Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

              Einrichtung eines Pixelfedprofils

              Was ist eine Instanz?

              Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

              Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

              Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

              1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
              2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
              3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
              4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

              Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

              Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

              Dein Feed

              Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

              Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

              Nordsee

              Bloomscrolling

              SilentSunday

              Fensterfreitag

              Meermittwoch

              Sunrise

              Sonnenuntergang

              Nature

              Morning

              Caturday

              Mosstodon

              ThickTrunkTuesday

              Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

              Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

              Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

              Bilder posten

              In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

              Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

              Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

              In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

              Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

              Interaktionen

              Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

              Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

              Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

              Was meinst du?

              Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

              Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

              Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


              Ähnliche Beiträge findest du auf meinem Blog unter dem

              Schlagwort Fediverse
              ocyan@chaos.socialO This user is from outside of this forum
              ocyan@chaos.socialO This user is from outside of this forum
              ocyan@chaos.social
              wrote last edited by
              #6

              @blogangela sehr schöner Beitrag! Informativ und motivierend. Wenn ich nicht schon einen Pixelfed-Account hätte, dann würde ich mir jetzt einen basteln! 😊

              blogangela@angela-carstensen.deB 1 Reply Last reply
              0
              • ocyan@chaos.socialO ocyan@chaos.social

                @blogangela sehr schöner Beitrag! Informativ und motivierend. Wenn ich nicht schon einen Pixelfed-Account hätte, dann würde ich mir jetzt einen basteln! 😊

                blogangela@angela-carstensen.deB This user is from outside of this forum
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                blogangela@angela-carstensen.de
                wrote last edited by
                #7

                @ocyan Ha, freut mich sehr!

                1 Reply Last reply
                0
                • b_rain@troet.cafeB b_rain@troet.cafe

                  @blogangela Gut geschrieben, werde ich Leuten zeigen, denen ich beim Wechsel helfen will! 👍 #dutgemacht

                  blogangela@angela-carstensen.deB This user is from outside of this forum
                  blogangela@angela-carstensen.deB This user is from outside of this forum
                  blogangela@angela-carstensen.de
                  wrote last edited by
                  #8

                  @b_rain Ich bin gespannt, ob diesen Leuten das weiterhilft!

                  1 Reply Last reply
                  0
                  • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

                    Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

                    Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

                    Inhalt Verbergen
                    Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
                    Pixelfeds Stärken
                    Instagrams Stärken
                    Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
                    Einrichtung eines Pixelfedprofils
                    Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
                    Was meinst du?

                    Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

                    • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
                    • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
                    • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
                    • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
                    • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

                    Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

                    Pixelfeds Stärken

                    Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

                    Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

                    Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

                    Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

                    Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

                    Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

                    Eingebunden in das Fediverse

                    Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

                    Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
                    So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
                    Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                    Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

                    Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

                    Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
                    So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
                    Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                    Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

                    Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

                    Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

                    Funktionierende Moderation

                    Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

                    Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

                    Instagrams Stärken

                    Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

                    Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

                    Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

                    Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

                    Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

                    Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

                    Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

                    Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

                    Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

                    Entspannte Vernetzung

                    Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

                    Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

                    Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

                    Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

                    Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

                    Einrichtung eines Pixelfedprofils

                    Was ist eine Instanz?

                    Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

                    Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

                    Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

                    1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
                    2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
                    3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
                    4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

                    Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

                    Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

                    Dein Feed

                    Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

                    Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

                    Nordsee

                    Bloomscrolling

                    SilentSunday

                    Fensterfreitag

                    Meermittwoch

                    Sunrise

                    Sonnenuntergang

                    Nature

                    Morning

                    Caturday

                    Mosstodon

                    ThickTrunkTuesday

                    Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

                    Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

                    Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

                    Bilder posten

                    In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

                    Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

                    Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

                    In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

                    Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

                    Interaktionen

                    Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

                    Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

                    Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

                    Was meinst du?

                    Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

                    Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

                    Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


                    Ähnliche Beiträge findest du auf meinem Blog unter dem

                    Schlagwort Fediverse
                    new_joerg@norden.socialN This user is from outside of this forum
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                    new_joerg@norden.social
                    wrote last edited by
                    #9

                    @blogangela Wunderbar und nachvollziehbar geschrieben. Ich bekomme Lust, endlich mal wieder Fotos zu machen, damit ich mir auch einen Pixelfed einrichten kann.

                    blogangela@angela-carstensen.deB 1 Reply Last reply
                    0
                    • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

                      Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

                      Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

                      Inhalt Verbergen
                      Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
                      Pixelfeds Stärken
                      Instagrams Stärken
                      Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
                      Einrichtung eines Pixelfedprofils
                      Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
                      Was meinst du?

                      Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

                      • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
                      • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
                      • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
                      • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
                      • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

                      Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

                      Pixelfeds Stärken

                      Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

                      Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

                      Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

                      Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

                      Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

                      Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

                      Eingebunden in das Fediverse

                      Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

                      Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
                      So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
                      Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                      Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

                      Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

                      Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
                      So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
                      Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                      Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

                      Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

                      Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

                      Funktionierende Moderation

                      Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

                      Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

                      Instagrams Stärken

                      Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

                      Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

                      Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

                      Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

                      Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

                      Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

                      Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

                      Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

                      Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

                      Entspannte Vernetzung

                      Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

                      Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

                      Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

                      Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

                      Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

                      Einrichtung eines Pixelfedprofils

                      Was ist eine Instanz?

                      Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

                      Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

                      Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

                      1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
                      2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
                      3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
                      4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

                      Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

                      Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

                      Dein Feed

                      Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

                      Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

                      Nordsee

                      Bloomscrolling

                      SilentSunday

                      Fensterfreitag

                      Meermittwoch

                      Sunrise

                      Sonnenuntergang

                      Nature

                      Morning

                      Caturday

                      Mosstodon

                      ThickTrunkTuesday

                      Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

                      Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

                      Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

                      Bilder posten

                      In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

                      Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

                      Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

                      In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

                      Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

                      Interaktionen

                      Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

                      Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

                      Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

                      Was meinst du?

                      Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

                      Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

                      Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


                      Ähnliche Beiträge findest du auf meinem Blog unter dem

                      Schlagwort Fediverse
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                      #10

                      @blogangela Vielen Dank für diese wirklich hilfreiche Beschreibung der Vorzüge des #fediverse !

                      blogangela@angela-carstensen.deB 1 Reply Last reply
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                      • new_joerg@norden.socialN new_joerg@norden.social

                        @blogangela Wunderbar und nachvollziehbar geschrieben. Ich bekomme Lust, endlich mal wieder Fotos zu machen, damit ich mir auch einen Pixelfed einrichten kann.

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                        #11

                        @New_Joerg Ach, da bin ich aber gespannt! Für mich hat das Photographieren die Wirkung, dass ich deutlich bewusster durch meine Umgebung gehe 🙂

                        1 Reply Last reply
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                        • hawkeye@norden.socialH hawkeye@norden.social

                          @blogangela Vielen Dank für diese wirklich hilfreiche Beschreibung der Vorzüge des #fediverse !

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                          #12

                          @hawkeye Lieben Dank! Ich habe mich wirklich redlich bemüht, Instagram gegenüber fair zu sein 🙂

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                          • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

                            Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

                            Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

                            Inhalt Verbergen
                            Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
                            Pixelfeds Stärken
                            Instagrams Stärken
                            Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
                            Einrichtung eines Pixelfedprofils
                            Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
                            Was meinst du?

                            Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

                            • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
                            • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
                            • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
                            • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
                            • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

                            Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

                            Pixelfeds Stärken

                            Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

                            Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

                            Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

                            Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

                            Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

                            Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

                            Eingebunden in das Fediverse

                            Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

                            Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
                            So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
                            Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                            Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

                            Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

                            Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
                            So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
                            Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                            Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

                            Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

                            Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

                            Funktionierende Moderation

                            Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

                            Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

                            Instagrams Stärken

                            Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

                            Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

                            Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

                            Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

                            Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

                            Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

                            Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

                            Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

                            Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

                            Entspannte Vernetzung

                            Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

                            Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

                            Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

                            Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

                            Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

                            Einrichtung eines Pixelfedprofils

                            Was ist eine Instanz?

                            Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

                            Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

                            Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

                            1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
                            2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
                            3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
                            4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

                            Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

                            Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

                            Dein Feed

                            Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

                            Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

                            Nordsee

                            Bloomscrolling

                            SilentSunday

                            Fensterfreitag

                            Meermittwoch

                            Sunrise

                            Sonnenuntergang

                            Nature

                            Morning

                            Caturday

                            Mosstodon

                            ThickTrunkTuesday

                            Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

                            Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

                            Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

                            Bilder posten

                            In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

                            Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

                            Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

                            In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

                            Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

                            Interaktionen

                            Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

                            Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

                            Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

                            Was meinst du?

                            Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

                            Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

                            Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


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                            #13

                            @blogangela mein technisches hauptproblem instagram vs pixelfed/fediverse ist nach wie vor, das die user (und tbh ich auch nicht in gänze) nicht verstehen können das ich mehr bilder hochgeladen habe als sie sehen können, wenn sie selbst auf einer anderen instanz angemeldet sind und ich deshalb kaum gesehen werde. Man muss immer die originalseite im Browser öffnen. Klar bei instagram gibts nur eine Seite, aber wenn man nicht nur nerdfans hat dann funktioniert das halt nicht.

                            blogangela@angela-carstensen.deB jan_mayen@social.tchncs.deJ 2 Replies Last reply
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                            • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

                              Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

                              Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

                              Inhalt Verbergen
                              Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
                              Pixelfeds Stärken
                              Instagrams Stärken
                              Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
                              Einrichtung eines Pixelfedprofils
                              Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
                              Was meinst du?

                              Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

                              • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
                              • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
                              • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
                              • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
                              • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

                              Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

                              Pixelfeds Stärken

                              Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

                              Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

                              Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

                              Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

                              Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

                              Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

                              Eingebunden in das Fediverse

                              Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

                              Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
                              So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
                              Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                              Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

                              Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

                              Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
                              So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
                              Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                              Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

                              Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

                              Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

                              Funktionierende Moderation

                              Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

                              Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

                              Instagrams Stärken

                              Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

                              Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

                              Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

                              Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

                              Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

                              Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

                              Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

                              Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

                              Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

                              Entspannte Vernetzung

                              Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

                              Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

                              Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

                              Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

                              Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

                              Einrichtung eines Pixelfedprofils

                              Was ist eine Instanz?

                              Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

                              Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

                              Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

                              1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
                              2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
                              3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
                              4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

                              Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

                              Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

                              Dein Feed

                              Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

                              Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

                              Nordsee

                              Bloomscrolling

                              SilentSunday

                              Fensterfreitag

                              Meermittwoch

                              Sunrise

                              Sonnenuntergang

                              Nature

                              Morning

                              Caturday

                              Mosstodon

                              ThickTrunkTuesday

                              Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

                              Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

                              Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

                              Bilder posten

                              In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

                              Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

                              Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

                              In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

                              Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

                              Interaktionen

                              Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

                              Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

                              Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

                              Was meinst du?

                              Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

                              Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

                              Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


                              Ähnliche Beiträge findest du auf meinem Blog unter dem

                              Schlagwort Fediverse
                              lazyb0y@mastodon.socialL This user is from outside of this forum
                              lazyb0y@mastodon.socialL This user is from outside of this forum
                              lazyb0y@mastodon.social
                              wrote last edited by
                              #14

                              @blogangela
                              WERBUNG!!!

                              obwohl Insta die Chance hätte dass ich noch ab und zu reinschaue, strengen sie sich grad mega an mich wirklich komplett und für immer liszuwerden indem sie meine timeline komplett mit Werbung zuballern - 50% der Posts sind bezahlte Werbung, teils sogar mit Guckzwang...

                              blogangela@angela-carstensen.deB 1 Reply Last reply
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                              • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

                                Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

                                Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

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                                Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
                                Pixelfeds Stärken
                                Instagrams Stärken
                                Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
                                Einrichtung eines Pixelfedprofils
                                Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
                                Was meinst du?

                                Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

                                • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
                                • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
                                • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
                                • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
                                • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

                                Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

                                Pixelfeds Stärken

                                Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

                                Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

                                Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

                                Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

                                Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

                                Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

                                Eingebunden in das Fediverse

                                Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

                                Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
                                So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
                                Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                                Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

                                Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

                                Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
                                So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
                                Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                                Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

                                Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

                                Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

                                Funktionierende Moderation

                                Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

                                Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

                                Instagrams Stärken

                                Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

                                Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

                                Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

                                Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

                                Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

                                Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

                                Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

                                Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

                                Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

                                Entspannte Vernetzung

                                Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

                                Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

                                Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

                                Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

                                Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

                                Einrichtung eines Pixelfedprofils

                                Was ist eine Instanz?

                                Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

                                Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

                                Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

                                1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
                                2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
                                3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
                                4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

                                Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

                                Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

                                Dein Feed

                                Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

                                Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

                                Nordsee

                                Bloomscrolling

                                SilentSunday

                                Fensterfreitag

                                Meermittwoch

                                Sunrise

                                Sonnenuntergang

                                Nature

                                Morning

                                Caturday

                                Mosstodon

                                ThickTrunkTuesday

                                Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

                                Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

                                Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

                                Bilder posten

                                In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

                                Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

                                Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

                                In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

                                Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

                                Interaktionen

                                Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

                                Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

                                Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

                                Was meinst du?

                                Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

                                Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

                                Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


                                Ähnliche Beiträge findest du auf meinem Blog unter dem

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                                linkshaender@bildung.socialL This user is from outside of this forum
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                                linkshaender@bildung.social
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                                #15

                                @blogangela Dankeschön fürs Teilen! Ein gut geschriebener und interessanter Artikel für Umsteiger von Insta! 👍🏼🤩

                                blogangela@angela-carstensen.deB 1 Reply Last reply
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                                • lazyb0y@mastodon.socialL lazyb0y@mastodon.social

                                  @blogangela
                                  WERBUNG!!!

                                  obwohl Insta die Chance hätte dass ich noch ab und zu reinschaue, strengen sie sich grad mega an mich wirklich komplett und für immer liszuwerden indem sie meine timeline komplett mit Werbung zuballern - 50% der Posts sind bezahlte Werbung, teils sogar mit Guckzwang...

                                  blogangela@angela-carstensen.deB This user is from outside of this forum
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                                  #16

                                  @lazyb0y Ach, wie nervig! Da bin ich doppelt froh, dass ich da raus bin 🙂

                                  1 Reply Last reply
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                                  • b3r6ur@chaos.socialB b3r6ur@chaos.social

                                    @blogangela mein technisches hauptproblem instagram vs pixelfed/fediverse ist nach wie vor, das die user (und tbh ich auch nicht in gänze) nicht verstehen können das ich mehr bilder hochgeladen habe als sie sehen können, wenn sie selbst auf einer anderen instanz angemeldet sind und ich deshalb kaum gesehen werde. Man muss immer die originalseite im Browser öffnen. Klar bei instagram gibts nur eine Seite, aber wenn man nicht nur nerdfans hat dann funktioniert das halt nicht.

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                                    #17

                                    @B3r6ur Das ist ja interessant und war mir so nicht bewusst. Da muss Pixelfed wohl noch mal ran, ich hoffe die Programmiercommunity, die da am Werk ist, weiß über dieses Problem Bescheid.

                                    Werde ich wohl demnächst noch mal bei „Instrgrams Stärken“ zufügen, dass es für Nichtsnerds einfacher verständlich ist.

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                                    • linkshaender@bildung.socialL linkshaender@bildung.social

                                      @blogangela Dankeschön fürs Teilen! Ein gut geschriebener und interessanter Artikel für Umsteiger von Insta! 👍🏼🤩

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                                      #18

                                      @Linkshaender Vielen Dank für dein Feedback! 🙂

                                      1 Reply Last reply
                                      0
                                      • b3r6ur@chaos.socialB b3r6ur@chaos.social

                                        @blogangela mein technisches hauptproblem instagram vs pixelfed/fediverse ist nach wie vor, das die user (und tbh ich auch nicht in gänze) nicht verstehen können das ich mehr bilder hochgeladen habe als sie sehen können, wenn sie selbst auf einer anderen instanz angemeldet sind und ich deshalb kaum gesehen werde. Man muss immer die originalseite im Browser öffnen. Klar bei instagram gibts nur eine Seite, aber wenn man nicht nur nerdfans hat dann funktioniert das halt nicht.

                                        jan_mayen@social.tchncs.deJ This user is from outside of this forum
                                        jan_mayen@social.tchncs.deJ This user is from outside of this forum
                                        jan_mayen@social.tchncs.de
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                                        #19

                                        @B3r6ur
                                        Das ist aber nur, wenn ein Pixelfed-Beitrag mit zum Beispiel einem Mastodon-Account angesehen wird, weil Mastodon nur vier Bilder unterstützt - also nur die ersten vier anzeigt.

                                        @blogangela

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                                        • blogangela@angela-carstensen.deB blogangela@angela-carstensen.de

                                          Im Bloggerschnack für den Februar 2026 berichtete ich über meine Profile im Fediverse. Dieses Netzwerk ist zunehmend im Gespräch, nicht zuletzt durch die Initiative um den Digitalen Unabhängigkeitstag. Immer am ersten Sonntag eines Monats, bieten Menschen Unterstützung dabei an, von den Broligarchie-basierten Plattformen wie Google, Meta, X und Amazon umzusteigen. Und eine der Möglichkeiten ist es, Pixelfed statt Instagram zu nutzen.

                                          Erst durch einen Kommentar unter meinem Februar-Bloggerschnack wurde mir klar: Diese Fediverse-Alternativen haben sich gar nicht so weit herumgesprochen, wie ich dachte. Daher klopfe ich heute noch einmal Pixelfed und Instagram gründlich auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede ab. Und ich erkläre, weshalb ich mich für Pixelfed entschieden habe. Für alle Interessierten, erläutere ich dann noch, wie einfach sich dort ein Konto einrichten lässt.

                                          Inhalt Verbergen
                                          Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram
                                          Pixelfeds Stärken
                                          Instagrams Stärken
                                          Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze
                                          Einrichtung eines Pixelfedprofils
                                          Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg
                                          Was meinst du?

                                          Gemeinsamkeiten zwischen Pixelfed und Instagram

                                          • Rein optisch ist Pixelfed Instagram sehr ähnlich. Ich jedenfalls habe mich beim Scrollen sofort zurechtgefunden. Bei beiden Systemen gibt es Desktopversionen im Browser und zusätzlich Apps für den mobilen Zugang.
                                          • In beiden Fällen geht es grundlegend darum, Bilder oder Videos zu veröffentlichen. Andere Personen im gleichen Netzwerk können diese sehen, liken, teilen, kommentieren und Lesezeichen darauf setzen.
                                          • Auf beiden Plattformen gibt es zusätzlich noch die Option, Stories zu teilen, also kurzlebige Beiträge, die nach 24 Stunden wieder verschwinden.
                                          • Beide ermöglichen das Teilen von Karussellpostings zum Durchblättern, also von Beiträgen mit mehr als einer Kachel.
                                          • Sowohl bei Pixelfed als auch bei Instagram folgen Menschen sich gegenseitig. Es ist allerdings auch möglich, Hashtags zu folgen. Die Beträge von Konten und Hashtags, denen ich folge, erscheinen dann in meinem Feed.

                                          Soweit die Ähnlichkeiten. Jetzt zu den Unterschieden, denn beide Plattformen haben jeweils eigene Stärken und sind entsprechend für unterschiedliche Strategien geeignet.

                                          Pixelfeds Stärken

                                          Keine Werbung, kein Algorithmus, keine festgelegten Formate

                                          Das Fediverse gehört nicht einem zentralen Unternehmen. Es besteht aus vielen kleineren und größeren Einzelinstanzen, die untereinander verbunden sind. Sie finanzieren sich durch Spenden, daher gibt es keine Werbung und keine kostenpflichtigen Extradiensleistungen.

                                          Der Feed basiert nur auf den gefolgten Konten und Hashtags. Er ist chronologisch aufgebaut, also stehen neu hochgeladene Beiträge immer oben. Es gibt keinen Algorithmus, der mir Dinge präsentiert, die ich gar nicht sehen will. Wenn ich es möchte, kann ich Konten und Hashtags stummschalten (zeitweise oder für immer) und Begriffe, die mich nerven, wegfiltern.

                                          Es gibt kein vorgeschriebenes Bildformat. Daher wird auch das Aussehen meines Profils nicht immer wieder umgestellt. Ob quadratisch, hochkant oder querformatig: Bilder erscheinen im Feed so wie sie hochgeladen wurden. In der Gesamtschau auf ein einzelnes Profil erscheinen sie allerdings in einem Raster aus Quadraten, wie im Beitragsbild oben zu sehen ist. Unter anderem diese Flexibilität schätze ich sehr.

                                          Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.Screeshot auf Pixelfed. Zu sehen sind fünf Bilderkollektionen.

                                          Die einzelnen Posts fasse ich gerne in Kollektionen zusammen. Zum Beispiel für jeden Jahresdurchlauf von Projekt52 den Inktober 25 und eine andere Zeichenchallenge im Januar 26. Die Links zu diesen Kollektionen lassen sich dann gut in Blogartikel einflechten.

                                          Eingebunden in das Fediverse

                                          Pixelfed ist nicht abgeschottet. In jedem Text kann ich Links unterbringen, die meine Follower:innen überall hin tragen. Außerdem ist es technisch möglich, mit einem Pixelfed-Profil anderen Personen auf einer anderen Fediverse-Plattform, zum Beispiel Mastodon zu folgen. Allerdings werden mir in dem Fall nur die Posts angezeigt, die ein Bild enthalten.

                                          Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines MastodonprofilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Mastodonprofils
                                          So erscheint ein Bildpost aus Mastodon in Pixelfed.
                                          Screenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus MAstodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                                          Und so sieht der gleiche Beitrag in Mastodon aus.

                                          Genauso kann jemand von beispielsweise Mastodon meinem Pixelfed-Profil folgen und bekommt dann alle meine Bilder zu sehen. Nur leicht anders dargestellt.

                                          Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.Screenshot aus Mastodon, zu sehen ist ein Bildbeitrag eines Pixelfedprofils.
                                          So erscheint ein Beitrag aus Pixelfed in Mastodon.
                                          Screenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses ProfilsScreenshot aus Pixelfed, zu sehen ist ein Bildbeitrag dieses Profils
                                          Und so sieht der gleiche Beitrag in Pixelfed aus.

                                          Dazu ist zu ergänzen, dass ich den Hintergrund bei Mastodon auch auf weiß umstellen könnte. Ich fand das allerdings für den optischen Vergleich nicht verkehrt.

                                          Es gibt noch weitere Plattformen im Fediverse. Einige darunter erinnern vom Aussehen und der Handhabung her zum Beispiel an Facebook oder Reddit. Und trotzdem ist ein gegenseitiges Folgen immer technisch möglich. Auch Menschen ohne eigenen Account können im Fediverse lesen. Allerdings können sie so nicht durch Kommentare oder Likes interagieren.

                                          Funktionierende Moderation

                                          Wer sich auf einer der Instanzen anmeldet, verpflichtet sich zu anständigem Benehmen. Wenn sich jemand nicht daran hält, und deswegen gemeldet wird, wird deutlich rigoroser vorgegangen als zum Beispiel auf Meta, wo ich reihenweise menschenfeindliche Beiträge gemeldet habe und wo oft nichts passierte.

                                          Andererseits wird für niemanden aus undurchsichtigen Gründen die Reichweite heruntergeregelt. Niemand muss eine bestimmte Beitragsfrequenz aufrecht erhalten oder einen ganzen Zoo von Hashtags im Begleittext auflisten, um gesehen zu werden. Reichweite entsteht organisch und chronologisch.

                                          Instagrams Stärken

                                          Instagram ist ein Megaunternehmen und eine ausdrückliche Werbeplattform. Wenn jemand hier kommerzielle Produkte oder Kurse vorstellt, spricht das nicht gegen die guten Sitten, es wird sogar erwartet. Gegen Gebühr wird auf der Basis ausgewählter Posts anderen Nutzer:innen Werbung präsentiert.

                                          Mit der Meta-Business-Suite kann ich Inhalte und Beiträge planen, bekomme Marketing-Tipps und eine ganze Reihe statistischer Auswertungen, die mir sagen, wie gut meine Beiträge ankommen. Auf dieser Basis kann ich eine Contentstrategie entwerfen und ganz gezielt Beiträge schreiben, und zu den richtigen Terminen und sogar optimalen Uhrzeiten posten.

                                          Instagram hatte im 4. Quartal 2024 2,3 Milliarden monatliche Nutzer:innen. Damit bietet es (wenigstens theoretisch) eine extrem große Bühne und verspricht (wenigstens theoretisch), die Beiträge an ein passendes Publikum auszuspielen.

                                          Und weil so viele Menschen auf Insta sind, sind so viele Menschen auf Insta. Manchen Menschen bin ich nur dort gefolgt und habe dafür, als ich meine Konten einstellte, keinen Ersatz gefunden. Insta erzeugt FOMO, die Furcht, etwas zu verpassen, und lindert diese wieder durch das scheinbar unendliche Angebot. Es gibt zu so gut wie jedem Themenbereich sehr unterhaltsame und gesprächige Menschen, die ihre Ansichten, Informationen oder Anleitungen teilen.

                                          Warum ich Pixelfed statt Instagram nutze

                                          Vom Hamsterrad in den Bildergenuss

                                          Nach ein paar Jahren hatte ich das Hamsterrad satt. Der Druck, öfter zu posten, als es meinem eigenen Mitteilungsbedürfnis entsprach, stand in keinem Verhältnis zu der geringen Resonanz, die meine Posts erzeugten. Vielleicht habe ich auch nicht den richtigen Nerv getroffen. Oder nicht die richtige Zielgruppe.

                                          Als ich deswegen aus Meta ausstieg, hörte ich zum ersten Mal bewusst von Pixelfed. Dass seine Optik und die verfügbaren Funktionen so ähnlich waren, machte mich neugierig. Ich hatte schon ein privates Profil in Mastodon und eins, das zu dieser Webseite gehörte, also war mir der grundsätzliche Ablauf der Anmeldung im Fediverse bekannt. Ich wusste, dass ich anderen Menschen und Hashtags folgen musste, um einen interessanten Feed zu bekommen.

                                          Vom ersten Moment an atmete ich auf. Ich scrollte durch Naturphotos, lustige Bilder, inspirierende Zitate und Häkelwerke. Keine Werbung, kein „Mach diesen Fehler endlich nicht mehr!“, keine mir entgegen gehaltenen Handflächen, keine künstlich vorwurfsvollen Gesichtsausdrücke. Mein jetziger Feed enthält alles zwischen beeindruckenden Kunstwerken und leicht verwackelten, aber nicht weniger berührenden Photos.

                                          Entspannte Vernetzung

                                          Mir folgen nur sehr wenige Männer mit Sixpack, Sonnenbrille und Doktortitel, deren sechs Posts alle vom gleichen Datum sind und in deren Bio Inspirationssprüche und/oder ihre Vorstellungen von der idealen Frau stehen.

                                          Stattdessen folgen mir hauptsächlich Menschen, die sich wie ich für Zentangle, Häkeln, Zitate oder Mathematik interessieren. Mit ihnen komme ich unter meinen oder ihren Beiträgen ins Gespräch.

                                          Ich könnte sicherlich mehr Zeit auf Pixelfed verbringen. Das würde die Zahl der Menschen erhöhen, die mir folgen und denen ich folge. Und damit meine Reichweite. Allerdings läuft mir das auch nicht weg. Pixelfed fühlt sich für mich nicht nach FOMO an. Ich kann die App öffnen, mich über Sonnenaufgänge, Bäume und Fenster freuen, und sie dann entspannt wieder schließen.

                                          Dann und wann habe ich aktivere Phasen. Dann zeichne ich täglich etwas und teile es. Aber wenn ich später wieder etwas stiller werde, straft mich die Plattform dafür nicht ab. Ich kann, wenn ich will, statt permanent zu müssen.

                                          Und für diejenigen, die bestimmte Profile auf Instagram vermissen würden: Mit Imgnn.com ist es möglich, bequem auch ohne ein eigenes Profil uneingeschränkt durch Beiträge zu scrollen.

                                          Einrichtung eines Pixelfedprofils

                                          Was ist eine Instanz?

                                          Wie immer im Fediverse steht am Anfang die Auswahl einer Instanz. Das hört sich aber nach mehr an, als es ist. Ich bin zum Beispiel auf Pixelfed.Social. Hier hat diese Plattform ihren Anfang genommen, aber das bedeutet nicht, dass es große Vorteile hätte, hier ein Konto einzurichten.

                                          Instanzen sind wie untereinander verbundene Dörfer und Städte. Alle gemeinsam machen ein Land aus, das Fediverse. Um in diesem Land zu leben und mich mit anderen Menschen zu unterhalten, ist es ziemlich unerheblich, in welchem Dorf ich mein Haus baue.

                                          Pixelfedkonto anlegen, Schritt für Schritt

                                          1. Instanz aussuchen: Dafür gibt es online Listen für Pixelfed-Server. (Nicht verwirren lassen, Server und Instanz sind in diesem Zusammenhang austauschbare Begriffe.) Gram.social und Pixelfed.de sind zum Beispiel in Deutschland angesiedelt.
                                          2. Instanzregeln lesen: Jede Instanz hat Verhaltensregeln, die das jeweilige Moderationsteam durchsetzt, auf die du dich also später auch beim Melden berufen kannst. Du findest sie auf der Webseite der jeweiligen Instanz. Es kann sein, dass eine Instanz ausdrücklich keine Werbebeiträge möchte.
                                          3. Beitreten: Klick auf den Button, auf dem „Join“ oder „Sign Up“ steht und gib deine Informationen ein. Nach dem Klicken auf den „Register“-Button bekommst du eine Bestätigungs-E-Mail.
                                          4. Profil einrichten: Schreibe ein paar interessante Punkte über dich in deine Bio und lade ein Profilbild hoch.

                                          Und das war es schon. Nicht komplizierter als die Einrichtung eines Profils bei Meta oder X. Und wenn dir die Instanz irgendwann nicht mehr gefallen sollte, kannst du das bestehende Profil auf eine andere Instanz umziehen. Die Einstellungen wie „folge ich“ und „folgt mir“ ziehen dabei mit um, die Posts leider nicht, die sind dann weg.

                                          Meine Tipps für einen gelungenen Einstieg

                                          Dein Feed

                                          Was machst du nun mit deinem brandneuen Pixelfedprofil? Erstmal stellst du den Feed für dich persönlich ein. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten.

                                          Suche nach Stichworten, die dich interessieren. Profilen, die erscheinen und dich ansprechen, folgst du. Ich empfehle ausdrücklich, auch spannenden Hashtags unter deren Posts zu folgen. Hier sind meine Favoriten, die mir immer wieder die Seele erwärmen:

                                          Nordsee

                                          Bloomscrolling

                                          SilentSunday

                                          Fensterfreitag

                                          Meermittwoch

                                          Sunrise

                                          Sonnenuntergang

                                          Nature

                                          Morning

                                          Caturday

                                          Mosstodon

                                          ThickTrunkTuesday

                                          Hashtags zu folgen ist anscheinend nicht auf allen Instanzen möglich. Wie mir berichtet wurde, geht es auf pixel.techncs.de zum Beispiel nicht. Hoffen wir mal, dass dort diese Möglichkeit irgendwann bald nachgerüstet wird.

                                          Im globalen Feed siehst du eine Liste der neuesten Posts aller Profile auf der gleichen Instanz. In der App klickst du dafür auf das Häuschensymbol unten links, danach auf das Globussymbol ganz oben. In der Desktoversion kommst du mit einem Klick auf den bunten Kringel oben links in deinen persönlichen Feed. Von dort aus klickst du auf das Globussymbol. Ich empfehle, dich auf dem globalen Feed ein Weilchen durch zu scrollen und bei interessanten Bildern den dazugehörigen Profilen zu folgen.

                                          Generell gilt: Je mehr Profilen du folgst, umso abwechslungsreicher und interessanter wird dein Feed. Und wenn du mit Beiträgen durch Teilen, Liken oder Kommentieren interagierst, werden schnell auch andere Menschen auf dich aufmerksam.

                                          Bilder posten

                                          In der Desktopversion gehst du in deinen Home-Feed, indem du auf das bunte Kringel-Icon oben links klickst. Daraufhin erscheint oben links ein Button, auf dem in der englischen Version „Create New Post“ steht. Von dort aus ist das Hochladen eigentlich selbsterklärend. In der Appversion ist am unteren Bildschirmrand ein kleines Kamera-Icon, das den Hochladedialog startet.

                                          Es gehört zum inklusiven Umgang, Bildbeschreibungen einzufügen. Dazu klickst du auf Alt-Text und beschreibst nach bestem Wissen und Gewissen dein Bild. Hier sind keine Romane gefordert, es sollen sich einfach nur Menschen mit Seheinschränkung vorstellen können, was du siehst.

                                          Viele Nutzer:innen teilen Bilder ohne Alt-Text grundsätzlich nicht, ich gehöre dazu. In diesen Fällen like und kommentiere ich allerdings trotzdem.

                                          In der Appversion ist es möglich, direkt auf die Kamera zuzugreifen. Aber natürlich kannst du auch gespeicherte Medien hochladen. Wenn du dann auf das Schieberegler-Icon unter dem Vorschaubild tippst, kannst du wieder Alt-Text eingeben.

                                          Sowohl Desktopversion als auch App erlauben es, die Privatsphäre eines Bildes so einzustellen, dass sie von allen oder nur von deinen Follower:innen gesehen werden können.

                                          Interaktionen

                                          Die Vernetzung entsteht durch die Teilnehmenden selbst. Die Plattform bietet dafür nur den Rahmen und die technischen Möglichkeiten. Entsprechend empfehle ich, mit anderen User:innen in Kontakt zu treten. Alle freuen sich über Likes und Kommentare. Allerdings werden diese nicht statistisch ausgewertet und zahlen nicht auf mehr oder weniger Reichweite ein. Sie sind einfach eine freundliche Geste, das verbindende Element zwischen echten Menschen. Das ist für mich einer der zentralen Gründe für Pixelfed statt Instagram.

                                          Die Reichweite entsteht durch das Teilen. Wenn ich einen Beitrag teile, erscheint er in den Feeds aller meiner Follower:innen. Falls jemand von ihnen ihn weiterteilt, erscheint er in den Feeds seiner oder ihrer Follower:innen. Und so weiter. Teilen ist also noch wichtiger als Herzchen zu verteilen, so schön diese sich auch anfühlen. Zusätzlich gebe ich meinen Follower:innen die Gelegenheit, eine weitere interessante Person kennenzulernen, wenn ich Dinge teile, die ich bemerkenswert finde.

                                          Mein Eindruck ist, dass in Pixelfedbeiträgen nicht so viel hin und her kommentiert wird, wie auf Mastodon. Das hält mich aber nicht davon ab, hier und da ein Gespräch anzufangen. Und dabei wurde ich schon mehrfach auf neue Kreativprojekte aufmerksam. Und ich bin nie stundenlang hängen geblieben. Genausowenig fühle ich mich hier nach dem Scrollen pappig im Gehirn oder deprimiert.

                                          Was meinst du?

                                          Ich hoffe, mein Erfahrungsbericht hat mehr Klarheit gebracht. Wenn du auch einmal Pixelfed statt Instagram ausprobieren willst und dabei gerne Unterstützung hättest, sag Bescheid! Eine Followerin hast du dann schon sicher 😁

                                          Oder hast du schon selbst Erfahrungen mit dem Fediverse bezeihungsweise sogar Pixelfed gemacht? Dann freue ich mich auf den Austausch.

                                          Je mehr Menschen sich ins Fediverse begeben, umso lebendiger wird es und umso weniger überwiegt Instagrams Stärke der vielen Nutzer:innen. Weitere Umstiegserklärungen findest du auf der Seite zum Digitalen Unabhängigkeitstag.


                                          Ähnliche Beiträge findest du auf meinem Blog unter dem

                                          Schlagwort Fediverse
                                          jan_mayen@social.tchncs.deJ This user is from outside of this forum
                                          jan_mayen@social.tchncs.deJ This user is from outside of this forum
                                          jan_mayen@social.tchncs.de
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                                          #20

                                          @blogangela
                                          Schöner Artikel!
                                          Konnte direkt was lernen, obwohl ich nie auf Insta war. Imginn.com kannte ich noch nicht und scheint hilfreich zu sein, wenn mensch mal kurz was gucken möchte. Werde ich mal ausprobieren.

                                          Die Angabe das pixel.tchncs.de (im Blog ist ein e zuviel) keine Hashtag folgen kann, hat mich überrascht und beim Ausprobieren auch festgestellt, dass das nicht so ist.
                                          Siehe Screenshot. Muss auch schon sehr lange funktionieren, da ich auch einen anderen alten Hashtag in der Liste habe.

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