Es ist total wichtig, sich immer wieder zu fragen: weiß ich wirklich, was ich zu wissen glaube
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RE: https://chaos.social/@Fischblog/116175753942928875
Es ist total wichtig, sich immer wieder zu fragen: weiß ich wirklich, was ich zu wissen glaube?
Die meisten Dinge wissen wir nur so ungefähr. Das ist ganz normal.Anderes Beispiel: was macht eigentlich eine Zentralbank?
Klar, in etwa weiß man das.
Aber könntet ihr es erklären? Ich spontan nicht.@Fischblog Wenn Menschen mir im Gespräch mit einer Selbstgewissheit begegnen, die ein gewisses Maß übersteigt, gehen bei mir alle Alarmglocken an und ich gehe in den Extrem-Skepsis-Modus.
(Klasse Text zum Klimawandel übrigens, den ich schon viele Male geteilt habe.)
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@Fischblog Wenn Menschen mir im Gespräch mit einer Selbstgewissheit begegnen, die ein gewisses Maß übersteigt, gehen bei mir alle Alarmglocken an und ich gehe in den Extrem-Skepsis-Modus.
(Klasse Text zum Klimawandel übrigens, den ich schon viele Male geteilt habe.)
@silberspur Danke.

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@Fischblog Weil ich beruflich ständig nachschlagen muss, bin ich Fan von Kinderfernsehen. Gerade haben sie auf Logo.de Regelungen zur Wehrpflicht erklärt und warum Kinder und Jugendliche dagegen auf die Strasse gehen. Und ich denk mir so oft, dass Erwachsenenmedien viel mehr von solchem prägnanten und einfach verständlichem Erklären bräuchten!
Niederschwellig ist etwas anderes als Kinderfernsehen. Leider wird häufig nur im Kinderfernsehen niederschwellig erklärt. Obwohl es immer Themen gibt, die man als Erwachsener nicht sofort erklären kann – wenn überhaupt.

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@Fischblog Weil ich beruflich ständig nachschlagen muss, bin ich Fan von Kinderfernsehen. Gerade haben sie auf Logo.de Regelungen zur Wehrpflicht erklärt und warum Kinder und Jugendliche dagegen auf die Strasse gehen. Und ich denk mir so oft, dass Erwachsenenmedien viel mehr von solchem prägnanten und einfach verständlichem Erklären bräuchten!
Alle wollen einfache Antworten.
Leider ist die Welt halt nicht einfach.
Ich waere dafuer, dass man Kindern Details nicht vorenthaelt, sondern so lange erklaert, bis der Zuhoeren meint, dass er keine genaueren Details mehr braucht (nicht weil er ausgestiegen ist, sondern weil es verstanden wurde). -
Alle wollen einfache Antworten.
Leider ist die Welt halt nicht einfach.
Ich waere dafuer, dass man Kindern Details nicht vorenthaelt, sondern so lange erklaert, bis der Zuhoeren meint, dass er keine genaueren Details mehr braucht (nicht weil er ausgestiegen ist, sondern weil es verstanden wurde).@cmister26 Ich würde es anders formulieren: Alle haben das Recht darauf, komplexe Dinge einfach erklärt zu bekommen!
Es ist verdammt schwer, besonders komplexe Inhalte einfach zu erklären. Deshalb lernt man das in bestimmten Berufen: #Journalismus #SciComm Beispiel Völkerrecht in 1:19 min: https://www.logo.de/voelkerrecht-frieden-krieg-einfach-erklaert-100.html
Bei Kindern muss man beachten, was altersgerecht ist oder wie traumatisierend etwas sein kann. Da hilft es sehr, intensiv zuzuhören, die Kinder Fragen stellen zu lassen. -
Niederschwellig ist etwas anderes als Kinderfernsehen. Leider wird häufig nur im Kinderfernsehen niederschwellig erklärt. Obwohl es immer Themen gibt, die man als Erwachsener nicht sofort erklären kann – wenn überhaupt.

@_RyekDarkener_ Den Unterschied macht man seltsamerweise oft in De. In den Kulturkreisen, in denen ich arbeite, gibt es das nicht so. Kannst du öfter bei ARTE sehen, wo die Erklärzeichentricks, Cartoons oder der französische Sendung-mit-der-Maus-Ton à la Karambolage bestens für Erwachsene funktioniert.
Übrigens ein Grund, warum Kinderfernsehen von so vielen Erwachsenen geschaut wird. Vergessen wir eins nicht: viele Menschen haben eine einfache Bildung oder lernen die Sprache erst.
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@cmister26 Ich würde es anders formulieren: Alle haben das Recht darauf, komplexe Dinge einfach erklärt zu bekommen!
Es ist verdammt schwer, besonders komplexe Inhalte einfach zu erklären. Deshalb lernt man das in bestimmten Berufen: #Journalismus #SciComm Beispiel Völkerrecht in 1:19 min: https://www.logo.de/voelkerrecht-frieden-krieg-einfach-erklaert-100.html
Bei Kindern muss man beachten, was altersgerecht ist oder wie traumatisierend etwas sein kann. Da hilft es sehr, intensiv zuzuhören, die Kinder Fragen stellen zu lassen.So lange die "Vereinfachung" nicht zu sehr von der Wirklichkeit weg geht, kann man sie ja benutzen.
Aber auch nur, wenn man mit dem Verstaendnis nicht weiter kommt.Beispiel:
Ich wollte meiner Tochter eine ihrer Fragen beantworten und bin dabei drauf gekommen, dass sie da mehr Ahnung hat als ich.
Ich bin einfach bei einer "Vereinfachung" stehen geblieben, die sie schon lange hinter sich gelassen hatte. -
So lange die "Vereinfachung" nicht zu sehr von der Wirklichkeit weg geht, kann man sie ja benutzen.
Aber auch nur, wenn man mit dem Verstaendnis nicht weiter kommt.Beispiel:
Ich wollte meiner Tochter eine ihrer Fragen beantworten und bin dabei drauf gekommen, dass sie da mehr Ahnung hat als ich.
Ich bin einfach bei einer "Vereinfachung" stehen geblieben, die sie schon lange hinter sich gelassen hatte.@cmister26 Das ist das Allerschönste - wenn wir von Kindern lernen können! Passiert mir ständig bei der Arbeit mit Kindern und das lässt mich sehr viel meine eigene Arbeit reflektieren.
Die besteht übrigens darin, *allgemeinverständlich* komplexe wissenschaftliche Sachverhalte für Erwachsene zu erklären, und das auch noch unterhaltsam.
Ich lass mich da von niemandem einschränken.
Etwas verständlich zu erklären, hat mit Realitätsflucht absolut nichts zu tun. -
@cmister26 Das ist das Allerschönste - wenn wir von Kindern lernen können! Passiert mir ständig bei der Arbeit mit Kindern und das lässt mich sehr viel meine eigene Arbeit reflektieren.
Die besteht übrigens darin, *allgemeinverständlich* komplexe wissenschaftliche Sachverhalte für Erwachsene zu erklären, und das auch noch unterhaltsam.
Ich lass mich da von niemandem einschränken.
Etwas verständlich zu erklären, hat mit Realitätsflucht absolut nichts zu tun.Es ging mir nicht um Realitaetsflucht, auch wenn meine Kinder lange an den Nikolaus geglaubt haben.
Wenn man sie jetzt fragt, koennen sie sich nicht mal mehr daran erinnern.Vereinfachungen sind Abkuerzungen und
deshalb nicht unbedingt das, was wirklich ist.Wenn man in einem Labyrinth nicht weiter kommt, macht man sich damit ein Loch in eine Wand, die zu einer Stelle steht, bei der man wieder weiss, wie es weiter geht.
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@_RyekDarkener_ Den Unterschied macht man seltsamerweise oft in De. In den Kulturkreisen, in denen ich arbeite, gibt es das nicht so. Kannst du öfter bei ARTE sehen, wo die Erklärzeichentricks, Cartoons oder der französische Sendung-mit-der-Maus-Ton à la Karambolage bestens für Erwachsene funktioniert.
Übrigens ein Grund, warum Kinderfernsehen von so vielen Erwachsenen geschaut wird. Vergessen wir eins nicht: viele Menschen haben eine einfache Bildung oder lernen die Sprache erst.
Vielleicht sollte man dieses "Kinder-Format" häufiger in den Mainstream-Kanälen einsetzen, um das allgemeine Bildungsniveau zu heben. Es gäbe da so viele Themen, für die das wichtig wäre.
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Es ging mir nicht um Realitaetsflucht, auch wenn meine Kinder lange an den Nikolaus geglaubt haben.
Wenn man sie jetzt fragt, koennen sie sich nicht mal mehr daran erinnern.Vereinfachungen sind Abkuerzungen und
deshalb nicht unbedingt das, was wirklich ist.Wenn man in einem Labyrinth nicht weiter kommt, macht man sich damit ein Loch in eine Wand, die zu einer Stelle steht, bei der man wieder weiss, wie es weiter geht.
@cmister26 Fantastisch, dass du mir meinen Beruf erklärst. Ich werde demnächst mal ein Loch ins Labyinth machen.
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Vielleicht sollte man dieses "Kinder-Format" häufiger in den Mainstream-Kanälen einsetzen, um das allgemeine Bildungsniveau zu heben. Es gäbe da so viele Themen, für die das wichtig wäre.
@_RyekDarkener_ Ich denk mir das oft im Tagesgeschäft von Nachrichtensendungen. Da werden oft Politiker*innen interviewt, die immer eine subjektive Sicht auf etwas haben (z.B., ob ein Angriff rechtens ist). Vllt wird sogar das Völkerrecht erwähnt. Aber, ähnlich wie in Lars' Beispiel: Wer kennt es gut genug?
Dann ist es die Aufgabe der Interviewenden, die Aussagen einzuordnen und wenigstens einen Erklärsatz zu bringen. Jedenfalls hab ich das noch so gelernt. -
@_RyekDarkener_ Ich denk mir das oft im Tagesgeschäft von Nachrichtensendungen. Da werden oft Politiker*innen interviewt, die immer eine subjektive Sicht auf etwas haben (z.B., ob ein Angriff rechtens ist). Vllt wird sogar das Völkerrecht erwähnt. Aber, ähnlich wie in Lars' Beispiel: Wer kennt es gut genug?
Dann ist es die Aufgabe der Interviewenden, die Aussagen einzuordnen und wenigstens einen Erklärsatz zu bringen. Jedenfalls hab ich das noch so gelernt.Ja. Das nannte man früher einmal professionellen Journalismus.
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Ja. Das nannte man früher einmal professionellen Journalismus.
@_RyekDarkener_ Ist heute noch so. Und es gibt viele, die das auch können und praktizieren. @Fischblog
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RE: https://chaos.social/@Fischblog/116175753942928875
Es ist total wichtig, sich immer wieder zu fragen: weiß ich wirklich, was ich zu wissen glaube?
Die meisten Dinge wissen wir nur so ungefähr. Das ist ganz normal.Anderes Beispiel: was macht eigentlich eine Zentralbank?
Klar, in etwa weiß man das.
Aber könntet ihr es erklären? Ich spontan nicht.Nein, aber (noch) gibt es die #Wikipedia.
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RE: https://chaos.social/@Fischblog/116175753942928875
Es ist total wichtig, sich immer wieder zu fragen: weiß ich wirklich, was ich zu wissen glaube?
Die meisten Dinge wissen wir nur so ungefähr. Das ist ganz normal.Anderes Beispiel: was macht eigentlich eine Zentralbank?
Klar, in etwa weiß man das.
Aber könntet ihr es erklären? Ich spontan nicht.@Fischblog
@Khovergirl
Die Zentralbank achtet darauf, dass Geld als Werkzeug seinen Nutzen behält. Wenn die Verhältnisse zu kippen drohen, dreht sie an den Zinsen, bis es wieder läuft. Das Geld nutzt natürlich hauptsächlich der Bank. Deshalb kümmert sie sich ja auch darum.
Mächtige Menschen sind süchtig nach Geld, sie ziehen es täglich durch die Nase wie Amphetamine, trinken es wie Kaffee und doch achten sie darauf, niemals vom Geld beherrscht zu werden, sondern immer das Geld zu beherrschen. Sie wissen nämlich sehr gut, dass Geld nicht echt ist. Geld ist nur eine Idee. -
@Fischblog
@Khovergirl
Die Zentralbank achtet darauf, dass Geld als Werkzeug seinen Nutzen behält. Wenn die Verhältnisse zu kippen drohen, dreht sie an den Zinsen, bis es wieder läuft. Das Geld nutzt natürlich hauptsächlich der Bank. Deshalb kümmert sie sich ja auch darum.
Mächtige Menschen sind süchtig nach Geld, sie ziehen es täglich durch die Nase wie Amphetamine, trinken es wie Kaffee und doch achten sie darauf, niemals vom Geld beherrscht zu werden, sondern immer das Geld zu beherrschen. Sie wissen nämlich sehr gut, dass Geld nicht echt ist. Geld ist nur eine Idee.@flaubau
Eine Zentralbank ist eine Einrichtung zur Sicherung des Preisniveaus (Geldwert, Inflation, Deflation). Drei zentrale Mittel sind dabei:
* Der Leitzins, der festlegt zu welchen Konditionen Geschäftsbanken sich dort Geld leihen können (Kreditkosten) ...
* Mindestreserve an Geldrücklagen, die Geschäftsbanken ungenutzt (keine Kreditvergabe) als Reserve zurücklegen müssen ...
* Ver-/kauf von Wertpapieren am Finanzmarkt (Offenmarktpolitik)--> Läuft auf Geldmenge im Umlauf hinaus ..
--> Wichtig: Zentralbanken sollten politisch unabhängig sein, um Aufgabe sinnvoll zu erfüllen ..
--> Geschäftsbanken vs Zentralbanken
@Fischblog @Khovergirl -
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