Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen.
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@bkastl LLM-Poisoning auf höchstem Niveau

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Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
@bkastl Das kann doch nicht... Meine Güte

️Vielleicht aber auch ein Resultat dieses CSU-Lifestyles, zusammengefasst in diesem „Was zuvor geschah“: https://www.youtube.com/watch?v=et4M3YWh9Gk
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@bkastl Z'fui Salvator. De ham nach zwanz'g Johr' alle nur mehr so an Schmarrn im Schädl.
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Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
@bkastl Wenn du mental in den 1980ern steckst, und sagen willst „seit 20, 25 Jahren“, dann kommt da halt 1965 raus.
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Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
@bkastl
Typisches Beispiel für die „Wirtschaftskompetenz“ der Union🤪 -
@bkastl Rechenschieber sind ja wohl DIE Definition von open-source-Rechengeräten.
Also... Ein bisschen recht hat er
Nicht zu vergessen die gute alte Logarithmentafel und die Walzenrechenmaschine wie zB die "Curta"
https://de.wikipedia.org/wiki/Curta -
Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
@bkastl Ich kenne das so, dass die kommunalen Behörden früher ihre EDV gerne von der Sparkasse erledigen haben lassen, weil die oft die einzigen im Ort waren, die einen Computer hatten. Halt so Zuse, IBM, Siemens oder, wenn es schlecht lief, Nixdorf. Das war natürlich noch Batch-Betrieb, aber einen Kartenlocher konnte man natürlich schon auf dem Schreibtisch haben. Aber der Begriff "open source" ist natürlich auch erst 1998 erfunden worden.
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Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
Es gibt vieles was man der bayerischen Staatsregierung und ihren Ministern zu recht vorhalten kann, aber der Author dieses Textes, hat da doch eher ins Klo gegriffen. Die Kritik ist schlampig und ohne jede Ahnung/Recherche des Fachgebiets geraten.
Schon die oberflächliche Kritik klappt nicht: Rechenschieber sind sicher Open Source (jeder kann die Markierungen nachmessen und nachbauen). Auch sind Zirkel, Lineal, Strecken- und Winkelmesser im Vermessungsamt wesentlich wichtiger sind als Rechenschieber (die sind zu ungenau) . Vor allem aber bedeutet Arbeitsplatz nicht das gleiche ist wie Arbeitsplatzcomputer ... und ja, digitale Arbeitsplatze gab es eben bereits 1960.
Es waren ja gerade die Vermessungsämter die als erste in den Behörden moderne DV schon sehr früh eingesetzt haben. Ist ja auch ideal: stark strukturierte Daten und davon jede Menge. Und an diesen Daten hängt sowohl die Ordnung, als auch das Geld - von Grundsteuer bis Abwasserabgaben. Ist ja klar dass die Staatsregierungen - nicht nur von Bayern - gerne und früh modernisiert haben um die Arbeit zu bewältigen.
So wurden schon 1960 z.B. digitale Planimeter vom Typ Zuse Z80 (ab 1964 die verbesserten Z81) an entsprechenden Arbeitsplätzen eingesetzt um Flurkarten digital zu erfassen und schnell und zuverlässige Flächenwerte zu ermitteln.
[ Ein Planimeter ist ein Gerät dass entfernt an eine Maus erinnert wenn sie eine Lupe zum genauen Positionieren hätte und über Papier bewegt wird. Analoge Planimeter gibt es schon seit ca. 1820 - übrigens in eben diesem Bayern erstmals gebaut]
Das ist eben genau das: ein digitaler Arbeitsplatz.
Ab 1962 konnten auch direkte Messdaten aus dem Feld in geschlossener Datenerfassung bis in den Rechner geführt werden. Entsprechend ausgerüstete Theodoliten speicherten jeden Messpunkt auf Film, welcher, nach Entwicklung, von einem Zuse Z84 optisch gelesen wurde. Die Daten werden nach Aufbereitung für die weitere Verarbeitung auf Lochstreifen ausgegeben.
Auch ein digitaler Arbeitsplatz.
Für die weitere Bearbeitung wurden verschiedene Rechner verwendet.
Und auch das Zeichnen der Pläne, die dann im Kataster abgelegt wurden, bzw. deren Auszüge für die einzelnen Akten, oder zur Herausgabe bei der Einsicht, erfolgte schon in den 1960ern digital. Zuse bot dazu den Graphomat Z64 an, der, gesteuert von einem Lochstreifen Pläne erzeugte. Ähnlich einem Plotter heute.
Noch ein digitaler Arbeitsplatz im Vermessungsamt der 1960er.
Und wurde zur Verarbeitung eine Z25 (Ab 1963) verwendet, so konnte der Rechner direkt mit dem Z64 gekoppelt werden und beliebige Karten oder Ausschnitte direkt berechnen und ausgeben.
Und ja, der Z25 war kein genug um unter oder neben einen Arbeitstisch zu passen. Alles noch mit Einzeltransistoren, keine IC oder gar Mikroprozessoren :))
Schon wieder ein digitaler Arbeitsplatz im Vermessungsamt.
Und auch bei den ersten Geräten die man als PC bezeichnen kann waren die Vermessungsämter führen. In BaWü wurden z.B. ab 1970 Cogar 4 (aka Singer/ICL 1500) eingesetzt. Das waren Desktop Geräte mit eigenen Prozessor, Speicher und Massenspeicher, in einem Gehäuse mit Tastatur und grafikfähigem Bildschirm und Netzwerkanschluss. Alles was heute einen PC ausmacht. Nur etwas langsamer und kleiner als heutige Monster-PC. In Leistung und Ausbau vergleichbar mit 8 Bit Heimcomputern der frühen 80er.
Jup, es gab das alles nicht nur schon Jahre bevor der erste Mikroprozessor entwickelt wurde, sondern es war auch im Einsatz in Deutschen Vermessungsämtern.
Womit wir auch den allzweck Arbeitsplatzcomputer im allerengsten Sinne und in den Vermessungsämtern auf 1970 verorten können.
Langer Rede kurzer Sinn: es gibt viel was man an der Rede der bayerischen Staatsminister kritisieren kann, aber wer keine Ahnung vom Thema hat sollte sich auf das offensichtliche beschränken, sonst ists halt Scheiße.
[Das hier so viel Zuse genannt wird hat halt damit zu tun dass die Firma in Deutschland zu der Zeit nicht nur führend war sondern auch eine recht offene Informationspolitik betrieb. Auch andere hatten entsprechende Geräte, die sind aber selbst bei Fachleuten meist vergessen]
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@bkastl Rechenschieber sind ja wohl DIE Definition von open-source-Rechengeräten.
Also... Ein bisschen recht hat er
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Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
Sachverstand hat bisher noch jeder politischen Karriere geschadet.

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@me_ die Frage auf der Ebene ist halt, ob das auch auf anderen Großrechnern gelaufen wäre
Das war damals noch auf anderer Ebene schwierig mit der Interoperability

Auslieferungen waren damals praktisch immer in Source - wie sonst? Gerade bei Zuse Rechnern war der Compiler (meist) Teil des OS, und Programme wurden beim Laden übersetzt.
Interoperabilität war, wie heute, eine Sache der offenen Datenformate - vor allem da jedes Bundesland seien eigenen Rechner verwendete und eigene Software schrieb. Softwareentwicklung und Anwendung war in den 60ern praktisch das Gleiche.
Wir sollten uns immer daran erinnern dass die Open Source Bewegung um 1980 nur entstanden ist weil Hersteller in den 70ern angefangen haben uns die Freiheit von Code zu nehmen. In der Anfangszeit - so bis MAnfang der 70er - hat selbst IBM noch ganze Betriebssysteme als Source zur verfügung gestellt. -
Weil hier gerade Hardwarehistoriker*innen argumentieren, dass das aber schon so sein könnte:
Das Landesamt, das für die Vermessungsämter zuständig ist, die "komplett mit Open Source Arbeitsplätzen" seit Jahrzehnten arbeiten sollen, verklagt mal gerne Menschen, die Open Data machen. https://netzpolitik.org/2021/offene-geodaten-bayern-geht-gegen-open-data-aktivistinnen-vor/
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Weil hier gerade Hardwarehistoriker*innen argumentieren, dass das aber schon so sein könnte:
Das Landesamt, das für die Vermessungsämter zuständig ist, die "komplett mit Open Source Arbeitsplätzen" seit Jahrzehnten arbeiten sollen, verklagt mal gerne Menschen, die Open Data machen. https://netzpolitik.org/2021/offene-geodaten-bayern-geht-gegen-open-data-aktivistinnen-vor/
Diese Double Standards Argumentation hat in Bayern leider schon länger System. https://netzpolitik.org/2023/oeffentliches-geld-oeffentliches-gut-die-januskoepfige-open-data-politik-bayerns/
Überlegt, wem ihr zuseite springen wollt.
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Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
@bkastl Wo und nach wie viel Bier hat der das gesagt?
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Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
@bkastl ich schäme mich gerade aus Bayern zu kommen

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Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
@bkastl vibe rede schreiben mit söderllm
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Es gibt vieles was man der bayerischen Staatsregierung und ihren Ministern zu recht vorhalten kann, aber der Author dieses Textes, hat da doch eher ins Klo gegriffen. Die Kritik ist schlampig und ohne jede Ahnung/Recherche des Fachgebiets geraten.
Schon die oberflächliche Kritik klappt nicht: Rechenschieber sind sicher Open Source (jeder kann die Markierungen nachmessen und nachbauen). Auch sind Zirkel, Lineal, Strecken- und Winkelmesser im Vermessungsamt wesentlich wichtiger sind als Rechenschieber (die sind zu ungenau) . Vor allem aber bedeutet Arbeitsplatz nicht das gleiche ist wie Arbeitsplatzcomputer ... und ja, digitale Arbeitsplatze gab es eben bereits 1960.
Es waren ja gerade die Vermessungsämter die als erste in den Behörden moderne DV schon sehr früh eingesetzt haben. Ist ja auch ideal: stark strukturierte Daten und davon jede Menge. Und an diesen Daten hängt sowohl die Ordnung, als auch das Geld - von Grundsteuer bis Abwasserabgaben. Ist ja klar dass die Staatsregierungen - nicht nur von Bayern - gerne und früh modernisiert haben um die Arbeit zu bewältigen.
So wurden schon 1960 z.B. digitale Planimeter vom Typ Zuse Z80 (ab 1964 die verbesserten Z81) an entsprechenden Arbeitsplätzen eingesetzt um Flurkarten digital zu erfassen und schnell und zuverlässige Flächenwerte zu ermitteln.
[ Ein Planimeter ist ein Gerät dass entfernt an eine Maus erinnert wenn sie eine Lupe zum genauen Positionieren hätte und über Papier bewegt wird. Analoge Planimeter gibt es schon seit ca. 1820 - übrigens in eben diesem Bayern erstmals gebaut]
Das ist eben genau das: ein digitaler Arbeitsplatz.
Ab 1962 konnten auch direkte Messdaten aus dem Feld in geschlossener Datenerfassung bis in den Rechner geführt werden. Entsprechend ausgerüstete Theodoliten speicherten jeden Messpunkt auf Film, welcher, nach Entwicklung, von einem Zuse Z84 optisch gelesen wurde. Die Daten werden nach Aufbereitung für die weitere Verarbeitung auf Lochstreifen ausgegeben.
Auch ein digitaler Arbeitsplatz.
Für die weitere Bearbeitung wurden verschiedene Rechner verwendet.
Und auch das Zeichnen der Pläne, die dann im Kataster abgelegt wurden, bzw. deren Auszüge für die einzelnen Akten, oder zur Herausgabe bei der Einsicht, erfolgte schon in den 1960ern digital. Zuse bot dazu den Graphomat Z64 an, der, gesteuert von einem Lochstreifen Pläne erzeugte. Ähnlich einem Plotter heute.
Noch ein digitaler Arbeitsplatz im Vermessungsamt der 1960er.
Und wurde zur Verarbeitung eine Z25 (Ab 1963) verwendet, so konnte der Rechner direkt mit dem Z64 gekoppelt werden und beliebige Karten oder Ausschnitte direkt berechnen und ausgeben.
Und ja, der Z25 war kein genug um unter oder neben einen Arbeitstisch zu passen. Alles noch mit Einzeltransistoren, keine IC oder gar Mikroprozessoren :))
Schon wieder ein digitaler Arbeitsplatz im Vermessungsamt.
Und auch bei den ersten Geräten die man als PC bezeichnen kann waren die Vermessungsämter führen. In BaWü wurden z.B. ab 1970 Cogar 4 (aka Singer/ICL 1500) eingesetzt. Das waren Desktop Geräte mit eigenen Prozessor, Speicher und Massenspeicher, in einem Gehäuse mit Tastatur und grafikfähigem Bildschirm und Netzwerkanschluss. Alles was heute einen PC ausmacht. Nur etwas langsamer und kleiner als heutige Monster-PC. In Leistung und Ausbau vergleichbar mit 8 Bit Heimcomputern der frühen 80er.
Jup, es gab das alles nicht nur schon Jahre bevor der erste Mikroprozessor entwickelt wurde, sondern es war auch im Einsatz in Deutschen Vermessungsämtern.
Womit wir auch den allzweck Arbeitsplatzcomputer im allerengsten Sinne und in den Vermessungsämtern auf 1970 verorten können.
Langer Rede kurzer Sinn: es gibt viel was man an der Rede der bayerischen Staatsminister kritisieren kann, aber wer keine Ahnung vom Thema hat sollte sich auf das offensichtliche beschränken, sonst ists halt Scheiße.
[Das hier so viel Zuse genannt wird hat halt damit zu tun dass die Firma in Deutschland zu der Zeit nicht nur führend war sondern auch eine recht offene Informationspolitik betrieb. Auch andere hatten entsprechende Geräte, die sind aber selbst bei Fachleuten meist vergessen]
@Computeum
Danke für die ausführliche Erklärung
Aber dass es Microsoft in den 1960ern noch nicht gab, findet doch Zustimmung, oder? Habe ich was, genau das, überlesen?
@bkastl -
Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
@bkastl Alkoholismus in der CDU ist das.
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@bkastl Wo und nach wie viel Bier hat der das gesagt?
@Alter_Mann @bkastl Wie viel Bier muss man denn in Bayern trinken, bevor man interviewt wird?
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Bayerische Finanzminister verwirren mich, wenn sie über Computer sprechen. Vielleicht sollten sie das lassen …
@bkastl Zwei mal drei macht vier
Wide wide witt und drei macht neune
Ich mach mir die Welt
Wide witt, wie sie mir gefällt...