Angesichts der explodierenden Spritpreise wird es höchste Zeit für den einzigen Tankrabatt, der in 🇩🇪 je funktioniert hat: Das 9 Euro Ticket.
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@Mike_G_Hyrm @Nephele @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Wie ihr vielleicht wisst läuft in Deutschland seit 2020 ein "Experiment" bei dem ca 100 000 Menschen umsonst den DB Fernverkehr nutzen dürfen.
Auch wenn die seit dem deutlich häufiger auffallen (womit man so oder so halten kann), habe ich nichts von Missbrauch gehört.
Es ist eigentlich erstaunlich wie still es darum ist (ich habe keinen einzigen Presseartikel dazu gefunden
)Ich glaube Menschen die ununterbrochen von A nach B fahren sind eine extrem kleiner Anteil.
Und die Transportkosten einer einzelnen Person sind im Zug marginal@realn2s
Superspannend und ist an mir bis Dato völlig vorbeigefahren
Mahalo
@Nephele @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 -
@Mike_G_Hyrm @Nephele @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Wie ihr vielleicht wisst läuft in Deutschland seit 2020 ein "Experiment" bei dem ca 100 000 Menschen umsonst den DB Fernverkehr nutzen dürfen.
Auch wenn die seit dem deutlich häufiger auffallen (womit man so oder so halten kann), habe ich nichts von Missbrauch gehört.
Es ist eigentlich erstaunlich wie still es darum ist (ich habe keinen einzigen Presseartikel dazu gefunden
)Ich glaube Menschen die ununterbrochen von A nach B fahren sind eine extrem kleiner Anteil.
Und die Transportkosten einer einzelnen Person sind im Zug marginal@Mike_G_Hyrm @Nephele @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Noch Mal eine Ergänzung
Die Aussage "was nicht kostet ist nichts wert" ist meiner Meinung nach eine Binsenweisheit, die viel zu selten hinterfragt wird.
In gewisser Hinsicht ist sie ja ein Spezialfall der Tragik der Allmende (Tragedy of the Commons)
Und die ist kein "Naturgesetz" sondern ist eher ein Gedankenspiel
https://aeon.co/essays/the-tragedy-of-the-commons-is-a-false-and-dangerous-myth -
Grundlage für alle, die in der Lage sind den ÖPNV zu nutzen und sich bei einer anstehenden Wahl noch nicht entschieden haben.
#CxU ist nicht wählbar?
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@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 wenn dinge nichts kosten, misst man ihnen auch keinen Wert zu.
Ich bin mal mit dem ice 4 h wo hin gefahren und dann mit dticket 8 h zurück. Das ist ein signifikanter Unterschied und das sollte auch entsprechenden Wert haben.Gerne mehr Subventionen für Sparpreis Tickets, für junge Leute, für Bahncards. Aber Fernverkehr verhält sich zu ÖPNV wie Sekt zu Grundnahrungsmitteln. Ist ab und zu angebracht, aber eben ein Luxus.
Tendenziell ja, allerdings wirst Du Dir jetzt vermutlich die komplette Kritik am Kapitalismus eintreten.
Ich würde da mal einen Schritt zurück gehen: Geld ist erstmal ein Mittel zur Ressourcenalokation. Es verbraucht etwa mehr Ressourcen, Freitag abends von Berlin in die Zivilisation fahren zu wollen (vorhalten von Kapazitäten, die außerhalb des Spitzenbedarfs nicht benötigt werden). Das darf was kosten.
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Beim #9EuroTicket gehe ich ja durchaus mit, bzw. bin was radikaler: Das kann man durchaus ähnlich des Rundfunkbeitrags verpflichtend für alle machen und spart damit direkt noch die Kontrollkosten ein. Ist eh gesünder für Zugbegleitende.... Oder KFZ-Steuer nur noch in Verbindung mit 9€-Ticket.
Wir reden hier aber vom höhenwertigen Fernverkehr.
@Saupreiss @kkarhan @Mike_G_Hyrm @Perowinger94 Genau so. Von mir aus auch 365,- € für Jeden, der/die hier lebt.
Ein Problem, das ich sehe und das damals beim 9€ Ticket beobachtbar war: die Infrastruktur wird kollabieren weil schlecht ausgebaut. Die SBahnen sind bei uns in Stuttgart zeitweise so voll, dass es keinen Spaß mehr macht. Ohne 9€ Ticket wohlgemerkt.
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@Mike_G_Hyrm @Nephele @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Noch Mal eine Ergänzung
Die Aussage "was nicht kostet ist nichts wert" ist meiner Meinung nach eine Binsenweisheit, die viel zu selten hinterfragt wird.
In gewisser Hinsicht ist sie ja ein Spezialfall der Tragik der Allmende (Tragedy of the Commons)
Und die ist kein "Naturgesetz" sondern ist eher ein Gedankenspiel
https://aeon.co/essays/the-tragedy-of-the-commons-is-a-false-and-dangerous-myth@realn2s @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Wenn du jederzeit n Auto vor der Tür stehen hast, was du benutzen kannst, aber nicht bezahlen musst, wirst du es öfter benutzen als sein müsste, weil die Leistung die du bekommst, als Selbstverständlichkeit betrachtet wird.
Wenn etwas einen Preis hat, findet eine Abwägung über die Angemessenheit statt. Wenn ich jedes Mal 5 Euro zahlen muss, um mit dem Auto zum Bäcker zu fahren, dann nehm ich vielleicht ab und zu das Fahrrad. -
@Nephele
Existenz? Leben? Geburt? Älter werden? Dazulernen? Hilfe geben? Nächstenliebe? Mitgefühl? Hilfe annehmen? In DE geboren zu sein? Westliche Privilegien? Umweltbewusstsein? Ohana? Liebe? Geduld? Denken? Fühlen? Atmen? Sich selbst finden? usw…
Kostet alles kein Geld, ist viel mit Glück verbunden und
hat keinen Wert für dich?@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 verbraucht irgendwas dieser Dinge Ressourcen/Arbeit anderer?
Ich finde, dass sobald das der Fall ist, man immer eine Abwägung über die Angemessenheit machen sollte. Das gehört zb auch zum Umweltbewusstsein dazu...
Und ein Preis, auch ein kleiner Preis, trägt dazu bei, dass diese reflektion stattfindet. Den Preis wegzulassen, sollte mit einer besonderen Notwendigkeit begründet werden. Diese sehe ich im Fernverkehr nicht gegeben. -
Genau diese Denke, führt meiner Meinung dazu, dass monetär reiche Personen in unserer Gesellschaft eher so bewundert und monetär arme Menschen tendenziell so verachtet behandelt werden und das unabhängig davon, ob geldreiche Personen geerbt oder es sich selbst erwirtschaftet haben.
Und Grundnahrungsmittel sollten meiner Meinung nach zumindest steuerfrei oder Steuer befreiter sein.
@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Das sehe ich auch so. Aber du merkst, keiner von uns würde dasselbe für Sekt fordern.
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@realn2s @Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Wenn du jederzeit n Auto vor der Tür stehen hast, was du benutzen kannst, aber nicht bezahlen musst, wirst du es öfter benutzen als sein müsste, weil die Leistung die du bekommst, als Selbstverständlichkeit betrachtet wird.
Wenn etwas einen Preis hat, findet eine Abwägung über die Angemessenheit statt. Wenn ich jedes Mal 5 Euro zahlen muss, um mit dem Auto zum Bäcker zu fahren, dann nehm ich vielleicht ab und zu das Fahrrad.@Nephele
Tax the RichDenn viele armutsbetroffene können kein eigenes Auto bezahlen, geschweige denn den Unterhalt, Reparatur oder Unterhaltung. Deswegen Öffis frei (Nah und fern). Denn die Rich People fahren selten Öffis, würde ich jetzt mal unterstellen und würden auch für ein Vielfaches zum Bäcker mit ihren Luxuswägelchen kutschieren. Denen ist das völlig egal.
@realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 -
@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Das sehe ich auch so. Aber du merkst, keiner von uns würde dasselbe für Sekt fordern.
@Nephele
Alhohol mit Mobilität so zu verknüpfen, finde ich schwierig. Ich finde es aber schön, dass wir sprechen und zuhören
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@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 verbraucht irgendwas dieser Dinge Ressourcen/Arbeit anderer?
Ich finde, dass sobald das der Fall ist, man immer eine Abwägung über die Angemessenheit machen sollte. Das gehört zb auch zum Umweltbewusstsein dazu...
Und ein Preis, auch ein kleiner Preis, trägt dazu bei, dass diese reflektion stattfindet. Den Preis wegzulassen, sollte mit einer besonderen Notwendigkeit begründet werden. Diese sehe ich im Fernverkehr nicht gegeben.@Nephele
Ich sehe allein schon die Notwendigkeit in der Gesellschaftsgerechtigkeit. Rich People fliegen oder düsen in ihren Limos überall dorthin (& ich bleibe jetzt gedanklich in DE), haben die Freiheit, nutzen ihr Kapital & das im Endeffekt auf Kosten der restlichen 90% Das würden sie auch weiterhin tun, auch wenn die Öffis (Nah+Fern) frei nutzbar wären. Ich finde das nicht gerecht & nicht fair.
@Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 -
@realn2s
Superspannend und ist an mir bis Dato völlig vorbeigefahren
Mahalo
@Nephele @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94@Mike_G_Hyrm @realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Bei dem Projekt handelt es sich nicht um kostenlosen Fernverkehr, sondern um die vollständige Übernahme der Ticketkosten (ja, man muss trotzdem ein Ticket kaufen) durch den Arbeitgeber. Dürften inzwischen sogar über 100 Mio. Euro jährlich an Ticketkosten sein, die die Bundeswehr aus ihren eigenen Geldern bezahlt. Das ist vom Einnahmenmechanismus komplett anders als beim D-Ticket.
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@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 verbraucht irgendwas dieser Dinge Ressourcen/Arbeit anderer?
Ich finde, dass sobald das der Fall ist, man immer eine Abwägung über die Angemessenheit machen sollte. Das gehört zb auch zum Umweltbewusstsein dazu...
Und ein Preis, auch ein kleiner Preis, trägt dazu bei, dass diese reflektion stattfindet. Den Preis wegzulassen, sollte mit einer besonderen Notwendigkeit begründet werden. Diese sehe ich im Fernverkehr nicht gegeben.Sind Dinge, die Ressourcen (Stahl, Stein, usw) und die von Menschen geschaffen werden, wertvoller als ein Baum, Gras, eine Libelle, ein Schaf?
Was ist dann Kunst?
Wert wird von uns völlig individuell definiert, völlig subjektiv und machmal für den einzelnen völlig unverständlich. Gib einem Menschen einen Klumpen Gold, der gesättigte wird ihn hüten wie sein Augapfel, doch was würde der dürstende damit tun? -
@Mike_G_Hyrm @realn2s @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94
Bei dem Projekt handelt es sich nicht um kostenlosen Fernverkehr, sondern um die vollständige Übernahme der Ticketkosten (ja, man muss trotzdem ein Ticket kaufen) durch den Arbeitgeber. Dürften inzwischen sogar über 100 Mio. Euro jährlich an Ticketkosten sein, die die Bundeswehr aus ihren eigenen Geldern bezahlt. Das ist vom Einnahmenmechanismus komplett anders als beim D-Ticket.
Für diejenigen, die es nutzen können, bleibt es am Ende kostenlos, auch wenn ein wenig zeitlicher Aufwand betrieben werden muss.
Und wird durch Steuern bezahlt (reinvestiert in die Motivation und Zufriedenheit der Truppe) -
@Nephele
PS: Rein ökonomisch betrachtet, ist deine Aussage auch mit einer gewissen Ironie behaftet und bringt mich ebenfalls zum schmunzeln. Denn welchen Wert hat Geld, wie und voraus entsteht unser Geld? Oha & Ojemine … direkt aus dem Nichts.
Sorry, musste jetzt raus
Natürlich verstehe ich worauf du hinaus möchtest, doch vielleicht gibt es da doch mehr Facetten, als lediglich Geldwert?@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 geld entsteht aus Aufwand, den Leute betreiben für andere. Letztendlich haben wir eine Tauschwirtschaft, und geld ist ein universales Tauschmittel. Sehe da keinen Widerspruch.
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@Nephele
Ich sehe allein schon die Notwendigkeit in der Gesellschaftsgerechtigkeit. Rich People fliegen oder düsen in ihren Limos überall dorthin (& ich bleibe jetzt gedanklich in DE), haben die Freiheit, nutzen ihr Kapital & das im Endeffekt auf Kosten der restlichen 90% Das würden sie auch weiterhin tun, auch wenn die Öffis (Nah+Fern) frei nutzbar wären. Ich finde das nicht gerecht & nicht fair.
@Saupreiss @kkarhan @Perowinger94Das Ziel ist zwar richtig, aber das Werkzeug halte ich für falsch. (Und tatsächlich für geeignet, es zwar sehr gleich zu machen, aber halt gleich unbenutzbar.)
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Sind Dinge, die Ressourcen (Stahl, Stein, usw) und die von Menschen geschaffen werden, wertvoller als ein Baum, Gras, eine Libelle, ein Schaf?
Was ist dann Kunst?
Wert wird von uns völlig individuell definiert, völlig subjektiv und machmal für den einzelnen völlig unverständlich. Gib einem Menschen einen Klumpen Gold, der gesättigte wird ihn hüten wie sein Augapfel, doch was würde der dürstende damit tun?Das ist jetzt aber eine sehr selektive Aufzählung. Denn natürlich verursacht Bau und Betrieb einer Bahnstrecke sehr wohl auch Kosten an der Almende. Ich möchte nicht relativieren, das tut eine Autobahn (deren Nutzung zu billig ist) ebenfalls.
Und an diesem Punkt wäre durchaus anzusetzen. Problem ist da, wenn man das „höherwertige“ Straßennetz Taxed, weicht der Verkehr halt aus. Das bekommt man nur mit ner km-Maut eingefangen.
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@Mike_G_Hyrm @Saupreiss @kkarhan @Perowinger94 geld entsteht aus Aufwand, den Leute betreiben für andere. Letztendlich haben wir eine Tauschwirtschaft, und geld ist ein universales Tauschmittel. Sehe da keinen Widerspruch.
Ein spannender Artikel dazu ist ( falls dich das mehr interessiert):
Ökonom über das Geldmachen
"Geld entsteht aus dem Nichts"
Ökonom über das Geldmachen: "Geld entsteht aus dem Nichts"
Muscheln, Münzen oder Papier: Alles kann Geld sein. Aber wie funktioniert das? Der Ökonom Joseph Huber erklärt, warum Banken ungehemmt Geld schaffen können.
taz.de (taz.de)
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Das ist jetzt aber eine sehr selektive Aufzählung. Denn natürlich verursacht Bau und Betrieb einer Bahnstrecke sehr wohl auch Kosten an der Almende. Ich möchte nicht relativieren, das tut eine Autobahn (deren Nutzung zu billig ist) ebenfalls.
Und an diesem Punkt wäre durchaus anzusetzen. Problem ist da, wenn man das „höherwertige“ Straßennetz Taxed, weicht der Verkehr halt aus. Das bekommt man nur mit ner km-Maut eingefangen.
@Saupreiss
Natürlich ist das selektiv und obendrein noch subjektiv
Alles fällt einem nicht immer gleich ein und der Platz ist auch beengt 
Ich höre heraus, dass wir beide der Meinung sind, dass Öffis (mind. Nah) attraktiver und kostengünstiger sein sollten und eben die Luxus-Infrastruktur „Auto“ Anreize verlieren sollte und durchaus auch teurer sein sollte.
Wäre für mich schon ein grandioser Kompromiss

@Nephele @kkarhan @Perowinger94 -
Angesichts der explodierenden Spritpreise wird es höchste Zeit für den einzigen Tankrabatt, der in
je funktioniert hat: Das 9 Euro Ticket. Die Bilanz ist phänomenal: In nur drei Monaten hat es 1,8 Mio. Tonnen CO2 eingespart, in 23 von 26 untersuchten Städten den Stau reduziert, höhere Umsätze fürs Gewerbe gebracht, weder Ölkonzerne und Diktatoren finanziert und rund 30 Mio. Menschen zu 100% entlastet.
Höchste Zeit, dass das Ticket in unsicheren Zeiten wie diesen wieder reaktiviert wird


@Perowinger94 #Alt4you Das Bild zeigt eine Hand mit hochgehaltenem 9-Euro-Ticket vom Juni 2022. Im Hintergrund fährt ein Zug ein. Die Szene ist auf einem Bahnsteig aufgenommen.