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  3. Hatte es so formuliert:

Hatte es so formuliert:

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  • robilad@det.socialR robilad@det.social

    @BlumeEvolution Es gibt drei pandemische ökonomische Effekte aus meiner Laiensicht, die sich mal verstärken, mal abschwächen:

    1. Reduktion der verfügbaren Arbeitskraft durch kurz und langfristigen Ausfall
    2. Entsprechend inflationäre Effekte auf Lieferketten
    3. Dadurch ein höherer Druck auf die Rentabilität der Unternehmen

    Die Inflation von 20%+ seit 2020 ist uns als bedrückender Effekt auf den Konsum geblieben, auch wenn ihr jährliches Wachstum nun wieder mit 2% im Griff ist.

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    #27

    @BlumeEvolution Die Rentabilität beträgt im Schnitt über die Branchen etwa 6%, wenn ich mich richtig erinnere. Wenn davon die Hälfte durch mehr Krankheit und das Altern der Arbeitskräfte unter Druck gerät, kommt ein Teil der Unternehmen entsprechend ins Straucheln, weil ein Durchschnitt auch nur eine Verteilung abstrahiert. Daher gingen Laien 2022 davon aus, dass eine Pleitewelle kommen würde.

    Die führt wiederum zu Entlassungen, auch weit vor der Insolvenz, um sie z.B. abzuwenden.

    robilad@det.socialR 1 Reply Last reply
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    • robilad@det.socialR robilad@det.social

      @BlumeEvolution Die Rentabilität beträgt im Schnitt über die Branchen etwa 6%, wenn ich mich richtig erinnere. Wenn davon die Hälfte durch mehr Krankheit und das Altern der Arbeitskräfte unter Druck gerät, kommt ein Teil der Unternehmen entsprechend ins Straucheln, weil ein Durchschnitt auch nur eine Verteilung abstrahiert. Daher gingen Laien 2022 davon aus, dass eine Pleitewelle kommen würde.

      Die führt wiederum zu Entlassungen, auch weit vor der Insolvenz, um sie z.B. abzuwenden.

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      #28

      @BlumeEvolution Wenn man sich z.B. die jährlichen Krankheitstage in der Pflege anschaut, dann sind die in etwa doppelt so hoch, wie der Schnitt der Arbeitnehmer. Wenn man nur die Arbeitskräfte in der Pflege Ü60 anschaut, dann verdoppelt sich das je nach Tätigkeit auf fast 60 Tage im Jahr, weil z.B. Krankheiten im Alter schwerer bzw. länger verlaufen können.

      Diese Ausfälle muss man dann ggf. extern abfedern. 60 Tage Lohnausgleich + 180 „Tage“ für externe = 1 Arbeitsjahr Mehrkosten.

      robilad@det.socialR 1 Reply Last reply
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      • robilad@det.socialR robilad@det.social

        @BlumeEvolution Wenn man sich z.B. die jährlichen Krankheitstage in der Pflege anschaut, dann sind die in etwa doppelt so hoch, wie der Schnitt der Arbeitnehmer. Wenn man nur die Arbeitskräfte in der Pflege Ü60 anschaut, dann verdoppelt sich das je nach Tätigkeit auf fast 60 Tage im Jahr, weil z.B. Krankheiten im Alter schwerer bzw. länger verlaufen können.

        Diese Ausfälle muss man dann ggf. extern abfedern. 60 Tage Lohnausgleich + 180 „Tage“ für externe = 1 Arbeitsjahr Mehrkosten.

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        #29

        @BlumeEvolution Dementsprechend ist es wohl auch sehr schwer geworden, in finanzielle Schwierigkeiten geratene Kliniken, Seniorenheime etc. zu retten, weil selbst wenn sich die nächsten Investoren finden lassen, um eine Insolvenz abzuwenden, deren Geschäftsmodell trotz der zweifellos hohen Nachfrage, bei einem Anteil von Personalkosten an Gesamtausgaben von ca. 60% nicht mehr wirklich so rentabel wie früher funktionieren kann.

        Da lassen dann selbst Landkreise die Finger davon.

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        • robilad@det.socialR robilad@det.social

          @BlumeEvolution Es gibt drei pandemische ökonomische Effekte aus meiner Laiensicht, die sich mal verstärken, mal abschwächen:

          1. Reduktion der verfügbaren Arbeitskraft durch kurz und langfristigen Ausfall
          2. Entsprechend inflationäre Effekte auf Lieferketten
          3. Dadurch ein höherer Druck auf die Rentabilität der Unternehmen

          Die Inflation von 20%+ seit 2020 ist uns als bedrückender Effekt auf den Konsum geblieben, auch wenn ihr jährliches Wachstum nun wieder mit 2% im Griff ist.

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          #30

          @Robilad

          Sorry, aber mein Argument kam bei Dir wohl noch gar nicht an: Auch Du argumentierst noch immer nur von der #Angebot - Seite her (Arbeitskräftemangel). Mein Haupt-Argument zielt jedoch auf die schwindende #Nachfrage & nachlassende Investitionsbereitschaft in schnell alternden Gesellschaften. Deswegen haben z.B. auch #China & #Japan inzwischen enorm hohe Raten an Jugendarbeitslosigkeit (!).

          Ich nehme mir gerne Zeit für #Dialog, aber dann bitte auch mal lesen... https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/china-wirtschaft-schwaeche-100.html

          robilad@det.socialR haiku_shelf@nrw.socialH 2 Replies Last reply
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          • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

            @Robilad

            Sorry, aber mein Argument kam bei Dir wohl noch gar nicht an: Auch Du argumentierst noch immer nur von der #Angebot - Seite her (Arbeitskräftemangel). Mein Haupt-Argument zielt jedoch auf die schwindende #Nachfrage & nachlassende Investitionsbereitschaft in schnell alternden Gesellschaften. Deswegen haben z.B. auch #China & #Japan inzwischen enorm hohe Raten an Jugendarbeitslosigkeit (!).

            Ich nehme mir gerne Zeit für #Dialog, aber dann bitte auch mal lesen... https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/china-wirtschaft-schwaeche-100.html

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            #31

            @BlumeEvolution Danke für das freundliche Angebot - ich lese mich mal rein.

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            • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

              @Robilad

              Sorry, aber mein Argument kam bei Dir wohl noch gar nicht an: Auch Du argumentierst noch immer nur von der #Angebot - Seite her (Arbeitskräftemangel). Mein Haupt-Argument zielt jedoch auf die schwindende #Nachfrage & nachlassende Investitionsbereitschaft in schnell alternden Gesellschaften. Deswegen haben z.B. auch #China & #Japan inzwischen enorm hohe Raten an Jugendarbeitslosigkeit (!).

              Ich nehme mir gerne Zeit für #Dialog, aber dann bitte auch mal lesen... https://www.tagesschau.de/wirtschaft/weltwirtschaft/china-wirtschaft-schwaeche-100.html

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              #32

              @BlumeEvolution @Robilad

              Die schwindende #Nachfrage hat auch mit den Löhnen zu tun. #Niedriglohnsektor usw., #Altersarmut, zu hohe #Mieten und #Preise für ETW/Häuser. Hohe #Preissteigerung für #Lebensmittel und #Energie. Da ist dann zu wenig da zum Konsumieren.

              #Binnennachfrage #Einkommen #Lohn

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              • blumeevolution@sueden.socialB blumeevolution@sueden.social

                Hatte es so formuliert:

                "Verebbende Demografie führt zu sinkender Nachfrage und unweigerlich zu Deindustrialisierung."

                Heute SPIEGEL:

                DIW-Chef Fratzscher über die anhaltende #Wirtschaftskrise

                »Der Wachstumsmotor in #Deutschland wird nie mehr anspringen«, warnt DIW-Chef Marcel Fratzscher. Das Problem sei die gesellschaftliche Alterung.

                #Demografie #Nachfrage #Deindustrialisierung Vgl. auch #Japan https://www.spiegel.de/wirtschaft/marcel-fratzscher-wachstumsmotor-in-deutschland-wird-nie-mehr-anspringen-a-038eeb6d-38c8-47fb-918c-d83eb34a184b

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                #33
                @BlumeEvolution Ich hab die Vermutung, dass das Problem vielschichtiger ist als nur die Demographie. Ich denke, dass es auch ein Problem ist, dass viel zu lange versucht wurde, die Bestandsindustrien zu fördern und am Leben zu erhalten, statt die zu unterstützen, die neue Märkte und neue Chance erschließen und dabei ggf. etwas Hilfe benötigen. Deutschland hatte ja z.B. mal eine aufstrebende Industrie für Photovoltaik und Windkraft, die mangels Unterstützung zu Krisenzeiten den Bach heruntergegangen ist.
                blumeevolution@sueden.socialB 1 Reply Last reply
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                • heluecht@pirati.caH heluecht@pirati.ca
                  @BlumeEvolution Ich hab die Vermutung, dass das Problem vielschichtiger ist als nur die Demographie. Ich denke, dass es auch ein Problem ist, dass viel zu lange versucht wurde, die Bestandsindustrien zu fördern und am Leben zu erhalten, statt die zu unterstützen, die neue Märkte und neue Chance erschließen und dabei ggf. etwas Hilfe benötigen. Deutschland hatte ja z.B. mal eine aufstrebende Industrie für Photovoltaik und Windkraft, die mangels Unterstützung zu Krisenzeiten den Bach heruntergegangen ist.
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                  #34

                  @heluecht

                  Ja - und China, Japan, Südkorea, Italien u.v.m. sind ja auch bereits von der Nachfrageschwäche & Export-Abhängigkeit betroffen.

                  Nun ja, immerhin hat die Debatte begonnen und ein paar Leute mehr befassen sich mit den komplexen Wechselwirkungen... https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/mehr-arbeiten-fossilismus-gegen-familien-demografie-deindustrialisierung/

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                  • robilad@det.socialR robilad@det.social

                    @BlumeEvolution Der heimische Arbeitsmarkt ist rückläufig: auf weit über eine Million frische Rentner*innen im Jahr kommen 600-800k neue Erwachsene. Aus der Sicht des deutschen Arbeitsmarktes ist die EU als Quelle für frische Arbeitskraft längst leergefegt. Was jedes Jahr noch an neuen Kräften dazu kommt, kommt außerhalb der EU.

                    Insofern zementieren die aktuellen Bestrebungen, Migration zu verhindern, die bestehenden ökonomischen Nachteile weit über dieses Jahrzehnt hinaus.

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                    #35

                    @Robilad @BlumeEvolution ach ja. Darüber hat meinerseits schon vor über 20 Jahren in einer Arbeit hingewiesen. Die syrischen Flüchtlinge waren ein Segen. Wir müssten viel offener und gleichzeitig fördernder werden.

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                    • h0ldi@sueden.socialH h0ldi@sueden.social

                      @BlumeEvolution
                      Heute las in in der #SüdwestPresse, im Wirtschaftsteil, dass die Bevölkerung bis 2070 statt wie bisher angenommen um 1% wohl um 10% sinken wird und man dies in langfristigen politischen Entscheidungen berücksichtigen muss.

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                      #36

                      @h0ldi @BlumeEvolution das hängt ja massiv von der Zuwanderung ab. Und ich vermute, wenn die Unchristliche Union bei ihrem Kurs bleibt könnte der Rückgang sogar noch größer sein. Mal abgesehen: Wer will denn momentan in diesem Land Kinder kriegen?

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