Skip to content
  • Categories
  • Recent
  • Tags
  • Popular
  • World
  • Users
  • Groups
Skins
  • Light
  • Brite
  • Cerulean
  • Cosmo
  • Flatly
  • Journal
  • Litera
  • Lumen
  • Lux
  • Materia
  • Minty
  • Morph
  • Pulse
  • Sandstone
  • Simplex
  • Sketchy
  • Spacelab
  • United
  • Yeti
  • Zephyr
  • Dark
  • Cyborg
  • Darkly
  • Quartz
  • Slate
  • Solar
  • Superhero
  • Vapor

  • Default (Cyborg)
  • No Skin
Collapse
Brand Logo

CIRCLE WITH A DOT

  1. Home
  2. Uncategorized
  3. DIY – Hochbeet Gewächshaus Abdeckung

DIY – Hochbeet Gewächshaus Abdeckung

Scheduled Pinned Locked Moved Uncategorized
anbauanleitungdiydoityourselfgewächshaus
2 Posts 2 Posters 0 Views
  • Oldest to Newest
  • Newest to Oldest
  • Most Votes
Reply
  • Reply as topic
Log in to reply
This topic has been deleted. Only users with topic management privileges can see it.
  • mein_blog@harald-schirmer.deM This user is from outside of this forum
    mein_blog@harald-schirmer.deM This user is from outside of this forum
    mein_blog@harald-schirmer.de
    wrote last edited by
    #1

    Nachdem ich auf meinem Mastodon Profil ein Foto der selbst-gebauten Frühjahrs-Abdeckung für unser Hochbeet gepostet hatte, wurde ich gebeten das doch näher zu beschreiben, was ich hiermit einlöse.

    Als Hobbyist spreche ich von Erfahrungen – sollte jemand Fehler entdecken oder Verbesserungen kennen – ich lerne gerne und werde es hier auch teilen, damit alle was davon haben.

    Hochbeet mit Gewächshausabdeckung
    Hochbeet mit Gewächshausabdeckung

    Pflanzen benötigen im Frühjahr Wärme um zu keimen – und bei uns Schutz vor Hühnern, um nicht ausgegraben zu werden. Angebote in Garten-Centern oder Baumärkten werden schnell sehr teuer und sind oft kaum mehr als eine Saisson haltbar. Zudem gibt es die meist nur in Standard-Maßen für die eigenen Produkte.

    Mein Ziel war ein Aufbau, der möglichst lange hält, einfach nutzbar und zerlegbar ist (wird ja im Sommer und Winter nicht benötigt) sowie optisch gut aussieht. Das mir Nachhaltigkeit, Recyclingfähigkeit, möglichst ungiftige Materialien, heimische Herkunft und überschaubare Kosten sehr wichtig sind, setze ich heute als selbstverständlich voraus.

    Material:

    Da jedes Beet wohl unterschiedlich groß ist, dienen meine Angaben nur als Referenz. Der Teil meines Hochbeets, der überbaut wurde ist knapp 3 quadratmeter groß – bei vielen sollte also schon ein Drittel des Materials reichen.

    Hochbeet im Vorjahr
    Hochbeet im Vorjahr

    Sollte alles beim lokalen Holzhändler oder Baumarkt für ca. 100 Euro zu erhalten sein:

    • 5x Latten aus Lärche oder Douglasie ca. 6 cm x 4 cm x 200 cm
    • 3x recycelte Hohlkammerplatten aus Polycarbonat 200 cm x 98 cm x 6mm
    • 16 Edelstahlschrauben Torx M5 x 35 mm
    • 8 Edelstahlschrauben Kreuzschlitz M5 x 100 mm
    • 4 Edelstahlschrauben Torx M4 X 50 mm
    • Wasserfester Holzleim

    Ich habe bewusst keine Scharniere verwendet – in „stürmischen“ Gegenden ist eine Befestigung empfohlen. Dadurch können wir die Deckel in jeder Form schließen oder öffnen – einzeln, verschieben, entfernen, stapeln…

    Douglasie Latten ca. 6x4 cm
    Douglasie Latten ca. 6×4 cm

    Werkzeug

    Je nach vorhandenem Werkzeug kann man mit sehr wenig – oder natürlich beliebig „besonders“ herangehen.

    • Tischkreissäge (damit geht fast alles)
    • Kappsäge (alternativ eine Japansäge – per Hand)
    • Handkreissäge mit Führungsschiene (für die Holkammerplatten)
    • Akku-Schrauber (Bohren und Schrauben – alternativ per Hand)
    • Feile/Schleifpapier zum Entgraten (alternativ Kantenfräse)
    • Frästisch (optional für die Nut und Kanten)
    • Handschuhe, Gehörschutz und Schutzbrille

    Ablauf – Bau

    TIP:

    Da Holz ein organisches Material ist, wir im Außenbereich arbeiten und man nicht zwangsläufig von rechten Winkeln am Hochbeet ausgehen sollte, empfehle ich immer wieder genau nachzumessen! Durch das Gewicht der Erde drückt es oft Hochbeete an den Längskanten nach Außen – ein Bauch entsteht. Auch verzieht sich die Stellfläche manchmal durch weichen Boden oder weil kein Fundament gemacht wurde oder die Standfläche nicht gerade war.

    Leeres Hochbeet, Ausleger ca. 3 m, Mittelteil 1x1 m
    Leeres Hochbeet, Ausleger ca. 3 m, Mittelteil 1×1 m

    Am einfachsten ist es Latten zu kaufen, die so wie sie sind, verwendet werden können.

    Aus meiner Erfahrung ist es deutlich günstiger und sieht auch besser aus, wenn man nicht die klassischen „Dachlatten“-Maße verwendet.

    Latten auf Maß sägen
    Latten auf Maß sägen

    So kann ich aus einer Latte 6x4cm sowohl 3 Latten mit 4×2 cm für die Fenster-Rahmen als auch 2 mit 3×4 cm für die Element-Rahmen schneiden. Aus 1 mach 3.

    Aus einer Latte mach drei
    Aus einer Latte mach drei
    Die Segment-Rahmen
    Die Segment-Rahmen

    Aus den dickeren 4 cm x 3 cm Latten entstehen die Segment-Rahmen, zwischen die die Fensterpanele später eingeschoben werden. Die Nuten können entweder mit der Tischkreissäge (mehrfach versetzt durchschieben) oder mit einem Fräser – ca 7 mm tief.

    Die Kanten kann man mit Schleifpapier oder einer Kantenfräse abrunden. Ich habe sie mit einem 45° Fräser rundum bearbeitet, dadurch sieht es weniger wuchtig aus und die Gefahr durch Spreisel ist reduziert.

    Segmentrahmen für die drei Felder
    Segmentrahmen für die drei Felder

    Die senkrechten Segment-Rahmen-Teile sind unten ca. 5 cm auf die halbe Dicke reduziert und mit 5mm zwei mal vorgebohrt. Die hinteren sind ca. 7 cm länger um eine Schräge für die Deckel (und damit Wasser-Abfluss sicherzustellen) zu erreichen.

    Sie werden von Innen an den Hochbeet-Rahmen (Lärche) geschraubt – dadurch kommt kein Regen an die Schrauben und Löcher.

    Doppelverschraubung am Rahmen
    Doppelverschraubung am Rahmen

    Typischerweise bräuchte es Querverstrebungen – bisher ist diese Doppelverschraubung der senkrechten Segment-Rahmen jedoch sehr stabil und ausreichend.

    Ursprünglich waren die oberen Segment-Rahmen oben geschlossen, das habe ich nachträglich geändert – dadurch sind alle Fenster, jederzeit, frei entnehmbar (einfach nach oben herausziehen.)

    Die oberen Segment-Rahmen werden mit der langen Schraube (100 mm) stumpf auf die Senkrechten – schräg eingeschraubt.

    TIPP: Durch schräges einschrauben erhöht sich die Stabilität deutlich – zudem wird können sich die Latten kaum gegeneinander verdrehen.

    Obere Segment-Rahmen
    Obere Segment-Rahmen

    Die Eck-Segment-Rahmen sind nur einseitig eingefräst – hier im Fertigstellungszustand sieht man wie die Fenster-Rahmen eingepasst werden:

    Draufsicht auf die Segmentrahmen mit eingesetztem Fensterrahmen
    Draufsicht auf die Segmentrahmen mit eingesetztem Fensterrahmen

    Die Eckverbindung der Fenster-Rahmen wird sehr einfach durch Halbierung der Materialstärke auf Rahmenbreite erreicht. Das erledigt ein 15 oder 20 mm Fräser oder eine Kappsäge mit Tiefenanschlag – wie bei der Tischkreissäge einfach mehrfach nebeneinander durchziehen:

    Eckverbindungen mit der Kapp-Säge
    Eckverbindungen mit der Kapp-Säge

    Jetzt die Tisch-Kreissäge für die Nuten einstellen. Für die Fenster habe ich 10 mm Nut-Tiefe gewählt:

    Sägeblatt auf Höhe einstellen
    Sägeblatt auf Höhe einstellen

    Mein Tisch-Kreissägeblatt hat eine Dicke von 3 mm. Dadurch reicht es, die Fenster-Rahmen 2 mal durchzuschieben (einmal von links, einmal von rechts).

    Die Verbindungs-Enden werden nicht genutet, also vorher beim durchziehen stoppen.

    Nuten für die Fenster-Rahmen fräsen oder sägen
    Nuten für die Fenster-Rahmen fräsen oder sägen

    Die 6 mm dicken Hohlkammerplatten lassen sich mit einer Handkreissäge gut schneiden – langsam bewegen, dass nichts ausreißt. Ein Anschlag oder besser eine Führungsschiene helfen, dass die Schnitte gerade werden.

    Holkammerplatte schneiden
    Holkammerplatte schneiden

    Durch den Schnitt entsteht ein Grat, der das Einführen in die Nut erschwert. Daher empfehle ich die Platten beidseitig mit einer Feile oder Schleifpapier zu entgraten.

    Hohlkammerplatte
    Hohlkammerplatte entgraten

    Ich habe die Größe der Hohlkammerplatte etwas kleiner gewählt als die sichtbare Scheibengröße plus beide Nut-Tiefen. Dadurch sollte es keine Wölbung bei höheren Temperaturen geben.

    Hohlkammerplatte in der Nut
    Hohlkammerplatte in der Nut

    Beim Einsetzen werden zuerst drei Fenster-Rahmen verklebt, dann die Scheibe eingeschoben. Der vierte Fensterrahmen wird dann aufgesteckt und an den Ecken mit wasserfestem Holzleim verklebt. Zur Fixierung – ca. 30 Minuten – verwende ich Schraubzwingen.

    Zum Schluss habe ich die Fenster-Rahmen noch beidseitig mit einem Fräser abgerundet – Radius ca. 6 mm (Kantenfräser oder Oberfräse)

    Kanten abrunden mit der Kantenfräse
    Kanten abrunden mit der Kantenfräse

    Fertige Eck-Verbindung der Fenster-Rahmen. Die Fenster sind leicht, stabil, einfach verstaubar und brauchen wenig Platz.

    Eckverbindung der Fenster-Elemente
    Eckverbindung der Fenster-Elemente

    Die Senkrechten Segment-Rahmen sind durch die Doppelverschraubung so stabil, das sie die Fenster-Panele ohne weitere Verschraubung schon halten.

    Fertige vorder- und Rückseite aus je 3 Fenster-Panelen
    Fertige vorder- und Rückseite aus je 3 Fenster-Panelen

    Edelstahlschrauben sind wichtig, da durch die stetige Feuchtigkeit im Außenbereich Schauben sonst schnell rosten und nicht mehr entfernt werden können.

    Doppelverschraubung von Innen
    Doppelverschraubung von Innen

    Zwischenstand ohne Deckel:

    Zwischenstand mit fertigem Rahmen
    Zwischenstand mit fertigem Rahmen

    Die vordere Höhe des Aufbaus beträgt 36 cm – damit sollten klassische Salate und anderes Gemüse genug Platz finden:

    Blick nach Innen von der Seite
    Blick nach Innen von der Seite

    Jedes einzelne Panel lässt sich einzeln herausnehmen, um entweder überall einfach hinzukommen beim Pflanzen, Unkraut jähten oder Ernten oder später um einzelne Segment zu entfernen.

    Panele sind einzeln entnehmbar
    Panele sind einzeln entnehmbar

    Die beiden ersten Segmente sind genau so breit, wie das Beet tief – das hat mehrere Vorteile bei der Nutzung (z. B. als Ablage) und dem Verstauen während des Sommers oder Winters.

    Panele haben die gleiche Breite wie der Deckel tief ist
    Panele haben die gleiche Breite wie der Deckel tief ist

    Es fehlt noch das Seitenteil – bei freistehenden Hochbeeten wird das zweimal benötigt. Ich empfehle das vor Ort anzuzeichnen um etwaige natürliche Abweichungen zu kompensieren.

    Anzeichnen des Seitenteils
    Anzeichnen des Seitenteils

    Damit das Rahmenholz nicht spreiselt oder reißt immer vorbohren und die Schraubenköpfe senken.

    TIPP: wenn das Seitenteil keine rechten Winkel hat, zuerst die 3 Fenster-Rahmenleisten mit dem „größeren“ Winkeln verkleben – sonst kann man die Scheibe nicht einschieben.

    Seitenteil-Befestigungslöcher vorbohren und senken
    Seitenteil-Befestigungslöcher vorbohren und senken

    Das fertige – Maß-Seitenteil:

    Fertiges Seitenteil
    Fertiges Seitenteil

    Da Douglasie oder Lärche als Holz gewählt wurde, muss (soll) nicht gestrichen oder lackiert werden. Der hohe Harz-Anteil schützt das Holz am besten – zudem sieht es natürlicher aus.

    Hochbeet mit Gewächshausabdeckung
    Hochbeet mit Gewächshausabdeckung

    Die ersten Salate und Gemüsesorten wachsen schon. Automatische Bewässerung mit Zeitschaltuhr oder Gießen per Hand – und bei Sonne nicht vergessen abzudecken… viel Erfolg beim Bauen und An-Bauen.

    Wer es nachbaut – gerne Bilder schicken oder Erfahrungsberichte – sicher kann man noch einiges verbessern.

    rebootdeluxe@infosec.exchangeR 1 Reply Last reply
    0
    • mein_blog@harald-schirmer.deM mein_blog@harald-schirmer.de

      Nachdem ich auf meinem Mastodon Profil ein Foto der selbst-gebauten Frühjahrs-Abdeckung für unser Hochbeet gepostet hatte, wurde ich gebeten das doch näher zu beschreiben, was ich hiermit einlöse.

      Als Hobbyist spreche ich von Erfahrungen – sollte jemand Fehler entdecken oder Verbesserungen kennen – ich lerne gerne und werde es hier auch teilen, damit alle was davon haben.

      Hochbeet mit Gewächshausabdeckung
      Hochbeet mit Gewächshausabdeckung

      Pflanzen benötigen im Frühjahr Wärme um zu keimen – und bei uns Schutz vor Hühnern, um nicht ausgegraben zu werden. Angebote in Garten-Centern oder Baumärkten werden schnell sehr teuer und sind oft kaum mehr als eine Saisson haltbar. Zudem gibt es die meist nur in Standard-Maßen für die eigenen Produkte.

      Mein Ziel war ein Aufbau, der möglichst lange hält, einfach nutzbar und zerlegbar ist (wird ja im Sommer und Winter nicht benötigt) sowie optisch gut aussieht. Das mir Nachhaltigkeit, Recyclingfähigkeit, möglichst ungiftige Materialien, heimische Herkunft und überschaubare Kosten sehr wichtig sind, setze ich heute als selbstverständlich voraus.

      Material:

      Da jedes Beet wohl unterschiedlich groß ist, dienen meine Angaben nur als Referenz. Der Teil meines Hochbeets, der überbaut wurde ist knapp 3 quadratmeter groß – bei vielen sollte also schon ein Drittel des Materials reichen.

      Hochbeet im Vorjahr
      Hochbeet im Vorjahr

      Sollte alles beim lokalen Holzhändler oder Baumarkt für ca. 100 Euro zu erhalten sein:

      • 5x Latten aus Lärche oder Douglasie ca. 6 cm x 4 cm x 200 cm
      • 3x recycelte Hohlkammerplatten aus Polycarbonat 200 cm x 98 cm x 6mm
      • 16 Edelstahlschrauben Torx M5 x 35 mm
      • 8 Edelstahlschrauben Kreuzschlitz M5 x 100 mm
      • 4 Edelstahlschrauben Torx M4 X 50 mm
      • Wasserfester Holzleim

      Ich habe bewusst keine Scharniere verwendet – in „stürmischen“ Gegenden ist eine Befestigung empfohlen. Dadurch können wir die Deckel in jeder Form schließen oder öffnen – einzeln, verschieben, entfernen, stapeln…

      Douglasie Latten ca. 6x4 cm
      Douglasie Latten ca. 6×4 cm

      Werkzeug

      Je nach vorhandenem Werkzeug kann man mit sehr wenig – oder natürlich beliebig „besonders“ herangehen.

      • Tischkreissäge (damit geht fast alles)
      • Kappsäge (alternativ eine Japansäge – per Hand)
      • Handkreissäge mit Führungsschiene (für die Holkammerplatten)
      • Akku-Schrauber (Bohren und Schrauben – alternativ per Hand)
      • Feile/Schleifpapier zum Entgraten (alternativ Kantenfräse)
      • Frästisch (optional für die Nut und Kanten)
      • Handschuhe, Gehörschutz und Schutzbrille

      Ablauf – Bau

      TIP:

      Da Holz ein organisches Material ist, wir im Außenbereich arbeiten und man nicht zwangsläufig von rechten Winkeln am Hochbeet ausgehen sollte, empfehle ich immer wieder genau nachzumessen! Durch das Gewicht der Erde drückt es oft Hochbeete an den Längskanten nach Außen – ein Bauch entsteht. Auch verzieht sich die Stellfläche manchmal durch weichen Boden oder weil kein Fundament gemacht wurde oder die Standfläche nicht gerade war.

      Leeres Hochbeet, Ausleger ca. 3 m, Mittelteil 1x1 m
      Leeres Hochbeet, Ausleger ca. 3 m, Mittelteil 1×1 m

      Am einfachsten ist es Latten zu kaufen, die so wie sie sind, verwendet werden können.

      Aus meiner Erfahrung ist es deutlich günstiger und sieht auch besser aus, wenn man nicht die klassischen „Dachlatten“-Maße verwendet.

      Latten auf Maß sägen
      Latten auf Maß sägen

      So kann ich aus einer Latte 6x4cm sowohl 3 Latten mit 4×2 cm für die Fenster-Rahmen als auch 2 mit 3×4 cm für die Element-Rahmen schneiden. Aus 1 mach 3.

      Aus einer Latte mach drei
      Aus einer Latte mach drei
      Die Segment-Rahmen
      Die Segment-Rahmen

      Aus den dickeren 4 cm x 3 cm Latten entstehen die Segment-Rahmen, zwischen die die Fensterpanele später eingeschoben werden. Die Nuten können entweder mit der Tischkreissäge (mehrfach versetzt durchschieben) oder mit einem Fräser – ca 7 mm tief.

      Die Kanten kann man mit Schleifpapier oder einer Kantenfräse abrunden. Ich habe sie mit einem 45° Fräser rundum bearbeitet, dadurch sieht es weniger wuchtig aus und die Gefahr durch Spreisel ist reduziert.

      Segmentrahmen für die drei Felder
      Segmentrahmen für die drei Felder

      Die senkrechten Segment-Rahmen-Teile sind unten ca. 5 cm auf die halbe Dicke reduziert und mit 5mm zwei mal vorgebohrt. Die hinteren sind ca. 7 cm länger um eine Schräge für die Deckel (und damit Wasser-Abfluss sicherzustellen) zu erreichen.

      Sie werden von Innen an den Hochbeet-Rahmen (Lärche) geschraubt – dadurch kommt kein Regen an die Schrauben und Löcher.

      Doppelverschraubung am Rahmen
      Doppelverschraubung am Rahmen

      Typischerweise bräuchte es Querverstrebungen – bisher ist diese Doppelverschraubung der senkrechten Segment-Rahmen jedoch sehr stabil und ausreichend.

      Ursprünglich waren die oberen Segment-Rahmen oben geschlossen, das habe ich nachträglich geändert – dadurch sind alle Fenster, jederzeit, frei entnehmbar (einfach nach oben herausziehen.)

      Die oberen Segment-Rahmen werden mit der langen Schraube (100 mm) stumpf auf die Senkrechten – schräg eingeschraubt.

      TIPP: Durch schräges einschrauben erhöht sich die Stabilität deutlich – zudem wird können sich die Latten kaum gegeneinander verdrehen.

      Obere Segment-Rahmen
      Obere Segment-Rahmen

      Die Eck-Segment-Rahmen sind nur einseitig eingefräst – hier im Fertigstellungszustand sieht man wie die Fenster-Rahmen eingepasst werden:

      Draufsicht auf die Segmentrahmen mit eingesetztem Fensterrahmen
      Draufsicht auf die Segmentrahmen mit eingesetztem Fensterrahmen

      Die Eckverbindung der Fenster-Rahmen wird sehr einfach durch Halbierung der Materialstärke auf Rahmenbreite erreicht. Das erledigt ein 15 oder 20 mm Fräser oder eine Kappsäge mit Tiefenanschlag – wie bei der Tischkreissäge einfach mehrfach nebeneinander durchziehen:

      Eckverbindungen mit der Kapp-Säge
      Eckverbindungen mit der Kapp-Säge

      Jetzt die Tisch-Kreissäge für die Nuten einstellen. Für die Fenster habe ich 10 mm Nut-Tiefe gewählt:

      Sägeblatt auf Höhe einstellen
      Sägeblatt auf Höhe einstellen

      Mein Tisch-Kreissägeblatt hat eine Dicke von 3 mm. Dadurch reicht es, die Fenster-Rahmen 2 mal durchzuschieben (einmal von links, einmal von rechts).

      Die Verbindungs-Enden werden nicht genutet, also vorher beim durchziehen stoppen.

      Nuten für die Fenster-Rahmen fräsen oder sägen
      Nuten für die Fenster-Rahmen fräsen oder sägen

      Die 6 mm dicken Hohlkammerplatten lassen sich mit einer Handkreissäge gut schneiden – langsam bewegen, dass nichts ausreißt. Ein Anschlag oder besser eine Führungsschiene helfen, dass die Schnitte gerade werden.

      Holkammerplatte schneiden
      Holkammerplatte schneiden

      Durch den Schnitt entsteht ein Grat, der das Einführen in die Nut erschwert. Daher empfehle ich die Platten beidseitig mit einer Feile oder Schleifpapier zu entgraten.

      Hohlkammerplatte
      Hohlkammerplatte entgraten

      Ich habe die Größe der Hohlkammerplatte etwas kleiner gewählt als die sichtbare Scheibengröße plus beide Nut-Tiefen. Dadurch sollte es keine Wölbung bei höheren Temperaturen geben.

      Hohlkammerplatte in der Nut
      Hohlkammerplatte in der Nut

      Beim Einsetzen werden zuerst drei Fenster-Rahmen verklebt, dann die Scheibe eingeschoben. Der vierte Fensterrahmen wird dann aufgesteckt und an den Ecken mit wasserfestem Holzleim verklebt. Zur Fixierung – ca. 30 Minuten – verwende ich Schraubzwingen.

      Zum Schluss habe ich die Fenster-Rahmen noch beidseitig mit einem Fräser abgerundet – Radius ca. 6 mm (Kantenfräser oder Oberfräse)

      Kanten abrunden mit der Kantenfräse
      Kanten abrunden mit der Kantenfräse

      Fertige Eck-Verbindung der Fenster-Rahmen. Die Fenster sind leicht, stabil, einfach verstaubar und brauchen wenig Platz.

      Eckverbindung der Fenster-Elemente
      Eckverbindung der Fenster-Elemente

      Die Senkrechten Segment-Rahmen sind durch die Doppelverschraubung so stabil, das sie die Fenster-Panele ohne weitere Verschraubung schon halten.

      Fertige vorder- und Rückseite aus je 3 Fenster-Panelen
      Fertige vorder- und Rückseite aus je 3 Fenster-Panelen

      Edelstahlschrauben sind wichtig, da durch die stetige Feuchtigkeit im Außenbereich Schauben sonst schnell rosten und nicht mehr entfernt werden können.

      Doppelverschraubung von Innen
      Doppelverschraubung von Innen

      Zwischenstand ohne Deckel:

      Zwischenstand mit fertigem Rahmen
      Zwischenstand mit fertigem Rahmen

      Die vordere Höhe des Aufbaus beträgt 36 cm – damit sollten klassische Salate und anderes Gemüse genug Platz finden:

      Blick nach Innen von der Seite
      Blick nach Innen von der Seite

      Jedes einzelne Panel lässt sich einzeln herausnehmen, um entweder überall einfach hinzukommen beim Pflanzen, Unkraut jähten oder Ernten oder später um einzelne Segment zu entfernen.

      Panele sind einzeln entnehmbar
      Panele sind einzeln entnehmbar

      Die beiden ersten Segmente sind genau so breit, wie das Beet tief – das hat mehrere Vorteile bei der Nutzung (z. B. als Ablage) und dem Verstauen während des Sommers oder Winters.

      Panele haben die gleiche Breite wie der Deckel tief ist
      Panele haben die gleiche Breite wie der Deckel tief ist

      Es fehlt noch das Seitenteil – bei freistehenden Hochbeeten wird das zweimal benötigt. Ich empfehle das vor Ort anzuzeichnen um etwaige natürliche Abweichungen zu kompensieren.

      Anzeichnen des Seitenteils
      Anzeichnen des Seitenteils

      Damit das Rahmenholz nicht spreiselt oder reißt immer vorbohren und die Schraubenköpfe senken.

      TIPP: wenn das Seitenteil keine rechten Winkel hat, zuerst die 3 Fenster-Rahmenleisten mit dem „größeren“ Winkeln verkleben – sonst kann man die Scheibe nicht einschieben.

      Seitenteil-Befestigungslöcher vorbohren und senken
      Seitenteil-Befestigungslöcher vorbohren und senken

      Das fertige – Maß-Seitenteil:

      Fertiges Seitenteil
      Fertiges Seitenteil

      Da Douglasie oder Lärche als Holz gewählt wurde, muss (soll) nicht gestrichen oder lackiert werden. Der hohe Harz-Anteil schützt das Holz am besten – zudem sieht es natürlicher aus.

      Hochbeet mit Gewächshausabdeckung
      Hochbeet mit Gewächshausabdeckung

      Die ersten Salate und Gemüsesorten wachsen schon. Automatische Bewässerung mit Zeitschaltuhr oder Gießen per Hand – und bei Sonne nicht vergessen abzudecken… viel Erfolg beim Bauen und An-Bauen.

      Wer es nachbaut – gerne Bilder schicken oder Erfahrungsberichte – sicher kann man noch einiges verbessern.

      rebootdeluxe@infosec.exchangeR This user is from outside of this forum
      rebootdeluxe@infosec.exchangeR This user is from outside of this forum
      rebootdeluxe@infosec.exchange
      wrote last edited by
      #2

      @mein_blog Sehr schön beschrieben. Vielen Dank! 🫶

      Hast du noch detailliertere/hochaufgelöste Fotos und ein paar Infos zu der Hochbeeten?

      Ich werde bald welche bauen und suche noch Anregungen. 🙂

      Bei deinen Hochbeeten interessiert mich:
      - Material und Stärke der Bretter?
      - Sind die abgeflammt oder lasiert?
      - Abmessungen der Hochbeete?
      - Wie sind die Bretter in den Ecken miteinander verbunden?
      - Mit was hast du die innen ausgekleidet?
      - Hast du unten ein feines Gitter als Mäuseschutz eingelegt?
      - Hast du eine Querstrebe/ Gewindestange oder sowas drin? Man sieht mittig eine Verschraubung, die darauf hindeutet. Ist das eine Stabilisierung, dass sich die Bretter durch den Druck der Erde nicht bauchig nach außen durchbiegen?
      - Was hast du beim Bau der Hochbeete und /oder danach gelernt, was man vermeiden sollte und was man unbedingt machen sollte?

      1 Reply Last reply
      1
      0
      • R relay@relay.infosec.exchange shared this topic
      Reply
      • Reply as topic
      Log in to reply
      • Oldest to Newest
      • Newest to Oldest
      • Most Votes


      • Login

      • Login or register to search.
      • First post
        Last post
      0
      • Categories
      • Recent
      • Tags
      • Popular
      • World
      • Users
      • Groups